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Lot 1085, Auction  128, Eusebius Caesariensis, Ecclesiasticae historiae autores

Eusebius Caesariensis
Ecclesiasticae historiae autores
Los 1085

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300€ (US$ 345)

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(Eusebius Caesariensis u. a.). Ecclesiasticae historiae autores. 4 Bl., 818 S., 15 (Bl. (Index). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 32 x 22 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (stärker fleckig und berieben, Gelenke geplatzt, VDeckel lose, mit Schabspuren, ohne die Messingschließen). Basel, (Hieronymus Froben d. Ä. und Nikolaus Episcopius d. Ä.), 1562.
VD16 E 4281. Hieronymus, GG 414. – Späterer Froben-Druck des wichtigen theologischen Sammelwerks. Mit überwiegend neuen Übersetzungen wichtiger Quellentexte zur frühen Kirchengeschichte durch den reformierten Theologen Wolfgang Musculus sowie mit bedeutenden zusätzlichen Texten (vgl. ausführlich dazu Hieronymus). Enthält neben der Kirchengeschichte des Eusebius von Caesarea auch dessen Vita Constantini sowie Texte weiterer Autoren der Spätantike, darunter Rufinus, Sokrates Scholastikos, Sozomenos und Theodoretos. – Erste Lage lose, Titel verso mit durchschlagendem hs. Eintrag und deutlichen Leimspuren einer alten entfernten Tektierung, letzte Lage im oberen Bug gelöst. Etwas fleckig und mit alten Unterstreichungen, stellenweise mit kleinen Feuchtigkeitsrändern.

Lot 1086, Auction  128, Fernel, Jean, Universa Medicina. Tribus et viginti libris absoluta

Fernel, Jean
Universa Medicina. Tribus et viginti libris absoluta
Los 1086

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Fernel, Jean. Universa Medicina. Tribus et viginti libris absoluta. 2 Teile in 1 Band. 7 Bl., 557 S.; 1 Bl., 136 S., 38 Bl., 1 l. w. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und mehreren Holzschnitt-Initialien. 34 x 23 cm. Leder d. Z. (berieben, bestoßen, fleckig) mit RVergoldung und goldgeprägtem DVerzierung. Paris, A. Wechel, 1567.
Adams F256. Vgl. STC 163 – Wohl erste Ausgabe (laut Adams). Jean Fernel (1497-1558) war der Leibarzt von Heinrich II. und Katharina de Medici. Er führte den Begriff "Physiologie" ein und beschrieb erstmals das Rückenmark. – Mit Besitzvermerk d. Z. auf dem Titel. finger- und braunfleckig, knickspurig, mit kleinen Wurmgängen und Randläsuren.

Lot 1087, Auction  128, Frischlin, Nicodemus, Operum poeticorum

Frischlin, Nicodemus
Operum poeticorum
Los 1087

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300€ (US$ 345)

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Frischlin, Nicodemus. Operum poeticorum Nicodemi Frischlini.. Pars scenica in qua sunst comoediae 6: Rebecca, Susanna, Hildegar [dis magna] Julius redivus, Priscianus vapul ans, Helvetiogerm ani: tragoediae 2: Venus, Dido. Mit 3 Holzschnitt-Porträts auf den Titeln. 16 x 9,5 cm. Leder d. Z. (berieben und bestoßen, Gelenke offen und mit kleinen Wurmlöchern) mit goldgeprägtem RSchild. Straßburg, Bernhard Jobin, 1585.
VD 16 F 2904. Goedeke II, 140, 42. – Seltene Ausgabe der dramatischen Werke Frischlins, die gegenüber früheren Drucken um die "Helvetiogermani" vermehrt ist. Enthält außerdem: Elegia de bello helvetico, de bello germanico, in ebrietatem, Epistolae duae. – Vorsätze leimschattig, Innengelenke teils offen und mit Wurmlöchern. Titel mit hs. Besitzvermerk insgesamt leicht feuhtrandig, fleckig und knickspurig.

