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Lot 1060, Auction  128, Böhm, Johannes, Omnium gentium mores, leges et ritus

Böhm, Johannes
Omnium gentium mores, leges et ritus
Los 1060

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250€ (US$ 287)

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Böhm, Johannes. Omnium gentium mores, leges et ritus, ex multis clarissimis rerum scriptoribus. Tribus libris absolutum opus, Aphricam, Asiam, & Europam describentibus. 303 S., 12 Bl. 16 x 10,5 cm. Modernes Halbleder. Lyon, Simon Vincent, 1535.
IA 120.927. Adams B 2260. Jöcher I, 1171. – Seltene zweite Auflage des mehrfach verlegten Werks. Der Humanist Johannes Böhm (um 1485-1534) gilt als "Vater der wissenschaftlichen Volkskunde" (NDB II, 403). "Describes the customs and manners of many peoples of the world. The earliest editions contain only three parts: Africa, Asia, and Europe" (Borba de Moraes 110). – Anfangs etwas wasserrandig, mit mehreren Anmerkungen und Unterstreichungen der Zeit.

Lot 1061, Auction  128, Borghesi, Diomede, Delle rime. Parte I-VI. [und:] Del secondo libro delle rime

Borghesi, Diomede
Delle rime. Parte I-VI. [und:] Del secondo libro delle rime
Los 1061

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300€ (US$ 345)

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Borghesi, Diomede. Delle rime di M. Diomede Borghesi gentil'huomo senese. Parte I-VI. [und:] Del secondo libro delle rime di M. Diodeme Borghesi genti l'huomo senese. Parte I-VII. 2 Teile in 1 Band. Mit 13 Holzschnitt-Druckermarken auf den Titeln. Pergament d. Z. (etwas berieben und bestoßen) mit hs. RTitel. Padua, o. Dr., 1566-1567.
STC 120. Nicht bei Adams. – Erste Ausgabe. – Mit Exlibris auf dem fliegenden Blatt. Etwas stockfleckig und mit kleinen hinterlegten Fehlstellen. Selten.

Lot 1062, Auction  128, Brunfels, Otto, Iatrion medicamentorum simplicum

Brunfels, Otto
Iatrion medicamentorum simplicum
Los 1062

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900€ (US$ 1,034)

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Brunfels, Otto. Iatrion medicamentorum simplicum. Teil I (von IV). 32 Bl., 240 num. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und am Schluss. 15,5 x 10 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben, bestoßen, fleckig und ohne die 2 Messingschließen sowie Rücken sträker Wurmgängig). Straßburg, Ulricher, 1533.
VD16 B 8507. IA 125.652. Adams B 2927. Bird. 425. Durling B 727. Muller II, 329, 19. Ritter, Cat, 608. – Erste Ausgabe des ersten Teils. Seltenes pharmazeutisches Werk von Otto Brunfels (1488-1534). – Papierbedingt gebräunt, vorderes Innegelenk offen und mit Randläsuren. Titel mit rasierten Besitzvermerken. Sehr selten.

Sammelband mit 5 Reformationsdrucken und Calvin, Johannes
darunter 2 Schriften von Joannes Calvin.
Los 1063

Schätzung
6.000€ (US$ 6,897)

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Calvin, J. - Sammelband mit 5 frühen Reformationsdrucken, darunter 2 Schriften von Joannes Calvin. 15,5 x 10 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (stärker lädiert und fleckig, Reste zweier Metallschließen) über Holzdeckel mit hs. Rückenschild. Magdeburg, Wittenberg, Leipzig, verschiedene Verlage, 1547-1549.
Sammelband mit fünf reformatorischen Streitschriften aus den 1540er Jahren, die die maßgeblichen theologischen und kirchenpolitischen Auseinandersetzungen jener unruhigen Zeit behandeln. Besonders bemerkenswert sind zwei äußerst seltene zu Lebzeiten gedruckte Schriften Johannes Calvins (1509-1564).

I. Joannes Calvin. Interim adultero germanum. Cui adiecta est. Vera christianae pacificationis, & ecclesiae reformandae ratio. (Magdeburg, Lotter), 1549. - VD 16, C323. Erichson, Bibl. Calviniana S. 9. Knaake III, 511 und Kuczynski 370. - Erste in Deutschland gedruckte Ausgabe, aus dem Jahr der Erstausgabe (Genf 1549). Wegen dieser Stellungnahme gegen das Augsburger Interim zog sich Calvin die äußerste Gegnerschaft der Lutheraner zu.

II. Joannes Calvin. Acta Synodi Tridentinae. Cum antidoto. 288 S. (Genf, J. Gérard), 1547. - Nicht bei Adams. I. A. 129.791. Schottenloher 43209e. Erichson 7. - Erste, äußerst seltene Ausgabe. "Ueber dem an Heftigkeit zunehmenden Streit (in Genf) war Calvins Blick trotzdem unverwandt auf die schicksalsschweren Ereignisse des Jahres 1547 in Deutschland gerichtet. Wachsam die Gegenbewegung der röm. Kirche verfolgend, versah er die Akten der abgeschlossenen ersten Sessionsperiode des Tridentinums wieder mit einem wirksamen 'Gegengift'" (K. Barth).

III. Flacius Matthias. De vocabulo fidei et aliis quibusdam vocabulis, explicatio vera & utilis, sumta ex fontibus Ebraicis 188 S., 1 Bl. Vitebergae, Creucer, 1549. - VD16 F 1525.

