Bünting, Heinrich
Newe, volstendige, Braunschweigische und Luneburgische Chronica
Los 120
Schätzung
180€ (US$ 207)
Bünting, Heinrich. Newe, volstendige, Braunschweigische und Luneburgische Chronica. 4 Teile in 1 Band, durchgehend pag. 8 Bl., 612 S., 11 Bl. (l. w.), 4 Bl. (mit hs. Text). Mit 4 Holzschnitt-Druckermarken auf den Titeln, 76 (2 halbgroße) Holzschnitt-Wappen im Text sowie zwei Text-Holzschnitten. 1 Titel in Schwarz und Rot. 31 x 19 cm. Halbleder d. Z. (berieben, bestoßen, oberes Kapital fehlt, unteres Kapital mit Fehlstellen und Wurmfraß). Magdeburg, Andreas Betzeln, 1620.
VD17 39:127548L. Loewe 442. Praun 163. Bircher B 12442-12445. – Erste und einzige Ausgabe. – Es fehlen sieben ganzseitige Holzschnitte. Titel am Fußsteg knapp beschnitten, mit Wurmgängen, stärker fleckig und verstärkt. Insgesamt papierbedingt gebräunt, mit Wurmgängen und -löchern, teils feucht- und braunfleckig sowie mit hs. Notizen im Text. – Beigebunden: I. Heinrich Bünting. Itinerarium sacrae scripturae. Das ist: Ein Reisebuch, oder die gantze heilige Schrifft in zwei Büchern getheilet. 8 Bl., Seite 50-240, 3 Bl.; 1 Bl., 102 S., 4 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Magdeburg, Andreas Betzeln, 1616. - Es fehlen die Seiten 1-49. - II. Derselbe. Über das Buch Josua. Eine sehr nützliche und Schöne Erklärung von der Außtheilung des Gelobten Landes Canaan. 38 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Magdeburg, Andreas Betzeln, 1616. - III. Derselbe. De Monetis et mesuris sacrae. Das ist: Eine eygentliche Aufrechnung und Beschreibung aller Münze und Masse in heiliger Schrift. 3 Bl., 28 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Magdeburg, Andreas Betzeln, 1616.
Delkeskamp, Friedrich Wilhelm
Neues Panorama des Rheins von Mainz bis Köln
Los 121
Schätzung
180€ (US$ 207)
Delkeskamp, Friedrich Wilhelm. Panorama des Rheins und seiner nächsten Umgebungen von Mainz bis Cöln. Gestochenes Leporello auf Leinen aufgezogen. 228 x 22 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig und stärker gebräunt, Rücken etwas brüchig und unteres Kapital restauriert) im Pappschuber (beschabt, bestoßen und mit kleinen Einrissen) mit montiertem TSchild. Frankfurt, Friedrich Wilmans, 1825.
Engelmann 817. – Erste Ausgabe des Leporellos mit dem Rheinverlauf von Mainz nach Köln und zahlreichen kleinen Randansichten. – Papierbedingt etwas gebräunt, braunfleckig und knickspurig. Selten im Handel. – Dabei: Der Begleiter auf der Reise von Mainz bis Köln. Ein nöthiger Angang zum Panorama des Rheins und seiner nächsten Umgebung. 14 S., 1 Bl. 21,5 x 14 cm. Broschur (fleckig und mit kleiner Fehlstelle). Frankfurt, Friedrich Wilmans, 1852.
Deutschland. - Konvolut von drei Ansichtenwerken. Mit malerischen Ansichten von Hessen, Westfalen und weiteren Regionen. 3 Bände. Mit zahlreichen Stahlstichtafeln. Originalbroschuren (alle Rücken abgeplatzt, Heftung teils gelockert) mit Deckeltiteln. Darmstadt und Leipzig u. a., verschiedene Verlage, um 1842-1843.
I. Levin Schücking und Ferdinand Freiligrath. Das malerische und romantische Westphalen. Mit 30 Stahstichen von Winkles u. a. Leipzig, Volckmar, ca. 1842.
II. A. L. Grimm. Die malerischen und romantischen Stellen der Bergstrasse, des Odenwaldes und der Neckar-Gegenden, in ihrer Vorzeit und Gegenwart geschildert. Darmstadt, Leske (ca. 1843). Mit 40 Stahlstichtafeln.
III. G. Landau. Malerische Ansichten von Hessen. Mit 36 Stahlstichtafeln, meist nach A. Wenderoth. Kassel, Theodor Fischer, ca. 1842.
Demandt I, 87. - Mit Ansichten von Kassel nebst Wilhelmshöhe, Marburg, Hanau, Gelnhausen, Fulda, Eschwege, Homberg, Kaufungen, Witzenhausen, Hersfeld etc. - Mal mehr, mal weniger gebräunt und stock- oder braufleckig.
– Mit Kugelschreiberkritzeleien auf den Rückdeckeln. Innen drei Tafeln ankoloriert. Papierbedingt gebräunt sowie stellenweise braun- und stockfleckig.
Dresden. - Kolorierte Radierung. 56,5 x 72,5 cm (Rahmen). Unter Glas mit Passepartout in Holzleiste. Um 1820.
Die dekorative Vedute zeigt die Frauenkirche und den Zwinger, nach Canalettos beliebten Gemälde "Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke". – Etwas fleckig, kleinerer Einriss. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen. – Beigegeben: Landschaftsansicht. Kolorierte Radierung. 55,5 x 70 cm (Rahmen). Unter Glas mit Passepartout in Holzleiste. Um 1820. - Minimal fleckig.
