Reiter auf Stier; Reiter auf Pferd
2 Bl. Lithographien auf Bütten bzw. Velin. 1922.
24,3 x 20 bzw. 23,1 x 17,4 cm (33 x 25,2 bzw. 29,5 x 23 cm).
1 Bl. signiert "Ludwig Hirschfeld" und datiert, 1 Bl. bezeichnet "Mißlungener Versuch".
Zwei ähnlich komponierte Reitermotive aus der frühen Bauhaus-Zeit des Künstlers. Geschwungene Konturlinien und ornamentale Details gehen eine harmonische Verbindung ein. Ausgezeichnete, differenzierte Drucke mit Rand. Äußerst selten, im internationalen Auktionshandel nicht nachweisbar.
Provenienz: Alma Siedhoff-Buscher, Frankfurt/Main
Joost Siedhoff, Potsdam
Privatbesitz Berlin
Segler
Monotypie auf Bütten. 1922.
Ca. 17 x 19,5 cm (24 x 32,5 cm).
Signiert "Ludwig Hirschfeld" und datiert.
Äußerst seltenes Blatt aus Hirschfeld-Macks früher Zeit am Bauhaus in Weimar, dem er bereits 1919 beigetreten war. In der dortigen Druckerei arbeitete er seit 1921 mit Johannes Itten, Paul Klee, Oskar Schlemmer und anderen zusammen. Prachtvoller, differenzierter Druck mit breitem Rand.
Provenienz: Alma Siedhoff-Buscher, Frankfurt/Main
Joost Siedhoff, Potsdam
Privatbesitz Berlin
Arche Noah
Lithographie auf strukturiertem Velin. 1922.
Ca. 23,6 x 29,4 cm (24,5 x 29,8 cm).
Signiert "Ludwig Hirschfeld" sowie monogrammiert und datiert.
Reizvolles Blatt aus der frühen Bauhaus-Zeit des Künstlers. Die filigran-verschachtelten Formen wie auch die schemenhafte, reduzierte Darstellung von Tieren und Menschen lassen an Einflüsse des Bauhauskünstlers Lyonel Feininger denken. Prachtvoller, differenzierter Druck mit breitem Rand. Rarissimum.
Provenienz: Alma Siedhoff-Buscher, Frankfurt/Main
Joost Siedhoff, Potsdam
Privatbesitz Berlin
Zu: Zwei Menschen-Bilder
Druckstock für 2 Holzschnitte, recto/verso. Holzplatte, schwarz eingefärbt. 1922.
24,5 x 31,8 cm.
Zu Merholz 176 und 182.
Originaler Holzstock Jansens zu Richard Dehmels Epos "Zwei Menschen", dessen Ausgabe mit insgesamt 72 Holzschnitten des Künstlers nicht, wie angekündigt, im Verlag E.A. Seemann erschien, sondern es wurde nur von einem Teil des Zyklus eine Auflage in unbekannter Höhe gedruckt. Die Klarheit von Jansens expressionistischer Holzschnittkunst wird auch im Druckstock wunderbar deutlich.
Provenienz: Privatbesitz Nordrhein-Westfalen
Stehender Akt
Bleistift auf bräunlichem Velin. 1919/20.
43,5 x 29,5 cm.
Unten rechts mit dem Signaturstempel, dort (wohl von fremder Hand) mit Bleistift datiert bzw. bezeichnet "I/920".
Nur wenige figurative Zeichnungen existieren von der Hand des Künstlers. Eine nervöse Intensität der Linienführung ist insbesondere den frühen Blättern, meist Portraits und Figurenstudien, gemeinsam. Diese Überbetonung der Linie findet sich auch im vorliegenden "Stehenden Akt", wo der Künstler die dichten Bleistiftkonturen zusätzlich mit rhythmisch schwingenden Kringel- und Wellenlinien verstärkt, so dass sie in fettem Schwarz glänzen und der Figur einen beinahe monumentalen Charakter verleihen. Einerseits erhält so der Akt eine räumliche Qualität, andererseits erscheint er wie eine Gestalt von kristalliner Transparenz im undefinierten Bildraum. Moholy-Nagy sagte später dazu: "Die Zeichnungen wurden zu rhythmisch gegliederten Liniennetzen, die nicht sosehr den Gegenstand zeigten als vielmehr die durch diesen in mir hervorgerufene Erregung." (zit. nach Krisztina Passuth, Moholy-Nagy, Dresden 1982, S. 19).
Die Zeichnung ist Levente Nagy, Budapest, bekannt; ihm zufolge entstand sie höchstwahrscheinlich 1919 in Ungarn (Email vom 14.08.2013).
Provenienz: Privatbesitz Paris
Bonham's, London, Auktion 24.06.2015, Lot 51
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen
Abstrakte Komposition
Feder in Schwarz und Bleistift auf Velin. Wohl um 1920.
32,5 x 20,5 cm.