Lot 1088, Auction  128, Gnapheus, Wilhelm, Acolastus

Gnapheus, Wilhelm
Acolastus
Los 1088

Schätzung
350€ (US$ 402)

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Gnapheus, Wilhelm. Acolastus. De filio prodigo comoedia inscripta. 39 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 15 x 9,5 cm. Neuerer Pergamentband unter Verwendung eines zeitgenössischen Handschriftenblatts. Köln, Martin Gymnich, 1546.
VD16 ZV 22126. – Vierter Kölner Druck bei Gymnich, der Erstdruck der lateinischen Schulkomödie Acolastus des niederländischen Humanisten Wilhelm Gnapheus (1493-1568) erschien 1529 in Antwerpen. Für die Entwicklung des humanistisch-bürgerlichen Theaterwesens grundlegenden Dramas, das weite Verbreitung fand und zu den erfolgreichsten Stücken des protestantischen Schultheaters zählt. "(Es) beeinflußte zahlreiche spätere 'Produgus'-Dramen, ja sogar das katholische Ordensdrama. Wie schon Burkhard Waldis griff Gnapheus auf die Geschichte vom verlorenen Sohn zurück, vermied aber konfessionelle Polemik. Ihm kam es formtechnisch darauf an, den christlich-moralischen Gehalt mit der Dramaturgie der antiken Komödie zur Deckung zu bringen. Vorbilder für Sprache, Handlungsmotive und Figuren (Schmarotzer, Hetäre) übernahm er von Terenz. Die pädagogische Zielsetzung wurde durch realistisches Szenenkolorit (z. B. Wirtshaustreiben) unterstrichen, mit dem die verschiedenen Sünden und Laster (Ungehorsam, Arbeitsscheu, Luxus, Sexus, Kartenspiel) als Gefährdung einer in der patriarchalischen Familie gegründeten Lebensordnung vorgeführt wurden" (Killy IV, 180f.). – Titel gebräunt, etwas fleckig und mit kleinen Randläsuren, anfangs mit verblasstem Feuchtigkeitsrand im Bug. Studienexemplar mit zahlreichen Annotationen und Interlinearglossen eines zeitgenössischen Lesers.

Lot 1089, Auction  128, Gorris, Jean de,  Poetae et medici antiquissimi clarissimique alexipharmaca

Gorris, Jean de
Poetae et medici antiquissimi clarissimique alexipharmaca
Los 1089

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3.000€ (US$ 3,448)

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Gorris, Jean de. Poetae et medici antiquissimi clarissimique alexipharmaca. 70 num. Bl. 1 Bl. 16,5 x 10,5 cm. Pappband des 19. Jhr. (berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Paris, Vascosan, 1549.
Nicht im STC und Adams. – Interpretation von Jean de Gorris (1505-1577), einem französischen Arzt, zu "Alexipharmaka" von dem altgriechischen Mediziners Nikandros aus Kolophon. Diese ist einer der wenigen bis heute überlieferten Schriften des Gelehrten und ist einem Protagoras gewidmeter, Hexameter über mit dem Mund aufgenommene Gifte pflanzlicher, tierischer und mineralischer Herkunft sowie Krankheitsbild und Gegenmittel. – Papierbedingt gebräunt, feucht- und stockfleckig. Sehr selten im Handel.

Guicciardini, Lodovico
Descrittione di tutti i Paesi Bassi
Los 1090

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30.000€ (US$ 34,483)

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Früheste und prächtigste Beschreibung der Niederlande in dem kolorierten Exemplar der Sammlung Schäfer
Guicciardini, Lodovico. Descrittione […] di tutti i Paesi Bassi, altrimenti detti Germania Inferiore. Con più carte di Geographia del paese, & col ritratto naturale di più terre principali. 10 Bl., 296 S., 10 Bl. Mit 14 ockergelb kolorierten arabesken Titelrahmen und zahlreichen figürlichen Schmuckinitialen in Holzschnitt, breiter kolorierter Holzschnitt-Titelbordüre und zwei weiteren kolorierten Holzschnitt-Bordüren derselben Ädikula mit Wappen- und Porträt-Holzschnitt, 4 doppelblattgroße, grenz- und flächenkolorierten Kupferstichkarten und 10 doppelseitigen Stadtansichten bzw. -planen in Holzschnitt sowie 2 doppelblattgroßen (1 gestochene, 1 in Holzschnitt) Gebäude-Ansichten, alles koloriert (und alles in Pag.). 32,5 x 22 cm. Halbleder des 19. Jahrhunderts (Kapitale und Gelenke brüchig, teils offen, stärker beschabt und bestoßen sowie berieben) mit goldgeprägtem RTitel und etwas Filetenvergoldung. Antwerpen, Willem Silvius, 1567.
Adams G 1540. STC 90. Graesse III, 178f. Brunet II, 806. Bagrow-Skelton 492 und 497. Cockx-Indestege 360. Funck 325. Scheepvaart Museum 86. Parent 290. Schottenloher, Bibliographie III, 31576ab. Belgica Typogr. 1360. Voet 1277 Anm. – Erste Ausgabe der berühmten Beschreibung der Niederlande von dem italienischen Handelsreisenden, Geographen, Kartographen, Politiker, Schriftsteller und bedeutenden europäischen Humanisten Lodovico Guicciardini (1521-1589), erschienen im selben Jahr wie eine folgende französische Ausgabe.