Dreyhaupt, Johann Christoph von
Pagus neletici et nudzici, oder Ausführliche Beschreibung des Sall-Kreyses
Los 124
Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)
Dreyhaupt, Johann Christoph von. Pagus neletici et nudzici, oder Ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des zum ehemaligen Primat und Ertz-Stifft, nunmehr aber durch den westphälischen Friedens-Schluß secularisirten Herzogthum Magdeburg gehörigen Saal-Kreyses, und aller darinnen befindlichen Städte, Schlösser, Aemter, Rittergüter, adelichen Familien, Kirchen, Clöster, Pfarren und Dörffer. 2 Bände. 13 Bl., 1108 S., 10 Bl., 232 S.; 11 Bl., 974 (recte: 976) S., 10 Bl., 221 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit 2 gestochenen Frontispices, 61 (einige mehrfach gefaltet) Kupfertafeln sowie zahlreichen Textkupfern und Textholzschnitten. 34 x 21 cm. Pergament d. Z. (stärker fleckig und berieben, VDeckel mit den Eignerinitialen "CWH" und dem Bindejahr "1751") mit RTitel. Halle, Emanuel Schneider, 1749-1750.
ADB V, 406f. Kress 5434. Vgl. NDB IV, 123. – Erste Ausgabe. "Diese beiden gewaltigen Folianten können für die damalige Zeit als das Muster einer Städtechronik gelten, in welcher der engere Kreis sich auf die Geschichte der ganzen Landschaft (des Herzogthums Magdeburg) erweitert" (ADB). Benannt werden um die 700 Urkunden sowie nahezu 700 Kurzbiographien bedeutender Persönlichkeiten der Region. Die Tafeln zeigen die wichtigste Bauten des Saalekreises und Veduten verschiedener Städte, darunter Ansichten von Halle, Wettin, Giebichenstein und Cönnern. Ebenso sind Portraits wie das Martin Luthers oder Philipp Melanchthons abgebildet, des Weiteren werden Trachten, Münzen und Wappen gezeigt. Der aus Halle an der Saale stammende Historiker und Jurist Johann Christoph Dreyhaupt (1699-1768) ließ "sein Werk ... auf eigene Kosten drucken ... (dieses) ist noch heute für jeden, der sich mit der Geschichte Mitteldeutschlands beschäftigt, unentbehrlich" (NDB). Die zwei Teile enthalten die beiden umfangreichen und mit Kupfern ausgestatteten Beilagen Friedrich Hondorffs (1628-1694): "Beschreibung des Saltz-Wercks zu Halle in Sachsen" und "Genealogische Tabellen oder Geschlechts-Register". – Etwas gebräunt und braun- bzw. fingerfleckig, Frontispiz von Teil I mit Quetschfalten im Rand. Mit Besitzeinträgen.
Engelbrecht, Martin. Lipsia. Leipzig. Kolorierter Kupferstich. 21 x 30,5 cm. Augsburg, Engelbrecht, 1748.
Eines von 94 Veduten europäischer Städte von Friedrich Bernhard Werner. Mit großem Wappen und zahlreichen Allegorien, wie zum Beispiel Büchern, einem Globus, einem Zirkel, der Helm des Hermes und der Stab des Asklepios. Am unteren Rand befindet sich zudem eine Legende, die die Bauten der Stadt bezeichnet. – Knapp beschnitten, leicht fleckig und verso mit Montageresten.
Essellen, Moritz Friedrich
Geschichte der Grafschaft Tecklenburg
Los 126
Schätzung
150€ (US$ 172)
Essellen, Moritz Friedrich. Geschichte der Grafschaft Tecklenburg. 2 Bl., 204 S. 16 x 11,5 cm. Halbleder d. Z. (berieben). Schwerte a. d. Ruhr, Carl Braus, 1877.
Einzige Ausgabe der seltenen kleinen Chronik. Das Vorwort am Schluss mit privatem zeitgenössischen Eintrag zum Autor Moritz Essellen (1796-1882). – Papierbedingt gebräunt,
Falckenstein, Johann Heinrich von
Antiquitates et memorabilia Nordgaviae veteris
Los 127
Schätzung
500€ (US$ 575)
Falckenstein, Johann Heinrich von. Antiquitates et memorabilia Nordgaviae veteris, oder Nordgauische Alterthümer und Merckwürdigkeiten. Teil I-III (von IV) in 3 Bänden. Mit gestochenem Titel, mit 2 gestochenen Titelvignetten, gestochener 2 Kopfvignette, 19 Kupfertafeln, 2 (1 lose) gefalteten Kupferstichkarten. 34,5 x 22,5 cm bis 36 x 22 cm. Halbpergament d. Z. (berieben und bestoßen, Rücken unfachmännisch restauriert); Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben, fleckig und mit Wurmlöchern) mit goldgeprägtem RSchild und blindgeprägtem Kaiserlichen Wappen auf den Deckeln; Leder d. Z. (beschabt, mit Wurmgängen, Kapitale restauriert und mit kleinen Fehlstellen) mit goldgeprägtem RTitel. Schwabach und Leipzig, Johann Jacob Enderes, 1734-1743.
Pfeiffer 29264. Wegele 728f. Lentner 9137. – Bedeutsames Quellenwerk zur Historie des fränkischen Raumes von Falckenstein (1686-1760), der als Hofrat im Dienste des Fürstbischofs von Eichstätt tätig war. "Die Geschichte dieses Gebietes und des Hochstiftes Eichstädt hat durch ihn die erste umfassendere Bearbeitung erfahren" (Wegele). Die Tafeln veranschaulichen heidnische Kulte und Altertümer. – Band I.: Etwas stockfleckig, mit Wurmlöchern, teils mit hinterlegten kleinen Fehlstellen. Band II.: Innengelenk offen verso dem Titel. Papierbedingt gebräunt, braun- und fingerfleckig und mit Randläsuren. Teilweise mit Zeichnungen am Rand. Band III.: Mit leichten Flecken und kleinen Gebrauchsspuren sonst sehr sauber.