Unten links mit Feder in Schwarz signiert "RudolfBauer".
Hochdynamische abstrakte Komposition Bauers mit prominenter Provenienz. Mit Bleistift fügt der Künstler Farbangaben für die Umsetzung im Druck hinzu, die er verso genauer ausführt: "Strichätzung, Originalgröße, bis zur Bleistiftumrandung (die nicht mit klischiert werden darf) Chamois-Ton Unterdruck, die mit W bezeichneten Formen bleiben Papierton, also Weiß." 1912 lernte er Herwarth Walden kennen und war in den folgenden Jahren in 80 Ausstellungen des "Sturm" u.a. mit Wassily Kandinsky, Marc Chagall, Paul Klee, Otto Nebel und Franz Marc vertreten. 1917 hatte er seine erste große Einzelausstellung in der Galerie "Der Sturm" (57. Ausstellung), und er war 1918 Gründungsmitglied der Novembergruppe in Berlin. Durch seine langjährige Freundin Hilla von Rebay kam Bauer in Kontakt mit Solomon Guggenheim, der den Künstler förderte; diese Verbindung sollte jedoch später zum Zerwürfnis führen.
Provenienz: Solomon R. Guggenheim Museum, New York (Geschenk von Mildred P. Ferris) (mit dessen Klebeetikett auf der Rahmenabdeckung verso)
Fiorella Urbinati Gallery, Los Angeles (mit deren Klebeetikett auf der Rahmenabdeckung verso)
Portico Inc., New York (mit deren Klebeetikett auf der Rahmenabdeckung verso)
Zudem mit einem Stempel der Kerr Gallery, New York, auf der Rahmenabdeckung verso
Christie's, New York, Auktion 13.11.1990, Lot 288
Ausstellung: Fiorella Urbinati Gallery, Los Angeles, Köln, Chicago, Philadelphia, 1989/90
Mendelsohn, Erich
Architekturentwürfe für verschiedene Projekte
Los 7097
Schätzung
40.000€ (US$ 45,455)
Architekturentwürfe für verschiedene Projekte
3 Blatt mit Feder in Schwarz auf semitransparentem chamoisfarbenem Velin. Um 1922/23.
Je ca. 37,5 x 27 cm.
Nicht bei Zevi.
Die vorliegenden Blätter stammen aus dem Nachlassarchiv des französischen Verlegers Jean Badovici, der mit L'Architecture Vivante in den 1920er Jahren eine der maßgeblichen internationalen Zeitschriften für modernes Bauen veröffentlichte. Badovici pflegte engen Kontakt zu vielen zeitgenössischen Architekten und ihren Büros und erhielt von diesen eine Vielzahl von Zeichnungen, Entwürfen, Plänen und Fotografien, von denen ein kleiner Teil später Eingang in den illustrierten Teil der Zeitschrift fand. Als großer Bewunderer Mendelsohns publizierte Badovici mehrfach auch Arbeiten und Projekte des Architekten, den er als einen der "Propheten der modernen Architektur" beschrieb. Unter anderem erschien 1925 ein Artikel über den Einsteinturm in Potsdam, sowie 1926 eine längere Strecke über die Hutfabrik in Luckenwalde (L'Architecture Vivante 1925 (I), S. 16, 23-25 und 1926 (I), S. 15, 17, 19-20, 22-25). Im Jahre 1932 widmete Badovici Mendelsohn ein eigenes Essay und schrieb dort u.a. "Mit ungewöhnlicher geistiger Kraft und Klarheit gehört er zu denen, die die Probleme unserer Zeit am besten analysiert und verstanden haben. [...] Sein Zeugnis ist nicht nur das eines Künstlers und eines der besten Gestalter unserer Zeit; sondern eines Mannes, dessen gesamtes Werk - bis ins kleinste Detail - auf einer tiefen Kenntnis der allgemeinen Bedingungen der Epoche beruht, gestützt auf eine umfassende und tiefe philosophische Konzeption, sowie auf eine erstklassige technische Wissenschaft." (übersetzt aus dem Französischen, zitiert aus L'Architecture Vivante 1932 (II), S. 33f). Die Zeichnungen widmen sich verschiedenen Details prominenter Projekte Mendelsohns expressiv-dynamischer Phase der frühen 1920er Jahre. Darunter zwei Blatt zur berühmten Hutfabrik Steinberg, Hermann und Co. in Luckenwalde, einem Schlüsselwerk des „dynamischen Funktionalismus“ (1921-23, hier die Färberei, Halle und der Lageplan der Fabrik). Und auf einem weiteren Blatt sind verschiedene Details unterschiedlicher Projekte versammelt, darunter der Einstein-Turm in Potsdam, sowie vermutlich die Garden City bei Mount Carmel in Israel und verschiedene imaginäre Projekte in Deutschland (vgl. Bruno Zevi, Erich Mendelsohn. The Complete Works, Basel 1999, S. 74ff, Nrn. 54ff; sowie S. 60ff. und S.96ff). So vermitteln die Blätter nicht nur einen seltenen Einblick in das Schaffen Mendelsohns und seines Studios vom konzeptionellen Entwurf über Baupläne und Präsentationsskizzen bis zur bautechnischen Ausführung, sondern sind auch ein anschaulicher Beleg für die internationale Vernetzung der architektonischen Moderne in den 1920er Jahren.
