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Lot 2631, Auction  128, Körner, Christian Gottfried, Brief an einen Offizier in Wien. 1813

Körner, Christian Gottfried
Brief an einen Offizier in Wien. 1813
Los 2631

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Schiller-Umkreis. - Christian Gottfried Körner, der Vater Theodor Körners sowie Freund und wichtiger Förderer Friedrich Schillers, Jurist und Schriftsteller (1756-1831). Eigh. Brief m. U. "Körner". 1 S. Doppelblatt mit Adresse. Gr. 4to. Töplitz 18.VI.1813.
An den Leutnant von Herrl in Wien, einen Waffengefährten Theodor Körners, dem er mitteilt dass er wieder ein Briefchen von seinem Sohn erhalten habe, von Mühltorf bei Plauen im Vogtland. "... Er schreibt sehr lustig von beschwerlichen Märschen, die er glücklich überstanden hätte, und versichert sich vollkommen wohl zu befinden. Auch habe ich Nachrichten erhalten, daß kurz nachher das Corps bey Hof eingetroffen ist, daß man ihm dort feindlicher Seits den Waffenstillstand bekannt gemacht, das Corps aber diesen nicht sogleich anerkannt, sondern zuvörderst einen Officier an den König von Preussen um Verhaltungsbefehle einzuholen geschickt hat ...". Das Corps soll inzwischen im sächsischen Gebirge bis zur böhmischen Grenze vorgerückt sein. Er hoffe, bald mehr zu erfahren und bestellt einen herzlichen Gruß, auch von Theodor, "durch diese Nachricht. Theodor bittet darum, da er nicht selbst schreiben konnte ...". - Am 26. August ist Theodor Körner dann in einem Gefecht bei Gadebusch gefallen.

Lot 2632, Auction  128, Schulte vom Brühl, Walter, Signiertes und kalligraphisch geschmücktes Gedicht-Manuskript. 1883

Schulte vom Brühl, Walter
Signiertes und kalligraphisch geschmücktes Gedicht-Manuskript. 1883
Los 2632

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Schulte vom Brühl, Walter, Schriftsteller, Maler und vielseitiger Journalist, langjähriger Chefredakteur des "Wiesbadener Tagblattes" (1858-1921). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Schulte vom Brühl" und Datierung "Weimar MDCCCLXXXII". Mit einer großen Zier-Initiale in Rot und Silber, vermutlich vom Autor selbst gezeichnet. Das Blatt ist von zweifarbigen Linien umrandet und auf einen Untersatzkarton gezogen, der wiederum mit Bleistift eine Widmung des Verfassers mit Unterschrift "Schulte v. Brühl" trägt. 16,5 x 24 cm. Weimar 20.VI.1883.
"Hinaus!" 2 Strophen zu je 5 Zeilen: "Hörst du der Möven Schrei die Luft durchgellen? - / Siehst du den Aufruhr in der Meeresfluth? - Das Wasser schäumt, hoch spritzen auf die Wellen, / Der Sturmwind wird Dein Segel besser schwellen, / Hinaus, hinaus mit kühnem Wagemuth! ...". - Unten auf dem Karton mit Bleistift die Widmung: "Herrn Thelemann z. fr. Erinnerung. Weimar d. 20/6 1883 Schulte v. Brühl". - Der Autor lebte von 1878 bis 1884 als Maler in Weimar. - Etwas angestaubt, aber dekoratives, farbiges Blatt.

Lot 2633, Auction  128, Simonow, Konstantin, Brief an das DDR-Kulturministerium. 1974

Simonow, Konstantin
Brief an das DDR-Kulturministerium. 1974
Los 2633

Schätzung
120€ (US$ 138)

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Simonow, Konstantin, sowjetischer Schriftsteller, Lyriker und Kriegsberichterstatter (1915-1979). Eigh. Brief m. U. "Konstantin Simonow". In russ. Sprache. 1 S. Folio. Moskau 28.V.1974.
An den DDR-Kulturminister Hoffmann, bei dem er sich für dessen Glückwünsche zur Verleihung des Lenin-Preises an Simonow bedankt. "... Ich habe stets danach gestrebt und werde auch künftig stets danach streben, daß meine Bücher über den vergangenen Krieg der Sache des Friedens, des gegenseitigen Verstehens und der Freundschaft zwischen unseren Völkern dienen. Es erfüllt mich mit Freude und Stolz, daß diese Bücher ihre Leser in der Deutschen Demokratischen Republik gefunden haben ..." (Übers.). - Mit Eingangsstempel des DDR-Kulturministeriums.

Lot 2634, Auction  128, Stammbuch, des Johann Conrad Steinberger in Görlitz. 1759-1760.

Stammbuch
des Johann Conrad Steinberger in Görlitz. 1759-1760.
Los 2634

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Stammbuch des Johann Conrad Steinberger in Görlitz. Ca 123 Bl., davon 29 S. beschrieben oder illustriert. Mit einschl. des Titelblattes 15 Aquarellen, Gouachen und aquarellierten Federzeichnungen sowie 1 kolor, Kupferstich. Quer-8vo. Blassrot gefärbter Pergamentband (mit Spuren von Mäusefraß) mit reicher ornamentaler Vergoldung und einer goldgepr. Krone auf beiden Deckeln und dem Rücken sowie den Initialen J. C. S. 1759 auf dem Vorderdeckel. Goldschnitt. 1759-1760.
Nur kurzzeitig in Gebrauch gewesenes Stammbuch, dessen Beiträger sich ausschließlich in Görlitz und Zittau einschrieben. Es handelt sich offenbar um lebenslustige Freunde des Inhabers, der wohl auch selbst kein "Kind von Traurigkeit" war, was aus den Themen der Texte und vor allem aus den reizvollen Illustrationen zu schließen ist. 5 ganzseitig bemalte Blätter zeigen fröhliche Gesellschaften: 5 Männer und 2 Frauen sitzen vergnügt beim Wein zusammen; Mann und Frau spielen Billard; 4 Männer sitzen beim Kartenspiel, während ein fünfter auf dem Sofa schläft; 3 Männer sitzen beim Kartenspiel, während darunter im mit Fässern gefüllten Keller zwei weitere Männer Wein verkosten; 4 Männer beim Billardspiel, während unten auf der Straße ein Mann mit 3 Frauen diskutiert. Auf einem weiteren Blatt wird ein Mann rasiert, während ein anderer mit einer Kerze für die nötige Beleuchtung sorgt. Besonders interessant sind auch 3 Gesamtansichten von Städten aus der Vogelschau: eine Ansicht von Görlitz ist entsprechend bezeichnet. Eines der beiden anderen Bläter zeigt die völlig zerstörte Stadt Zittau, nachdem sie 1757 durch österreichische Artillerie in Brand geschossen worden war. Ob die nahe gegenüberstehende, mit roter Tinte sehr fein und sorgfältig ausgeführt Stadtansicht Zittau vor dem großen Brand zeigt, war für uns nicht zu klären. - Der auf beiden Deckeln und auch auf dem Rücken mit einer Königskrone geschmückte Einband läßt an eine Remboitage denken. Gut erhaltenes Stammbuch aus der Zeit des 7jährigen Krieges mit fast ganz friedfertigen, reizvollen Abbildungen.