IV. Otho Körber. Assertio sententiae sola fides iustificat. 32 Bl. (Leipzig, Bapst, Valentin d.Ä., 1548). - VD16 K 1882.

V. Bernhard Ziegler. De sacramento altaris seu coena dominica et missa disputatio. 20 Bl. (Leipzig, Bapst, Valentin d.Ä., 1548). - VD16 Z 410. – Titelblatt mit hs. Exlibris-Vermerk "Ex libris Davidis Helt.". Das erste Titelblatt zweifach gestempelt, mit Rasur (nicht mehr lesbar). Titelblätter oben rechts in Sepia von alter Hand nummeriert; fliegender Vorsatz mit zeitgenössischer Notiz. Im Bug unten mit Feuchtigkeitsrand. Papierbedingt gebräunt. Die ersten Lagen oben rechts mit kleinen Knickeselsohren. Das leere Blatt zwischen Titel I und II mit größerem Ausriss.

Lot 1064, Auction  128, Canones concilii provincialis Coloniensis,  anno celebrati M.D.XXXVI

Canones concilii provincialis Coloniensis
anno celebrati M.D.XXXVI
Los 1064

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1.500€ (US$ 1,724)

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Widmungsexemplar von Joachim Mynsinger
Canones concilii provincialis Coloniensis anno celebrati M.D.XXXVI. 3 Teile in 1 Band. 8 Bl., 111 S.; 5 Bl., 94 S.; 20 Bl., 671 S. 17 x 10,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (fleckig und berieben, oberes Kapital lädiert; ohne Schließen). Lyon, Johannes und Franciscus Vrellonius, 1544.
Lyoneser Druck der drei Schriften zum Kölner Konzil von 1536, die Teile II (Reformatio cleri Germaniae) und III (Enchiridion Christianae) jeweils mit eigenem Titelblatt. Exemplar mit Geschenkwidmung des Juristen und Dichters Joachim Mynsinger von Frundeck (1514-1588) an seinen Freund Joachim Schiller von Herdern (1506-1555), mit entsprechendem Geschenkvermerk auf dem Titel ("Mynsingerus hunc librum dono dat Schillero, suo usque ad aras fratri") sowie eigenhändigem 18zeiligen lateinischen Widmungspoem auf dem fl. Vorsatz. Mynsinger war lange Zeit Kanzler des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel und gilt als Begründer der für die Systematisierung des frühneuzeitlichen Rechts bedeutsamen sogenannten kameralistischen Jurisprudenz, eine Gesamtausgabe seiner neulateinischen Gedichte erschien 1585. Sein enger Freund Joachim Schiller von Herdern (1506-1555) wirkte als Arzt und Apotheker in Freiburg. Im Jahr 1542 verkaufte er den im Familienbesitz befindlichen Weiherhof, den ehemaligen Verwaltungssitz des zu Freiburg gehörenden Dorfes Herdern, an Mynsinger. – Etwas fleckig, Titel von Teil III mit sehr kleinem Eckabriss, Titel auch mit Besitzeintrag von 1648.

Lot 1065, Auction  128, Caoursin, Guillaume, Historia von Rhodis. Wie ritterlich sie sich gehalten mit dem Tyrannischen keiser Machomet

Caoursin, Guillaume
Historia von Rhodis. Wie ritterlich sie sich gehalten mit dem Tyrannischen keiser Machomet
Los 1065

Schätzung
8.000€ (US$ 9,195)

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Reich illustrierter, sehr seltener Türkendruck
Caoursin, Guillaume. Historia von Rhodis. Wie ritterlich sie sich gehalten mit dem Tyrannischen keiser Machomet uß Türckyen lustig und lieplich zu lesen. (Deutsch von Johannes Adelphus Mülich). 68 nn. Bl. Mit großem Titelholzschnitt und 35 Textholzschnitten sowie Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 29 x 21,5 cm. Moderner flexibler Pergamentband aus einem alten Manuskriptblatt. Straßburg, Martin Flach, 1513.
VD16 C 790 (nur neun Exemplare). Adams C 574. Muller 105, 39. Panzer, DA 759. Göllner 59 – Sehr seltene erste deutsche Ausgabe, erstmals 1496 in Ulm bei Reger unter dem Titel "Obsidionis Rhodie urbis descriptio" in lateinischer Sprache erschienen (GW 6003). Das Werk besteht aus einer Zusammenstellung verschiedener, inhaltlich zusammenhängender Texte zur Geschichte von Rhodos und beginnt mit dem Augenzeugenbericht der Belagerung von Rhodos durch die Osmanen unter Mehmet II. 1480 durch Guillaume Caoursin, Vizekanzler des Johanniterordens.
Weitere Texte behandeln u.a. das Erdbeben von 1481, den Tod Mehmets II., ebenfalls 1481, oder die Flucht Cems, des Bruders des Sultans Bayezid, im Jahr 1482 nach Rhodos und seine Verbringung nach Frankreich in Gefangenschaft. Die Holzschnitte der vorliegenden Straßburger Ausgabe sind freie Nachschnitte der Ulmer Holzschnitte von 1496 in einfacherer, zum Teil etwas groberer, wiewohl sehr ausdrucksstarker Ausführung. Die Beschreibung der Belagerung allein erschien schon seit 1480 in mehreren Ausgaben in lateinischer Sprache.
"Der Besitzer nennt sich in der Zueignungsschrift Johannem Adelphum Argentinensem Physicum. Er war in Mühlungen bei Straßburg geboren. er nennt sich daher auch in der Übersetzung des Marsil. Ficin. Johannen Adelphum Mülich" (Göllner). – Durchgehend leicht gebräunt, teils etwas fleckig. Einzelne kleine Randläsuren, zwei kleine Eckabrisse. Blatt C4 mit Riss entlang des Satzspiegels. Unterrand mit leichter Knickspur. Heftung unter teilweiser Restaurierung der Fälze erneuert. Die Holzschnitte nahezu durchgängig in bemerkenswert gutem, kontrastreichem und gratigem Druck. In nur wenigen deutschen Bibliotheken nachweisbar, im Handel seit Jahrzehnten kein weiteres Exemplar nachweisbar.