Provenienz: Nachlass Jean Badovici / Archiv L'Architecture Vivante
Galerie Gilles Peyroulet, Paris
2007 Galerie Ulrich Fiedler, Köln
Privatsammlung Berlin
Industriearchitektur
Feder in Schwarz auf braunem Velin. 1927.
17,2 x 10,8 cm.
Unten links mit Feder in Schwarz signiert "NERLINGER", unten rechts datiert.
Frühe, souverän konstruierte Zeichnung aus Nerlingers konstruktivistischer Schaffensphase. Nerlinger war einer der bedeutendsten Künstler der politisch engagierten Kunstszene der Weimarer Republik. Nach seinem Studium bei Emil Orlik an der Berliner Kunstgewerbeschule entstanden seit 1919 seine konstruktivistischen Collagen. 1921 schloss er sich Herwarth Waldens Sturm-Galerie an und wurde 1928 Mitglied des Vereins für proletarisch-revolutionäre Kunst (kurz ASSO), welcher der KPD angehörte.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Zwölf Häuser der Zeit
12 Holzschnitte auf Bütten sowie 1 Doppelbl. Titel und Text. Lose in iIlustr. Orig.-Kartonmappe. 1927/73.
43,5 x 32,3 cm.
Die Holzschnitte jeweils signiert "G. Arntz" und fortlaufend numeriert. Auflage 100 num. Ex.
Glöckner 52.
Mit einer Einführung von Hans Schmitt-Rost. Herausgegeben in einer Gesamtauflage von 120 Exemplaren von Werner Kunze, Berlin 1973. Die 1927 entstandenen Holzschnitte zeigen Gebäude wie Hotel, Industriearchitektur, Modehaus, Gefängnis oder Militärschule. Gerd Arntz gilt als Erfinder des Piktogramms und war Mitglied der "Gruppe progressiver Künstler". "Gerd Arntz lehrt uns, daß man der Realität dieser, unserer Menschenwelt, nur mit unrealistischen Mitteln habhaft wird. Seine so bewundernswerten Serien könnte man darum auch nennen: Wider den schönen Schein." (Hans Schmitt-Rost, Mappenvorwort). Prachtvolle Drucke mit dem vollen Rand.
Haus des weißen Mannes
Lithographie auf glattem Velin. 1922.
25,2 x 24 cm (35 x 28,1 cm).
Signiert "Itten". Auflage 100 Ex.
Wingler I/3, Itten 222, Söhn HdO 101-4.
Blatt 3 der Ersten Bauhausmappe: Bauhaus Drucke. Neue europäische Graphik. Erste Mappe. Meister des Staatlichen Bauhauses in Weimar, Verlag Müller & Co., Potsdam 1922. Die Gesamtauflage betrug 110 Exemplare. Architektonische Studie Ittens, basierend auf der Grundform des Würfels, die in ausdrucksvollem Hell-Dunkel-Kontrast variantenreiche Ausgestaltung findet. Prachtvoller, kontrastreicher Druck mit dem vollen Rand.
"Rennschooner am Winde"
Feder in Schwarz und Aquarell über Bleistift auf Bütten. 1931.
30,4 x 23,5 cm.
Unten links mit Feder in Schwarz signiert "Feininger", mittig betitelt und rechts datiert.
Schwerelos gleitet ein einsames Segelboot in Nahaufnahme leicht schräg über das Wasser und zeigt ein typisches Motiv von Lyonel Feininger. In seiner unverwechselbaren, kristallinen Formensprache entwickelt der Künstler den Schiffskörper aus kürzelhaft aneinander gesetzten, geometrischen Formen, welche abwechselnd weißbleibend oder eng schraffiert sind. Zackig-kantige Federstriche fügen das Schiff eng verwoben zwischen Himmel und Wasser, die unterschiedlich starken Akzente in Blau unterstreichen das Tosen auf rauer See und geben der linearen Zeichnung eine atmosphärische Stimmung. Schon in den frühen New Yorker Jahren übte das Meer und seine Schifffahrt große Faszination auf den jungen Künstler aus, wenngleich Feininger selbst nie segelte. So wurden maritime Sujets neben Architektur zum bevorzugten Motiv in seinem Œuvre, denn beides war wie gemacht für Feiningers aus prismatischen und kubischen Form- und Farbplänen entwickelte Bildgestaltung. Achim Moeller, Direktor des Lyonel Feininger Project, New York - Berlin, hat die Echtheit dieses Werkes, das im Archiv des Lyonel Feininger Project unter der Nummer 2044-02-19-26 registriert ist, bestätigt. Ein Zertifikat vom 19.02.2026 liegt der Arbeit bei.