Stammbuch
eines Jenaer Studenten. Reich illustriert. 1773-1786
Los 2635

Schätzung
6.000€ (US$ 6,897)

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Mit Eintrag von Carl Philipp Moritz
Stammbuch eines Jenaer Studenten namens Riemschneider. Ca. 233 Bl., davon ca. 334 S. beschrieben oder illustriert. Mit 20 Gouachen und Aquarellen sowie 4 Federzeichnungen und Grisaillen. Brauner Lederband d. Z. (stärker berieben und bestoßen) mit Resten von vergoldeten Schmuck-Bordüren auf beiden Deckeln. 1773-1786.
Zweiteiliges, außergewöhnlich umfangreiches und prachtvoll illustriertes Stammbuch, das in den Universitätsstädten Jena und Wittenberg reichhaltig gefüllt wurde.
Der erste Teil ist von 1773 bis 1776 fast ausschließlich in Jena geführt, mit einigen Abstechern nach Leipzig. Dann folgen 8 Blatt Gesamt-Register, und es beginnt der zweite Teil mit dem Jahr 1777, der bis zum Jahr 1786 reicht und annähernd vollständig in Wittenberg spielt, 1786 schließlich auch in Nordhausen. Die Beiträger sind größtenteils Kommilitonen, vor allem Jura- und Medizin-Studenten, die wie gewöhnlich ihre Herkunft und oft auch ihr Studienfach angeben. Der heute weitaus prominenteste der damaligen Beiträger ist der vielseitige Schriftsteller und Freund Goethes, Carl Philipp Moritz, Verfasser des "Anton Reiser", der sich 1776 in Erfurt für ein Theologiestudium eingeschrieben hatte, sich am 17. Januar 1778 in Wittenberg in vorliegendes Album einträgt und in demselben Jahr nach Berlin überwechselt, wo er Lehrer am Gymnasium zum Grauen Kloster wird. Moritz schreibt: "Wir wollen die Sorgen des Lebens vertrinken, und nicht durch schwermüthige Gedanken an die Tage der Zukunft uns eine frohe Gegenwart verbittern." Autographen von Carl Philipp Moritz sind von größter Seltenheit. - Ein anderer Beiträger aus dem Goethekreis ist der berühmte Silhouetteur Johann Friedrich Anthing, dessen Sammlung auch ein Goetheporträt enthält (Jena 25. Okt. 1774). - Eine weitere Persönlichkeit aus dem Goethekreis trägt sich am 26. Februar 1774 in Jena ein, der Mineraloge Johann Carl Wilhelm Voigt, der von Goethe zum Bergrat und Leiter der Ilmenauer Bergwerke ernannt wurde. Ein G. P. H. Lenz (Jena 1774) könnte der gleichnamige berüchtigte Alchimist sein.

Den Hauptreiz des Albums bilden 11 ganzseitige, bildmäßig in kräftigen Farben ausgeführte Veduten mit vielfältiger Staffage von Studenten und anderen Bürgern, davon vier mit vielfigurigen Spielen und Feiern der akademischen Jugend auf öffentlichen Plätzen, teils höchst romantisch bei Mondschein. Die Bilder sind vom Künstler meist zierlich bezeichnet oder kommentiert, so dass sie auch topographisch-ortsgeschichtlich von hohem Wert sind. Gezeigt werden Ketschau; Jena (mit Studentenspiel bei Tage); Jena vor der Stadt (mit Studenten, die flotte Sprüche von sich geben); Zwetzen; Borstendorf; Jena (nächtliches Studentenspiel, bezeichnet "Die lustige Schnurren Bataille wegen auslöschung des Feuers bey der Fidelitet"); Jena (Gesamt-Ansicht "von Mitternacht" mit Lobeda und Leuchtenburg im Hintergrund); Landhäuser in der Umgebung von Jena; Dorndorf mit Dornburg; nächtliches Studentenspiel ("Creirung des Burgau-Müllers") und die Rasenmühle bei Jena. Ferner hübsche häusliche Szenen, mehrere Szenen mit Soldaten (ein Reiter rettet [?] eine Frau von ihrem sich aufbäumenden Pferd) und ein Quodlibet mit illustrierten Spielkarten. Ein Medizinstudent Johann Friedrich Christian Eggert zeichnet 1773 in professioneller Qualität ein zweifarbiges Bild mit einem jungen Mann, der erschrickt, als ihm ein geflügelter Amor ein neugeborenes Baby zeigt, dessen Mutter im Hintergund um die Ecke schaut. Dazu der Spruch: "Kein Degen, kein Pedell, kein Wetter, Sturm noch Wind, / Schreckt einen Purschen so, als nur ein Jungfern-Kind." Eine andere Tafel zeigt einen Jura-Studenten in seinem Zimmer beim Studium gewichtiger Werke. - Stärkere Gebrauchsspuren: das hintere Innengelenk geplatzt; es fehlt Bl. 1 und vielleicht einige weitere Blätter (die handschriftl. Paginierung ist lücken- und fehlerhaft), das Schlußblatt lose und defekt, die schönen Veduten teils etwas beschabt (eine mit stärkerem Farbverlust), eine Tafel beschädigt und alt repariert, vor allem im ersten Teil reichliche Fingerspuren. - Trotz dieser Erhaltungsmängel ein kostbares Stammbuch aus der literarischen Epoche des Sturm und Drang, das nicht nur ausnehmend interessante Illustrationen enthält, sondern auch mit dem Eintrag von Carl Philipp Moritz eines der seltensten Autographen der deutschen Klassik.

Lot 2636, Auction  128, Stammbuch, des Hamburger Handlungsakademie-Schülers J. A. Bröms aus Orebrö in Schweden.