Lot 1066, Auction  128, Carion, Johannes, Chronica conversa ex Germanico in Latinum

Carion, Johannes
Chronica conversa ex Germanico in Latinum
Los 1066

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Carion, Johannes. Chronica conversa ex Germanico in Latinum a doctissimo viro Hermanno Bono, et ab autore diligenter recognita. 166 num., 6 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 14,5 x 9 cm. Geprägtes Leder des 20. Jahrhunderts im Stil d. Z. Antwerpen, J. Steelsius, 1537.
IA 132.262. Vgl. Adams C 705. NDB III, 138ff. – Einer von zwei Drucken im Jahr der ersten lateinischen Ausgabe. In sämtlichen Händler- und Auktions-Katalogen wird die von Melanchthon überarbeitete Ausgabe von 1532 als die erste lateinische Ausgabe vermerkt, jedoch ist diese nach Karl Hertfelder (XII, 201) und dem STC (183) in deutscher Sprache erschienen. "Neben der Anfertigung von astrologischen Kalendern (Practica, Nürnberg 1531 folgende) und allgemeinen Voraussagen wirkte er vor allem als ständiger Berater des Kurfürsten und seit 1527 auch Herzog Albrechts von Preußen, die den gewandten und weltkundigen Mann auch zu diplomatischen Missionen verwendeten, so unter anderem bei der Eheanbahnung zwischen Joachim II. und Hedwig von Polen. Weiter bekannt wurde C. durch eine knappe deutsche Weltchronik, die Melanchthon überarbeitete" (NDB). – Titel und Folgeblatt verso am Rand hinterlegt. Anfangs mit zahlreichen Annotationen und 2 Blätter tintenfleckig.

Lot 1067, Auction  128, Chytraeus, David, Chronologia historiae Herodoti et Thucydidis

Chytraeus, David
Chronologia historiae Herodoti et Thucydidis
Los 1067

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Chytraeus, David. Chronologia historiae Herodoti et Thucydidis. 8 nn., 576 num., 32 nn., 2 w. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 15,5 x 9,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit 2 intakten Messingschließen. Rostock, Jacob Lucius, 1573.
VD16 C 2565. – Rostocker Druck der Schrift des bedeutenden Spätreformators David Chyträus (1530-1600), der viele Jahre als Rektor der Universität Rostock wirkte. – Schwach gebräunt, mit einigen Unterstreichungen und Annotationen. Innenspiegel mit montiertem Exlibris sowie alten Einträgen. Wohlerhaltenes Exemplar in einem vermutlich von dem Hallenser Renaissance-Buchbinder Georg Rumler gefertigten Einband. Die vordere Mittelplatte zeigt ein Portrait von Kurfürst August von Sachsen, der Rückdeckel mit einer Darstellung des sächsischen Wappens (vgl. Haebler, Festschrift Tafel IX, 6 und den Beitrag von Fritz Juntke über Georg Rumler, Seite 201ff.).

Lot 1068, Auction  128, Cicero, Marcus Tullius, Opera

Cicero, Marcus Tullius
Opera
Los 1068

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Cicero, Marcus Tullius. Opera. Teile III und IV (von 4). 566 S., 1 w. Bl.; 627 S. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. 39 x 25 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (fleckig und berieben, vorderes Gelenk unten leicht angeplatzt, ohne die Messingschließen) mit hs. RTitel. Paris, Jakob de Puis, 1565 (Kolophon: Floricus Praevotius 1566).
Adams C 1656. Schweiger 104. – Erste Ausgabe der von dem Pariser Gelehrten Dionysius Lambinus (1520-1572) edierten Werke Ciceros, seinerzeit hoch geschätzte Ausgabe und hervorragend gedruckt im großzügigen Folioformat. "Neue treffliche Recension. Lambin brach in der Critik des Cicero eine neue Bahn. Sein grosses Verdienst um Cicero ist lange verkannt. Man hat mit Unrecht daran gezweifelt, dass Lambin wirklich Handschriften gehabt habe" (Schweiger). Die vorliegenden Teile III und IV der vierbändigen Ausgabe enthalten die Briefe und seine philosophischen Schriften. – Schwach braunfleckig, sonst wohlerhalten. Der zeitgenössische Einband mit den Eignerinitialen "IRC" und dem Bindejahr "1570" sowie später aufgebrachtem Goldstempel mit dem Eignerbuchstaben "F" mit Ährenkranz.

Lot 1069, Auction  128, Cicero, Marcus Tullius, Opera omnia quae extant a Dionys. Lambino emendata

Cicero, Marcus Tullius
Opera omnia quae extant a Dionys. Lambino emendata
Los 1069

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Cicero, Marcus Tullius. Opera omnia quae extant, a Dionys. Lambino Monstroliensi ex codicibus manuscriptis emendata. Eiusdem Dionysii Lambini annotationes, seu emendationum rationes. 4 Bände. Mit 4 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. 38,5 x 23,5 cm. Pergament d. Z. (gering fleckig und berieben, Rücken etwas wurmstichig und tels lädiert, Deckel teils schwach geworfen) mit je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. (Lyon), Jeremias de Planches, 1584.
Schweiger II, 105. – Lyoneser Folio-Nachdruck der Edition von Dioynsios Lambinus, mit Beifügung der Anmerkungen von Fulvius Ursinus. – Stärker gebräunt und braunfleckig, Titelblätter alt gestempelt und mit altem Besitzeintrag, erste Lagen in Band I gelöst und im Bug etwas lädiert, einige Lagen in Band II mit Wurmspur.