Provenienz: Laurence Feininger, Heidelberg / Trient (Geschenk des Künstlers)
Galleria d‘arte L'Argentario, Trient
Privatsammlung Italien
Ausstellung: Lyonel Feininger, Opere dalle collezioni private italiane, Rovereto, Museo di Arte Moderna e Contemporanea di Trento e Rovereto, 19.05.–29.07.2007, Kat.-Nr. 3.8, Farbabb. S. 117 (mit deren Klebeetikett)
Feininger, Lyonel
Ohne Titel (Meereslandschaft mit gelbem Segelboot und Insel)
Los 7102
Schätzung
24.000€ (US$ 27,273)
Ohne Titel (Meereslandschaft mit gelbem Segelboot und Insel)
Feder in Schwarz und Aquarell auf Bütten. 1936.
23,9 x 31,4 cm.
Unten links mit Feder in Schwarz signiert „Feininger“ und unten rechts datiert „23.X.36“, am unteren Blattrand mit dem Künstlersignet, einer Widmung „s.[seinem] Laurence, from Papileo“ und nochmals datiert "24.12.36".
Feininger hat sich Zeit seines Lebens mit den Themen Meer und Schiff befasst. Dabei bevorzugte er meist menschenleere Buchten und Strände an der ruhigen Ostsee sowie kleine Segelboote. Mit zartgliedrig feinen Linien und einem subtilen Farbklang aus Gelb, Braun und Blau, gliedert er den horizontalen Bildraum in vier übereinander gesetzte Zonen ohne räumliche Staffelung.Lediglich die horizontal aufstrebenden Schiffe und die zart angedeutete Insel am Horizont durchbrechen dieses Gefüge. Feininger, der nach der Geburt seines ersten Sohnes in Familie und Freundeskreis den Spitznamen „Papileo“ erhielt, schenkte diese Zeichnung an Weihnachten 1936 seinem Sohn Laurence, vermutlich auch als Erinnerung an die vielen gemeinsamen Familienaufenthalte an der See.
Achim Moeller, Direktor des Lyonel Feininger Project, New York - Berlin, hat die Echtheit dieses Werkes, das im Archiv des Lyonel Feininger Project unter der Nummer 2045-02-19-26 registriert ist, bestätigt. Ein Zertifikat vom 19. Februar 2026, liegt der Arbeit bei.
Provenienz: Laurence Feininger, Heidelberg/Trient (Geschenk des Künstlers)
Galleria d‘arte L'Argentario, Trient
Privatsammlung Italien
Ausstellung: Lyonel Feininger, Opere dalle collezioni private italiane, Rovereto, Museo di Arte Moderna e Contemporanea di Trento e Rovereto, 19.05.-29.07.2007, Kat.-Nr. 3.11, Farbabb. S. 120
Angler und Kanalboot
Holzschnitt auf bräunlichem Durchschlagpapier. 1920.
11,2 x 13,8 cm (22,2 x 28,2 cm).
Signiert "Lyonel Feininger", mit der Werknummer "2014" und bezeichnet "x".
Prasse W 206.
Der kleine Holzschnitt ist ein wunderbares Zeugnis von Feiningers meisterhaftem Umgang mit dieser Technik aus seiner Zeit am Bauhaus. Das typisch maritime Sujet mit den stilisierten Figuren und dem unverwechselbaren Formenvokabular der kubistischen Zersplitterung lebt von dem Kontrast aus kräftig schwarzen Flächen zu den rhythmisierten Weißflächen. Das von Feininger bevorzugte Durchschlagpapier mit der rauen Oberseite hielt er für seine differenzierten Drucke für besonders geeignet. Prachtvoller Abzug mit seidig schimmerndem Schwarzton, der Holzstock in den Weißflächen belebend mitdruckend, mit Rand. Selten.
Zug auf der Brücke
Holzschnitt auf hauchdünnem Japanbütten. 1918.
9,3 cm x 11,4 cm (15,7 x 20,7 cm).
Signiert "Lyonel Feininger".
Prasse W 81 II.
Der Holzschnitt wurde sowohl 1921 als auch 1941 in den Mappen "Zwölf Holzschnitte von Lyonel Feininger" bzw. "10 Holzschnitte von Lyonel Feininger" veröffentlicht. Unser Exemplar entstammt wohl der späteren Auflage von 1941. Gelegentlich hat Feininger das Motiv auch als "Lokomotive" oder "Eisenbahnbrücke" betitelt. Prachtvoller Abzug mit Rand. Beigegeben: Ein weiterer Holzschnitt des Künstlers "Auf der Kaimauer", 1921, (Prasse W 243), in einem posthumen Abzug, Auflage 100 Exemplare, verso mit dem Editionsstempel.