Stammbuch
des Hamburger Handlungsakademie-Schülers J. A. Bröms aus Orebrö in Schweden.
Los 2636 [*]

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Stammbuch des Hamburger Handlungsakademie-Schülers J. A. Bröms aus Orebrö aus Schweden. 149 Bl., davon 43 S. beschrieben. Quer-8vo. Lederband d. Z. (beschabt, oberes Kap. bestoßen) mit dezenter Deckel- und Rückenvergoldung sowie Rückenschild "Denkmale der Freundschaft" und Goldschnitt. 1785-1805.
Ein Großteil der Beiträger sind offenbar Schüler der Hamburger Handlungsakademie von J. G. Büsch, der auch in dem Album vertreten ist, ebenso wie sein Mitarbeiter P. H. Chr. Brodhagen. 23 Eintragungen mit Ortsangabe Hamburg, während 10 französische, 4 englische, 3 schwedische und 1 russischer Beiträger in dem Band zu finden sind. Hervorzuheben sind der Bruder von Philipp Otto Runge, Johann Daniel (1786) und der später an St. Nicolai tätige Organist und Komponist Johann Christoph Westphal (1773-1828). Viele Ausländer tragen sich in Le Havre ein, so z. B. ein Louis Breitinger aus Zürich. - Zahlreiche weitere Namen in einer beigefügten ausführlichen Beschreibung des Stammbuchs.

Lot 2637, Auction  128, Stammbuch, eines jungen Berliners namens Kuntzmann

Stammbuch
eines jungen Berliners namens Kuntzmann
Los 2637

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Stammbuch eines jungen Berliners namens Kuntzmann. 191 (statt 209) pag. S., davon 99 S. beschrieben oder illustriert. Mit 5 Aquarellen bzw. Gouachen, 5 kleinen aquarell. Grabstein-Vignetten, 1 Federzeichnung, 1 Bleistiftzeichnung und 1 Porträt-Silhouette. Quer-8vo. Hellbrauner geglätterter Kalblederband d. Z. (Kanten beschabt) mit ornamentalen Bordüren und Vasen in Goldprägung auf dem Rücken und auf beiden Deckeln, Rückenschild "Denkmahl der Freundschaft", Stehkantenvergoldung, Goldschnitt und marmor. Vorsätzen. 1788-1813.
Trotz Plünderung durch Vorbesitzer (es fehlen 9 Bl.) noch sehr schönes Berliner Stammbuch, das neben zahlreichen Verwandten und Freunden des Inhabers eine Anzahl prominenter Beiträger aufweist: den späteren Singakademie-Direktor Carl Friedrich Rungenhagen (1778-1851), den Theologen und Pädagogen Friedrich Gedike, u. a. Gymnasialdirektor und Mitglied der Akademie der Wissenschaften (1754-1803), den Sprachwissenschaftler und romantischen Schriftsteller August Ferdinand Bernhardi (1769-1820), den Altphilologen und Pädagogen Johann Heinrich Christian Barby (1765-1837), den Philologen und Philosophen Karl Wilhelm Friedrich Solger (1780-1819), den Philologen, Pädagogen (Lehrer Tiecks) und romantischen Schriftsteller Friedrich Rambach (1767-1826) sowie die beiden Berliner Künstler-Brüder Catel, nämlich den Architekten und Maler Louis Catel (1776-1819, mit längerem Text) und den Holzbildhauer und Maler Franz Catel (1778-1856), der auch mit einer ganzseitigen, signierten Bleistiftzeichnung (Landschaft) vertreten ist. Zu Beginn eine bildmäßig ausgeführte romantische Landschaft mit einer Ruine im Vordergrund, die an der Wand ein "Monument d'amitié" enthält; mit Tinte signiert: "H. Kuntzmann fecit 1790". Die anderen farbigen Blätter enthalten ein weiteres Denkmal der Freundschaft und Blumensträuße in leuchtenden Farben. Die kunstreiche Silhouette (1792) zeigt die Großmutter des Stammbuch-Inhabers, Christina Sophia Sonnenberg. Die meisten Beiträge in Berlin, einige (z. B. Solger) auch in Halle (Saale). Gedike, Bernhardi, Rambach und Barby tragen sich 1793 in Berlin ein. Zitiert werden Ewald von Kleist, Ramler, Claudius, Herder, Goethe (1799), Schiller (aus "Wallenstein") und Shakespeare.

Lot 2638, Auction  128, Stammbuch, eines J. G. B. aus Kassel. 1793-1797.

Stammbuch
eines J. G. B. aus Kassel. 1793-1797.
Los 2638

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Stammbuch eines J. G. B. aus Kassel. 157 pag. S., 1 S. Nachtrag, davon 59 S. beschrieben, 1 illustriert; (13) S. Register. Mit einem Blumen-Aquarell. Quer-8vo. Brauner marmor. Lederband d. Z. (Kanten gering berieben) mit goldgepr. Bordüre auf beiden Deckeln, goldgepr. Aufdrucken "J. G. B." und "1793", reicher Rückenvergoldung und grünem Rückenschild "Meinen Freunden u. Gönnern gewidmet" sowie Stehkantenvergoldung, Goldschnitt und marmorierten Vorsätzen. In zeitgenöss. Pappschuber. 1793-1797.
Alle Eintragungen von 1793 in Kassel, ab 1794 alle in Leipzig. Die Beiträger in beiden Städten sind fast nur männliche Freunde. - 1 Blatt fehlt in der Paginierung. - Frisch erhaltenes Stammbuch in gediegenem Einband.

Lot 2639, Auction  128, Stammbuch, eines Fräulein Schiele in Schönebeck a. d. Elbe. 1797-1814

Stammbuch
eines Fräulein Schiele in Schönebeck a. d. Elbe. 1797-1814
Los 2639

Schätzung
120€ (US$ 138)

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Stammbuch eines Fräulein F. S. Schiele in Schönebeck bei Magdeburg an der Elbe. Ca. 100 Bl., davon 39 S. beschrieben. Mit 1 Haarlocke sowie einem beiliegenden Blatt mit einer weiteren Haarlocke. Quer-8vo. Brauner marmor. Lederband d. Z. (gering berieben) mit goldgepr. Bordüren auf beiden Deckeln, Rückenvergoldung und grünem Rückenschild mit Aufdruck "Der Freundschaft geweiht", goldgepr. Initialen "F. S. S." auf dem Vorderdeckel sowie Goldschnitt und marmorierten Vorsätzen. 1797-1814.
Die Beiträge von Verwandten (darunter auch etliche des Großvaters Clauswitz), Freundinnen und Freunden in Schönebeck und Magdeburg. Vereinzelte Eintragungen auch in Westerhusen, Schora, Wanzleben und anderen kleinen Orten. Zitiert wird vor allem Schiller. - Einige Blätter wohl irgendwann entnommen.