Die prächtigen, hier abwechslungsreich kolorierten drei wiederholten Ädikula-Bordüren zeigen hübsche Allegorien auf einer Säulenarchitektur mit manieristischem Gesprenge, sie umgeben den typographischen Titel mit einer hübsch kolorierten Vignette "Scrutamini" und auf den folgenden beiden Seiten mit dem Wappen links und rechts einem Porträtmedaillon Philipps II. von Spanien.
Die großen Karten und die zehn doppelseitigen Stadtansichten - mal als Vedute, mal aus der Vogelperspektive, teils aber auch als Grundrissplan stammen von dem Haager Kupferstecher und Kartographen Cornelis de Hooghe (1541-1583). Sie zeigen Amsterdam, Antwerpen, "Bolduch" ('s-Hertogenbosch), Brügge, Brüssel, Gent, Löwen, Lüttich, "Malines" (Mechelen), Utrecht, Ypern etc.
Die doppelblattgroße gestochene Tafel zeigt das Rathaus, den "Domus Senatoria Antverpien", der ebenso schön kolorierte große Holzschnitt "La bella & magnifica Chiesa di nostra Donna, ritratta al naturale", die Antwerpener
Liebfrauenkathedrale, ein Höhepunkt der Brabanter Gotik. – Titel mit radiertem und ausgestrichenen alten Besitzvermerk unten, etwas gebräunt, vereinzelt etwas stock- und braunfleckig, hier und da kleiner gedunkelter Farbdurchschlag (pflanzliches Grün), etwas stramm gebunden, nahezu ohne bemerkenswerte Papierläsuren, insgesamt ein grandios schönes, breitrandiges Exemplar in überzeugendem sehr nuancierten und minutiös aufgetragenem Altkolorit mit feiner partieller Eiweißlavierung, die den Städtedarstellungen (vor allem der Rotfarbe der Dächer, Wappen etc.) einen lebendigen Glanz verleiht.
Provenienz: Unleserlicher Besitzvermerk einer zeitgenössischen oder wenig späteren Hand, Sammlung Schäfer, Schweinfurt (Auktion Schäfer III, 1995, Los 106".

Lot 1091, Auction  128, Hannibaldus de Hannibaldis und Aquin, Thomas von, Secundum scriptum appellatum Super quatuor libros Sententiarum

Hannibaldus de Hannibaldis und Aquin, Thomas von
Secundum scriptum appellatum Super quatuor libros Sententiarum
Los 1091

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500€ (US$ 575)

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Hannibaldus de Hannibaldis und Thomas von Aquin. Secundum scriptum appellatum super quatuor libros Sententiarum, ad Hannibaldum Hannibaldensem. 72 Bl (Index), 616 S. Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel. 17,5 x 10,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben und bestoßen) mit abgefassten Kanten und 2 Messingschließen. Paris, G. Chaudiere, 1574.
STC 420 (unter Thomas von Aquin). Adams A, 1453. – Frühe französische Ausgabe aus der Offizin von G. Chaudiere hier mit den Kommentaren des Thomas von Aquin. – Vorsatz mit Exlibris. Titel am Innensteg unfachmännisch restauriert sowie mit hinterlegten Fehlstellen. Die ersten sieben Blätter teils lose, papierbedingt gebräunt, vereinzelt stockfleckig und letztes Blatt auf dem Nachsatz montiert.

