153050

Lose pro Seite


Guicciardini, Lodovico
Descrittione di tutti i Paesi Bassi
Los 1090

Schätzung
30.000€ (US$ 34,483)

Details

Los merken

Früheste und prächtigste Beschreibung der Niederlande in dem kolorierten Exemplar der Sammlung Schäfer
Guicciardini, Lodovico. Descrittione […] di tutti i Paesi Bassi, altrimenti detti Germania Inferiore. Con più carte di Geographia del paese, & col ritratto naturale di più terre principali. 10 Bl., 296 S., 10 Bl. Mit 14 ockergelb kolorierten arabesken Titelrahmen und zahlreichen figürlichen Schmuckinitialen in Holzschnitt, breiter kolorierter Holzschnitt-Titelbordüre und zwei weiteren kolorierten Holzschnitt-Bordüren derselben Ädikula mit Wappen- und Porträt-Holzschnitt, 4 doppelblattgroße, grenz- und flächenkolorierten Kupferstichkarten und 10 doppelseitigen Stadtansichten bzw. -planen in Holzschnitt sowie 2 doppelblattgroßen (1 gestochene, 1 in Holzschnitt) Gebäude-Ansichten, alles koloriert (und alles in Pag.). 32,5 x 22 cm. Halbleder des 19. Jahrhunderts (Kapitale und Gelenke brüchig, teils offen, stärker beschabt und bestoßen sowie berieben) mit goldgeprägtem RTitel und etwas Filetenvergoldung. Antwerpen, Willem Silvius, 1567.
Adams G 1540. STC 90. Graesse III, 178f. Brunet II, 806. Bagrow-Skelton 492 und 497. Cockx-Indestege 360. Funck 325. Scheepvaart Museum 86. Parent 290. Schottenloher, Bibliographie III, 31576ab. Belgica Typogr. 1360. Voet 1277 Anm. – Erste Ausgabe der berühmten Beschreibung der Niederlande von dem italienischen Handelsreisenden, Geographen, Kartographen, Politiker, Schriftsteller und bedeutenden europäischen Humanisten Lodovico Guicciardini (1521-1589), erschienen im selben Jahr wie eine folgende französische Ausgabe.

Die prächtigen, hier abwechslungsreich kolorierten drei wiederholten Ädikula-Bordüren zeigen hübsche Allegorien auf einer Säulenarchitektur mit manieristischem Gesprenge, sie umgeben den typographischen Titel mit einer hübsch kolorierten Vignette "Scrutamini" und auf den folgenden beiden Seiten mit dem Wappen links und rechts einem Porträtmedaillon Philipps II. von Spanien.
Die großen Karten und die zehn doppelseitigen Stadtansichten - mal als Vedute, mal aus der Vogelperspektive, teils aber auch als Grundrissplan stammen von dem Haager Kupferstecher und Kartographen Cornelis de Hooghe (1541-1583). Sie zeigen Amsterdam, Antwerpen, "Bolduch" ('s-Hertogenbosch), Brügge, Brüssel, Gent, Löwen, Lüttich, "Malines" (Mechelen), Utrecht, Ypern etc.
Die doppelblattgroße gestochene Tafel zeigt das Rathaus, den "Domus Senatoria Antverpien", der ebenso schön kolorierte große Holzschnitt "La bella & magnifica Chiesa di nostra Donna, ritratta al naturale", die Antwerpener
Liebfrauenkathedrale, ein Höhepunkt der Brabanter Gotik. – Titel mit radiertem und ausgestrichenen alten Besitzvermerk unten, etwas gebräunt, vereinzelt etwas stock- und braunfleckig, hier und da kleiner gedunkelter Farbdurchschlag (pflanzliches Grün), etwas stramm gebunden, nahezu ohne bemerkenswerte Papierläsuren, insgesamt ein grandios schönes, breitrandiges Exemplar in überzeugendem sehr nuancierten und minutiös aufgetragenem Altkolorit mit feiner partieller Eiweißlavierung, die den Städtedarstellungen (vor allem der Rotfarbe der Dächer, Wappen etc.) einen lebendigen Glanz verleiht.
Provenienz: Unleserlicher Besitzvermerk einer zeitgenössischen oder wenig späteren Hand, Sammlung Schäfer, Schweinfurt (Auktion Schäfer III, 1995, Los 106".

Lot 1091, Auction  128, Hannibaldus de Hannibaldis und Aquin, Thomas von, Secundum scriptum appellatum Super quatuor libros Sententiarum

Hannibaldus de Hannibaldis und Aquin, Thomas von
Secundum scriptum appellatum Super quatuor libros Sententiarum
Los 1091

Schätzung
500€ (US$ 575)

Details

Los merken

Hannibaldus de Hannibaldis und Thomas von Aquin. Secundum scriptum appellatum super quatuor libros Sententiarum, ad Hannibaldum Hannibaldensem. 72 Bl (Index), 616 S. Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel. 17,5 x 10,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben und bestoßen) mit abgefassten Kanten und 2 Messingschließen. Paris, G. Chaudiere, 1574.
STC 420 (unter Thomas von Aquin). Adams A, 1453. – Frühe französische Ausgabe aus der Offizin von G. Chaudiere hier mit den Kommentaren des Thomas von Aquin. – Vorsatz mit Exlibris. Titel am Innensteg unfachmännisch restauriert sowie mit hinterlegten Fehlstellen. Die ersten sieben Blätter teils lose, papierbedingt gebräunt, vereinzelt stockfleckig und letztes Blatt auf dem Nachsatz montiert.

Lot 1092, Auction  128, Hippocrates, Opera omnia quae extant in VIII sectiones ex Erotiani mente distributa

Hippocrates
Opera omnia quae extant in VIII sectiones ex Erotiani mente distributa
Los 1092

Schätzung
250€ (US$ 287)

Details

Los merken

Hippocrates. Opera omnia quae extant in VIII sectiones ex Erotiani mente distributa. Nunc recens latina interpretatione donata, ac dennuo separatim in lucem edita Anutio Foesio. 12 Bl., 1188 (recte: 1186) S., 38 (statt 39) Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 17 x 10 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (fleckig und berieben). Frankfurt, Erben Andreas Wechel, Claude de Marn und Johann Aubry, 1596.
VD16 H 3747. STC 406. Wellcome I, 3188. Durling 2326. – Lateinischer Druck der Werke des Hippocrates. Nach der im Vorjahr erschienenen und bis ins 19. Jahrhundert Maßstäbe in der Medizin setzenden griechisch-lateinischen Gesamtausgabe des französischen Humanisten Anutius Foes (1528-1595). "Neue Anordnung, Recension und Uebersetzung nach früheren Ausgaben und Handschriften; Text und Übersetzung sind die noch jetzt am meisten geschätzten, auch Foës' Anmerkungen sind zahlreich und werthvoll" (Choulant S. 22f., zur Ausgabe 1595). "Encore aujourd'hui la mieux renommé et ... un travail incontestablement supérieur à tous ceux qui l'ont précédée et qui l'ont suivi" (Graesse III, 281, ebenfalls zur Ausgabe 1595). – Es fehlt das Schlussblatt mit der wiederholten Druckermarke. Titel etwas stärker fleckig und mit ausradiertem Eintrag (das Papier dort sehr dünn), sonst nur gering fleckig. Die Mittelplatten des Einbands jeweils mit einer Darstellung der Salome mit dem abgetrennten Kopf von Johannes dem Täufer.

Lot 1093, Auction  128, Hus, Jan, Processus consistorialis martyrii Io. Huss

Hus, Jan
Processus consistorialis martyrii Io. Huss
Los 1093

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

Details

Los merken

Hus, Jan. Processus consistorialis martyrii Io. Huss, cum correspondentia legis gratiae, ad jus papisticum, in simoniacos et fornicatores papistas, et de victoria Christi. 21 Bl. Ohne das l. w. Blatt. Mit zahlreichen Textholzschnitten. 19 x 14 cm. Maroquin des 19. Jahrhunderts (minimal berieben) mit goldgeprägtem RTitel und goldgeprägten Innenkanten (Sig. L. Smeers Rel.). O. O. (Wittenberg), C. Tr. Magd, o. J. (1529).
Adams I, 566. Nicht im STC. – Wohl erste Ausgabe. Das Werk behandelt das Konsistorialverfahren bezüglich des Martyriums von Jan Hus, nebst einem Vergleich zwischen dem Gnadenrecht und dem päpstlichen Recht in Bezug auf simonistische und unzüchtige Papisten. – Das letzte weiße Blatt fehlt "e6". Papierbedingt leicht gebräunt, sonst gutes Exemplar. Mit besonders kräftigen Holzschnitten. Im hübschen und dekorativen Einband. Selten.