Falckenstein, Johann Heinrich von. Chronicon Svabacense...Zweyte, verbessert- und sehr vermehrte Auflage. 10 Bl., 410 S., 7 Bl. Mit 3 Kupfertafeln, davon 1 gefaltet und 1 doppelblattgroß. 21 x 16,5 cm. Pappband d. Zeit mit Kleisterpapierbezug (etwas berieben und bestoßen, Rücken verblasst und mit unauffälliger Bereibung durch entferntes Etikett), RSchild und kl. Wappensupralibros auf dem Vorderdeckel. Schwabach, Enderes, 1756.
Die erste Ausgabe erschien 1740 (110 S., 5 Bl.). Falckensteins Begründung für seine Geschichtsarbeit, die Maurer dann so kongenial ergänzt und die schließlich vom Verleger herausgegeben wird, ist schlichter Bürgerstolz: Rund 60 Stadtgeschichten kann er ohne Mühe nennen, die bereits erschienen sind. Daher sei es nur billig, daß Schwabach hier nicht nachstehe. Die Kupfer zeigen eine doppelblattgroße Ansicht von Schwabach, das Epitaph des Ritters Hans von Waldenrod und seiner Frau sowie Illustrationen zu einem Mordfall mit Verurteilung. - Pfeiffer III/1, 41209. - Etwas gebräunt u. braunfleckig, 1 Tafel alt aufgezogen.
Falckenstein, Johann Heinrich von
Civitatis Erfurtensis historia critica et diplomatica
Los 129
Schätzung
300€ (US$ 345)
Falckenstein, Johann Heinrich von. Civitatis Erfurtensis historia critica et diplomatica. 2 Teile in 1 Band (durchgehend paginiert). 2 Bl., 674 S.; 3 Bl., S. 675-1096, 14 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz. 21 x 17,5 cm. Pergament d. Z. (gering fleckig und berieben). Erfurt, Johann Wilhelm Ritschel, 1739.
Herrmann 157, 34. – Erste Ausgabe. Bedeutende ältere Stadtgeschichte Erfurts vom Jahr 438 n. Chr. an, besonders wichtig für die Zeit der Kurmainzer Herrschaft. Das Frontispiz zeigt das erfurtische Wappen, umgeben von allegorischen Figuren, die Wappen und Schilde der umliegenden Orte tragen. – Wohlerhaltenes Exemplar aus einer historischen Adelsbibliothek mit entsprechendem gestochenem Wappenexlibris (Friedrich Wilhelm Danreuther). Mit Beiband am Schluss vor dem Register: Sidonia Hedwig Zäunemann. Das am 21- und 22ten October 1736 unter Gluth und Flammen ächzende Erfurt. Zweite Auflage. 6 Bl. Erfurt, Johann Heinrich Nonne (1737). - Seltener Gelegenheitsdruck der Erfurter Dichterin und frühen Verfechterin der Frauenrechte, die im Alter von 29 Jahren tragisch in der Gera ertrank. - Mit Braunfleck im Seitenrand.
Harenberg, Johann Christoph
Historia ecclesiae Gandershemensis cathedralis
Los 130
Schätzung
450€ (US$ 517)
Harenberg, Johann Christoph. Historia ecclesiae Gandershemensis cathedralis ac collegiatae diplomatica quae exhibet fundatorem, fundationem, advocatos et defensores, abbatissas. Praeterea diplomata plurima maxima partem inedita et tres vetustos scriptores rerum Gandershemensium ex msctis emendatos. Totum opus in supplementum collectionis celeberrimae scriptorum rerum Brunsvicensium Leibnizianae adornatum. 7 Bl., 1758 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Porträt, 38 Kupfertafeln, 4 (1 mehrfach gefaltet) Kupferstichkarten und zahlreichen Textholzschnitten. 32,5 x 20 cm. Pergament d. Z. mit goldgeprägtem RTitel. Hannover, Erben B. N. Foerster, 1734.
Lipsius-Leitzmann S. 176. Loewe 3431. Wetzer-Welte V, 92. ADB X, 599. – Erste Ausgabe. Die Gandersheimische Kirchengeschichte ist das Hauptwerk des Theologen, Orientalisten und Geschichtschreibers Johann Christoph Harenberg (1696-1774), der ab 1720 Rektor der Stiftsschule zu Gandersheim war. Die monumentale Chronik behandelt neben der Kirchengeschichte auch die Geschichte der sächsischen Herzöge vom 9.-15. Jh. sowie die Geschichte zahlreicher niedersächsischer Adelsgeschlechter. Das Porträt von Wolffgang nach Haborg zeigt Elisabeth Christine Antonie, Herzogin von Sachsen-Meiningen. Die Tafeln zumeist mit Münzdarstellungen. – Vorderes fl. Vorsatz erneuert. Nur gering fleckiges, insgesmt wohlerhaltenes Exemplar. Am Schluss des Textteils mit dezentem Sammlungsstempel.
Harkenroth, Jakob
Kerkrede over Oostfrieslands Kersvloed den 25 December des jaars 1717.
Los 131
Schätzung
500€ (US$ 575)
Harkenroth, Jakob. Kerkrede over Oostfrieslands Kersvloed den 25 December des jaars 1717. 17 Bl., 521 S., 6 Bl. Mit gefalteter Kupferkarte und wenigen Textholzschnitten. 15 x 9,5 cm. Leder d. Z. (berieben, bestoßen und mit Fehlstellen) mit goldgeprägtem RTitel. Embden, Hermann van Senden, 1721.