Lot 1092, Auction  128, Hippocrates, Opera omnia quae extant in VIII sectiones ex Erotiani mente distributa

Hippocrates
Opera omnia quae extant in VIII sectiones ex Erotiani mente distributa
Los 1092

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Hippocrates. Opera omnia quae extant in VIII sectiones ex Erotiani mente distributa. Nunc recens latina interpretatione donata, ac dennuo separatim in lucem edita Anutio Foesio. 12 Bl., 1188 (recte: 1186) S., 38 (statt 39) Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 17 x 10 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (fleckig und berieben). Frankfurt, Erben Andreas Wechel, Claude de Marn und Johann Aubry, 1596.
VD16 H 3747. STC 406. Wellcome I, 3188. Durling 2326. – Lateinischer Druck der Werke des Hippocrates. Nach der im Vorjahr erschienenen und bis ins 19. Jahrhundert Maßstäbe in der Medizin setzenden griechisch-lateinischen Gesamtausgabe des französischen Humanisten Anutius Foes (1528-1595). "Neue Anordnung, Recension und Uebersetzung nach früheren Ausgaben und Handschriften; Text und Übersetzung sind die noch jetzt am meisten geschätzten, auch Foës' Anmerkungen sind zahlreich und werthvoll" (Choulant S. 22f., zur Ausgabe 1595). "Encore aujourd'hui la mieux renommé et ... un travail incontestablement supérieur à tous ceux qui l'ont précédée et qui l'ont suivi" (Graesse III, 281, ebenfalls zur Ausgabe 1595). – Es fehlt das Schlussblatt mit der wiederholten Druckermarke. Titel etwas stärker fleckig und mit ausradiertem Eintrag (das Papier dort sehr dünn), sonst nur gering fleckig. Die Mittelplatten des Einbands jeweils mit einer Darstellung der Salome mit dem abgetrennten Kopf von Johannes dem Täufer.

Lot 1093, Auction  128, Hus, Jan, Processus consistorialis martyrii Io. Huss

Hus, Jan
Processus consistorialis martyrii Io. Huss
Los 1093

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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Hus, Jan. Processus consistorialis martyrii Io. Huss, cum correspondentia legis gratiae, ad jus papisticum, in simoniacos et fornicatores papistas, et de victoria Christi. 21 Bl. Ohne das l. w. Blatt. Mit zahlreichen Textholzschnitten. 19 x 14 cm. Maroquin des 19. Jahrhunderts (minimal berieben) mit goldgeprägtem RTitel und goldgeprägten Innenkanten (Sig. L. Smeers Rel.). O. O. (Wittenberg), C. Tr. Magd, o. J. (1529).
Adams I, 566. Nicht im STC. – Wohl erste Ausgabe. Das Werk behandelt das Konsistorialverfahren bezüglich des Martyriums von Jan Hus, nebst einem Vergleich zwischen dem Gnadenrecht und dem päpstlichen Recht in Bezug auf simonistische und unzüchtige Papisten. – Das letzte weiße Blatt fehlt "e6". Papierbedingt leicht gebräunt, sonst gutes Exemplar. Mit besonders kräftigen Holzschnitten. Im hübschen und dekorativen Einband. Selten.

Lot 1094, Auction  128, Josephus, Flavius, Opera, quae ad nostram aetatem pervenerunt omnia

Josephus, Flavius
Opera, quae ad nostram aetatem pervenerunt omnia
Los 1094

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Josephus, Flavius. Opera, quae ad nostram aetatem pervenerunt omnia. Antehac in Latinum sermonem translata, & ad exemplum Graeci codicis accurate distincta. 879 S., 26 Bl. Mit kleiner Titelholzschnitt und Druckermarke am Schluß. 18,5 x 11,5 cm. Blindgeprägtes Pergament d. Z. (etwas fleckig, hs. RTitel). Frankfurt, W. Richter für J. Feyerabend, 1599.
VD16 J 968. – Spätere Auflage. – Der Titelholzschnitt ankoloriert. Fl. Vorsatz und Titel mit Besitzvermerken. Durchgehend etwas fleckig und leicht gebräunt.