Lot 2640, Auction  128, Stammbuch, der Friederike Nauwerck aus Eisleben. 1799-1842

Stammbuch
der Friederike Nauwerck aus Eisleben. 1799-1842
Los 2640

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Stammbuch der Friederike Nauwerck aus Eisleben. Ca. 74 Bl., davon 115 S. beschrieben oder illustriert. Mit 11 Aquarellen und Gouachen, 1 Bleistiftzeichnung und 4 Seidenstickereien. Quer-8vo. Türkisfarbener Seidenband d. Z. (Rücken und angrenzende Teile der Deckel fleckig; 1 Ecke bestoßen) mit goldgepr. Bordüren und Eckfleurons auf beiden Deckeln, Rückenschild "Denkmäler mein Freunde" [!] und Goldschnitt. Mit defektem Pappschuber d. Z. 1799-1842.
Reich gefülltes Stammbuch einer jungen Dame, genannt "Fritzchen", das über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren geführt wurde. Die allermeisten Beiträge von Verwandten und Freundinnen in und um Eisleben, darunter auch etliche Adelsfamilien, z. B. v. Wangenheim. Zum Teil häufig besuchte Städte und Orte der näheren und weiteren Umgebung waren Dresden, Leipzig, Querfurt, Hoym und Schloß Allstädt sowie 1802-1803 Magdeburg und Gießen. 1804 wird "Göthe" zitiert. Die eindrucksvollen, z. T. bildmäßig ausgeführten Aquarelle zeigen u. a. eine kleine Ansicht von Dresden (1801), einen Hafen, eine Flußlandschaft mit Ruine und Kirche, Denkmäler der Freundschaft und Blüten-Arrangements (eines mit Raupe und Schmetterling). Reizvoll sind auch die kunstreich gestalteten Stickereien; eine von ihnen (wohl 1799) zeigt bildmäßig eine Flußlandschaft mit Dorf und Bäumen. - Die Inhaberin des Stammbuchs hat in vielen Fällen am unteren Rand vermerkt, wann der Beiträger/die Beiträgerin verstorben ist. - Mäßige Gebrauchsspuren.

Lot 2641, Auction  128, Stammbuch, einer C. E. Dietrich in Leipzig.

Stammbuch
einer C. E. Dietrich in Leipzig.
Los 2641 [*]

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Stammbuch einer C. E. Dietrich in Leipzig. 117 Bl., davon 42 S. beschrieben oder illustriert. Mit 11 Aquarellen, Gouachen oder aquarellierten Federzeichnungen und 3 kolor. Kupferstichen. Quer-gr. 8vo. Geglätteter Kalblederband d. Z. mit intarsiertem dunkleren Mittelstück, goldgepr. Bordüren und floralen Eckstücken auf beiden Deckeln, Rückenvergoldung mit goldgepr. Aufdrucken "C.F.V.K." und "1743" sowie Stehkanten-Vergoldung, Goldschnitt und marmorierten Vorsätzen. 1809-1847.
Sehr hübsch illustriertes Stammbuch. Die Beiträge größtenteils von Freundinnen und Freunden sowie Verwandten in Leipzig, später Naumburg, Dresden und Lindenau; ganz überwiegend aus dem Zeitraum 1809-1815. Die reizvollen Aquarelle und kolorierten Kupfer zeigen einen Amor mit Blumen und schnäbelnden Tauben, Denkmäler der Freundschaft, Obst-Stilleben und Blumen sowie Landschaften mit Ruinen bzw. einer Hütte. Von den Beiträgen ein schönes Beispiel (Leipzig 1811): "Ich will mich in Ihr Stammbuch schreiben, / Ich weiß nicht was? / Ich will stets Ihre Freundin bleiben, / Gefählt Sie daß?" - Durchgehend leicht gebräunt oder braunfleckig. - Beiliegend eine genauere Beschreibung mit Aufzählung einer Reihe der enthaltenen Namen.

Lot 2642, Auction  128, Stammbuch, der Mathilde von Drewitz aus Worlack (Ostpreußen). 1819-1826

Stammbuch
der Mathilde von Drewitz aus Worlack (Ostpreußen). 1819-1826
Los 2642

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Stammbuch der Mathilde von Drewitz vom Rittergut Worlack (bei Preußisch-Eylau, Ostpreußen). 37 Bl., davon 29 S. beschrieben oder illustriert. Mit 2 Aquarellen, 2 Grisaille-Zeichnungen, 1 Seidenstickerei und 2 Haarlocken. Quer-8vo. Grünlicher Pappband d. Z. (Rücken stark beschabt) mit vergold. Deckelbordüren (teils verblichen) und Goldschnitt. 1819-1826.
Die Beiträge von Verwandten (Vater und Brüdern), Freundinnen und Freunden in Worlack, Königsberg, Pillau, Marienwerder und Saraunen; großenteils Adelsfamilien aus den umliegenden Rittergütern, darunter Angehörige der Familien v. König, v. Milewska, v. Langen und v. Gabain. Das Aquarell auf dem ersten Blatt zeigt einen von Pflanzen umgebenen Freundschafts-Altar, vor dem am Boden eine Lyra, eine Flöte und ein Notenheft liegen, wodurch auf eine musikalische Tätigkeit der Mathilde von Drewitz zu schließen ist. - Beiliegend ein nicht zugehöriges Blatt mit dem Aquarell einer Rosenblüte.- Etwas braunfleckig; anfangs leider ein Blatt mit Eintragung Berlin 1940, ansonsten mäßige Gebrauchsspuren.

Lot 2643, Auction  128, Stammbuch-Kassette, der Familie Bösing in Grünberg (Schlesien). 1835-1854.

Stammbuch-Kassette
der Familie Bösing in Grünberg (Schlesien). 1835-1854.
Los 2643

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Stammbuch-Kassette der Familie Bösing in Grünberg (Schlesien). 47 Bl., davon 52 S. beschrieben oder illustriert. Mit 2 kolor. Kupferstichen, 4 Perlenstickereien und 4 Kalligraphien. Quer-8vo. Lose Bl. mit Goldschnitt in einer Kassette in Form eines Stammbuchs. Halblederband d. Z. mit reicher Druk- und Tinsel-Vergoldung, Rückenvergoldung mit Aufdruck "Zum Andenken", imitiertem Goldschnitt und marmor. Umschlag. In gleichfarbig marmor. Pappschuber. 1835-1854.
Die Eintragungen beginnen 1835 in Züllichau, offenbar von Zöglingen eines Pädagogiums, werden erst 1842 in Grünberg bis 1846 in großer Zahl fortgesetzt und verteilen sich dann von 1847 bis 1854 neben Grünberg auf diverse Ortschaften wie Kramp, Samtmühle, Schmöllen, Teppendorf und andere. Außer den kunstreichen Perlenstickereien sind die 4 phänomenalen Kalligraphien hervorzuheben, die in mikroskopisch kleiner Schrift geometrische und figürliche Bilder formen.