Lot 1094, Auction  128, Josephus, Flavius, Opera, quae ad nostram aetatem pervenerunt omnia

Josephus, Flavius
Opera, quae ad nostram aetatem pervenerunt omnia
Los 1094

Schätzung
180€ (US$ 207)

Details

Los merken

Josephus, Flavius. Opera, quae ad nostram aetatem pervenerunt omnia. Antehac in Latinum sermonem translata, & ad exemplum Graeci codicis accurate distincta. 879 S., 26 Bl. Mit kleiner Titelholzschnitt und Druckermarke am Schluß. 18,5 x 11,5 cm. Blindgeprägtes Pergament d. Z. (etwas fleckig, hs. RTitel). Frankfurt, W. Richter für J. Feyerabend, 1599.
VD16 J 968. – Spätere Auflage. – Der Titelholzschnitt ankoloriert. Fl. Vorsatz und Titel mit Besitzvermerken. Durchgehend etwas fleckig und leicht gebräunt.

Lot 1095, Auction  128, Junius, Hadrianus, Batavia

Junius, Hadrianus
Batavia
Los 1095

Schätzung
450€ (US$ 517)

Details

Los merken

Junius, Hadrianus. Batavia. In qua praeter gentis et insulae antiquitatem, originem, decora, mores, aliaque ad eam historiam pertinentia declaratur quae fuerit vetus Batavia. 10 Bl., 411 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 21 x 15 cm. Pergament d. Z. (VDeckel mit Hinterlegung, etwas fleckig). Leiden, Plantin für Raphelengius, 1588.
Adams J 442. STC 110. Bigmore-Wyman I, 379. – Erste Ausgabe. Posthum erschienenes Werk des niederländischen Humanisten und Historikers Hadrianus Junius (eigentlich Adriaen de Jonghe; 1511-1575). Das Werk gilt als wichtige Quelle für die Geschichte und Topographie der Niederlande. Zudem erregte Junius besonderes Aufsehen und Streit mit seiner Behauptung, dass das Haarlemer Kloster bereits 10 Jahre vor Gutenberg mit beweglichen Lettern Bücher druckte. – Etwas gebräunt und wasserfleckig.

Lot 1096, Auction  128, Krage, Tilemann, Von dem Bilde Gottes in den ersten Menschen (+ 2 Beibände)

Krage, Tilemann
Von dem Bilde Gottes in den ersten Menschen (+ 2 Beibände)
Los 1096

Schätzung
750€ (US$ 862)

Details

Los merken

Krage, Tilemann. Von dem Bilde Gottes in den ersten Menschen. Von der verstoerung und vernewerung des Bildes, und von den Zeychen und wercken der newgeboren kinder Gottes, Kurtze erklerung und bekendnisz, Mit einer klagrede an Deudschland. Mit einer vorrede Philippi Melanthons. 100 Bl. (letzet 2 Bl. w.). Titel in Rot und Schwarz. Mit Holzschnitt-Titelvignette. 18,5 x 13,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (stärker fleckig und berieben, Rückenbezug mit Fehlstellen, obere rechte Ecke beschabt, mit 4 Schließbändern). Wittenberg, o. Dr., 1550.
VD16 ZV 9187. – Lediglich in der Onlineversion des VD 16 verzeichnete deutsche Ausgabe der Schrift De imagine Dei in primis parentibus. Mit einer Vorrede von Philipp Melanchthon. Der aus dem Wendland stammende Theologe Tilemann Krage (um 1520-nach 1577) galt als "ein gelehrter und scharfsinniger, aber hitziger und unruhiger Mann, von höchst wechselnden Lebensschicksalen. 1546 Pastor in Kiel, 1547 abgedankt, nach längerem Aufenthalt in Wittenberg, Lübeck u. a. O. 1555 Superintendent in Hildesheim, aber auch hier 1557 wegen Streitigkeiten mit Collegen und Magistrat (über Gesetz und Evangelium, gute Werke, Abendmahl) wieder entlassen, hierauf eine Zeit lang Prediger in Northeim, wegen eines Streits mit Collegen abgesetzt, dann wieder auf braunschweigischen Pfarrstellen (in Molzen bei Uelzen), wo er die Concordienformel 1577 unterschreibt. Ort und Zeit seines Todes unbekannt. Er schrieb über das Ebenbild Gottes, seine Zerstörung und Erneuerung, über die Gegenwart Christi im Abendmahl, wahrhaftige Lehre vom Gesetz, Evangelio, Sacrament, neuem Leben etc." (ADB IV, 545). – Erste Lage lose, zweite Lage gelockert, anfangs und am Schluss etwas feuchtrandig. – Beigebunden: Georg III. von Anhalt-Plötzkau. Von dem hochwirdigen Sacrament des Leibs und Bluts unsers Herren Jhesu Christi, Drey Predigten. 8 Bl., 228 S., 2 Bl. (l. w.). Leipzig, Wolfgang Günther, 1551. - VD16 G 1332. - Erster Druck der drei Predigten des Fürsten von Anhalt-Plötzkau (1507-1553), der 1534 die Reformation in Anhalt-Dessau einführte. - Am Schluss etwas feuchtrandig. - Kaspar Aquila. Ein froeliche Trostpredig, fuer die sehr geengstigten gewissen, sie muetig und erquickt zu machen, aus dem Propheten Zephania etc. 20 Bl. (l. w.). Magdeburg, Michael Lotter, 1550. - VD16 A 261. - Zweiter von nur zwei erschienenen Druck der seltenen Flugschrift des aus Augsburg stammenden und in Saalfeld sowie Wittenberg wirkenden Lutheranhängers und Reformators Kaspar Aquila (1488-1560). Die AGB überliefert eine kuriose Anekdote während seiner Zeit als Erzieher der Söhne Franz von Sickingens auf der Ebersburg, wo er nur knapp dem Tod entkommen ist: "Aquila ging 1520 nach Wittenberg, wurde 1521 Magister und Lehrer der beiden Söhne Franz von Sickingens auf der Ebersburg. Hier kam er bei der Belagerung der Burg durch die Kurfürsten von Trier, Pfalz und Hessen in große Gefahr. Die Soldaten brachten dem Aquila die erste vom Feinde hereingeschossene Stückkugel, um sie zu taufen, weil sie den Glauben hatten, der Ort könne dann nicht erobert werden. Aquila wies das Ansinnen zurück, und da er sich auch durch Drohungen dazu nicht bewegen ließ, steckten sie ihn in einen mit Pulver gefüllten Feuermörser, um ihn über die Mauer hinauszuschießen. Zum Glück zündete das Pulver nicht, und man zog Aquila wieder heraus und ließ ihn laufen" (ADB I, 509). Luther schätze ihn insbesondere als eifrigen Mitarbeiter bei seiner Bibelübersetzung. - Eine obere Ecke mit verblasstem Feuchtigkeitsrand.