Lot 1095, Auction  128, Junius, Hadrianus, Batavia

Junius, Hadrianus
Batavia
Los 1095

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Junius, Hadrianus. Batavia. In qua praeter gentis et insulae antiquitatem, originem, decora, mores, aliaque ad eam historiam pertinentia declaratur quae fuerit vetus Batavia. 10 Bl., 411 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 21 x 15 cm. Pergament d. Z. (VDeckel mit Hinterlegung, etwas fleckig). Leiden, Plantin für Raphelengius, 1588.
Adams J 442. STC 110. Bigmore-Wyman I, 379. – Erste Ausgabe. Posthum erschienenes Werk des niederländischen Humanisten und Historikers Hadrianus Junius (eigentlich Adriaen de Jonghe; 1511-1575). Das Werk gilt als wichtige Quelle für die Geschichte und Topographie der Niederlande. Zudem erregte Junius besonderes Aufsehen und Streit mit seiner Behauptung, dass das Haarlemer Kloster bereits 10 Jahre vor Gutenberg mit beweglichen Lettern Bücher druckte. – Etwas gebräunt und wasserfleckig.

Lot 1096, Auction  128, Krage, Tilemann, Von dem Bilde Gottes in den ersten Menschen (+ 2 Beibände)

Krage, Tilemann
Von dem Bilde Gottes in den ersten Menschen (+ 2 Beibände)
Los 1096

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Krage, Tilemann. Von dem Bilde Gottes in den ersten Menschen. Von der verstoerung und vernewerung des Bildes, und von den Zeychen und wercken der newgeboren kinder Gottes, Kurtze erklerung und bekendnisz, Mit einer klagrede an Deudschland. Mit einer vorrede Philippi Melanthons. 100 Bl. (letzet 2 Bl. w.). Titel in Rot und Schwarz. Mit Holzschnitt-Titelvignette. 18,5 x 13,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (stärker fleckig und berieben, Rückenbezug mit Fehlstellen, obere rechte Ecke beschabt, mit 4 Schließbändern). Wittenberg, o. Dr., 1550.
VD16 ZV 9187. – Lediglich in der Onlineversion des VD 16 verzeichnete deutsche Ausgabe der Schrift De imagine Dei in primis parentibus. Mit einer Vorrede von Philipp Melanchthon. Der aus dem Wendland stammende Theologe Tilemann Krage (um 1520-nach 1577) galt als "ein gelehrter und scharfsinniger, aber hitziger und unruhiger Mann, von höchst wechselnden Lebensschicksalen. 1546 Pastor in Kiel, 1547 abgedankt, nach längerem Aufenthalt in Wittenberg, Lübeck u. a. O. 1555 Superintendent in Hildesheim, aber auch hier 1557 wegen Streitigkeiten mit Collegen und Magistrat (über Gesetz und Evangelium, gute Werke, Abendmahl) wieder entlassen, hierauf eine Zeit lang Prediger in Northeim, wegen eines Streits mit Collegen abgesetzt, dann wieder auf braunschweigischen Pfarrstellen (in Molzen bei Uelzen), wo er die Concordienformel 1577 unterschreibt. Ort und Zeit seines Todes unbekannt. Er schrieb über das Ebenbild Gottes, seine Zerstörung und Erneuerung, über die Gegenwart Christi im Abendmahl, wahrhaftige Lehre vom Gesetz, Evangelio, Sacrament, neuem Leben etc." (ADB IV, 545). – Erste Lage lose, zweite Lage gelockert, anfangs und am Schluss etwas feuchtrandig. – Beigebunden: Georg III. von Anhalt-Plötzkau. Von dem hochwirdigen Sacrament des Leibs und Bluts unsers Herren Jhesu Christi, Drey Predigten. 8 Bl., 228 S., 2 Bl. (l. w.). Leipzig, Wolfgang Günther, 1551. - VD16 G 1332. - Erster Druck der drei Predigten des Fürsten von Anhalt-Plötzkau (1507-1553), der 1534 die Reformation in Anhalt-Dessau einführte. - Am Schluss etwas feuchtrandig. - Kaspar Aquila. Ein froeliche Trostpredig, fuer die sehr geengstigten gewissen, sie muetig und erquickt zu machen, aus dem Propheten Zephania etc. 20 Bl. (l. w.). Magdeburg, Michael Lotter, 1550. - VD16 A 261. - Zweiter von nur zwei erschienenen Druck der seltenen Flugschrift des aus Augsburg stammenden und in Saalfeld sowie Wittenberg wirkenden Lutheranhängers und Reformators Kaspar Aquila (1488-1560). Die AGB überliefert eine kuriose Anekdote während seiner Zeit als Erzieher der Söhne Franz von Sickingens auf der Ebersburg, wo er nur knapp dem Tod entkommen ist: "Aquila ging 1520 nach Wittenberg, wurde 1521 Magister und Lehrer der beiden Söhne Franz von Sickingens auf der Ebersburg. Hier kam er bei der Belagerung der Burg durch die Kurfürsten von Trier, Pfalz und Hessen in große Gefahr. Die Soldaten brachten dem Aquila die erste vom Feinde hereingeschossene Stückkugel, um sie zu taufen, weil sie den Glauben hatten, der Ort könne dann nicht erobert werden. Aquila wies das Ansinnen zurück, und da er sich auch durch Drohungen dazu nicht bewegen ließ, steckten sie ihn in einen mit Pulver gefüllten Feuermörser, um ihn über die Mauer hinauszuschießen. Zum Glück zündete das Pulver nicht, und man zog Aquila wieder heraus und ließ ihn laufen" (ADB I, 509). Luther schätze ihn insbesondere als eifrigen Mitarbeiter bei seiner Bibelübersetzung. - Eine obere Ecke mit verblasstem Feuchtigkeitsrand.