Lot 1070, Auction  128, Cicero, Marcus Tullius, Opera rhetorica: oratoria et forensia premisso indice

Cicero, Marcus Tullius
Opera rhetorica: oratoria et forensia premisso indice
Los 1070

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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Cicero, Marcus Tullius. Opera rhetorica: oratoria et forensia premisso indice. Addita per Leonardum Aretinum, Aeschinis accusatio et Demosthenis defensio. 4 nn., CXXXVIII num. Bl. Titel in Rot und Schwarz. [Und:]. Derselbe. Orationes premisso indice et de petitione consulatus. 6 nn., CCLXII num. Bl. Mit 2 wiederholten breiten und figürlichen Holzschnitt-Titelbordüren mit Holzschnitt-Druckermarke und einigen großen Holzschnitt-Initialen. 33 x 21 cm. Goldgeprägter Kalbslederband d. Z. (berieben und bestoßen, mit Schabspuren). (Paris), Johannes Parvus und Jodocus Badius, 10.XII.1511.
IA. 137.362. IA 137.363. Brunet II, 6. Nicht bei Adams und im STC. – Die Bände I und II der vierbändigen zweiten Gesamtausgabe von Ciceros Schriften. Hervorragender Pariser Druck, die Titelblätter mit der schönen Druckermarke von Badius mit der Darstellung einer Druckerpresse. – Titel von Teil I gestempelt und leicht wurmstichig, mit tieferem Blattriss, vertikaler Quetschfalte, mehreren teils gestrichenen Sepiaeinträgen sowie ankolorierter Bordüre. Anfangs etwas wurmstichig, Titel und Vorstücke mit kleinem Loch im Satzspiegel. Insgesamt vereinzelte geringe Flecken, stellenweise mit verblasstem Wasserrand sowie mit wenigen alten Annotationen, sonst wohlerhalten. Fl. Vorsatz mit Quetschfalte und längerem hs. Eintrag. Schöne und typographisch ansprechende Klassikerausgabe.

Lot 1071, Auction  128, Cicero, Marcus Tullius, Orationum volumen I. Ex Dionys. Lambini emendatione

Cicero, Marcus Tullius
Orationum volumen I. Ex Dionys. Lambini emendatione
Los 1071

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Cicero, Marcus Tullius. Orationum volumen I. Ex Dionys. Lambini emendatione. 1 Bl., S. 863-1542. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 17 x 11 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (stärker fleckig und berieben) mit Wappendarstellung in den Mittelplatten. (Genf), Santandrea, 1580.
Vgl. Ebert 4262. – Band I der Genfer Ausgabe der Reden Ciceros in der zuerst 1566 erschienenen Edition des französischen Humanisten Dionysius Lambinus (1520-1572). – Titel verso mit verblasstem Stempel, einige Lagen etwas feuchtrandig. Exemplar in einem dekorativen zeitgenössischen Einband.

Lot 1072, Auction  128, Cicero, Marcus Tullius, Orationum volumen primum

Cicero, Marcus Tullius
Orationum volumen primum
Los 1072

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Cicero, Marcus Tullius. Orationum volumen primum. 8 nn., 303 num, 1 w. Bl. Mit figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre und einigen Holzschnitt-Initialen. 16,5 x 10,5 cm. Leder d. 17. Jahrhunderts (etwas stärker berieben) mit RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Paris, Simon Colinaeus, 1532.
Nicht bei Adams und im STC. – Zweiter Druck der zuerst ebenda 1525 erschienenen Pariser Ausgabe von Ciceros gesammelten Reden, hier allerdings nur der erste von zwei erschienenen Teilen. Im handlichen Taschenformat nach dem Vorbild der Aldinen hergestellte Klassikerausgabe, gedruckt in einer eleganten Antiqua nach italienischem Vorbild. Simon de Colines (geb. um 1546) war Mitarbeiter von Henri Estienne d. Ä. (geb. 1470) und übernahm nach dessen Tod 1520 seine Offizin. – Titel mit gelöschtem Stempel sowie hs. Einträgen in roter Tinte, die Bordüre sowie die Autoren- und Titelzeile ankoloriert, im weißen Rand mit kleinem Loch. Nur vereinzelte Flecken. Wohlerhaltenes Exemplar des herrlich akkuraten Drucks.

Lot 1073, Auction  128, Clemens von Alexandria, Omnia, quae quidem extant opera

Clemens von Alexandria
Omnia, quae quidem extant opera
Los 1073

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Clemens von Alexandria. Omnia, quae quidem extant opera. Nunc denuo accuratius excusa, Gentiano Herveto Aureliona interprete. Addita sunt in fine scholia, obscuriora quaedam loca illustrantia, cum duplice indice. 4 Bl., 242 (recte: 252) S., 27 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 34 x 23 cm. Etwas späterer Pappband (etwas fleckig und berieben, mit hs. RSchild). Paris, Michel Sonnius, 1572.
Adams C 2109. – Pariser Druck der zuerst 1551 erschienenen lateinischen Übersetzung durch Gentian Hervet (1499-1584). Enthält neben dem Liber adhortatorius adversus gentes Clemens' Hauptwerk Stromateis, in welchem er die grundsätzliche Vereinbarkeit von griechischer Philosophie und christlichem Glauben und die epistemologische Überlegenheit des letzteren zu belegen versucht, sowie als drittes die Schrift Paidagogós, in der er die Vorstellung einer göttlichen Pädagogik entwickelt. Der frühchristliche Philosoph und Kirchenschriftsteller Clemens von Alexandria (um 150-215) leistete in seinen Schriften einen wichtigen Beitrag zur Rezeption der platonischen Philosophie in der christlichen Glaubenslehre. Die schöne Druckermarke von Michel Sonnius zeigt eine Schlange über einem lodernden Feuer, gehalten von einem Wolkenarm, als Symbol für göttlichen Schutz. – Etwas braunfleckig, die ersten zwei Blatt vom Index mit kleinem Loch im Satzspiegel (minimaler Buchstabenverlust). Insgesamt woherhaltenes Exemplar des zweispaltigen Drucks.