Lot 1097, Auction  128, Krantz, Albert, Saxonia [und:] Regnorum Aquilonarium, Daniae, Sueciae, Norvagiae, chronica

Krantz, Albert
Saxonia [und:] Regnorum Aquilonarium, Daniae, Sueciae, Norvagiae, chronica
Los 1097

Schätzung
500€ (US$ 575)

Details

Los merken

Krantz, Albert. Saxonia. De Saxonia gentis vetusta origine, longinquis expeditionibus susceptis, et bellis domi pro libertate diu fortiterque gestis. Denuo, & quidem accuratius emendatiusque; quàm antè, edita. Cum praefatione D. Nicolai Cisneri. 12 Bl., 354 S., 17 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 30 x 18,5 cm. Pergamentband d. Z. mit hs. RTitel. Frankfurt, Andreas Wechel, 1580.
VD16 K 2260. – Späterer Druck der zuerst 1520 in Köln bei Johann Soter erschienenen Sachsenchronik, eines der wichtigen historischen Werke des spätmittelalterlichen Theologen und "Geschichtsschreibers des Nordens" Albert Krantz (1448-1517): "Bei der Nachwelt ist Krantz besonders als Geschichtschreiber berühmt geworden. Während seines Lebens erschienen von ihm außer einigen grammatischen und philosophischen eine Reihe theologischer und kirchlicher Schriften; aus seinem Nachlaß wurden vier umfangreiche historische Arbeiten, die 'Vandalia', die 'Saxonia', die 'Dania' und die 'Metropolis', herausgegeben und erschienen dann theilweise bis in 17. Jahrhundert hinein in mehrfach wiederholten Auflagen. Sie beruhen auf umfassenden Studien, für welche er schon von früh an auf seinen Reisen Archive und Bibliotheken durchforschte. Daß sie vielfach einen compilatorischen Charakter tragen, hängt wol damit zusammen, daß er nicht immer die letzte Hand an sie gelegt hatte. Hat er oftmals seine Quellen wörtlich aufgenommen, wie sich aus einer Vergleichung mit denselben ergibt, so darf er deshalb um so weniger für einen Plagiator gehalten werden, als nicht ersichtlich ist, was er selbst bei längerem Leben würde haben drucken lassen; zunächst hat er diese Werke sich zu seinem eigenen Gebrauche angelegt und es fehlt nicht in ihnen an Beweisen eingehender kritischer Forschung und Bearbeitung der ihm vorliegenden Quellen. Unläugbar haben aber seine Werke zur Verbreitung einer Kenntniß der Geschichte und Kirchengeschichte des nördlichen Deutschlands und des Nordens sehr viel beigetragen und sind wegen seiner Urtheile über Begebenheiten und Zustände, die bis in seine Zeit hineinragten, noch heute werthvoll" (ADB). – Am Schluss etwas feuchtrandig, mit einigen Unterstreichungen. – Beigebunden: Derselbe. Regnorum Aquilonarium, Daniae, Sueciae, Norvagiae, chronica. Accessit, supplementi cuiusdam instar, Dithmarsici belli istoria, Christiano Cilicio Cimbro autore. Cum praefatione Ioan Wolffij. 10 Bl., 505 S., 19 Bl. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. Ebenda 1583. - Titel mit unschönem Blattausschnitt. Etwas fleckig, anfangs schach feuchtrandig.

Lot 1098, Auction  128, Kromer, Martin, Mitnächtischer Völckeren Historien

Kromer, Martin
Mitnächtischer Völckeren Historien
Los 1098

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

Details

Los merken

Kromer, Martin. Mitnächtischer Völckeren Historien. Durch H. Pantaleon verteuscht. 2 Teile in 1 Band. 6 Bl., CCCCVII, 4 Bl.; CCCCLVIII. Mit großen Holzschnittwappen verso dem Titel, und zwei doppelblattgroße Holzschnittkarten. 32 x 19,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben, fleckig und mit kleinen Fehlstellen) mit hs. RTitel, montiertem Bibliotheksschild d. Z., 8 Messingbeschlägen und 2 Messingschließen. Basel, Heinrich Petri und Peter Perna, 1562.
VD 16, K 2430. Estreicher XX, 280. – Einzige deutsche Ausgabe von De origine et rebus gestis Polonorum, dem historischen Hauptwerk Martin Kromers (1512-1589), Bischof von Ermland, Diplomat und humanistischer Schriftsteller. Als humanistischer Dichter und Schriftsteller sowie als Übersetzer und Förderer der polnischen Sprache erlangte Kromer große Bedeutung in der polnischen Literatur- und Kunstgeschichte. Bereits während seiner Krakauer Studienzeit verfaßte er mehrere Gedichte und gab Übersetzungen antiker Schriften heraus. 1550-1551 arbeitete er in königlichem Auftrag in der Registratur des Kronarchivs auf dem Wawel in Krakau. Später trat er durch gelehrte literarische, musikwissenschaftliche, theologische sowie historisch-politische Abhandlungen hervor. Kromer läßt sich als Repräsentant des sog. "Goldenen Zeitalters" Polens, der Regierungszeit der beiden letzten Jagiellonenkönige, charakterisieren. Er ging in die Geschichte ebenso als bedeutender humanistischer Schriftsteller und Diplomat wie als eifriger Seelsorgebischof und Verfechter der Gegenreformation bzw. der Katholischen Erneuerung ein. (Zitiert nach Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon Band IV (1992) Spalten 681-686). – Vorsatz mit mehreren hs. Besitzvermerken, Titel mit privatem Bibliotheksstempel "Bibl. Bernhard Vratisch (?)". Innengelenk am Titel leicht offen, Papierbedingt gebräunt, stock- und fingerfleckig.

Lot 1099, Auction  128, Lucilius, Gaius, Satyrarum quae supersunt reliquiae

Lucilius, Gaius
Satyrarum quae supersunt reliquiae
Los 1099

Schätzung
450€ (US$ 517)

Details

Los merken

Lucilius, Gaius. Satyrarum quae supersunt reliquiae. Franciscus Iani F. Dousa collegit, disposuit, & notas addidit. 12 Bl., 139 S. 23 x 16 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig, berieben und lichtrandig; zeitgenössische Remboitage). Leiden, Plantin, 1597.
Schweiger, 571. Adams L 1642. Graesse IV, 286. – Editio princeps der erhaltenen Fragmente von Lucilius' 30 Satirenbüchern. Editionsphilologisches Hauptwerk des Leidener Gelehrten Franciscus Dousa (1577-1630), Schüler von Justus Lipsius und Freund Scaligers. Für mehr als drei Jahrhunderte die maßgebliche Ausgabe bis zu der Textedition von Friedrich Marx 1904 bis 1905. "A memorable edition of the fragments of Lucilius, in which the influence of Scaliger is apparent" (Sandys II, 301). – Titel mehrfach alt und neu gestempelt. Einige Lagen im oberen Bug mit kleiner Wurmspur, sonst nur schwach braunfleckig und mit einigen alten Unterstreichungen. Innengelenke angeplatzt.

Ludolphus de Saxonia
Vjta de Jesu Christi
Los 1100

Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)

Details

Los merken

Ludolphus de Saxonia. Vjta de Jesu Christi (domi)ni ac saluatoris nostri ex evangelio et app(ro)batis ... 9 Bl., LXIII (recte: CCIX). Mit Holzschnittbordüre und größerem Holzschnitt auf dem Titel, mehreren kolorierten Holzschnittinitialien, Rubrizierung sowie Kapitalstrichelung in Rot. Titel in Rot. 33,5 x 23,5 cm. Leder des frühen 17. Jhr. (berieben, bestoßen, kleinen Fehlstellen, Kapitelle mit Einrissen) mit hs. RSchild. Lyon, Stephan Guyenard, o. J (wohl 1507).
Baudrier XI 211-212. Nicht im STC und Adams. – Wohl frühe Ausgabe aus der Offizin von Stephan Guyenard. Die erste Ausgabe erschien 1502 in der Offizin V. Gering und B. Rembolt.

Mit seiner Vita Jesu Christi e quatuor Evangeliis et scriptoribus orthodoxis concinnata schuf Ludolph eines der populärsten Erbauungsbücher des Spätmittelalters, das wohl erstmalig im Straßburger Karthäuserkloster 1474 gedruckt worden war. Neben den Evangelien und der Apostelgeschichte dienten ihm auch Schriften der Patristen wie des Ambrosius von Mailand, Augustinus, Bernhard von Clairvaux, Gregor der Große, Hrabanus Maurus oder Origenes als Quellen seines monumentalen Werkes, mit Hilfe derer er die Erzählungen der Evangelisten ergänzt.