Lot 1097, Auction  128, Krantz, Albert, Saxonia [und:] Regnorum Aquilonarium, Daniae, Sueciae, Norvagiae, chronica

Krantz, Albert
Saxonia [und:] Regnorum Aquilonarium, Daniae, Sueciae, Norvagiae, chronica
Los 1097

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Krantz, Albert. Saxonia. De Saxonia gentis vetusta origine, longinquis expeditionibus susceptis, et bellis domi pro libertate diu fortiterque gestis. Denuo, & quidem accuratius emendatiusque; quàm antè, edita. Cum praefatione D. Nicolai Cisneri. 12 Bl., 354 S., 17 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 30 x 18,5 cm. Pergamentband d. Z. mit hs. RTitel. Frankfurt, Andreas Wechel, 1580.
VD16 K 2260. – Späterer Druck der zuerst 1520 in Köln bei Johann Soter erschienenen Sachsenchronik, eines der wichtigen historischen Werke des spätmittelalterlichen Theologen und "Geschichtsschreibers des Nordens" Albert Krantz (1448-1517): "Bei der Nachwelt ist Krantz besonders als Geschichtschreiber berühmt geworden. Während seines Lebens erschienen von ihm außer einigen grammatischen und philosophischen eine Reihe theologischer und kirchlicher Schriften; aus seinem Nachlaß wurden vier umfangreiche historische Arbeiten, die 'Vandalia', die 'Saxonia', die 'Dania' und die 'Metropolis', herausgegeben und erschienen dann theilweise bis in 17. Jahrhundert hinein in mehrfach wiederholten Auflagen. Sie beruhen auf umfassenden Studien, für welche er schon von früh an auf seinen Reisen Archive und Bibliotheken durchforschte. Daß sie vielfach einen compilatorischen Charakter tragen, hängt wol damit zusammen, daß er nicht immer die letzte Hand an sie gelegt hatte. Hat er oftmals seine Quellen wörtlich aufgenommen, wie sich aus einer Vergleichung mit denselben ergibt, so darf er deshalb um so weniger für einen Plagiator gehalten werden, als nicht ersichtlich ist, was er selbst bei längerem Leben würde haben drucken lassen; zunächst hat er diese Werke sich zu seinem eigenen Gebrauche angelegt und es fehlt nicht in ihnen an Beweisen eingehender kritischer Forschung und Bearbeitung der ihm vorliegenden Quellen. Unläugbar haben aber seine Werke zur Verbreitung einer Kenntniß der Geschichte und Kirchengeschichte des nördlichen Deutschlands und des Nordens sehr viel beigetragen und sind wegen seiner Urtheile über Begebenheiten und Zustände, die bis in seine Zeit hineinragten, noch heute werthvoll" (ADB). – Am Schluss etwas feuchtrandig, mit einigen Unterstreichungen. – Beigebunden: Derselbe. Regnorum Aquilonarium, Daniae, Sueciae, Norvagiae, chronica. Accessit, supplementi cuiusdam instar, Dithmarsici belli istoria, Christiano Cilicio Cimbro autore. Cum praefatione Ioan Wolffij. 10 Bl., 505 S., 19 Bl. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. Ebenda 1583. - Titel mit unschönem Blattausschnitt. Etwas fleckig, anfangs schach feuchtrandig.