Sehr selten. Von uns konnten nur zwei weitere Exemplare ausfindig gemacht werden: Eines in der University of Groningen Library und eines in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. – Vorsätze etwas leimschattig, teils stärker stockfleckig, insgesamt leicht braunfeckig sonst wohlerhalten.
Heineccius, Johann Ludwig von
Beschreibung des Herzogthums Magdeburg
Los 132
Schätzung
450€ (US$ 517)
(Heineccius, Johann Ludwig von). Ausführliche topographische Beschreibung des Herzogthums Magdeburg und der Grafschaft Mansfeld, Magdeburgischen Antheils. 1 Bl., 504 S., 1 Bl. (Errata). Mit gestochener Titelvignette von Meil. 23,5 x 20 cm. Moderner marmorierter Halblederband mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Berlin, Georg Jakob Decker, 1785.
Engelmann 654. Holzmann-Bohatta I, 5936. Dorn, Meil 435. – Einzige Ausgabe. Nach einer Auflistung der Landkarten des Herzogthums Magdeburg und der Grafschaft Mansfeld werden die vier Kreise (Holzkreis, Jerichowscher Kreis, Ziesarscher Kreis und Saalkreis) sowie die Grafschaft Mansfeld detailliert erfasst mit ihren Städten und statistischen Angaben wie Einwohnerzahl, Zahl der Feuerstellen, Einrichtungen wie Backhäuser, Wind- oder Ölmühlen, Gerichtsbarkeit, Fabriken, Klöster, Kirchen usw. Magdeburg und Halle werden beschrieben, dazu die Städtchen Sudenburg, Neustadt, Acken, Calbe, Egeln, Frose, Grossen Salze, Hadmersleben, Schönebeck, Stasfurth, Wanzleben, Seehausen, Neuhaldensleben, Oebisfelde, Wollmirstädt, Burg, Loburg, Görzke, Möckern, Sandau, Genthin, Jerichow, Ziesar, Alsleben, Glaucha, Lobejün, Neumarkt, Wettin, Gerbstädt, Leimbach, Mansfeld, Helfta, Holzzelle, Schraplau und das jeweilige 'Platte Land'. Mit zweispaltigem Register (S. 495-504). – Etwas leimschattig. Fl. Vorsatz und Titel mehrfach gestempelt und mit Ziffernsignatur, Innenspiegel mit modernem Exlibris, sonst wohlerhalten. Geschenkexemplar für das Berliner Köllnische Realgymnasium, mit entsprechendem hs. Eintrag eines August Rhau, der als Prediger in der uckermärkischen Ortschaft Parstein wirkte und eine zeitlang "Subrektor" der Schule war, datiert 1814.
Heineccius, Johann Michael und J. G. Leuckfeld. Scriptores rerum germanicarum, cum variis diplomatibus & indicibus in unum volumen collecti. 2 Teile, Register und 8 Anhänge in 1 Band. 8 Bl., 572 S., 16 Bl., 16, 34 S., 5, 4, 3 Bl., 272 S., 12 Bl., 20, 32, 19 S. Mit mehreren gestochenen Titel- und Textvignetten, 26 Kupfertafeln und 1 Falttabelle. 34 x 21 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben, VDeckel mit goldgeprägtem Wappensupralibros. Frankfurt, Christian Gensch, 1707.
ADB XI, 363 u. XVIII, 481. Graesse VI/I, 334. Ebert 20753, 15. Lipsius-Leitzmann 180. – Erste Ausgabe einer Zusammenstellung von historischen Schriften dieser beiden Autoren. Am wichtigsten zweifellos die Antiquitates Goslariensis mit numismatischem Anhang, von Heineccius herausgegeben, die etwa die Hälfte des Bandes einnehmen. Eine Titelvignette zeigt eine hübschen Ansicht von Goslar. Die Kupfer mit Münzen, Siegeln, Portraits usw. – Titel etwas gebräunt und mit altem Besitzeintrag. Sonst nur etwas braunfleckig und insgesamt wohlerhalten. – Nachgebunden: Caspar Abel. Gründlicher Bericht von denen nach einander empor gekommenen, und wieder gestürtzten vielen Monarchien. 2 Bl., 76 S., 6 Bl. Frankfurt, Henning Großen, 1707. - Gleichmäßig gebräunt und leicht braunfleckig. - Derselbe. Diarium belli hispanici. 6 Bl. Halberstadt, Johann Erasmus Hynitsch, (1707).
Historia Martisburgica darinnen Chronica Ditmari,
Bischoffs zu Marßburg, von seiner Zeit Geschichte
Los 134
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
Historia Martisburgica darinnen Chronica Ditmari, Bischoffs zu Marßburg, von seiner Zeit Geschichte, nemlich Käyser Henrici Aucupis, Ottonis Magni, Ottonis II. Ottonis III. und Henrici Claudi, in acht unterschiedenen Büchern beschrieben etc. Alles zum theil jetzo erst verdeutschet, zum theil vermehret und verbessert, und also in Druck verfertiget, durch Georgium Hahn. 2 Teile in 1 Band (durchgehend paginiert; so komplett). 8 Bl., 264 S., 1 Bl., S. 279-412, 4 Bl., S. 433-702, 7 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Titelvignetten, Holzschnitt-Druckermarke am Schluss und 90 Porträt- bzw. Wappenholzschnitten. 29 x 18 cm. Leder d. Z. (mit stärkeren restaurierten Schabspuren; Remboitage) mit goldgeprägtem Wappensupralibros, datiert "MD". Leipzig, Henning Grosse, 1606.