Das vorliegende Werk besitzt folgende Foliierung:
a7, a1, a3-4, a8-10, b8, c8, d8, e8, f8, g8, h8, i8, k8, l8, m8, n8, o8, p8, q8, r8, s8, t8, v8, x8, y8, z8, A8, B8, C8, D8, E7 – Wohl unvollständig, es fehlen die Lagen E8-L8. Titel knapp beschnitten und schon im 18. Jahrhundert auf Papier montiert "Monastery Lippensis ad Oo. SS. Ord. Erem. s. P. Augui", obere rechte Ecke fehlt (Textverlust). Letztes Blatt mit hinterlegten Fehlstellen (kleiner Textverlust). Insgesamt etwas stock-, braun- und fingerfleckig, knickspurig und mit wenigen Wurmgängen. Teils mit hs. Notizen am Rand.

Lot 1101, Auction  128, Luther, Martin, In Genesin enarrationum reverendi patris

Luther, Martin
In Genesin enarrationum reverendi patris
Los 1101

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

Details

Los merken

Luther, Martin. In Genesin enarrationum reverendi patris, domini doctoris Martini Lutheri bona fide & diligenter collectarum, per Hieronymum Besoldum tomus tertius continens historiam duorum patriacharum Isaac et Iacob. - [Und:] Dasselbe. Tomus quartus continens historiam Sanctissimi Patriarchae Ioseph. Nunc primum in lucem editus. 18 nn., CCXVII num., 1 w. Bl.; 20 nn., CCLI (= 239) num. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit 2 Titelholzschnitten und Holzschnitt-Schlussvignette. 31,5 x 19,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband (fleckig und berieben) mit Heiligenrolle und 2 intakten Messingschließen. Nürnberg, Johann VomBerg und Ulrich Neuber, 1560-1563.
VD16 ZV 1578. VD16 ZV 1579. – Lediglich in der Onlinevariante des Grundlagenwerks verzeichnete Nürnberger Drucke der Vorlesungen Luthers über die Geschichte von Isaak und Jakob sowie Joseph aus der Genesis. – Nur gering braun- oder fingerfleckig, stellenweise mit alten Anstreichungen, Titel mit dezentem hs. Eintrag in roter Tinte, Innenspiegel mit altem Eintrag und modernem montiertem Exlibris. Hinterer Innenspiegel mit zahlreichen alten Tinteneinträgen. Schönes und wohlerhaltenes Exemplar aus der Bibliothek des Gymnsaiums von Quedlinburg, mit entsprechendem altem Stempel auf dem Titel verso.

Lot 1102, Auction  128, Luther, Martin, Von den guten werckenn. Vuittenberg

Luther, Martin
Von den guten werckenn. Vuittenberg
Los 1102

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

L(uther), M(artin). Von den guten werckenn. 57 (statt 58) nn. Bl. Mit Titeleinfassung (ohne den Holzschnitt am Schluss). Modernes Pergament im Stil d. Z. mit 4 ledernen Bindelitzen. (Wittenberg, Melchior Lotter, 1520).
VD16 L 7140. Benzing 633. Benzing-Claus 633. – Erster Druck der ersten Ausgabe eines der frühesten Hauptschriften Luthers, kenntlich an der Lesart "reychs Curfurst" auf Blatt A1verso (vgl. Claus S. 64). - Die hübsche Titelbordüre (Luther Taf. 12) zeigt einen schlafenden Zecher, einen dicken Trinker, einen Schalmeiblaser u. unten das Druckerzeichen. – Ohne das meist fehlende Schlussblatt O5 mit dem Holzschnitt von Lucas Cranach (Jahr, Cranach, 551). Titel mit kleinem alt hinterlegten Randausriss, etwas gebräunt, sonst kaum Gebrauchsspuren.

Lot 1103, Auction  128, Luther, Martin, Wjder den falsch genanten geistlichen stand deß Bapsts und der Bischöffen

Luther, Martin
Wjder den falsch genanten geistlichen stand deß Bapsts und der Bischöffen
Los 1103

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

Details

Los merken

Luther, Martin. Wjder den falsch genanten geistlichen stand deß Bapsts und der Bischöffen. 35 Bl. Mit vierteiliger Holzschnitt-Titelbordüre. 19 x 15 cm. Halbleinen des späten 19. Jahrhunderts (berieben) mit RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. (Basel, Adam Petri) 1522.
VD16 L 7407. Benzing-Claus I, 1199. – Vierter Druck der zuerst im selben Jahr bei Nickel Schirlentz in Wittenberg erschienenen antipäpstlichen Flugschrift, zugleich der erste außerhalb Wittenbergs hergestellte Druck. Vielleicht der schärfste Angriff Luthers auf die hohe Geistlichkeit, der er vorwirft, sie würde nicht mehr die Gebote des Paulus befolgen. – Titel etwas gebräunt und fleckig sowie mit kleinem Tintenklecks, durchgehend etwas stockfleckig und mit hs. Paginierung mit Tinte. Insgesamt wohlerhalten.

Lot 1104, Auction  128, Macrobius, A. A. T., In somnium Scipionis

Macrobius, A. A. T.
In somnium Scipionis
Los 1104

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

Details

Los merken

Macrobius, A. A. T. In somnium Scipionis, lib. II. Saturnaliorum. lib. VII. 576 S., 36 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke und einigen Textholzschnitten, darunter 1 Weltkarte. 17 x 10,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, oberes Kapital mit Fehlstelle, Ecken bestoßen, Rücken und Vorderdeckel etwas wurmstichig) mit 2 Messingschließen (eine etwas defekt). Lyon, Sebastian Gryphius, 1548.
Adams M 67. Vgl. STC 295 und 114. – Seltener Lyoneser Druck der beiden Hauptschriften des römischen Neuplatonikers und Grammatikers Macrobius (um 385/390 - nach 430). Die Saturnalia schildern die das damalige Gelehrtentum idealisierenden Gespräche bei einem Symposion, der bei Makrobius separat überlieferte Kommentar zu Ciceros Schrift Scipios Traum gehörte zu den im Mittelalter beliebtesten Schriften der Antike. – Erste Lagen mit Wurmlöchern, Titel im Seitenrand mit gestrichenem altem Eintrag, sonst nur leicht gebräunt und gering fleckig. Mit der schönen Holzschnitt-Darstellung der Welt auf Blatt i8 (verso). Exemplar im reich verzierten Schweinslederband mit Klassiker- und Tugendrolle auf beiden Deckeln, in den Mittelfeldern jeweils mit der (stark oxidierten) goldgeprägten Darstellung eines Löwen mit Kugel und Kreuz, dem christlichen Symbol für die Herrschaft über die Welt.

Lot 1105, Auction  128, Maffei, Giovanni Pietro, Historiarum Indicarum libri XVI. Selectarum item ex India.

Maffei, Giovanni Pietro
Historiarum Indicarum libri XVI. Selectarum item ex India.
Los 1105

Schätzung
500€ (US$ 575)

Details

Los merken

Maffei, Giovanni Pietro. Historiarum Indicarum libri XVI. Selectarum item ex India. Epistolarum eodem interprete libri III. Accessit Ignatii Loiolae vita postremo recognita. Et in opera singula copiosus index. 2 Bl., 688 S., 16 Bl. (es fehlen 9 Bl.). 22,4 x 14,8 cm. Pergament d. Z. (Remboitage mit neuem goldgeprägten RSchild, minimal abgegriffen). Lyon, Giunta, 1589.
De Backer-Sommervogel V, 298. Sabin 43770 (Anm.). Palau 43773. – Zweite Giunta-Ausgabe der berühmten "Historiarum libri XVI" des italienischen Jesuiten Giovanni Pietro Maffei (1536-1603), die als Meilenstein der frühneuzeitlichen Weltgeschichte gelten. Abgehandelt werden vor allem die den portugiesischen Entdeckungsfahrten, Eroberungen und der christlichen Missionierung im Osten (Asien und Afrika) sowie im heutigen Brasilien während des 16. Jahrhunderts. Jeanne Giunta, hier latinisiert zu Junctae, hatte die Lyoner Offizin übernommen, die ab 1589 vom Sohn Jean-Baptiste Regnauld weitergeführt wurde ("ex officina Junctarum"). – Es fehlen 9 Blätter (R-S4 T1; pp. 129-146). Die Lagenformel lautet π² A-4S⁴ 4T² a⁴ e⁴ i⁴ o⁴. Oberer Rand der Titelseite abgerissen, ohne Textverlust, unterer Rand beschnitten, vergilbt, kleine Feuchtigkeitsflecken in den Rändern, sonst gut erhalten.

