Los 1098

Kromer, Martin
(1512-1589)Mitnächtischer Völckeren Historien

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 1098 - Kromer, Martin - Mitnächtischer Völckeren Historien - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Alte Drucke, Theologie, Orientalia
Auktionsdatum 6.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026

Lot 1098, Auction  128, Kromer, Martin, Mitnächtischer Völckeren Historien

Kromer, Martin. Mitnächtischer Völckeren Historien. Durch H. Pantaleon verteuscht. 2 Teile in 1 Band. 6 Bl., CCCCVII, 4 Bl.; CCCCLVIII. Mit großen Holzschnittwappen verso dem Titel, und zwei doppelblattgroße Holzschnittkarten. 32 x 19,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben, fleckig und mit kleinen Fehlstellen) mit hs. RTitel, montiertem Bibliotheksschild d. Z., 8 Messingbeschlägen und 2 Messingschließen. Basel, Heinrich Petri und Peter Perna, 1562.
VD 16, K 2430. Estreicher XX, 280. – Einzige deutsche Ausgabe von De origine et rebus gestis Polonorum, dem historischen Hauptwerk Martin Kromers (1512-1589), Bischof von Ermland, Diplomat und humanistischer Schriftsteller. Als humanistischer Dichter und Schriftsteller sowie als Übersetzer und Förderer der polnischen Sprache erlangte Kromer große Bedeutung in der polnischen Literatur- und Kunstgeschichte. Bereits während seiner Krakauer Studienzeit verfaßte er mehrere Gedichte und gab Übersetzungen antiker Schriften heraus. 1550-1551 arbeitete er in königlichem Auftrag in der Registratur des Kronarchivs auf dem Wawel in Krakau. Später trat er durch gelehrte literarische, musikwissenschaftliche, theologische sowie historisch-politische Abhandlungen hervor. Kromer läßt sich als Repräsentant des sog. "Goldenen Zeitalters" Polens, der Regierungszeit der beiden letzten Jagiellonenkönige, charakterisieren. Er ging in die Geschichte ebenso als bedeutender humanistischer Schriftsteller und Diplomat wie als eifriger Seelsorgebischof und Verfechter der Gegenreformation bzw. der Katholischen Erneuerung ein. (Zitiert nach Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon Band IV (1992) Spalten 681-686). – Vorsatz mit mehreren hs. Besitzvermerken, Titel mit privatem Bibliotheksstempel "Bibl. Bernhard Vratisch (?)". Innengelenk am Titel leicht offen, Papierbedingt gebräunt, stock- und fingerfleckig.


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