VD17 3:640690Z. – Erste deutsche Ausgabe, eine von zwei im VD 17 verzeichneten Druckvarianten, die sich anhand des Titelblattes unterscheiden lassen. Bedeutendes, reich illustriertes Sammelwerk zur Geschichte Merseburgs, zugleich wichtige Quelle für die Reichsgeschichte unter den Ottonen, darunter die berühmte Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg (975-1018) in erster deutscher Ausgabe sowie: I. Garzon von Bononien (d. i. Giovanni Garzoni). Chronica, oder Historienn von dem löblichen Thewren Helde, Graff Wiprechten zu Groitzsch in Meissen ... Item, Ein ander Chronica, von des Durchleuchtigen Hochgebornen Fürsten und Herrn, Herrn Friderichen, Landgraffen in Döringen, Marggraffen zu Meissen. - II. Ernst Brotuff. Chronica und Antiquitates des alten Keyserlichen Stiffts, der Römischen Burg, Colonia, unnd Stadt Marßburg, an der Sala in öbern Sachsen. - III. Georg Hahn. Historiae Martisburgicae, Das ist, der Merseburgischen Chronica Appendix oder Continuatio. – Stärker gebräunt und braunfleckig, sonst wohlerhalten. Vorsätze alt erneuert, Innenspiegel mit modernem Exlibris.
(Hönn, G. P.). Sachsen-Coburgische Historia, in zweyen Büchern, Deren I. dieses Fürstenthums Ursprung, Landes-Regenten, Land-Adel, Gewohnheiten, Inwohnere (etc.). Das II. was sich bey 1000 Jahren zugetragen. 2 Teile in 1 Band. 6 Bl., 272 S.; 355 S., 22 Bl. Titel in Schwarz und Rot. 19,5 x 15 cm. Moderner Lederband mit Deckeltitel. Leipzig und Coburg, Paul Günther Pfotenhauer, 1700.
VD 17 3:302115X. Pfeiffer 9205. ADB XIII, 73. – Erste Ausgabe. "Ein für die Geschichte der coburgischen und angrenzendcn Länder überaus brauchbares Werk, das meistens aus archivalischen Quellen bearbeitet und mit vielen Urkunden bereichert ist" (ADB). – Es fehlen die drei Kupfertafeln, das Schlussblatt vom Register mit Blattabriss (Textverlust). Etwas gebräunt und braunbfleckig, untere Ecke anfangs mit kleinem Abriss, Titel etwas flau und mit kleineren Quetschfalten.
Holsche, August Karl
Historisch-topographisch-statistische Beschreibung der Grafschaft Tecklenburg
Los 136
Schätzung
250€ (US$ 287)
Holsche, August Karl. Historisch-topographisch-statistische Beschreibung der Grafschaft Tecklenburg nebst einigen speciellen Landesverordnungen mit Anmerkungen, als ein Beytrag zur vollständigen Beschreibung Westphalens. 8 Bl., 588 S. Mit gefalteter Kupferstichkarte. 19,5 x 12. Moderner Halbleinenband mit RSchild. Berlin und Frankfurt, Selbstverlag und J. A. Kunze, 1788.
Engelmann 975. – Erste Ausgabe. Behandelt die Themen Jagd, Forst, Manufakturen, Bodenschätze, Verordnungen usw. – Schwach braunfleckig, Titel und fl. Vorsatz mit Besitzeintrag, die Karte mit Quetschfalten und geschlossenem Riss im weißen Rand.
Homann, Johann Baptist
Nova Territorii Erfordien(sis) in suas praefecturas accurate divisi descriptio
Los 137
Schätzung
120€ (US$ 138)
Homann, Johann Baptist. Nova Territorii Erfordien(sis) in suas praefecturas accurate divisi descriptio. Grenz- und Flächenkolorierte Kupferstichkarte. 49,5 x 59 cm (Plattenrand). Nürnberg 1717.
Dargestellt ist das Gebiet um Erfurt und unten in Panoramaansicht die Stadt Erfurt von Johann Baptist Hommann (1663-1724). Mit figürlicher Titelkartusche und Text. – Mit Mittelfalz, etwas stockfleckig, mit teils hinterlegten Einrissen sowie knickspurig.
Homann, Johann Baptist
Principatus Munsterbergensis. Nürnberg, Erben Homann, 1736
Los 138
Schätzung
240€ (US$ 276)
Homann, Johann Baptist. Principatus Munsterbergensis exactissima Tabula Geographica. Grenz- und flächenkolorierte Kupferstichkarte auf Leinen aufgezogen nach Matth. Schubarth und Wieland. 56 x 82 cm (Blattgröße). Nürnberg, Erben Homann, 1736.
Die Karte zeigt das Gebiet um Münster. Mit zwei großen dekorativen und teils figürlichen Kartuschen. – Knapp beschnitten, mit mehreren Faltfalzen und minimal fleckig. – Dabei: I. Derselbe. Repraesentationem hanc ce circuli Saxonici inferioris. Grenz- und flächenkolorierte Kupferstichkarte. 51 x 54 cm (Plattenrand) bzw. 59 x 68,5 cm (Blattgröße). Ebenda 1734. - II. Derselbe. Dominia Anglorum in praecipuis Insulis Americae. Grenzkolorierte Kupferstichkarte. 49,5 x 55,5 cm (Plattengröße). Ebenda um 1740. - III. Joan Blaeu. Lidalia vel Lidisdalia Regio, Lidisdail. Grenzkolorierte Kupferstichkarte. 41,5 x 52, 5 cm (Plattenrand) bzw. 50 x 61 cm (Blattgröße). Um 1665. - IV. Matthäus Seutter. Saxoniae inferioris Circulus. Grenz- und flächenkolorierte Kupferstichkarte. 50 x 58 cm (Plattenrand) bzw. 55 x 61,5 cm (Blattgröße). Augsburg um 1730. - V. Christoph Weigel. Regiones Danubiane Pannoniae dacia moesiae. Grenz- und flächenkolorierte Kupferstichkarte. 32 x 39,5 cm (Plattenrand) bzw. 42 x 51,5 cm (Blattgröße).