Mann in Halbfigur nach rechts
Bleistift auf Pergamin, auf Karton kaschiert. 1924/25.
27,7 x 16,5 cm.
Unten mittig mit Bleistift monogrammiert "B", verso mit Kugelschreiber in Blau später signiert "Gottfried brockmann" und datiert.
Starr wie eine Gliederpuppe sitzt die schematisierte Figur, aus stereometrischen Grundformen zusammengesetzt. Feinsinnig schattiert der Künstler die einzelnen Elemente und arbeitet die Plastizität der Gestalt im eng umgrenzten Interieur sorgsam aus. "Brockmanns anonymisierte Gliederpuppe verweist zudem auf einen polemischen Aspekt, der in der Gruppe Progressiver Künstler dominierte: er umfasst die Vorstellung einer auf den Menschen übergreifenden Mechanisierung." (Joachim Heusinger von Waldegg, in: Gottfried Brockmann 1903-1983, Ausst.-Kat. Remmert und Barth, Düsseldorf 2006, S. 23).
Provenienz: Ketterer, München, Auktion 364, 23.04.2010, Lot 350
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen
"Schreitender (Schlemihl)"
Pinsel und Feder in Schwarz, Farb- und Bleistift auf Millimeterpapier, auf Karton kaschiert. 1926.
29 x 20 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz monogrammiert "B" und nachträglich datiert, verso mit Kugelschreiber in Blau nachträglich signiert "Gottfried brockmann" und datiert sowie betitelt.
Mit tänzerischer Grazie bewegt sich die schreitende Figur durch den abstrakt-verschachtelten Raum des Millimeterpapiers, verfolgt von einem dunklen, schattenhaften Doppelgänger, der auf eine rechteckige Fläche projiziert erscheint. Eine stilistische Verwandtschaft zu Oskar Schlemmers Bildideen lässt sich nicht von der Hand weisen. Formal-ästhetisch wird Brockmanns Schaffen vielfach einem rheinischen Magischen Realismus zugeordnet, während er zugleich aufgrund seiner Nähe zu der Gruppe der Kölner Progressiven als politisch engagierter Künstler gilt.
Provenienz: Ehemals Galerie Stolz, Köln
Grisebach, Berlin, Auktion Sammlung Sander, 10.06.2021, Lot 636
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen
Ausstellung: Gottfried Brockmann, Kölnischer Kunstverein, Köln 1963 (mit dessen Klebeetikett verso)
Zitherspieler
Bleistift auf festem, leicht strukturiertem Velin. Wohl 1923/24.
22,4 x 16,8 cm.
Unten links mit Bleistift signiert „brockmann“, verso auf dem Passepartout mit handschriftlicher Bestätigung von Jan Brockmann, dem Sohn des Künstlers, vom 13.04.1984.
In konstruktivistisch reduzierter Formgebung und mit kraftvollen Schwarzweißkontrasten zeichnet Brockmann den Zitherspieler, wobei er die Binnenstrukturen und Rundungen mit ornamentalen Mustern und parallel laufenden Linienbändern ausgestaltet und spielerisch schwebende Noten in den Gesichtsbereich der Figur setzt. Zur Entstehungszeit der Zeichnung, von 1923 bis 1925, hielt Gottfried Brockmann engen Kontakt zu der „Rheinischen Gruppe progressiver Künstler“, besonders zu den Malern Franz Seiwert, Heinrich Hoerle und dem Fotografen August Sander, und seine Kunst gewann eine zunehmend politisch-soziale Ausrichtung.
Provenienz: Galerie Valentien, Stuttgart (mit deren Klebeetikett auf der Rahmenrückseite)
Lempertz, Köln, Auktion 877, 11.06.2005, Lot 680
Lempertz, Köln, Auktion 943, 28.95.2009, Lot 19
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen
Herr Deutsch
Feder in Schwarz auf Skizzenblockpapier. 1922.
34,8 x 25 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "C. Felixmüller" und bezeichnet "Frkft".
Pointiert, mit kantig-expressiver Linienführung schildert Felixmüller die Individualität des Dargestellten, der ganz gerade aus dem Bild blickt. Die Plastizität des ausdrucksvollen Antlitzes arbeitet der Künstler mit Feldern kurzer Parallelschraffuren heraus. In demselben Jahr, 1922, entstand Felixmüllers Radierung "Bildnis Deutsch, Frankfurt" (Söhn 305), das den Dargestellten im Halbprofil nach rechts zeigt, in Ausschnitt und Ausdruck jedoch, insbesondere in der zeichnerischen Konzentration auf die Gesichtsmitte, der vorliegenden Federzeichnung sehr nahe ist.
Provenienz: Grisebach, Berlin, Auktion 31.05.2003, Lot 548
Privatbesitz Nordrhein-Westfalen
Duschen
Radierung auf Velin. 1922.