Lot 1098, Auction  128, Kromer, Martin, Mitnächtischer Völckeren Historien

Kromer, Martin
Mitnächtischer Völckeren Historien
Los 1098

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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Kromer, Martin. Mitnächtischer Völckeren Historien. Durch H. Pantaleon verteuscht. 2 Teile in 1 Band. 6 Bl., CCCCVII, 4 Bl.; CCCCLVIII. Mit großen Holzschnittwappen verso dem Titel, und zwei doppelblattgroße Holzschnittkarten. 32 x 19,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben, fleckig und mit kleinen Fehlstellen) mit hs. RTitel, montiertem Bibliotheksschild d. Z., 8 Messingbeschlägen und 2 Messingschließen. Basel, Heinrich Petri und Peter Perna, 1562.
VD 16, K 2430. Estreicher XX, 280. – Einzige deutsche Ausgabe von De origine et rebus gestis Polonorum, dem historischen Hauptwerk Martin Kromers (1512-1589), Bischof von Ermland, Diplomat und humanistischer Schriftsteller. Als humanistischer Dichter und Schriftsteller sowie als Übersetzer und Förderer der polnischen Sprache erlangte Kromer große Bedeutung in der polnischen Literatur- und Kunstgeschichte. Bereits während seiner Krakauer Studienzeit verfaßte er mehrere Gedichte und gab Übersetzungen antiker Schriften heraus. 1550-1551 arbeitete er in königlichem Auftrag in der Registratur des Kronarchivs auf dem Wawel in Krakau. Später trat er durch gelehrte literarische, musikwissenschaftliche, theologische sowie historisch-politische Abhandlungen hervor. Kromer läßt sich als Repräsentant des sog. "Goldenen Zeitalters" Polens, der Regierungszeit der beiden letzten Jagiellonenkönige, charakterisieren. Er ging in die Geschichte ebenso als bedeutender humanistischer Schriftsteller und Diplomat wie als eifriger Seelsorgebischof und Verfechter der Gegenreformation bzw. der Katholischen Erneuerung ein. (Zitiert nach Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon Band IV (1992) Spalten 681-686). – Vorsatz mit mehreren hs. Besitzvermerken, Titel mit privatem Bibliotheksstempel "Bibl. Bernhard Vratisch (?)". Innengelenk am Titel leicht offen, Papierbedingt gebräunt, stock- und fingerfleckig.

Lot 1099, Auction  128, Lucilius, Gaius, Satyrarum quae supersunt reliquiae

Lucilius, Gaius
Satyrarum quae supersunt reliquiae
Los 1099

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Lucilius, Gaius. Satyrarum quae supersunt reliquiae. Franciscus Iani F. Dousa collegit, disposuit, & notas addidit. 12 Bl., 139 S. 23 x 16 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig, berieben und lichtrandig; zeitgenössische Remboitage). Leiden, Plantin, 1597.
Schweiger, 571. Adams L 1642. Graesse IV, 286. – Editio princeps der erhaltenen Fragmente von Lucilius' 30 Satirenbüchern. Editionsphilologisches Hauptwerk des Leidener Gelehrten Franciscus Dousa (1577-1630), Schüler von Justus Lipsius und Freund Scaligers. Für mehr als drei Jahrhunderte die maßgebliche Ausgabe bis zu der Textedition von Friedrich Marx 1904 bis 1905. "A memorable edition of the fragments of Lucilius, in which the influence of Scaliger is apparent" (Sandys II, 301). – Titel mehrfach alt und neu gestempelt. Einige Lagen im oberen Bug mit kleiner Wurmspur, sonst nur schwach braunfleckig und mit einigen alten Unterstreichungen. Innengelenke angeplatzt.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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