Hortleder, Friedrich
Auff der Fürstin Dorotheen Marien, Hertzogin zu Sachsen abgedruckter warhaffter Bericht
Los 139
Schätzung
150€ (US$ 172)
(Hortleder, Friedrich). Auff der Durchlauchtigen Hochgebornen Fürstin und Frawen, Frawen Dorotheen Marien, Hertzogin zu Sachsen, gebornen Fürstin zu Anhalt, Landgräfin in Düringen, und Margkgräfin zu Meissen, Witben, fürgehenden gnädigen Befehl, gestelleter und abgedruckter Warhaffter und Begründter Bericht, was sich negst abgewichene Jahr hero zwischen den Churfürstlichen Sächsischen Regierungen, zu Weimar und Aldenburgk erregten Praecedentz und Primogeniturstreit verlauffen. 1 Bl., 130 S., 2 Bl. (l. w.). Mit blattgroßem Wappenholzschnitt. 21,5 x 18 cm. Pappband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, Gelenke angeplatzt, Rückenbezug teils defekt) mit (stark oxidiertem) Wappensupralibros auf beiden Deckeln. O. O. u. Dr. 1613.
VD17 23:239302S. – Einziger Druck der politischen Streitschrift, die der Historiker Friedrich Hortleder (1579-1640) im Auftrag der Herzogin Dorothea Maria von Sachsen-Weimar), in deren Dienst er zeitweise als Hauslehrer ihrer Kinder stand, verfasste. – Schwach gebräunt, Blatt Avi mit restauriertem Eckabriss.
Kindlinger, Nikolaus
Münsterische Beiträge zur Geschichte Deutschlands hauptsächlich Westfalens
Los 140
Schätzung
240€ (US$ 276)
Kindlinger, (Nikolaus). Münsterische Beiträge zur Geschichte Deutschlands hauptsächlich Westfalens. 3 Bände. Mit typographischer Stammtafel. 17,5 x 10,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen) mit RSchild. Münster, Friedrich Christian Theißing bzw. Perrenon, 1787-1793.
ADB XV, 769 – Erste Ausgabe. "Kindlingers Arbeiten für die Geschichte Westfalens sind von großer Bedeutung, er ist der Vater der münsterländischen Geschichtsforschung" (ADB). – Etwas braunfleckig, Band III am Schluss schwach wasserrandig, Vorsätze gering leimschattig. Titel von Band I mit kleinem Eckabriss, die Stammtafel mit Blattverlust im unteren Rand (mit etwas Textverlust), einige Lagen in Band I mit kleiner Nagespur in der unteren rechten Ecke.
Klein, Joh(ann) Aug(ust). Rheinreise von Mainz bis Köln. Historisch topographisch, malerisch. VI, S. 3-378 S., 1 Bl. Mit 12 Umriss-Lithographien in Blaudruck nach J. A. Lasinsky. 16 x 10,5 cm. Illustrrierter OPappband (stark berieben und beschabt, Kapitale defekt). Koblenz, Friedrich Röhling, 1828.
Schmitt 126. Hinrichsen S. 11. – Der unmittelbare Vorläufer des "Ur-Baedekers" in erster Ausgabe. Die zweite Auflage erschien 1835 als Rheinreise von Straßburg bis Rotterdam bei Karl Baedeker in Koblenz (Hinrichsen D 1). Die hübschen Lithos nach Lasinsky spiegeln "die merkwürdige Mischung romantischen Zeitgeistes mit sachlich sauberer Wirklichkeitstreue ... Sein wie flott mit der Feder gezogener skizzenhafter Umriß verzichtet auf jede Schattierung, aller Ausdruck wird in die Linie gelegt" (Wallraf-Richartz-Jahrbuch Band 1, 1924). – Es fehlt wohl der Vortitel. Durchgehend etwas stock- oder braunfleckig, eine der Tafeln unfachmännisch ankoloriert, das der Tafel gegenüberliegende Textblatt mit tieferem Randeinriss. Der Verlagseinband mit Gebrauchsspuren.
Köster, Johann Cornelius
Hamburgischer Taschen-Kalender auf das Jahr 1834
Los 142
Schätzung
100€ (US$ 115)
Köster, Johann Cornelius (Hrsg.). Hamburgischer Taschen-Kalender auf das Jahr 1834. 32 Bl., 16 S. Mit 5 kolorierten Kupferstichtafeln. Es fehlt der Titelkupfer. 8,5 x 5,5 cm. Pappband d. Z. (berieben, bestoßen, Rücken fehlt) mit 2 kolorierten und montierten Kupferstichen auf den Deckeln. Hamburg, Nestler und Melle (1833).
Der Kalendarium ist durchschossen. Der Anhang erhält die Erklärung der Kupferstiche: "Wir haben zur Zierde unseres diesjährigen Taschenkalenders Scenen aus den Erzählungen der beliebten Schriftsteller Washington Irving und Cooper gewählt. Das Titelkupfer, so wie das erste und zweite Kupfer, gehören zu Washington Irving's 'Columbus', das dritte und vierte Cooper's 'Grenzbewohner', das fünfte zu Cooper's 'Steppe' und das sechste endlich zu Washington Irving's 'Erzählungen eines Reisenden'" (Seite 1). – Papierbedngt gebräunt, etwas locker in der Bindung, teils braun- und fingerfleckig und mit wenigen Ankolorierungen auf den weißen Blättern.