Lot 1074, Auction  128, Diogenes Laertius, De philosophorum vita decem

Diogenes Laertius
De philosophorum vita decem
Los 1074

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Diogenes Laertius. De philosophorum vita decem per quam secundi libri ad bene beateque vivendum commotivi. 8 nn., CXXXVII num. Bl. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke und blattgroßem Textholzschnitt auf dem Titel verso. 20,5 x 14 cm. Moderner marmorierter Halbpergamentband. Paris, Jean Petit und G. Marchant, (um 1507-1509).
IA 153.795. STC 135. Moreau 317, 68. – Erste Ausgabe der Philosophenviten des Diogenes bei Jean Petit. In der Übertragung von A. Traversarius und der Textbearbeitung von B. Brognolo. Der schöne Holzschnitt auf dem Titel verso zeigt einen Mönch in seiner Studierstube. – Es fehl das nicht paginierte Schlussblatt mit der zweiten Druckermarke von Marchant. Titel mit kleiner Ziffernsignatur, die Titelzeile in Sepia unterstrichen. Am Schluss mit Braunfleck im Bug, das Schlussblatt mit kleinem Loch im Satzspiegel (geringer Textverlust). Vorderes Innengelenk nach den Vorstücken unfachmännisch mit Leinenstreifen verstärkt. Sonst wohlerhalten.

Lot 1075, Auction  128, Dionysius der Kartäuser, Liber utilissimus, de quatuor hominis novißimis

Dionysius der Kartäuser
Liber utilissimus, de quatuor hominis novißimis
Los 1075

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Dionysius der Kartäuser. Liber utilissimus, de quatuor hominis novißimis, nempe I. Morte. II. Iudicio. III. Inferni pœnis. IIII. Gaudiis cœli. Eiusdem item, colloquium de particulari iudicio animarum. 8 nn., 180 num. Bl. 15,5 x 10 cm. Pergament d. Z. (mit hs. RTitel; Remboitage). Paris, Jean Roigny, 1543.
Nicht im STC 265. – Früher Pariser Druck der "viel gelesene(n) und oft aufgelegte(n) Schrift" des spätmittelalterlichen belgischen Mystikers Dionysius Carthusianus (Wetzer-W. III, 1808), dessen knapp 200 visionäre Schriften und sein asketischer Lebensstil ihm den furchteinflössenden Beinamen Doctor Ecstaticus einbrachten. – Titel gestempelt. Ohne fl. Vorsätze, Innengelenke unfachmännisch überklebt.

Lot 1076, Auction  128, Dioscorides, Pedanius, De medica materia libri sex

Dioscorides, Pedanius
De medica materia libri sex
Los 1076

Schätzung
2.200€ (US$ 2,529)

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Dioscorides, Pedanius. De medica materia libri sex. 15 Bl., 543 S., 69 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 12 x 7,5 cm. Rötliches Leder des 18. Jahrhunderts (etwas berieben, bestoßen und Kapitale mit kleinen Einrissen) mit goldgeprägtem RTitel, goldgeprägten Deckelfileten und dreiseitigem Goldschnitt. Lyon, Colonien, 1546.
Seltene Reiseausgabe von Jean Ruels (1474-1537) lateinischer Übersetzung von Dioskurides’ Standardwerk zur Pharmakologie. Dioskurides (ca. 40-90 n. Chr.), ein Grieche im Dienste des Römischen Reiches, trug alles zusammen, was damals über die medizinische Verwendung von Pflanzen, Tieren und Mineralien bekannt war, und ergänzte dies durch Erkenntnisse aus eigener Erfahrung, die er als Begleiter der römischen Armee in Spanien, im Nahen Osten, in Nordafrika und an anderen Orten gewonnen hatte, wo er viele persische, indische und andere exotische Heilmittel kennenlernte. – Innengelenke offen. Papierbedingt leicht gebräunt, Titel mit Wurmfraß, radiertem Stempel und hs. Besitzvermerk. Insgesamt leicht stock- und braunfleckig.

Druckermarken und Textholzschnitte
Konvolut von ca. 180 Textholzschnitten
Los 1077

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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Druckermarken und Textholzschnitte. Konvolut von ca. 180 Textholzschnitten unter Passepartout. 7,5 x 14,5 cm bis 13 x 10 cm (Darstellung). Um 1514-1578.
Verschiedene Textholzschnitte und Holzschnitt-Druckermarken auf einzelnen Blätter, die aus zahlreichen Werken des 16. Jahrhunderts stammen. Darunter Holzschnitte von Theodosium Rihel aus "Römische Historien", Jost Amann aus "Kriegsbuch" und Johannes Hartliebe aus "Hystori Eüsby". – Papierbedingt gebräunt, mit Randläsuren, etwas stock- und feuchtfleckig.

Du Pérac, Stefano
I vestigi dell' antichita di Roma
Los 1078

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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Du Pérac, Stefano. I vestigi dell' antichita di Roma raccolti et ritratti in perspettiva con ogni diligentia. Folge von 38 Kupfertafeln. 25,5 x 38 cm. Moderner Pergamentband mit 2 Schließbändern. Rom, Lorenzo della Vaccheria, 1575.
Erste Ausgabe der berühmten Romveduten des französischen Architekten, Malers, Gartenbaumeisters und Topographen Stefano Du Perac (1525-1604). "A key source for the state of the Roman monuments as they existed in the 16th century. It was reprinted in innumerable editions as late as 1773. The etchings of Du Perac represent as no other work does the lively renewal and interest in the monuments of classical antiquity which reached its climax in 16th century Rome" (Builders and Humanists. The renaissance Popes as patrons of the arts, University of St. Thomas, Houston, Texas, 1966, S. 308). – Etwas fingerfleckig, Tafel Nr. 4 mit größerem angestücktem Eckabriss (Bildverlust), durchgehend im Seitenrand etwas beschnitten.