Lot 2644, Auction  128, Stammbuch-Kassette, der Charlotte Brestel in Wien. 1842-1852.

Stammbuch-Kassette
der Charlotte Brestel in Wien. 1842-1852.
Los 2644

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Stammbuch-Kassette der Charlotte Brestel in Wien. 44 lose Bl., davon 50 S. beschrieben oder illustriert. Mit 2 Aquarellen, 3 Bleistift-Zeichnungen, 1 geschnittenen Porträt-Silhouette und 1 Strauß getrockneter Blumen. Quer-8vo. Lose Bl. mit Goldschnitt in einer mit reich ornamentiertem rosa Samt bezogenen Kassette in Form eines Stammbuchs (1 Rückenkante zerschlissen), mit 7 (inclus. der Schließe) ornamentierten Silberbeschlägen im Rokoko-Stil sowie imitiertem Goldschnitt. 1842-1852.
Die meisten Beiträge in Wien geschrieben, einige, teils von Offizieren, auch in Verona und Venedig. Einige adlige Beiträgerinnen schreiben französisch oder italienisch. Ein Aquarell zeigt die Ortschaft Jerowitz, die hübsche Porträt-Silhouette ein junges Mädchen. Ein für eine Stammbuch-Kassette der Zeit ungewöhnlicher Einband.

Lot 2645, Auction  128, Poesie-Album, einer Schülerin des Internats Petit Chateau in Lausanne. 1857.

Poesie-Album
einer Schülerin des Internats Petit Chateau in Lausanne. 1857.
Los 2645

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Poesie-Album einer Schülerin des Internats "Petit Chateau" in Lausanne (Schweiz). 59 Bl., davon 35 S. beschrieben oder illustriert. Mit 1 Gouache, 1 Grisaille, 1 Federzeichnung, 3 Bleistift-Zeichnungen und 2 kolor. Lithographien. Quer-gr. 4to (19,5 x 26 cm). Schwarzer Lederband d. Z. (Buchbinder L. Pflüger ainé, Lausanne) mit Gold- und Blindprägung auf beiden Deckeln, goldgepr. Aufdruck "Album" und Goldschnitt. 1857.
Mit Textbeiträgen von Mitschülerinnen in Poesie und Prosa in Französisch, Englisch und Deutsch. Alle Illustrationen zeigen Landschaften oder Ansichten in und um Lausanne, ausgeführt in professioneller Qualität. - Frisch erhalten.

Lot 2646, Auction  128, Viebig, Clara, Eigh. Postkarte und handschr. Visitenkarte. 1919-1925

Viebig, Clara
Eigh. Postkarte und handschr. Visitenkarte. 1919-1925
Los 2646 [*]

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Viebig, Clara, Schriftstellerin, bedeutende Erzählerin (1860-1952). Eigh. Postkarte und eigh. Visitenkarte m. U. "Clara Viebig". Zus. 3 S. Berlin-Zehlendorf 11.VII. 1925 bzw. 1.I.1919.
An den Schauspieler, Regisseur, Intendant und Schriftsteller Curt Elwenspoek in Stuttgart, der sie nach einer Handschrift des berühmten "Schinderhannes" gefragt hatte, weil sie dessen Prozess-Akten eingesehen hatte. "... Ich kann Ihnen leider nicht bestimmt sagen, ob ich die erwähnte Handschrift - das Original - in den Akten zum Schinderh.-Prozeß gesehen habe, oder ob ich mir das Scherz halber erlaubt habe. Ich weiß es nicht mehr; feststellen kann ich das erst, wenn ich im Herbst wieder in jene Gegend komme. Jedenfalls steht in der Reiterles-Kapelle, die berüchtigt war durch die Ueberfälle, keine Inschrift von des Räubers Hand mehr, und ich habe auch dort keine mehr gesehen. Die Kapelle ist innen restauriert ...". - Von Elwenspoek erschien in demselben Jahr das Buch "Schinderhannes. Der rheinische Rebell. Erste kritische Darstellung nach Akten, Dokumenten und Überlieferungen". - Die Visitenkarte ist sozusagen als Albumblatt gedacht: "Wer eine Hoffnung hat ist reich - hoffen ist an sich schon ein Glück! Clara Viebig."

Lot 2647, Auction  128, Weinheber, Josef, Postkarte an Carl Meinl in Breslau

Weinheber, Josef
Postkarte an Carl Meinl in Breslau
Los 2647

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Weinheber, Josef, österr. Lyriker und Erzähler (1892-1945). Eigh. Postkarte m. U. „Josef Weinheber“. 1 S. (Kirchstetten) 26.XII.1939.

An den Hauptmann Carl Meinl in Breslau, der ihm lobend über Gedichte geschrieben hatte. Der Dichter bedankt sich. „... ich wünsche Ihnen alles Gute und Schöne von ganzem Herzen in dieser schweren Zeit. Ich rechne es mir als Gewinn an, Sie kennengelernt zu haben. Ich wäre glücklich, wenn Ihnen ‚Kammermusik’ ein wenig Freude bereitete. Es ist ja wohl ein reines Buch, kommt ganz aus dem Bereich der Kunst ...“. - Weinhebers Gedichtband „Kammermusik“ war 1939 bei Langen/Müller in München erschienen.

Lot 2648, Auction  128, Werfel, Franz, 3 Gedicht-Manuskripte nebst Beilage. Ca. 1914

Werfel, Franz
3 Gedicht-Manuskripte nebst Beilage. Ca. 1914
Los 2648

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Werfel, Franz, Schriftsteller (1890-1945). 3 eigh. Gedichtmanuskripte. 32/3 S. auf 2 Bl. 4to. O. O. (ca. 1914).
Drei frühe Gedichte, aus seiner Gedichtsammlung "Einander", die 1915 bei Kurt Wolff im Druck erschien: "Spruch eines gestürzten Saturnus" (4 Strophen zu je 6 Zeilen), "Anrufung" (4 Strophen zu je 4 Zeilen) und "Veni creator spiritus" (6 Strophen zu je 6 Zeilen). Mehrere Zeilen mit Verbesserungen, vor allem im Gedicht "Anrufung", das beginnt: "Komm reiner klarer winterlicher Geist / Mit deinen eisigen Feuern niederfahrend! / So wenig Zeit noch! Immer weiter jahrend / Von unserm Ausgang sind wir eingekreist! ...". - Alle drei Gedichte mit kleinen Abweichungen vom Druck. - Beiliegend ein Begleitbrief seiner Schwester Hanne an einen Cousin (29.12.1923), in dem es heißt: "... hier schicke ich Dir die ersten Niederschriften von ein paar schönen Gedichten von Franz ...".