Lot 1106, Auction  128, Mandeville, Jean de, Tractato de le più maravegliose cose più notabile

Mandeville, Jean de
Tractato de le più maravegliose cose più notabile
Los 1106

Schätzung
400€ (US$ 460)

Details

Los merken

(Mandeville, Jean de. Tractato de le più maravegliose cose più notabile che si trovino in le parte del mondo reducte). 48 (von 52) nn. Bl. 19,2 x 15 cm. Halbpergament des 19. Jahrhunderts (leicht fleckig, berieben). Venedig, Giovanni Battista Sessa, 29 Juli 1504.
Seltene italienischsprachige Ausgabe der zwischen 1357 und 1371 entstandenen, ursprünglich französischen Beschreibung einer Reise ins Heilige Land, den Fernen Osten und das Königreich des Priesterkönigs Johannes von Jehan de Mandeville. Der Druck wurde auch Piero Pacini zugeschrieben, für den Gian Stephano di Carlo da Pavia um 1505 druckte. Im Kolophon liest sich: "Qui finisse el libro di Joanne de Mandavilla: el quale tratta de le cose maravegliose del mondo. Impressa in Venetia per Zuan Baptista Sessa Anno 1504. Adi. 29. Luio.". – Von der Lagenformel A-N4 fehlen die erste Lage A4. Stockflecken und vereinzelte schwache Feuchtigkeitsflecken an den Rändern, einige Wachsflecken, kleiner Fraßspur am Bund des Blattes H4 am Ende.

Lot 1107, Auction  128, Mathesius, Johannes, Historien + Beiband

Mathesius, Johannes
Historien + Beiband
Los 1107

Schätzung
350€ (US$ 402)

Details

Los merken

(Mathesius, Johannes. Historien, von des Ehrwirdigen in Gott Seligen thewren Manns Gottes, Doctoris Martini Luthers, anfang,| lehr, leben und sterben). 7 (statt 8) Bl., CCXXIIIII (recte: 224) Bl. 19 x 14,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben; es fehlt eine Messingschließe) mit Tugend- und Humanistenrolle. (Nürnberg, Ulrich Neuber, 1567).
VD16 M 1491. – Zweiter Druck der zuerst ebenda im Vorjahr erschienenen und noch zahlreiche Auflagen erlebenden Luther-Biographie Mathesius'. – Es fehlt das Titelblatt. Etwas fleckig, stellenweise leicht feuchtrandig, mit vereinzelten Unterstreichungen und Annotationen. Innenspiegel mit montiertem zeitgenössischen Lutherportrait in koloriertem Holzschnitt. – Beigebunden: Kurtzer Bericht, wie der ehrwirdig unser lieber Vater und Praeceptor Philippus Melanchthon sein Leben hie auff Erden geendet, und gantz Christlich beschlossen hat. Mit kurtzer erzelung, was sich etliche tage zuvor mit Jm in seiner Schwacheit zugetragen hat. Geschrieben von den Professoribus der Universitet Witteberg. 36 Bl. Mit Holzschnitt-Portraitmedaillon auf dem Titel. Wittenberg, Johann Krafft d. Ä., 1560. - VD16 B 8249. - Zweiter Krafft-Druck der zuerst im selben Jahr auf Latein bei Peter Seitz erschienenen biographischen Quelle zum Tod Melanchthons, hier im großzügigeren Quartformat. - Etwas braunfleckig und mit vereinzelten Unterstreichungen und Annotationen. Hinterer Innennspiegel mit modernem Besitzeintrag.

Lot 1108, Auction  128, Mathesius, Johannes, Historien, von des  Martini Luthers, Anfang, Lere, Leben + Beibände

Mathesius, Johannes
Historien, von des Martini Luthers, Anfang, Lere, Leben + Beibände
Los 1108

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

Details

Los merken

Mathesius, Johannes. Historien, von des Ehrwirdigen in Gott seligen thewren Manns Gottes, D. Martini Luthers, Anfang, Lere, Leben, Standhafft bekentnuß seines Glaubens, und Sterben, ordenlich der Jarzal nach, wie sich solches alles habe zugetragen, beschrieben. 20 nn., 212 num. Bl. Titel in Schwarz und Rot. 17,5 x 14 cm. Moderner marmorierter Halbpergamentband mit RVergoldung. Nürnberg, Erben Johann vom Berg und Dietrich Gerlach, 1573.
VD16 M 1495. – Spätere Ausgabe der bedeutenden, zuerst 1566 in Nürnberg bei Ulrich Neuber erschienenen Lutherbiographie. "Als bleibendes Vermächtnis Mathesius's gelten seine 1566 veröffentlichten 'Luther-Historien', die bis heute nahezu 50 Auflagen erlebten. Dieses erste, aus 17 zwischen 1562 und 1565 gehaltenen Predigten hervorgegangene, prot. Lebensbild des Reformators diente den Lutherbiographen und Reformationshistorikern als Quelle ersten Ranges" (NDB XVI, 369f.). – Titel stärker fleckig und mit Randeinrissen, das Schlussblatt mit Blattabriss (ohne Textverlust). Vor allem anfangs stärker braunfleckig bzw. wasserrandig. – Beigebunden: Jodocus Willich. Schrifftmässige Engels-Probe, Das ist unterschiedener vornehmer, hochgelahrter, reiner Lutherischer Theologen geistreiche und in Gottes Wort gegründete Judicia und Bedencken, Was von Englischen Gesichten und Erscheinungen zuhalten? Wie fern und weit ihnen zutrauen? Ob solche zubegehren, zuerwarten, zuhören? Aus denen zuersehen, wie gefährlich es sey denselben ohne vorhergehende gnugsame Probe beyzufallen, wegen entstandener Irrungen und Verwirrungen dieser Oerter. 4 Bl., 112 S. Dresden, Wolfgang Seyffert, 1653. - VD17 5113:739830K. - Einziger Druck der theologischen Streitschrift. - Titel etwas braunfleckig. - Christoph Schindler. Destructor Templi Dei, Gottes Tempel Verderber, in einen trawrigen Leichen-Sermon erkläret bey dem kläglichen Unfall, der sich dieses 1647. Jahrs den 6. Augusti Abends, mit dem Heinrich Krügern, unter Ihrer Churfl. Durchl. zu Sachsen, Leib-Squadron bestallten Cornet, auffn Schneberg zugetragen, welcher hernach am 15. Augusti zur Erden bestattet worden. 1 Bl., 54 S. Mit vierteiliger Holzschnitt-Titelbordüre und typographischer Falttafel. Ebenda 1647. - VD17 39:107738H. - Einziger Druck der seltenen Leichenpredigt. - Leicht braunfleckig, Titel mit zeitgenössischem Eintrag im unteren Rand. - Chilianus Rebentrost. Gottseliger Creutz-Träger und Exulanten Leid und Freud, das ist: Christliche Leich-Predigt bey volckreicher Begräßniß der Jungfrawn Annen-Magdalenen Reisengrünin von Grünlust, welche Freytags, den 11. Maij, Anno 1649, selig auß diesem Leben abgeschieden. 24 S. Halberstadt, Andreas Rolwald, 1649. - Seltener einziger Druck der barocken Leichenpredigt durch den im sächsischen Annaberg wirkenden Prediger Kilian Rebentrost (1582-1661). - Gebräunt und braunfeckig. Kein Nachweis im KVK. - Johann Frentzel. Alpha & Omega (graece). Herbst-Rosen, welche auff das Grab, der im Leben wahrer Gottesfurcht, und alle andern belobten Frauen-Tugenden, iederzeit ergebenen Maria Richterin, gebornen Genselin, schuldigst ausstreuet, am 13. des Herbst-Monats, im 1654. Jahr. 2 Bl. Leipzig, Johann Wittigau, (1654). - Einziger Druck der von dem Leipziger Theologen und produktiven Gelegenheitsdichter Johann Frentzel (1609-1674) verfassten Leichenpredigt. - Etwas gebräunt und braunfleckig. Kein Nachweis im KVK. - Arnold Mengering. Belialis Stratiotici Consobrinus Sceleratus Metator. Der schendliche ungerechte Quartier-Meister gegenwertiger verzweiffelter Zeiten. Das ist: Drey Christliche Sermonen, darinn den Städtischen Marescal de Logis, den Quartierungs-Meistern, Commissarien und Balletmachern in Städten zu Gemüthe geführet wird, wie hoch sie sich an redlichen Bürgersleuten, sonderlich an den Armen, an Witwen und Wäisen, mit ihren ungleichen Einquartieren versündigen. 4 Bl., 136 S. Titel in Schwarz und Rot. Altenburg, Otto Michael, 1642. -VD17 23:258779Q. - Zweiter Druck der zuerst 1639 ebenda erschienenen Predigtsammlung. - Braunfleckig und mit Feuchtigkeitsrand. - Rector Academiae Lipsiensis. 2 Bl. (Leipzig), Thomas Ritzsch, 1652. - Seltener Gelegenheitsdruck des Leipziger Buchdruckers und Buchhändlers Timotheus Ritzsch (1614-1678), der als Herausgeber und Drucker der ersten Tageszeitung, den 1650 zum ersten Mal erschienenen Einkommenden Zeitungen, in die Buchgeschichte eingegangen ist. - Gottfried Suevus. Theses ex secundo et tertio pandectarum libris. 12 Bl. Wittenberg, Johannis Haken, 1654. - Einziger Druck der juristischen Dissertation unter dem Praeses Christoph Joachim Felgenhauer. - Etwas braunfleckig. - Johann Roger Weyer. Sacri Romani imperii perenne periculum, brevi oratione delineatum et in auditorio principum maiori memoriter recitatum. 14 Bl. Leipzig, Timotheus Ritzsch, (1652). - VD17 14:005983C. - Einziger Druck der theologisch-politischen Streitschrift. - An Ihr Röm. Käyserl. Majestät, dero Königlichen Majestät zu Schweden Intervention-Schrifft, wie auch des heiligen Römischen Reichs Chur-Fürsten und Ständen Evangelischen Theils Intercession. Betreffend die Religions und Gewissens Freyheiten der sambtlichen Augspurgischen Confessions-Verwanten, in den Käyserlichen Erblanden. Ubergeben auff dem Reichstag zu Regenspurg, den 5. 15. Maii Anno 1653. 10 Bl. O. O. u. Dr. 1653. - Im VD 17 nicht verzeichnete Druckvariante. - Offenbahrung etlicher, der Völcker in Engel- Schott- und Irrland, bißher gehabter irriger Meinungen, die abgangene Könige Jacobum, und Carolum I. betreffend: Daraus dieser Königen Unschuld erhellet, und an den Tag gebracht wird. Aus dem Frantzösischen, so neulichst im Haag ausgangen, ins Hochdeutsche versetzet. 18 Bl. O. O. u. Dr. 1653. - VD17 23:235447. - Einziger deutscher Druck der Flugschrift. - Etwas barunfleckig.