Einbände
Blindgeprägter Schweinslederband mit Kurfürstenportraits in den Mittelplatten
Los 1079

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Einbände. - Blindgeprägter Schweinslederband mit Kurfürstenportraits in den Mittelplatten. Deutschland um 1580.
Typischer Schweinslederband des späten 16. Jahrhunderts mit reicher ornamentaler Blindprägung. Die Mittelplatten der beiden Deckel zeigen jeweils ein Medaillonportrait, auf dem Vorderdeckel von Kurfürst August von Sachsen (1526-1586) und auf dem Rückdeckel von Markgraf Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) - Inhalt: Lateinische Ausgabe der Briefe Ciceros, ohne Titelblatt. 311 S. und ca. 120 Bl. – Etwas fleckig und berieben, Ecken bestoßen.

Lot 1080, Auction  128, Eisengrein, Martin, Warer und in Gottes wort gegründter Bericht

Eisengrein, Martin
Warer und in Gottes wort gegründter Bericht
Los 1080

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Eisengrein, Martin. Warer und in Gottes wort gegründter Bericht. Von dem ampt eines getrewen recht Evangelischen und Catholischen Hirten und Seelsorgers [und:] Ein Catholische predigt ob ein Christ anderst nichts, als das im alten oder newen Testament außtruckenlich geschriben, zuglauben schuldig sey. 2 Bl., XX num. Bl; 4 Bl., XX num. Bl. Titel in Schwarz und Rot sowie in Rot und Schwarz. 19,5 x 13,5 cm. Modernes Leinen. Ingolstadt, Alexander und Samuel Weissenhorn, 1565-1566.
VD16 E 830. VD16 E 802. – Erste Ausgaben der Predigten von Martin Eisengrein (1535-1578), der Priester, Kontroverstheologe und Hochschullehrer war. – Braun-, finger- und feuchtfleckig. Mit Randläsuren und kleinen Knickspuren.

Lot 1081, Auction  128, Erasmus von Rotterdam, Desiderius, Adagiorum chiliades

Erasmus von Rotterdam, Desiderius
Adagiorum chiliades
Los 1081

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Adagiorum chiliades quator cum dimidia ex postrema autoris recognitione. 48 nn. Bl., 1071 S. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 30,5 x 19,5 cm. Kalbsleder d. Z. (stärker berieben, beschabt und bestoßen, Rücken teils defekt). Basel, Froben und Episcopus, 1551.
VD16 E 1947. Bezzel 88. Van der Haeghen I, 5. – Die berühmte Sprichwörtersammlung wurde seit 1539 bei Froben und Episcopus kollationsgleich gedruckt. Die vorliegende Ausgabe enthält jedoch erstmals einen wertvollen vierten Index mit den Quellen der über 4000 Sprichwörter. – Titel mit Quetschfalten und zur Hälfte gelöst, das letzte Blatt der Vorstücke im Seitenrand hinterlegt. Die ersten ca. 150 Seiten mit Feuchtigkeitsfleck im unteren Bug, dort auch mit Wurmspuren. Exemplar aus der historischen Schulbibliothek des Stiftischen Gymnasiums Düren, mit entsprechendem Schenkungseintrag aus dem Jahr 1754 auf dem Vorsatz sowie Besitzeintrag in Tinte auf dem Titel und dem Schlussblatt. Ferner mit großem Wappenkupfer.

Lot 1082, Auction  128, Erasmus von Rotterdam, Desiderius, Epistolae ad diversos

Erasmus von Rotterdam, Desiderius
Epistolae ad diversos
Los 1082

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Epistolae ad diversos, & aliquot aliorum ad illu(m), per amicos eruditos, ex ingentibus fasciculis schedarum collectæ. 12 S., 668 (recte 670) S., 1 Bl. (ohne die beiden Blatt Errata). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel und am Schluss und ganzseitiger architektonischer Holzschnitt-Titeleinfassung, 2 verschiedenen vierteiligen Holzschnitt-Bordürenrahmen, einer Kopfleiste und zahlreichen Schmuckinitialen. 28,5 x 20 cm. Etwas späterer Kalbslederband (berieben, Rücken etwas lädiert, vorderes Gelenk angeplatzt) mit RVergoldung. Basel, Johannes Froben, 1521.
VD 16 E 2925. STC 276. Adams E 852. Hieronymus 1984, 149 (Anm.). KNLL 5, 239 (nennt diese Ausgabe). Lüthi, 50a. Van der Haeghen I, 99. Vgl. Graesse II, 496. – Erste Ausgabe der gesammelten Briefe des Erasmus, 171 davon liegen im Erstdruck vor. Mit einem Vorwort an Beatus Rhenanus. "Es waren Vorbilder eines ausgezeichneten Stils, geschmackvollen Lateins, geistreichen Ausdrucks und eleganter Gelehrsamkeit“ (Huizinga 111). Inhaltlich spiegelt die Sammlung die Auseinandersetzung mit Luther als einen "der kontroversen Höhepunkte in Erasmus' Briefen" ebenso wider wie die mit Ulrich von Hutten; "aus dem englischen Humanistenkreis ragt neben John Colet Thomas Morus heraus" (ebenda); weitere bedeutende Korrespondenzpartner sind etwa Beatus Rhenanus, Ulrich Zasius, Johann Eck, Guillaume Budé, Jean Grolier, Georg Spalatin, Hermann von dem Busche und Konrad Peutinger. Wichtig ist die Ausgabe auch, weil Erasmus später redaktionelle Eingriffe an den Texten vornahm. – Es fehlen die zwei Erratablatt. Titel gestempelt, mit kleinem Blattausschnitt, einigen Sepiaeinträgen sowie kleinerem Braunfleck in der Bordüre. Anfangs mit verblasstem Feuchtigkeitsrand, stellenweise mit Unterstreichungen, fl. Vorsatz lose. Insgesamt nur vereinzelt fleckig. Mit zwei Exlibris.