Lot 2649, Auction  128, Arendt, Hannah, Brief 1971

Arendt, Hannah
Brief 1971
Los 2649

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Arendt, Hannah, dt.-amerikanische Politologin und Philosophin (1906-1975). Brief m. U. "Hannah Arendt". 1 S. Gr. 8vo. New York 15.VII.1971.
An den Journalisten Adelbert Reif, der ihr für amerikanische Verleger Interviews mit prominenten Personen angeboten hatte. "... Ich habe soeben mit Bob Silvers von der 'New York Review of Books' gesprochen. Er selbst liest zwar nicht deutsch, zeigte sich aber interessiert und bittet darum, dass Sie ihm die Texte der Interviews mit Djilas und Heisenberg schicken ...". - Interviews mit bedeutenden Intellektuellen waren Reifs Spezialität. Zu seinen Büchern gehört auch "Gespräche mit Hannah Arendt" (1976). - Gelocht.

Lot 2650, Auction  128, Aufseß, Hans Frhr von und zu, Brief an den Direktor des Nürnberger Gaswerkes. 1859

Aufseß, Hans Frhr von und zu
Brief an den Direktor des Nürnberger Gaswerkes. 1859
Los 2650

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Aufseß, Hans Freiherr von und zu, Altertumsforscher, Gründer des Germanischen Museums (1801-1872). Brief m. U. "Dr. Fhr v. u. z. Aufseß". 11/2 S. Doppelblatt mit Briefkopf "Das germanische Museum". Gr. 4to. Nürnberg 5.IV.1859.
An Carl Emil Spreng, Direktor der Nürnberger Gasanstalt. Dankschreiben "für die unentgeldliche Herstellung der Gasleitung in den Zimmern der Karthause, wodurch Sie in die Reihe der verdienstesten Wohlthäter des Museums eingetreten sind. Gleich damals nach geschehener Einrichtung machten wir von dem gebrachten freigebigen Opfer in No 8 der Beilage zum Anzeiger von 1857 Erwähnung, und um von unserm guten Willen, Ihrer schönen That die verdiente Anerkennung werden zu lassen, wenigstens einen schwachen Beweis zu geben, beehren wir uns, Ihnen hiemit ein Exemplar des Anzeigers von 1857, in welchem die fragliche Nummer enthalten ist, zum Andenken an die in dem bezeichneten Jahre vorgenommene Restauration der Karthause und Ihren dazu geleisteten so bedeutenden Beitrag zu überreichen. Ihr Name wird dem Museum stets unvergesslich bleiben ...". - Kleine Randschäden; die Knickfalte gerissen. - Beiliegend ein mit Holzschnitt-Vignette versehenes Doppelblatt "Dem Andenken des Herrn Carl Emil Spreng, Direktor des Gaswerks Nürnberg, gewidmet. Nürnberg, Druck von Fr. Campe & Sohn, 1864. - Auf Seite 3 ein vierzehnzeiliges Sonett "Zu früh, in deines Strebens höchster Blüthe, / Hat Dich des Todes rascher Pfeil erreicht ...".

Lot 2651, Auction  128, Bardeleben, Heinrich Adolf von, Brief an einen Freund über universitäre und familiäre Themen. 1856

Bardeleben, Heinrich Adolf von
Brief an einen Freund über universitäre und familiäre Themen. 1856
Los 2651

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Bardeleben, Heinrich Adolf von, hochberühmter Chirurg, Professor in Greifswald und Berlin, Direktor der Chirurgischen Klinik der Charité, Geh. Medizinalrat und Generalarzt, 1891 geadelt (1819-1895). Eigh. Brief m. U. "Bardeleben". 4 S. Doppelblatt. 4to. Greifswald 8.X.1856.
An einen Freund, der ihm eine Biographie von dessen Vater geschickt hatte. "... Obgleich ich nicht sein Schüler bin, so giebt es, glaube ich, doch Wenige die ihn so aufrichtig verehrt haben und fort und fort verehren als gerade ich. Hoffentlich finde ich in den Festtagen, obwohl Sie da von vielen Seiten in Anspruch genommen sein werden, Gelegenheit Sie ausführlicher zu sprechen. In Betreff der Ehren-Promotionen sind die entscheidenden Sitzungen in der juristischen und in der philosophischen Facultät schon vor längerer Zeit abgehalten worden und ... ist keine Aussicht vorhanden, daß Verhandlungen darüber nochmals stattfinden sollten. Übrigens haben sich alle Facultätsmitglieder das Wort darauf gegeben, über die gefaßten Beschlüsse gegen Niemand etwas zu äußern ...". - Ferner über eine Krankheitswelle in seiner Familie (Keuchhusten, Lungenentzündung etc.). - Beiliegend ein gedrucktes Porträt-Foto aus der "Galerie hervorragender Ärzte und Naturforscher".

Lot 2652, Auction  128, Bechterew, Wladimir Michailowitsch, Widmung auf einer Broschüre von 1909

Bechterew, Wladimir Michailowitsch
Widmung auf einer Broschüre von 1909
Los 2652

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Bechterew, Wladimir Michailowitsch, russischer Neurologe, Neulophysiologe und Psychiater, Namensgeber der Bechterewschen Krankheit (1857-1927). Eigh. Widmung m. U. "W Bechterew" (in russ. Schreibung). Auf dem Umschlag von Heft 1 der Reihe "Anatomische und Entwicklungsgeschichtliche Monographien" (Leipzig, Engelmann, 1909). O. O. (wohl 1909).
"Von Verfassern mit Hochachtung W Bechterew". - Auf dem Umschlag der Broschüre "Das Gehirn des Chemikers D. J. Mendelejew. Von Prof. W. von Bechterew und Prof. R. Weinberg". - Tinte beim Wort "Hochachtung" und dem Namen stellenweise verwischt. - Von Bechterew geht das Gerücht, dass er nach einer psychiatrischen Untersuchung Stalins durch den Geheimdienst vergiftet worden sei. - Sehr selten.