Mattioli, Pietro Andrea
Kreutterbuch
Los 1109

Schätzung
2.000€ (US$ 2,299)

Details

Los merken

Mattioli, Pietro Andrea. Kreutterbuch. 8 nn., 460 num., 37 nn. Bll. Mit reicher figürlicher Holzschnitt-Bordüre auf dem Titel, Holzschnitt-Druckermarke am Schluss und zahlreichen kolorierten Textholzchnitten. Titel in Schwarz und Rot. 35 x 18,5 cm. Leder d. Z. (etwas berieben und knickspurig) mit RSchild. Frankfurt, S. Feyerabend, P. Fischer und H. Dack 1586.
VD 16, M 1614. Nissen 1311. Durling 3019. Isphording 82. – Zweite Ausgabe und erste Ausgabe aus der Offizin S. Feyerabend, P. Fischer und H. Dack.
Die wohl zeitgenössisch kolorierten Textholzschnitte zeigen Blumen, Kräuter, Gemüse- und Obstpflanzen sowie verschiedene Früchte. U.a. wird von "Indianischen Nüssen oder Meernüssen" berichtet, "die in Apothecken wol bekandt [sind] ... Diese Früchte sind sehr groß, hangen an dem Baum, wie große Melaunen, in grossen Rinden verwahret, die sind außwendig schwarzrot, hart und zäh ..." (Blatt 97). Bei der vorliegenden Ausgabe wirkte der Universalgelehrte Joachim Camerarius (1500-1574) mit. "Camerarius verwandte die von ihm angekauften Figuren Conrad Geßners; die übrigen sind den kleinen Figuren der Valgrisi-Ausgabe nachgeschnitten" (Nissen). – Titel auf Papier aufgezogen, etwas berieben und fingerfleckig, insgesamt papierbedingt gebräunt, teilweise leicht braun-, wasser- und fingerfleckig, mit wenigen Einrissen, Randläsuren und manche Blätter mit Japanpapier an den Stegen verstärkt.

Lot 1110, Auction  128, Mattioli, Pietro Andrea, Kreutterbuch

Mattioli, Pietro Andrea
Kreutterbuch
Los 1110

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

Details

Los merken

(Mattioli, Pietro Andrea. Kreutterbuch). 16-460 num Bl. Mit zahlreichen Textholzschnitten. Titel fehlt. 38,5 x 24 cm. Halbpergament d. Z. (berieben, bestoßen, oberes Kapital mit Fehlstelle). (Franckfurt, John Feyrabende, 1590).
VD 16, M 1614. Vgl. Nissen 1311. Durling 3019. Isphording 82. – Frühe Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien 1586. "Die Abbildungen stammen aus dem Nachlaß Conrad Geßners, den Camerarius erworben hatte" (Nissen). Die Textholzschnitte zeigen Blumen, Kräuter, Gemüse- und Obstpflanzen sowie verschiedene Früchte. U.a. wird von "Indianischen Nüssen oder Meernüssen" berichtet, "die in Apothecken wol bekandt [sind] ... Diese Früchte sind sehr groß, hangen an dem Baum, wie große Melaunen, in grossen Rinden verwahret, die sind außwendig schwarzrot, hart und zäh ..." (Blatt 97). – Es fehlen 47 nicht nummerierte Blätter sowie der Titel. Innen stark lädiert, papierbedingt gebräunt, mit vielen teils hinterlegten Fehlstellen und Einrissen, mit Wurmfraß, braun- und fingerfleckig, knickspurig, vereinzelt mit hs. Notizen am Rand und im Text.

Lot 1111, Auction  128, Maximus, Valerius, Neun Bücher von namhafften wunderbaren Geschichten und Exempeln

Maximus, Valerius
Neun Bücher von namhafften wunderbaren Geschichten und Exempeln
Los 1111

Schätzung
500€ (US$ 575)

Details

Los merken

Maximus, Valerius. Neun Bücher von namhafften wunderbaren Geschichten und Exempeln, beide der Römer und anderer außlendischer Völcker als nemlich der Persier, Medier, Griechen, Afern, Flemming und Teutschen. Durch P. Selbeth verteutscht. Jetzt aber widerumb nach dem latein. 6 Bl., 207 S., 2 Bl. Mit 2 großen gestochenen Holzschnittvignetten auf dem Titel, im Text und am Schluss. Titel in Rot und Schwarz gedruckt. 31 x 19 cm. Späteres Pergament (unfachmännisch restauriert, fleckig und Rückdeckel teils gelöst) unter Verwendung der ursprünglichen blindgeprägten Schweinslederdeckel (berieben, fleckig mit restaurierten Fehlstellen, ohne die zwei Messingschließen). Frankfurt, (P. Schmid für S. Feyerabend und S. Hüter), 1565.
VD 16, V 155. BM STC, German Books 882. – Erster und wohl einziger Druck der von Nicolaus Heiden edierten Ausgabe. – Papierbedingt gebräunt, braun- und feuchtfleckig, mit Randläsuren, teils größeren Einrissen und Fehlstellen und knickpsurig.