Lot 1083, Auction  128, Erythraeus, Valentin, Diagrammata + Schematismoi tes dialetikes

Erythraeus, Valentin
Diagrammata + Schematismoi tes dialetikes
Los 1083

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Erythraeus, Valentin. Diagrammata (graece), hoc est, Tabulae tertij, & quarti libri partitionum dialecticarum Ioannis Sturmii, correctae, et alicubi auctae. 4 Bl., 86 S. Mit Holzschnitt-Titelbordüre mit kleiner Wappendarstellung. 31,5 x 20 cm. Marmorierter Halbpergamentband des 17. Jahrhunderts (stärker fleckig und berieben) mit goldgeprägtem Eignerbuchstaben "F" mit der Jahreszahl 1689 auf dem Vorder- und Wappensupralibros auf dem Rückdeckel. Straßburg, Christian Mylius d. Ä., 1565.
VD16 E 3894. – Zweiter Druck der zuerst 1555 ebenda erschienenen didaktischen Schrift. Der Philologe Valentin Erythräus (1521-1576) studierte in Wittenberg, wo er Schüler Luthers und Melanchthons war, bevor ihn der Humanist Johannes Sturm 1546 nach Straßburg rief, wo er für knapp 30 Jahre als Professor für Rhetorik an der Universität lehrte und mehrere Schriften didaktischen Überblickscharakters zu den Lehrbüchern Melanchthons und Sturms verfasste. Enthält die drei Abhandlungen: I. De Logices altera parte. - II. De Sophistarum reprehensionibus. - III. De Collocatione Dialectica. – Titel mit kleiner restaurierter Fehlstelle im unteren Bug, Blatt B1 mit bräunlichem Tintenwischer. Schönes und wohlerhaltenes Exemplar. – Beigebunden: Derselbe. Schematismoi tes dialetikes (graece), hoc est, Tabulae, in quatuor libros dialecticarum partitionum Ionnis Sturmii, ab authore correctae. 4 Bl., 154 S., 2 Bl. (l. w.). Ebenda 1561. - VD16 E 3906. - Zweiter Druck der zuerst 1551 ebenda erschienenen didaktischen Schrift. - Schönes und wohlerhaltenes Exemplar.

Lot 1084, Auction  128, Eusebius Caesariensis, Ecclesiasticae historiae autores

Eusebius Caesariensis
Ecclesiasticae historiae autores
Los 1084

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Eusebius Caesariensis u. a. Ecclesiasticae historiae autores. 6 Bl. (das fünfte weiß), 806 S., 1 w. Bl., 34 Bl. (Index). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 32 x 22 cm. Kalbslederband um 1700 (berieben, vorderes Gelenk geplatzt, Ecken bestoßen) mit reicher RVergoldung, goldgeprägtem RSchild und Wappensupralibros auf den Deckeln. Basel, (Hieronymus Froben d. Ä. und Nikolaus Episcopius d. Ä.), 1549.
VD 16 E 427. Adams E 1095. Hieronymus, GG 414. – Schöner Froben-Druck des wichtigen theologischen Sammelwerks. Mit überwiegend neuen Übersetzungen wichtiger Quellentexte zur frühen Kirchengeschichte durch den reformierten Theologen Wolfgang Musculus sowie mit bedeutenden zusätzlichen Texten (vgl. ausführlich dazu Hieronymus). Enthält neben der Kirchengeschichte des Eusebius von Caesarea auch dessen Vita Constantini sowie Texte weiterer Autoren der Spätantike, darunter Rufinus, Sokrates Scholastikos, Sozomenos und Theodoretos. Exemplar aus der Bibliothek des Erzbischofs von Rouen, Jacques-Nicolas Colbert (1655-1707). Nach dem Tode seines älteren Bruders erbte Colbert 1690 die berühmte von Etienne Baluze betreute Bibliothek seines Vaters (Biblioteca Colbertina), die nach ihm an seinen Neffen Charles-Léonor Colbert (1689-1747) überging. Mit Jacques-Nicolas Colberts Wappensupralibros auf beiden Deckeln sowie dem hs. Vermerk auf dem Titel "Bibliotheca Colbertina" mit entsprechender Signatur, datiert 1728. – Anfangs mit Wurmspur im oberen Bug, sonst nur vereinzelte schwache Flecken. Insgesamt sauber und wohlerhalten.

Lot 1085, Auction  128, Eusebius Caesariensis, Ecclesiasticae historiae autores

Eusebius Caesariensis
Ecclesiasticae historiae autores
Los 1085

Schätzung
300€ (US$ 345)

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(Eusebius Caesariensis u. a.). Ecclesiasticae historiae autores. 4 Bl., 818 S., 15 (Bl. (Index). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 32 x 22 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (stärker fleckig und berieben, Gelenke geplatzt, VDeckel lose, mit Schabspuren, ohne die Messingschließen). Basel, (Hieronymus Froben d. Ä. und Nikolaus Episcopius d. Ä.), 1562.
VD16 E 4281. Hieronymus, GG 414. – Späterer Froben-Druck des wichtigen theologischen Sammelwerks. Mit überwiegend neuen Übersetzungen wichtiger Quellentexte zur frühen Kirchengeschichte durch den reformierten Theologen Wolfgang Musculus sowie mit bedeutenden zusätzlichen Texten (vgl. ausführlich dazu Hieronymus). Enthält neben der Kirchengeschichte des Eusebius von Caesarea auch dessen Vita Constantini sowie Texte weiterer Autoren der Spätantike, darunter Rufinus, Sokrates Scholastikos, Sozomenos und Theodoretos. – Erste Lage lose, Titel verso mit durchschlagendem hs. Eintrag und deutlichen Leimspuren einer alten entfernten Tektierung, letzte Lage im oberen Bug gelöst. Etwas fleckig und mit alten Unterstreichungen, stellenweise mit kleinen Feuchtigkeitsrändern.