Kurtze und gründliche Relation
von der Insul und Fürstenthum Rügen
Los 143
Schätzung
300€ (US$ 345)
Kurtze und gründliche Relation von der Insul und Fürstenthum Rügen, wie dieselbe Anno 1677. durch den Königl. Dänischen Einfall verunruhiget, und Anno 1678. im angehenden Jenner von dem Herrn Feldmarschall Königsmarck, wiederum befreyet worden. Samt einer ausführlichen Lista aller gefangenen Officirer. 12 Bl. Mit gestochener Karte als Titelvignette. 19,5 x 16 cm. Moderner marmorierter Pappband. Stralsund, o. Dr. 1678.
VD17 3:307155V. – Eine von zwei im VD17 verzeichneten kollationsgleichen Varianten. Einziger Einzeldruck der unfirmierten Flugschrift mit ausführlicher Beschreibung der geographischen Lage und besonderen Bedeutung der Insel Rügen, deren Verteidigung und Einnahme mit Nennung aller notwendigen Namen. Am Schluss mit sechs Seiten "Specification der Gefangenen Keyserliche Officirer." – Im Bug mit schwachen Kleberesten, Titel mit unauffälliger Tintensignatur, sonst nur gering fleckig.
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Accessiones historicae quibus potissimum continentur scriptores rerum Germanicarum, & aliorum, hactenus inediti sequentes. 2 Teile in 1 Band. 8 Bl., 315, 40, 124, 119 S.; 6 Bl., 292, 592 S. Titel in Rot und Schwarz. 20 x 16,5 cm. Pergament d. Z. (VDeckel leicht verzogen) mit hs. RTitel. Hannover, Nicolai Förster, 1698-1700.
Potthast I, LXXXIX. Ravier 48-49 – Wichtige Quellenschriften zur deutschen Geschichte, auf die Leibniz im Zusammenhang mit seiner Erforschung der Geschichte des Welfenhauses gestoßen war und "die zum Teil bis heute in keiner anderen Ausgabe vorliegen" (NDB XIV, 128). Der Band I enthält den Chronographus Saxo, das Chronicon Joh. Vito Durani, die Gesta Trevirorum und das Vetus Chronicon Holsatiae; der Band II mit dem Chronicon trium fontium des Albericus mit separatem Titelblatt. – Wohlerhaltenes, nur hin und wieder leicht gebräuntes Exemplar. Titel mit kleinem Stempel im Unterrand.
Lentz, Paul
Brevis et succincta historia Archi-Episcoporum Magdeburgensium
Los 145
Schätzung
200€ (US$ 230)
Lentz, Paul. Brevis et succincta historia Archi-Episcoporum Magdeburgensium, edita a Samuele Walthero. 182 S., 1 Bl. Mit gestochenem Frontispiz. 19,5 x 16 cm. Marmorierter Halblederband des späten 19. Jahrhunderts. Magdeburg und Leipzig, Christian Seidel und G. E. Scheidhauer, 1738.
Erste Ausgabe. Paul Lentz (1661-1705) war Sekretär und Rat unter Landgraf Friedrich II. von Hessen-Homburg. Der Herausgeber Samuel Walther zählt zu den produktivsten Geschichtsschreibern Magdeburgs im 18. Jahrhundert und verfasste zahlreiche Gelegenheitsschriften (vgl. ADB XLI, 123f.). – Schwache Braunflecken, fl. Vorsatz und Titel verso gestempelt. Wohlerhaltenes Exemplar aus dem Besitz des Würzburger Historikers und Franziskaner-Minoriten-Paters Benvenut Stengele (1842-1904), mit dessen Besitzeintrag auf dem fl. Vorsatz, datiert 1889.
Leuber, Benjamin. Disquisitio planaria stapulae Saxonicae. Das ist: Gründliche, wolgemeinte, ohngefährliche Erwegung der sächsischen Stapel und Niederlage. 545 nn. Bl. Mit Kupfertitel. 19 x 15 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit hs. RTitel. Bautzen, Christoph Baumann, 1658.
Erste Ausgabe der Schrift des sächsischen Rechtsgelehrten Benjamin Leuber (1601-1675). – Kupfertitel mit unauffälliger Läsur im unteren Blattrand, Titel mit schwacher Quetschfalte in der unteren rechten Ecke. Etwas braunfleckig, sonst wohlerhalten.
Leuckfeld, Johann Georg. Antiquitates Blanckenburgens: oder Genealogische und Historische Beschreibung derer vormahls gelebten Grafen von Blanckenburg am Hartz-Walde. 3 Bl., 100 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz, Textholzschnitt und 5 genealogischen Falttafeln. 20,5 x 16,5 cm. Pappband d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen, Rücken mit Schabspuren). Frankfurt, Leipzig und Quedlinburg, Theodor Philipp Calvisius, 1708.
Jöcher-Adelung III, 1707, 3. Loewe 4379 (Anmerkung). – Einzige Ausgabe. Enthält im Anhang eine kurze "Nachricht von der alten Kayser. Sächs. Pfaltz-Stadt Wallhausen". Das Frontispiz zeigt eine Ansicht von Stadt mit Schloss Blankenburg sowie zwei Siegel. – Etwas stärker gebräunt und braunfleckig.