29,8 x 19,1 cm (50 x 32,3 cm).
Signiert "CFelixmüller", datiert und bezeichnet "2. Druck".
Söhn 336.
Äußerst seltenes, expressives Blatt, erschienen als Blatt 3 der Mappe "Frau" im Selbstverlag des Künstlers, in Anzeigen angekündigt als "21 Radierungen großer und kleiner Ereignisse aus dem Leben der Frau". Nominell sollte die Auflage 50 Exemplare betragen, ausgedruckt wurden Söhn zufolge jedoch nur ca. 12 Exemplare, von denen ihm wiederum nur dieses eine hier vorliegende, von Felixmüller als "2. Druck" bezeichnete, bekannt war. Die Radierungen der Mappe entstanden in den Jahren 1921 und 1922. Ganz prachtvoller, ausgewogener und tiefdunkler Druck mit ausdrucksvoll changierendem Plattenton und dem vollen Rand. Rarissimum.
Kleine Hockende
Bronze mit dunkelbrauner Patina auf Bronzeplinthe. 1923/Nachguss.
Ca. 18,5 x 11,5 x 12,5 cm.
Verso an der Plinthe monogrammiert "GK" (ligiert) und mit dem Gießerstempel "H.NOACK BERLIN".
W 23.010 (online).
Wohl einer von drei posthumen, vom Kolbe-Museum autorisierten Nachgüssen vom originalen Gipsmodell, daneben sind dem Kolbe-Museum 27 frühere Güsse bekannt. Gelegentlich wird die Plastik auch als „Trauernde“ bzw. „Kleine Sitzende“ bezeichnet. Dargestellt ist eine sitzende, in sich gekehrte junge Frau mit angewinkelten Beinen, eines davon aufgestellt. Ihr Oberkörper ist leicht nach vorne geneigt, nachdenklich oder vielmehr mit trauernder Geste stützt sie den gesenkten Kopf mit einer Hand, während sie mit der anderen ihre Ferse hält. Mit seiner reduzierten Formgebung schafft Kolbe eine kompakte, allansichtige und zeitlos nüchterne Plastik einer Frau in hockender Pose, die einerseits sinnlich, verletzlich wirkt und andererseits innere Stärke und Willenskraft ausstrahlt. Prachtvoller Guss mit ausgezeichneter Reliefwirkung und harmonischer Patina. Das Werkverzeichnis wurde online eingesehen am 19.03.2026.
Provenienz: Privatsammlung Berlin
Sitzender weiblicher Akt
Bleistift und Aquarell auf festem Velin. Um 1925.
44 x 33,8 cm.
Unten rechts mit Bleistift monogrammiert "GK".
Die menschliche Figur in ihren variierenden Bewegungs- und Ausdrucksformen ist das zentrale Thema in Kolbes Werk. Mit wenigen zarten Strichen von virtuoser Sicherheit und den sensibel eingesetzten farbigen Schattierungen gelingt ihm die Wiedergabe des dreidimensional-plastischen Körpers. So vergegenwärtigt der Künstler auch in seinen zahlreichen Zeichnungen dem Betrachter stets das Skulpturale. Zur Provenienz bzw. Datierung liegt ein Brief des damaligen preußischen Innenministers Carl Severing vom 06.02.1926 in Kopie bei.
Provenienz: Galerie Rudolf Wiltschek, Berlin
Carl Severing, Berlin / Bielefeld (seit 1926)
Privatbesitz Berlin
"Meine Eltern"
Kaltnadel auf leichtem Kupferdruckkarton. 1923.
49,5 x 49,8 cm (61,8 x 56,8 cm).
Signiert "P. A. Böckstiegel", datiert, betitelt und bezeichnet "Org. Radierung K. N.".
Matuszak 148 II (von III).
Markantes Doppelportrait von Böckstiegels Eltern. Exzellenter, tiefschwarzer und gratiger Druck mit Rand.
Tänzerinnen
Bronze mit dunkelbrauner Patina auf Bronzeplinthe, auf Marmorsockel montiert. 1923.
29 x 11 x 6,5 cm.
Auf der Bronzeplinthe oben rechts monogrammiert "FK" (ligiert), seitlich an der Plinthe mit dem Gießerstempel "H. NOACK BERLIN".
Braun 115.
Die beiden Tänzerinnen stehen Rücken an Rücken, lediglich ihre Standbeine, das Gesäß sowie jeweils die rechte Körperseite berühren sich. Dennoch wirken die ineinander verschlungenen Körper aus der Betrachtung heraus fast wie eine Einheit. Ihre Arme sind im Tanz nach oben zum Kopf geführt und formen gemeinsam eine geschlossene, fließende Linie. So entsteht eine besonders harmonische und reizvolle Komposition. Fritz Klimsch thematisierte, wie viele seiner Bildhauerkollegen, speziell Georg Kolbe und Edgar Degas, den tanzenden Menschen häufig in seinem Werk. Prachtvoller, sorgfältiger Guss mit schöner Patina. Gesamthöhe mit Sockel: 30 cm.