Lot 1086, Auction  128, Fernel, Jean, Universa Medicina. Tribus et viginti libris absoluta

Fernel, Jean
Universa Medicina. Tribus et viginti libris absoluta
Los 1086

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Fernel, Jean. Universa Medicina. Tribus et viginti libris absoluta. 2 Teile in 1 Band. 7 Bl., 557 S.; 1 Bl., 136 S., 38 Bl., 1 l. w. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und mehreren Holzschnitt-Initialien. 34 x 23 cm. Leder d. Z. (berieben, bestoßen, fleckig) mit RVergoldung und goldgeprägtem DVerzierung. Paris, A. Wechel, 1567.
Adams F256. Vgl. STC 163 – Wohl erste Ausgabe (laut Adams). Jean Fernel (1497-1558) war der Leibarzt von Heinrich II. und Katharina de Medici. Er führte den Begriff "Physiologie" ein und beschrieb erstmals das Rückenmark. – Mit Besitzvermerk d. Z. auf dem Titel. finger- und braunfleckig, knickspurig, mit kleinen Wurmgängen und Randläsuren.

Lot 1087, Auction  128, Frischlin, Nicodemus, Operum poeticorum

Frischlin, Nicodemus
Operum poeticorum
Los 1087

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Frischlin, Nicodemus. Operum poeticorum Nicodemi Frischlini.. Pars scenica in qua sunst comoediae 6: Rebecca, Susanna, Hildegar [dis magna] Julius redivus, Priscianus vapul ans, Helvetiogerm ani: tragoediae 2: Venus, Dido. Mit 3 Holzschnitt-Porträts auf den Titeln. 16 x 9,5 cm. Leder d. Z. (berieben und bestoßen, Gelenke offen und mit kleinen Wurmlöchern) mit goldgeprägtem RSchild. Straßburg, Bernhard Jobin, 1585.
VD 16 F 2904. Goedeke II, 140, 42. – Seltene Ausgabe der dramatischen Werke Frischlins, die gegenüber früheren Drucken um die "Helvetiogermani" vermehrt ist. Enthält außerdem: Elegia de bello helvetico, de bello germanico, in ebrietatem, Epistolae duae. – Vorsätze leimschattig, Innengelenke teils offen und mit Wurmlöchern. Titel mit hs. Besitzvermerk insgesamt leicht feuhtrandig, fleckig und knickspurig.

Lot 1088, Auction  128, Gnapheus, Wilhelm, Acolastus

Gnapheus, Wilhelm
Acolastus
Los 1088

Schätzung
350€ (US$ 402)

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Gnapheus, Wilhelm. Acolastus. De filio prodigo comoedia inscripta. 39 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 15 x 9,5 cm. Neuerer Pergamentband unter Verwendung eines zeitgenössischen Handschriftenblatts. Köln, Martin Gymnich, 1546.
VD16 ZV 22126. – Vierter Kölner Druck bei Gymnich, der Erstdruck der lateinischen Schulkomödie Acolastus des niederländischen Humanisten Wilhelm Gnapheus (1493-1568) erschien 1529 in Antwerpen. Für die Entwicklung des humanistisch-bürgerlichen Theaterwesens grundlegenden Dramas, das weite Verbreitung fand und zu den erfolgreichsten Stücken des protestantischen Schultheaters zählt. "(Es) beeinflußte zahlreiche spätere 'Produgus'-Dramen, ja sogar das katholische Ordensdrama. Wie schon Burkhard Waldis griff Gnapheus auf die Geschichte vom verlorenen Sohn zurück, vermied aber konfessionelle Polemik. Ihm kam es formtechnisch darauf an, den christlich-moralischen Gehalt mit der Dramaturgie der antiken Komödie zur Deckung zu bringen. Vorbilder für Sprache, Handlungsmotive und Figuren (Schmarotzer, Hetäre) übernahm er von Terenz. Die pädagogische Zielsetzung wurde durch realistisches Szenenkolorit (z. B. Wirtshaustreiben) unterstrichen, mit dem die verschiedenen Sünden und Laster (Ungehorsam, Arbeitsscheu, Luxus, Sexus, Kartenspiel) als Gefährdung einer in der patriarchalischen Familie gegründeten Lebensordnung vorgeführt wurden" (Killy IV, 180f.). – Titel gebräunt, etwas fleckig und mit kleinen Randläsuren, anfangs mit verblasstem Feuchtigkeitsrand im Bug. Studienexemplar mit zahlreichen Annotationen und Interlinearglossen eines zeitgenössischen Lesers.

Lot 1089, Auction  128, Gorris, Jean de,  Poetae et medici antiquissimi clarissimique alexipharmaca

Gorris, Jean de
Poetae et medici antiquissimi clarissimique alexipharmaca
Los 1089

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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Gorris, Jean de. Poetae et medici antiquissimi clarissimique alexipharmaca. 70 num. Bl. 1 Bl. 16,5 x 10,5 cm. Pappband des 19. Jhr. (berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Paris, Vascosan, 1549.
Nicht im STC und Adams. – Interpretation von Jean de Gorris (1505-1577), einem französischen Arzt, zu "Alexipharmaka" von dem altgriechischen Mediziners Nikandros aus Kolophon. Diese ist einer der wenigen bis heute überlieferten Schriften des Gelehrten und ist einem Protagoras gewidmeter, Hexameter über mit dem Mund aufgenommene Gifte pflanzlicher, tierischer und mineralischer Herkunft sowie Krankheitsbild und Gegenmittel. – Papierbedingt gebräunt, feucht- und stockfleckig. Sehr selten im Handel.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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