Leuckfeld, Johann Georg
Antiquitates Gandersheimenses [und:] Antiquitates Ilfeldenses
Los 148
Schätzung
350€ (US$ 402)
Leuckfeld, Johann Georg. Antiquitates Gandersheimenses. Oder Historische Beschreibung des uhralten Käyserl. freyen weltlichen Reichs-Stiffts Gandersheim, worinnen von deßen alter Lands-Gegend gehandelt wird. Welchem auch noch beygefüget ein sehr altes von diesem Stiffte handelndes Nieder-Sächsisches Reim-Chronicon. 7 Bl., 478 S., 5 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz und 13 (5 gefaltet) Kupfertafeln. 20,5 x 16,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben, Rückenbezug mit unschönem Ausriss). Wolfenbüttel, Gottfried Freytag, 1709.
VD18 1020766X. ADB XVIII, 481f. – Zweite Ausgabe der zuerst im Vorjahr ebenda erschienenen Monographie über das Stift Gandersheim durch den Klosterforscher Johann Georg Leuckfeld (1668-1726). Die 856 gegründete reichsfürstliche Abtei Gandersheim erlangte ihre Berühmtheit durch die im 10. Jahrhundert dort weilende und später als "erste deutsche Dichterin" in die Literaturgeschichte eingegangene Nonne Roswitha von Gandersheim (um 935 - nach 973). Ein von ihr verfasster lateinischer Gesang über die Erbauung des Stifts ist im vorliegenden Band zum ersten Mal veröffentlicht. Der Historiker Johann Georg Leuckfeld (1668-1726) studierte zunächst an der Universität Leipzig Theologie. "Im Jahr 1700 ernannte ihn die Aebtissin zu Gandersheim zu ihrem Secretär und beauftragte ihn das Archiv der Abtei in Ordnung zu bringen. Ein angeborener Trieb führte ihn in dieser Stellung zum Studium der Geschichte und er schätzte sich sehr glücklich, alte Schriften zu entziffern und zu analysiren, welche bis dahin allen Forschern entgangen waren. Zwei Jahre darauf wurde er Pastor primarius zu Gröningen im Halberstädtischen ... Seine litterarischen, sämmtlich in deutscher Sprache verfaßten Arbeiten bestehen aus sehr ausführlichen und mit Urkunden belegten Beschreibungen von Städten, besonders aber von Stiften und Klöstern, aus Biographien von Gelehrten sowie von Münzen" (ADB). – Etwas gebräunt oder braunfleckig, sonst wohlerhalten. Manchen Exemplaren ist zudem ein gestochenes Verfasserportrait eingebunden, das hier fehlt. – Beigebunden: Derselbe. Antiquitates Ilfeldenses, oder Historische Beschreibung des Klosters Ilfeld. 9 Bl., 258 (recte: 228) S., 4 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz und 4 Kupfertafeln. Quedlinburg, Theodor Philipp Calvisius, 1709. - Etwas gebräunt oder braunfleckig, sonst wohlerhalten.
Leuckfeld, Johann Georg
Antiquitates Gandersheimenses + 2 Beibände
Los 149
Schätzung
250€ (US$ 287)
Leuckfeld, Johann Georg. Antiquitates Gandersheimenses. Oder Historische Beschreibung des uhralten Käyserl. freyen weltlichen Reichs-Stiffts Gandersheim, worinnen von deßen alter Lands-Gegend gehandelt wird. Welchem auch noch beygefüget ein sehr altes von diesem Stiffte handelndes Nieder-Sächsisches Reim-Chronicon. 7 Bl., 478 S., 5 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz und 2 (statt 13). 20,5 x 16 cm. Pergament d. Z. (stärker fleckig und berieben, mit hs. RTitel). Wolfenbüttel, Gottfried Freytag, 1709.
VD18 1020766X. ADB XVIII, 481f. – Zweite Ausgabe der zuerst im Vorjahr ebenda erschienenen Monographie über das Stift Gandersheim durch den Klosterforscher Johann Georg Leuckfeld (1668-1726). Die 856 gegründete reichsfürstliche Abtei Gandersheim erlangte ihre Berühmtheit durch die im 10. Jahrhundert dort weilende und später als "erste deutsche Dichterin" in die Literaturgeschichte eingegangene Nonne Roswitha von Gandersheim (um 935 - nach 973). Ein von ihr verfasster lateinischer Gesang über die Erbauung des Stifts ist im vorliegenden Band zum ersten Mal veröffentlicht. – Es fehlen 11 Tafeln. Titel mit "Duplum"-Stempel. Etwas fleckig, mit Anstreichungen in Bleistift und Sepia. – Beigebunden: Christian Schlöpken. Chronicon oder Beschreibung der Stadt und des Stiffts Bardewick. Vor und nach der Zerstörung: Darinn zugleich unterschiedliches von dem Zustand des alten Sachsen-Landes, so wohl im Heydentum, als nach eingeführter christlichen Religion, enthalten, wobeiy auch der umliegenden Stiffter, Clöster und Pfarr-Kirchen aus untrüglichen Archiven nebst andern glaubwürdigen Uhrkunden und eigner Erfahrung etc zusammen getragen. 5 Bl., 529 S., 21 Bl. (Register). Titel in Rot und Schwarz. Mit 1 (statt 15) Kupfertafeln. Lübeck, Selbstverlag, 1704. - Es fehlen bis auf ein Kupfer alle Tafeln und Karten. Etwas fleckig. - Johann Georg Leuckfeld. Antiquitates Blanckenburgens: Oder Genealogische und historische Beschreibung derer vormahls gelebten Grafen von Blanckenburg am Hartz-Walde. Nebst kurtzer Nachricht von Wallhausen. Wie auch einigen genealogischen Stamm-Tafeln von Oldershausen. 3 Bl., 100 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit 5 gefalteten Stammtafeln im Anhang. Frankfurt und Leipzig, Theodor Philipp Calvisius, 1708. - Es fehlt das gestochene Frontispiz. Etwas fleckig.
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