Lot 2653, Auction  128, Bossut, Charles, Brief 1796 + Beigabe, über die Ingenieurschul-Kandidaten in Metz. 1796

Bossut, Charles
Brief 1796 + Beigabe, über die Ingenieurschul-Kandidaten in Metz. 1796
Los 2653

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Bossut, Charles, berühmter französischer Mathematiker, Mitarbeiter d' Alemberts an der Ency­clopédie, königlicher Hydrodynamiker am Louvre, (1730-1814). Eigh. Brief m. U. "Bossut". 1 S. Doppelblatt mit Adresse.. 4to. Paris "20. Nivôse an 4" (d. i. 10.I.1796).
An die "Citoyens composant le comité central des fortifications" in Paris, die Aspiranten für die Ingenieurschule in Metz be­treffend: "Vous savez que l'examen des aspirants à l'école de Metz a dû être fermé le 15 de ce mois. Le dernier des candidats, qui se sont fait inscrire avant cette epoque, a été examiné le 17, faute de tems pour l'examiner plustot. Depuis le 15 il ne s'est pre­sente aucun aspirant; et s'il s'en presentoit, je ne crois pas qu'on peut l'admettre à l'examen, sans un ordre formel du ministre...". - Mit Siegelrest und kleinem Ausriß bei der Siegelstelle; etwas stockfleckig. - Beiliegend eine Quittung mit Unterschrift "Bossut", 2 Floréal an 6 (d. i. 21.IV. 1797), für den Pariser Verleger Henri Agasse für die Liefe­rungen 62 bis 64 der "Encyclopédie Méthodique".

Lot 2654, Auction  128, Botaniker und Mykologen, Konvolut von ca. 79 Briefen und Karten

Botaniker und Mykologen
Konvolut von ca. 79 Briefen und Karten
Los 2654

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Botaniker, Mykologen und Zoologen aus dem deutschsprachigen Raum. Ca. 79 Briefe, Karten und Manuskripte. 1838-1903.
Meist eigenhändige Briefe, größtenteils in deutscher Sprache, gewöhnlich an Fachkollegen über Themen der Botanik oder Mykologie, oftmals an Paul Sydow (1851-1925) in Berlin. Nach Möglichkeit sind hier außer den Namen und Lebensdaten auch Anzahl der Stücke sowie Ort und Jahr des Schreibens angegeben: Andreas Allescher (1828-1903, 3 Briefe, München 1898-1899), Ferdinand Arnold (1828-1901, 7 Br., Eichstätt und München 1859-1887), Bernhard Auerswald (1818-1870, 1 Fragment), Hans Bachmann (1866-1940, 1 Billet), Carl Baenitz (1837-1913, 1 Br., Breslau 1898), Josef Barth (1833-1915, 1 Br., Langenthal, Siebenbürgen, 1896), E. Baumgardt (1 Br., Potsdam 1872), H. Becker (gest. 1917, 1 Br., Grahamstown, Südafrika, Cape Colony 1897), Jean Philippe Becker (1815-1889, 1 Br., Mülhausen, Elsaß, 1868), Carl Bolle (1821-1909, 1 Br., Berlin 1853), Frantisek Bubák (1866-1925, 4 Br., 1 Karte, Hohenstadt und Prag, 1897-1900), Victor Carus (1823-1903, 3 Br., Leipzig 1878), Emil Diettrich-Kalkhoff (1 Br., Arco, Südtirol, o. J.), A. W. Eichler (1839-1887, 1 Karte, Berlin 1881), B. Eichler (3 Br., Miedryzzec 1896-1899), Adolph Engler (1844-1930, 2 Br., 1 Karte, 1 Pflanze, Breslau und Berlin 1864-1894), Johann Feltgen (1833-1904, 2 Br., Luxemburg 1901-1903), Eduard Fenzl (1808-1879, 2 Br., Wien 1857-1869), Franz Fiala (1861-1898, 1 Br., Sarajewo 1894), A. Foscher von Waldheim (1 Br., St. Petersburg 1898), Albert Bernhard Frank (1839-1900, 1 Fragment Leipzig o. J.), W. Franzschel (3 Br., St. Petersburg 1891-1903), v. Freier (1 Br., Hoppenrade, Mark Brandenburg 1896), Hieronymus Gander (1832-1902, 1 Br., Janervillgraten, Tirol, 1887), Johann Heinrich Robert Göppert (1800-1884, 1 Br., Breslau 1871), Otto Jaap (1864-1922, 1 Br., 1 Karte, Hamburg 1894-1898), J. F. von Jacquin d. J. (1 Br., Wien 1838, mit 1 Kupferstich-Porträt N. J. von Jacquins, 1784), M. Kahn (1 Karte, Berlin 1882), Franz Kappel (1855-1909, 1 Br., Artern 1897), Karl von Keissler (1872-1965, 1 Br., Wien 1898), Dietrich Georg Kieser (1779-1862, 1 Br., Jena 1862), Kiesler (1 Br., Bitsch 1899), Heinrich Klebahn (1859-1942, 2 Br., 2 Karten, Hamburg und Bremen 1894-1901), Georg Albrecht Klebs (1857-1918, 2 Br., Halle 1900-1901), Leopold Kny (1841-1916, 2 Br., Wilmersdorf bei Berlin 1900), Friedrich G. Kohl (1855-1910, 1 Br., Marburg 1902), Wilhelm Körber (1817-1885, 1 Br., Breslau 1856), Richard Kolkwitz (1873-1956, 2 Br., 1 Karte, Charlottenburg bei Berlin 1903), Fridolin Krasser (1863-1923, 1 Br., Wien 1897), Christian Ferd. von Krauß (1812-1890, 1 Br., Stuttgart ca. 1866), Julius Kühn (1825-1910, 1 Br., Halle 1875), Paul Lindner (1861-1945, 2 Br., Berlin 1898-1899). Adolf (?) Martin (1 Karte, Oldenburg 1871), Louis Osswald (1854-1918, 2 Br., Nordhausen 1898-1902), Ernst Adolf Sagorski (1847-1929, 2 Br., Pforta 1892-1893), Carl Warnstorf (1837-1921, 1 Karte, Neuruppin 1898).

Lot 2655, Auction  128, Brentano, Lujo, Signierte Immatrikulations-Urkunde. München 1901

Brentano, Lujo
Signierte Immatrikulations-Urkunde. München 1901
Los 2655

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Brentano, Lujo, einflußreicher Nationalökonom und Sozialreformer, Professor in Breslau, Straßburg, Wien, Leipzig und München (1844-1931). Urkunde m. U. "Dr. L. Brentano". In latein. Sprache. 1 S. Mit Siegel in Blindprägung. Imp.-folio. München 19.X.1901.
Als Rector Magnificus der Münchener Universität unterzeichnet Brentano die wahrhaft majestätische Immatrikulations-Urkunde für den Jura-Studenten Konstantin von Bayer-Ehrenberg aus Ulm. - Etwas vergilbt; gefaltet.