Medina, Pedro de
L'Art de naviguer de maistre Pierre de Médine,
Los 1112

Schätzung
32.000€ (US$ 36,782)

Details

Los merken

Medina, Pedro de. L'Art de naviguer de maistre Pierre de Médine, Espaignol: contenant toutes les reigles, secrets, & enseignemens necessaires, à la bonne navigation. Traduit de castillan en françoys, avec augmentation et illustration de plusieurs figures et annotations, par Nicolas de Nicolai, du Dauphiné, Geographe du tres-Chrstien Roy Henri II. 6 nn.,115 num., 1 w. Bl. Mit großer Holzschnitt-TVignette. zahlreichen 5-8-zeiligen Holzschnitt-Vignetten, darunter 9 großen szenischen, 2 Holzschnitt-Kopfstücken und 82 Textholzschnitten, teils mit figürlichen Schemata, teils mit Darstellungen, sowie zahlreichen typographischen Tabellen. 32 x 22 cm. Reich blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas beschabt und berieben, leicht fleckig) über 4 Bünden mit schweren, abgefasten Holzdeckeln und 1 (von 2) punzierten Messingschließen. Lyon, Guillaume Rouille, 1554.
STC 308. Adams M 1027. Europaean Americana 554, 44. Palau 159669. Burden 19. Sabin 47345. Baudrier IX, 216. – Erste französische Ausgabe, im zweiten Druck mit der Jahreszahl "1554" auf dem Titelblatt (statt wie "1553" im ersten). In acht Teile "Livres" gegliedert, handelt es sich um das erste zuverlässige Werk über die professionelle Navigation in der Seefahrt. Der Entdeckungsreisende, Seefahrer, Mathematiker, Historiker, Kosmograf und Kartograph Pedro de Medina (1493-1567) gehörte zu den bedeutendsten spanischen Gelehrten. Mit seiner zuerst in spanischer Sprache veröffentlichten "Arte de nauegar", Cordoba 1545, begründete er die maritime Wissenschaft der Neuzeit.

Die hohe Kunst der Navigation gehörte zu den am stärksten gehüteten Geheimnisse der Spanische Krone, begründete sie doch über Jahrhunderte die Vormachtstellung Spaniens sowohl im Handel wie bei militärischen Operationen - und ganz konkret bei der Eroberung und Kolonialisierung neuer Gebiete. Der "Arte de nauegar" und speziell dem vorliegenden 2. Druck der französischen Erstausgabe kommt hier eine besondere Bedeutung zu, erlaubte sie doch erstmals anderen Nationen, das geheime Wissen der "Casa de Contratación" in Sevilla den Höfen ganz Europas zugänglich zu machen, was nicht zuletzt zur Stärkung der konkurrierenden Staaten wie England führte, das bekannterweise ab 1588 zur neuen See- und Weltmacht werden sollte.

Vorgestellt wird die für die Navigation notwendige Technik, die Instrumente, die Mathematik für die Berechnung der Position wie der Routen. Bauweise, Funktionsweise und Nutzung von Kompass, Jakobsstab, Sonnenuhr, das Lesen der Gezeitentabellen und der Navigation nach den Sternen werden ausführlich und anhand von den zahlreichen eingedruckten Holzschnitten erläutert. Die Erklärungen waren dermaßen exakt, dass sogar der Flibustier Sir Francis Drake stets ein Exemplar der französische Ausgabe von 1554 bei allen seinen Weltreisen bei sich trug.

Die Übertragung ins Französische leistete der "géographe et valet de chambre du Roi de France" Nicolas de Nicolay (1517-1583), Hofgeograph Heinrichs II. Während die Holzschnitte teils diagrammartige Darstellungen mit Bezugspunkten, Zirkelkreisen etc. zeigen, sind einige sehr schön figürlich und andere szenisch ausgeführt. Von großer Seltenheit (da meistens herausgetrennt) ist die doppelblattgroße gestochene Faltkarte die ebenfalls von Nicolay stammt und hier ebenfalls in der maßgeblichen Version von 1554 vorliegt. Sie zeigt die Welt aus der Perspektive des Atlantik, rechts Europa und Afrika, links Amerika als "Nouveau Monde", unten links bezeichnet "Par N. Nicolaj du daulphine Géographe du Roy". – Vorsatz und die ersten Lagen mit kleinem Feuchtigkeitsschaden in braunem Wasserrand, Ausbrüche des weißen Randes und Einrisse abnehmend über die ersten vier Blätter, Titel mit nahezu unsichtbarer, unlesbarer ovaler Stempelrasur, etwas finger- und braunfleckig, die Bordüre ohne Darstellungsverlust. Fünf Blätter mit größerem unschönen Ausschnitt am oberen Rand (jeweils ca. 6 x 20 cm, wohl Ausschnitt der Holzschnitt-Kopfstücke, Textverlust recto und verso): betroffen sind die Blätter a1, d2, A2, C1 und D4, sonst meist nur kleinere Einrisse. Einige Feucht- und Braunflecke. Die hübsche Atlantikkarte mit Eckeinriss von rechts (nur ganz minimal bis in die Darstellung), leicht feuchtrandig, in der Darstellung bemerkenswert schön und wohlerhalten. Insgesamt bis auf die Ausschnitt ein sehr ordentliches Exemplar dieses überaus seltenen Drucks.
Provenienz: Aus österreichischen Privatbesitz. Kein Eintrag in bei Lostart, Art Loss Register und Missing Books Register (Stand 27-08-26). – Nachgebunden sind weitere Werke von dem Lyonneser Drucker Guillaume Rouille: 1) (Guillaume Du Choul). Des Bains et antiques exercitations grèques et romaines. 20 num., 6 nn. Bl. (le. w.). (Ebenda 1555). - 2) Derselbe. Discours sur la castrametation et discipline militaire des Romains. 33 (statt 55) S., 1 w. Bl. (Ebenda 1556).- Fehlen mehrere Blätter, Fol. 7, 8, 10, 11, 13-21, 25-30, 35, 36, 38-42, 44, 47-50, 52 mit entsprechenden Illustrationen. - 3) Derselbe. Discours de la Religion des Anciens Romains". 312 S., 28 Bl., (le. w.). Mit Hunderten von kleineren und zahlreichen großen Textholzschnitten. (Ebenda 1556). - Ein größerer Einriss, ein Ausschnitt (Textverlust), sonst vollständig, minimal feuchtrandig, kaum fleckig.

Lot 1113, Auction  128, Melanchthon, Philipp., Selectarum declamationum

Melanchthon, Philipp.
Selectarum declamationum
Los 1113

Schätzung
180€ (US$ 207)

Details

Los merken

Melanchthon, Philipp. Selectarum declamationum, quas conscripsit, et partim ipse in Schola Vvitebergensi recitavit, partim alijs recitandas exhibuit. Tomus quartus. 4 Bl., 844 S., 17 Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette. 16 x 10 cm. Blindgeprägter Schweinslederband (etwas fleckig und berieben; ohne die Messingschließen). Straßburg, Samuel Emmel, 1566.
VD16 M 3574. – Einzelband der von Kaspar Peucer (1525-1597) herausgegebenen Straßburger Sammlung der Reden Melanchthons. – Etwas fleckig und feuchtrandig, anfangs auch mit einigen Annotationen. Wohlerhaltenes Exemplar einer historischen Schulbiliothek mit entsprechendem hs. Besitzeintrag auf dem Innenspiegel. Der Einband datiert "1568" und mit den Eignerinitialen "IGR", die Deckel jeweils mit einer allegorischen Darstellung der Judith mit dem Haupt des Holofernes.