Provenienz: Privatbesitz Norddeutschland
"Zigeunerlied"
Aquarell, Deckweiß und Bleistift auf Velin, auf Unterlagepapier kaschiert. 1923.
22,8/18,6 x 14,3 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Sulamith Wülfing" und datiert, unten links auf dem Unterlagepapier betitelt.
Barfuß und in dünnem, zerrissenem Kleid spielt die junge Frau ihre Geige, hinter ihr lassen drei transparent gezeichnete Geistwesen silbrigweiß schimmernden Feenstaub in die Luft schweben. Mit großer Feinheit erfasst und aquarelliert, zeigt das Blatt ein über die materielle Erscheinung hinausgehendes geistiges Bild der Musizierenden in einer kargen Hügellandschaft. Die bezaubernde Zeichnung ist ein charakteristisches Beispiel für das Schaffen Sulamith Wülfings. Ihre ausgeprägte Intuition und Sensibilität ließen sie immer wieder feinsinnige Ausdrucksformen für Spirituelles, für die feinstofflichen, geistigen Welten in ihren Bildern finden. Sie illustrierte Gedichte von Christian Morgenstern und Rainer Maria Rilke und war mit den Familien Fidus und Vogeler befreundet. Die persönliche Begegnung mit Jiddu Krishnamurti hat ihr künstlerisches Gespür für das Übersinnliche sicherlich gestärkt.
Provenienz: Privatbesitz Nordrhein-Westfalen
"Legende"
Bleistift und Aquarell, mit Weiß gehöht, auf Velin, in Orig.-Passepartout montiert.
15 x 15 cm.
Auf dem Passepartout unten rechts mit Bleistift signiert "Sulamith Wülfing" und unten links betitelt.
Reinheit und Schutz symbolisiert die Silberdistel, die Wülfing ins Zentrum ihrer Zeichnung setzt. Irdisches und Himmlisches scheint sich in allen drei Figuren zu vereinen, dem Mönch oder Eremiten, dem unbekleideten kleinen Knaben und der mit prunkvoller Krone als Himmelskönigin erscheinenden Mutter. Die mit höchster Feinheit und Detailfreude ausgeführte, anmutige Zeichnung verdeutlicht beispielhaft die spirituelle Dimension der Bildideen Wülfings. Verso Fragment einer weiteren Zeichnung der Künstlerin, das Passepartout von ihr angefertigt und auf der früheren Rückseite Fragment eines Adressaufklebers Wülfings.
Provenienz: Privatbesitz Hessen
"Obsternte"
Tempera auf Malpappe. Wohl 1912.
62 x 81,8 cm.
Unten links und oben mittig mit Graphitstift signiert "RGenin", verso nochmals mit Graphitstift signiert und mit der Künstleradresse "Ruffinstraße 2b/IV"sowie mit einem typographisch numerierten Papieretikett vom Kunstsalon Emil Richter, Berlin, und diversen handschriftlichen Numerierungen.
Die vorliegende Arbeit gehört zu einer Gruppe von Werken, die Robert Genin im neoklassizistischen Stil zwischen 1911 und 1914 schuf. Wie auf einer Theaterbühne öffnet sich der Blick auf eine idealisierte Landschaft und den weiten Hintergrund. Zeitlos nüchtern und von klassischer Schönheit, ganz nach dem Vorbild Puvis de Chavannes', schildert Genin seine meist nackten Figuren: Männer bei der Obsternte sowie Frauen und Kinder, die in einer beinahe poetischen Idylle die Eintracht zwischen Mensch und Natur symbolisieren.
Provenienz: Kunsthandel Wiesbaden (dort 2014 erworben)
Privatbesitz Berlin
Ruhe auf der Flucht
Öl auf grober Leinwand. 1924.
75,2 x 75,2 cm.
Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert "Franz Markau".
Die moderne Übersetzung des biblischen Themas "Ruhe auf der Flucht" mündet in dieser Version von Franz Markau in der Darstellung eines jungen Elternpaares mit Neugeborenem, unbekleidet, vor bühnenartig inszenierter, karger Landschaftskulisse. Markau, der von 1926 bis 1945 die Fachabteilung für Dekorationsmalerei an der Kunstgewerbeschule Erfurt leitete, lebte in den frühen 1920er Jahren in Berlin, wo er stark vom Expressionismus und der anthroposophischen Bewegung um Rudolf Steiner beeinflusst war; dies zeigt sich hier in der Vereinfachung der Formen und den klaren Komplementärkontrasten, losgelöst von der Lokalfarbe. Arbeiten von Franz Markau sind auf dem Kunstmarkt sehr selten.
Provenienz: Kunsthandel Wiesbaden (dort erworben 2014)
Privatbesitz Berlin
Lot und seine Töchter
Öl auf Eternit, auf Holz aufgeblockt. 1912.
40,5 x 40,5 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Braun monogrammiert "CH." (ligiert).
Wohlert 232.
Sinnlich, in lockerer, unbefangener Natürlichkeit bewegen sich Lot und seine Töchter. Ein großes, zwischen Bäumen aufgespanntes Tuch schirmt die Szene im Vordergrund von der umgebenden Landschaft ab. Ohne jede Schwülstigkeit und frei von aller Wertung stellt Hofer das Miteinander seiner biblischen Figuren dar. Die Arbeit entstand vermutlich in Paris, wo Hofer auf Anregung von Julius Meier-Graefe von 1908 bis 1913 lebte und wo seine malerische Frühphase endete. Das Gemälde zeigt in seiner geschlossenen Komposition die Auseinandersetzung mit dem Vorbild Hans von Marées und mit dem Spätimpressionismus Paul Cézannes, ohne bereits die überlängte Schlankheit der Figuren späterer Jahre aufzuweisen. Es ist formal etwas aufgelöst und vereinfacht; in einem flüssigen Malstil mit locker gesetzten, kurzen Pinselstrichen gestaltet, behält die Szene ihre Erkennbarkeit. Die Palette von zarter, gedämpfter Farbigkeit unterstreicht die Sinnlichkeit der Szene. Mehrfach beschäftigte sich Hofer mit dem Motiv: Eine Vorstudie in Kohle befindet sich in der Graphischen Sammlung der Albertina, Wien, und eine große Fassung im Kunstmuseum Hannover. "Alfred Flechtheim und Karl Hofer hatten sich in Paris kennengelernt und waren sich im legendären Café du Dôme begegnet. Es entwickelte sich eine viele Jahre währende Freundschaft zwischen dem damaligen Sammler Flechtheim und dem jungen Künstler Hofer. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges - Hofer war mehrere Jahre in Frankreich in Kriegsgefangenschaft - waren seine Werke ein fester Bestandteil des Galerieprogramms. Flechtheim vertrat den Künstler exklusiv und stellte dessen Werke zwischen 1919 und 1933 regelmäßig und mehrfach pro Jahr aus. Zudem präsentierte er Hofer in den Jahren 1928 und 1931 in Einzelausstellungen." (alfredflechtheim.com, Zugriff 20.08.2024). Ausgezeichnete Arbeit mit herausragender Provenienz.
Provenienz: Privatbesitz Wien
Galerie Alfred Flechtheim, Düsseldorf (dort 1933 erworben)
Privatbesitz Solingen
Galerie Bassenge, Berlin, Auktion 64, 1994, Lot 6351
Privatsammlung Berlin
Ausstellung: Karl Hofer, Schloss Cappenberg, 1991, S. 71 (mit Abb.)
Halbfigur eines sitzenden Mädchens
Feder in Schwarz, laviert, auf glattem Velin. Um 1920.
40 x 30,5 cm (Passepartoutausschnitt).
Unten rechts mit Feder in Schwarz monogrammiert "CH".
Das Gesicht leicht zur Seite geneigt und in die Handfläche gestützt, sitzt das Mädchen mit sanftem, ruhigem und nachdenklichem Blick am Tisch. Karl Hofer konnte seine ersten Erfolge in den 1920er Jahren mit Ausstellungen bei Paul Cassirer und Alfred Flechtheim in Berlin verzeichnen. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten aus seinem Professorenamt an der Hochschule der Künste entlassen. Nach dem Krieg wurde er ihr Direktor.
Provenienz: Privatbesitz Baden-Württemberg
Ohne Titel (Tanzende auf Dächern)
Öl auf Leinwand. Um 1926.
46,2 x 50 cm.
Verschobene Proportionen, weich-verschwommene Konturen und eine lebendige Farbigkeit kennzeichnen Halketts Gemälde, entstanden kurz nach seiner Zeit am Bauhaus in Weimar, wo er den Vorkurs bei Moholy-Nagy sowie Kurse bei Klee und Kandinsky besuchte. "Mindscapes" malt Halkett: Visionen, Träume, Szenerien seines Inneren. Der Künstler verzichtet explizit darauf, seinen Gemälden Titel zu geben: "Das jeweilige Bild soll für sich selbst sprechen und unverstellt an den betrachtenden Einzelnen wenden, der durch das Kunstwerk eine Begegnung mit einem Du erfahren kann; ganz im Sinne Martin Bubers folgt er dem Dialogischen Prinzip." (Ursula C. Klimmer, in: René Halkett, 1900-1983, Ausst.-Kat. Galerie Bassenge, Berlin 2015, S. 5). Halketts Gemälde blieben zumeist unsigniert.
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers
Ausstellung: René Halkett, Galerie Bassenge/Archiv Klaus Spermann, Berlin 2015 (Kat.-Nr. 2, Abb. S. 9)
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