Lot 2656, Auction  128, Broglie, Louis de, 4 Autographen

Broglie, Louis de
4 Autographen
Los 2656

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Broglie, Louis de, franz. Physiker, Nobelpreisträger, ab 1933 Mitglied der Académie des Sciences sowie 1944 der Académie Française, Begründer der Theorie der "Materialwellen" (1892-1987). 1 eigh. Brief m. U., 2 Briefe m. U. und 1 eigh. beschriftete Visitenkarte. Zus. 4 S. Verschiedene 8vo-Formate und Kärtchen. Die beiden Briefe mit Briefkopf des "Institut de France Academie des Sciences". Paris 1.VII.1942 bis 10.XI.1948.
An den Pathologen Maurice Chevassu (1877-1957) in Paris. Am 21. März 1948 schreibt Broglie anlässlich des Todes des Mineralogen Alfred Lacroix und seiner Promotion zum Offizier der Lé­gion d'Honneur "Je suis touché des félicitations que vous m'adressez à l'occasion de ma promotion dans la Légion d'honneur et je vous exprime bien vifs remerciements. La mort de M. Lacroix est un grand deuil pour l'Académie des Sciences. C'était un grand savant et un homme très droit qui a rendu à l'Academie pendant de longues années des services éminents. Sa disparition laisse un grand vide parmi nous ...". Und am 10. November 1948: "Je m'empresse de vous exprimer les remerciements de la Société de secours des amis des Sciences pour le don de cinq mille francs que vous avez eu la générosité de nous adresser et dont vous trouverez, ci-joint, la quittance ...". - Rückseitig Papierreste von ehemaliger Montage.

Lot 2657, Auction  128, Campan, Jeanne L. H., 3 Briefe an Louise Cochelet. 1808-1813

Campan, Jeanne L. H.
3 Briefe an Louise Cochelet. 1808-1813
Los 2657

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Campan, Jeanne Louise Henriette, geb. Genet, berühmte französische Erzieherin (1752-1822) 3 eigh. Briefe, davon 2 m. U. "Genet Campan", der 3. Brief ohne Unterschrift. Zus. 71/2 S. auf 3 Doppelblättern. 2 Briefe mit gedrucktem Briefkopf "Légion d'Honneur Maison Impériale Napoléon". 4to. Ecouen 1808 -1813.
Herzliche Briefe an Louise Cochelet, die Vorleserin der Königin von Holland, Hortense, eine ehemalige Schülerin ihres Instituts in St. Germain. Auf Grund der Fürsprache von Hortense erhielt Madame Campan 1807 die Stelle der Leiterin der von Napoleon gegründeten Akademie von Ecouen, die den Töchtern von Mitgliedern der "Legion d'honneur" vorbehal­ten war. Am 28. April 1810 erbittet sie dringlich Nachrichten von der Königin: "... voici ma seconde lettre, restera t'elle sans réponse? Cela n'est pas bien, vous devez me savoir très occupée de Sa Majesté, songez à St. Germain à ma tendresse pour cette chère Reine lors-qu'elle était l'aimable Hortense, songez à celle que J'avois pour toutes mes élèves, a cette maison dont Elle est protectrice, où tout le monde me demande de ses nouvelles, c'est la séparer de tous ces Jeunes âmes qui lui sont dévoués de ne pas leur donner de Ses nouvelles, Elles prient Dieu tout les jours pour Elle ... Mandez moi si le buste est près. Je desire le placer dans le Sallon Impérial, ne me croyez pas fachée mais seulement affligée, et croyez toujours à ma bien sincère et tendre amitié...". - Der Brief vom 15. Juli 1813 mit der Empfehlung einer Kammerfrau; mit prächtigem Wasserzeichen: in einem Blatt das Portrait des Kaisers im Rund, auf dem anderen der kaiserliche Adler. - Madame Campan hatte als erste Kammerfrau von Marie Antoinette gewirkt; wegen ihrer späteren Beziehungen zu Na­poleons Familie verlor sie ihre Stellung während der Restauration. Sie hinterließ interessante "Mémoires sur la vie privée de Marie-Antoinette". - Mit Siegelresten und Ausriß bei der Siegelstelle.

Lot 2658, Auction  128, Einstein, Albert, Brief an Hermann Broch. 1942

Einstein, Albert
Brief an Hermann Broch. 1942
Los 2658

Schätzung
2.000€ (US$ 2,299)

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Einstein, Albert, Physiker, Nobelpreisträger (1879-1955). Brief m. U. "A. Einstein". 1 S. Kl. 4to. O. O. 25.II.1942.
An den Schriftsteller Hermann Broch in New York. "... Ich habe Ihr Manuskript mit grossem Interesse durchgelesen und glaube wirklich, dass Ihre Methode den wichtigen Gegenstand dem Verständnis näherbringt. Es wird mich freuen, wenn mir Gelegenheit geboten wird, Ihrer Arbeit durch mein Urteil nützen zu können ...". - Einstein hatte 1938 geholfen, Brochs Emigration aus Österreich in die USA zu ermöglichen. - Kleine Randläsuren.

Lot 2659, Auction  128, Einstein, Albert, Brief an den Greifen-Verlag. 1954

Einstein, Albert
Brief an den Greifen-Verlag. 1954
Los 2659

Schätzung
2.000€ (US$ 2,299)

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Einstein, Albert, Physiker, Nobelpreisträger (1879-1955). Brief m. U. "A. Einstein". 1/2 S. Mit blindgepr. Adresse im Briefkopf. Gr. 4to. Princeton (New Jersey) 27.XI.1954.
An den Greifenverlag in Rudolstadt (Thüringen), damals DDR. "... Ich bestätige mit bestem Dank den Empfang Ihres schönen Almanachs, der mir vor einiger Zeit zuging. - Ich beabsichtige nicht, meine Lebenserinnerungen zu schreiben ...". - An den Rändern etwas gebräunt und gering fleckig.

Lot 2660, Auction  128, Ford II, Henry, Brief 1977

Ford II, Henry
Brief 1977
Los 2660

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Ford II, Henry, amerikan. Industrieller, Präsident der Ford Motor Company, Enkel des Firmengründers (1917-1987). Brief m. U. "Best Regards Henry Ford II". 1 S. Gr. 4to. Dearborn (Michigan) 26.I.1977.
An Mr. Jones, der Fords Rückzug aus dem Board of Trustees der Ford Foundation in einem Brief kommentiert hatte. "... I hope that the views I expressed at the time will cause some rethinking of staff policies and programs. The Foundation is an organization with vast potential for service to society here and in many other parts of the world, but I believe that it must, at the same time, help serve the economic system out of which it was created."

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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