Lot 1114, Auction  128, Mosellanus, Petrus, Annotationes in clarissimas Auli Gellij Noctes Atticas

Mosellanus, Petrus
Annotationes in clarissimas Auli Gellij Noctes Atticas
Los 1114

Schätzung
450€ (US$ 517)

Details

Los merken

Mosellanus, Petrus. Annotationes in clarissimas Auli Gellij Noctes Atticas. 118 Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 15 x 10 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben; der VDeckel mit dem geprägten Bindejahr "1536"). Köln, Johann Soter, 1533.
VD16 G 1040 – Kölner Druck des Stellenkommentars zu der von Mosellanus bearbeiteten Neuausgabe von Gellius' Attischen Nächten, der als Anhang zur Textausgabe erschien und auch separat mit eigenem Titelblattvertrieben wurde (vgl. VD 16). Der römisch-katholische Theologe Petrus Mosellanus (1493-1524) war enger Freund von Erasmus und Melanchthon und versuchte zeitlebens, zwischen der katholischen Kirche und der Reformationsbewgeung zu vermitteln. 1519 hielt er die Eröffnungsrede zur Leipziger Disputation zwischen Johannes Eck und Martin Luther. - Titel etwas fleckig, sonst nur schwach gebräunt. Fl. Vorsatz gelöst. – Schwach gebräunt. – Beigebunden: Derselbe. In M. Fabii Quintiliani rhetoricas instituitiones, annotationes. 247 S. Mit Holzschnitt-Titelvignette und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. Ebenda 1532. - VD16 S 2130. - Kölner Druck des Stellenkommentars zu Quintilians Unterweisung in der Redekunst, im Anhang ergänzt durch weitere Kommentare von Johannes Camerarius (1500-1574).

Münster, Sebastian
Der Rheinstrom
Los 1115

Schätzung
500€ (US$ 575)

Details

Los merken

Münster, Sebastian. Der Rheinstrom. Holzschnitt-Karte aus drei Segmenten. 25 x 101 cm (Darstellung). Münster 1550.
Die schönste Rheinlaufkarte aus dem frühen 17. Jahrhundert, veröffentlicht als drei separate Doppelblätter in Sebastian Münsters Cosmographey, das ist Beschreibung aller Länder (Basel 1614; vgl. Graesse IV, 622). So sind die einzelnen Segmente übertitelt: "Die erst Tafel innhaltend das Schweytzerlandt, mit den anstossenden Ländern" - "Die ander Tafel des Rheinstroms, begreiffend die Pfaltz, Westerreich, Eyfel, etc.", "Die dritte Tafel des Rheinstroms, innhaltend das Nider Teutschlandt".
Dargestellt ist der Rhein von seiner Quelle bis zur Mündung in gewesteter Anordnung, also waagerecht von den Schweizer Bergen links über Chur, den Bodensee, Konstanz, Basel, Straßburg, Speyer, Mainz, Koblenz, Bonn, Köln, Düsseldorf bis in die Niederlande nach Rotterdam.
Oben sind fünf längliche, flache und unten rechts eine rechteckige Kartusche eingebracht mit beschreibendem Text. Verso die drei typographischen Titel "Die erste Tafel...", "Die ander Tafel", "Die dritte Landtafel des Rheinstroms". – Mit mehreren Falzen, papierbedingt gebräunt, mit kleinen Braunfleckchen und Fehlstellen sowie winzigen Einrissen. Gut erhaltene und dekorative Karte.

Lot 1116, Auction  128, Ortelius, Abraham, Europae

Ortelius, Abraham
Europae
Los 1116

Schätzung
450€ (US$ 517)

Details

Los merken

Ortelius, Abraham. Europae. Kolorierte Kupferstichkarte. 34,5 x 46,5 cm (Plattenrand). Antwerpen 1579.
Beeindruckende Europakarte aus dem 16. Jahrhundert von Abraham Ortelius (1529-1589). Dargestellt sind die Gebirge, Flüsse und Städte sowie einige Staffage. Mit kleiner figürlicher Titelkartusche und einer Kompassrose. – Mit Mittelfalz, fleckig, berieben und mit hinterlegten Fehlstellen.

Lot 1117, Auction  128, Ovidius Naso, Publius, Opera, quae extant, omnia tributa in tomos tres

Ovidius Naso, Publius
Opera, quae extant, omnia tributa in tomos tres
Los 1117

Schätzung
450€ (US$ 517)

Details

Los merken

Ovidius Naso, Publius. Opera, quae extant, omnia tributa in tomos tres. 16 Bl., 430 S., 1 Bl. Mit 2 großen Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel und dem Vortitel. 16 x 9,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (gebräunt, berieben und bestoßen, vorderes Gelenk mit Einrissen) über drei Bünden mit Monogramm und Datum auf dem VDeckel "M.H.O. 1593" und mit punziertem Schnitt. Leipzig, Joannis Steinmann, 1589-1590.
Vgl. VD16 ZV 26615. Nicht im STC und Adams. – Der dritte Teil der Gesamtwerke von Ovid (43 v. Chr.-17 n. Chr.) im prächtigem Einband. – Papierbedingt gebräunt, Titel mit hs. Besitzvermerk und kleinem Einriss, etwas stockfleckig und mit wenigen Randläsuren. Selten.

Lot 1118, Auction  128, Ovidius Naso, Publius, Fastorum lib. VI. Tristium libri , Ovidius Naso, P. Fastorum lib. VI. Tristium libri V. De ponto lib. IIII

Ovidius Naso, Publius
Fastorum lib. VI. Tristium libri , Ovidius Naso, P. Fastorum lib. VI. Tristium libri V. De ponto lib. IIII
Los 1118

Schätzung
400€ (US$ 460)

Details

Los merken

Ovidius Naso, Publius. Fastorum lib. VI. Tristium libri V. De ponto lib. IIII. Item, Claudii Ptolemaei inerrantium stellarum significationes ... Adiecimus quoque in Fastorum libros scholia Philippi Melanchthonis. 422 S., 9 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und am Schluss sowie 17 Text-Holzschnitten. 12 x 8 cm. Modernes Leder unter Verwendung der ursprünglichen Deckel (berieben und mit hinterlegten Fehlstellen) mit goldgeprägten Emblemen. Paris, Hieronymum de Marnef, 1582.
Vgl. STC 332 (Ausgaben 1505-1554). Adams O, 445 (Ausgabe 1572). – Seltene Ausgabe aus der Offizin Hieronymum de Marnef in Paris. – Titel und Schluss mit hs. Besitzvermerken. Leicht stock- und fingerfleckig, mit Unterstreichungen im Text.

Lot 1119, Auction  128, Ovidius Naso, Publius, Le Metamorfosi

Ovidius Naso, Publius
Le Metamorfosi
Los 1119

Schätzung
600€ (US$ 690)

Details

Los merken

Ovidius Naso, Publius. Le Metamorfosi. Ridotte da Gio Andrea dell'Anguillara in ottava rima. Con le annotationi di Gioseppe Horologgi, & gli argomenti, & postille di Francesco Turchi. 8 Bl., 547 S. Mit Kupfertitel (in Pag.), 15 blattgroßen Kupfern und 15 großen gestochenen Kopfvignetten. 24,5 x 18 cm. Halbleder des 18. Jahrhunderts (stärker berieben, oberes Kapital etwas lädiert, vorderes Gelenk unschön geplatzt, der VDeckel dadurch lose) mit RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. (Venedig), Bernard Giunta, 1584.
Schweiger 689f. (mit abweichender Kollation). Vgl. Graesse V, 94. Ebert 15509. Nicht bei Adams. – Späterer Druck der zuerst 1561 bei Giovanni Griffio in Venedig erschienen vollständigen Versübertragung ins Italienische durch Andrea dell'Anguillara (1517-1570). "Seltene und wegen der von Giacomo Francho gestochenen Kupfer in Italien geschätzte Übersetzung". "Die Übersetzung selbst hat in Italien classisches Ansehen" (Ebert). Entgegen den Angaben auf dem Kupfertitel liefert die Edition nicht eine gekürzte Ausgabe von acht, sondern den gesamten Text der 15 Bücher. – Mal mehr, mal weniger fleckig und feuchtrandig, die erste Lage ausgebunden.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge