Deutsch
Ende 18. Jh. Berglandschaft mit aufziehendem Gewitter
Los 6030
Schätzung
600€ (US$ 682)
Ende 18. Jh. Berglandschaft mit aufziehendem Gewitter.
Öl auf Kupfer. 17,2 x 26,2 cm.
Venezianisch
18. Jh. Bozzetto für die Apotheose eines Heiligen
Los 6031
Schätzung
1.800€ (US$ 2,045)
18. Jh. Bozzetto für die Apotheose eines Heiligen.
Öl auf Leinwand, doubliert. 30 x 40 cm.
Meinrad von Au, Andreas
Maria im Studierzimmer des seligen Mönchs Andreas.
Los 6032
Schätzung
1.400€ (US$ 1,591)
Maria im Studierzimmer des seligen Mönchs Andreas.
Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 29,5 x 45,7 cm.
Ölstudien zum Deckenfresko in der Pfarr- und Wallfahrtskirche in Zwiefalten in einer der nördlichen Langhausemporen (1764).
Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett "Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt", Mutter von Rosemarie Usener).
Literatur: Vgl. Reinhold Halder: "Andreas Meinrad von Au 1712-1792", in: Eugen Buri, Ingeborg-Maria Buck (Hrsg.): Andreas Meinrad von Au (1712-1792), Ausst. Kat. Sigmaringen 1992, S. 111, Abb. 72.
Meinrad von Au, Andreas
Maria als Tischgenossin des seligen Abtes Hostradus.
Los 6033
Schätzung
1.400€ (US$ 1,591)
Maria als Tischgenossin des seligen Abtes Hostradus.
Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 30 x 43,7 cm.
Ölstudien zum Deckenfresko in der Pfarr- und Wallfahrtskirche in Zwiefalten in einer der nördlichen Langhausemporen (1764).
Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett "Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt", Mutter von Rosemarie Usener).
Literatur: Vgl. Reinhold Halder: "Andreas Meinrad von Au 1712-1792", in: Ausst.Kat. Andreas Meinrad von Au (1712-1792), Sigmaringen 16. Mai bis 19. Juli 1992, Hrsg. Eugen Buri, Ingeborg-Maria Buck, Sigmaringen 1992, S. 111, Abb. 73.
Die Väter des alten Bundes.
Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 29,5 x 47,5 cm.
Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett "Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt", Mutter von Rosemarie Usener).
Meinrad von Au, Andreas
Abt Wilhem empfängt den Stiftungsbrief
Los 6035
Schätzung
1.400€ (US$ 1,591)
Abt Wilhelm empfängt den Stiftungsbrief.
Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 44,6 x 30,2 cm.
Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett "Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt", Mutter von Rosemarie Usener).
St. Jakobus der Ältere.
Öl auf Papier. 45,1 x 30 cm. Verso von späterer Hand in Feder bez. "S. Jakobus maior decollatus / fide[...]".
Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn.
Glorie des hl. Martin.
Öl auf Papier. 29,7 x 45 cm. Verso in Feder von späterer Hand bezeichnet "Ein Planfond" sowie von moderner Hand "Messkirch, Langhaus, Mittelbild / [...]".
Entwurf für das Deckenfresko im Langhaus der Pfarrkirche von Meßkirch, 1770.
Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn.
Literatur: Vgl. Ausst.Kat. Andreas Meinrad von Au (1712-1792), Sigmaringen 16. Mai bis 19. Juli 1992, Hrsg. Eugen Buri, Ingeborg-Maria Buck, Sigmaringen 1992, S. 165, F 49.
Gran, Daniel - Werkstatt
De Re tormentaria et Byrobolica: Artillerie und Festungsbau.
Los 6038
Schätzung
1.400€ (US$ 1,591)
Werkstatt. "De Re tormentaria et Byrobolica": Artillerie und Festungsbau.
Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 28 x 59,2 cm.
Bei vorliegender Ölstudie (sowie den nachfolgenden Losen 6039 und 6040) handelt es sich um ein Modelletto zu den Kuppelfresken "Die Schule von Athen" in der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 35), die Knab Daniel Grans Werkstatt zuschreibt (Knab S. 174).
Die Fresken im Prunksaal der Österreichische Nationalbibliothek, der ehemaligen kaiserlichen Hofbibliothek in Wien, wurden zwischen 1726 und 1730 von dem Barockmaler Daniel Gran geschaffen. Sie zählen zu den bedeutendsten Beispielen barocker Deckenmalerei in Mitteleuropa. Im Mittelpunkt steht das monumentale Kuppelfresko mit der Apotheose von Karl VI., dem Bauherrn der Hofbibliothek. Der Kaiser erscheint, von mythologischen Figuren wie Apollo und Herkules getragen und von allegorischen Gestalten umgeben, als Förderer von Wissenschaft, Kunst und universaler Gelehrsamkeit. Zugleich verweisen diese Figuren auf die Tugenden der Habsburgerherrschaft und ihre kulturelle Mission.
Der langgestreckte Bibliothekssaal ist thematisch entlang seiner Längsachse gegliedert: Während im Eingangsflügel weltliche und kriegerische Aspekte der Herrschaft thematisiert werden, erscheinen im gegenüberliegenden „Friedensflügel“ allegorische Darstellungen von Harmonie, Wissen und göttlicher Ordnung. In enger Verbindung mit der Architektur entfaltet sich so ein komplexes Bildprogramm, das die Idee der barocken Universalbibliothek als Ort kaiserlicher Macht, Gelehrsamkeit und kultureller Repräsentation inszeniert.
Als Gesamtkunstwerk des österreichischen Barocks verbinden Grans Fresken die illusionistische Öffnung des Raumes zum Himmel mit einer vielschichtigen Bildsprache aus Mythologie und Allegorie und prägen bis heute die ikonographische und räumliche Wirkung des Prunksaals.
Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett "Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt", Mutter von Rosemarie Usener).
Literatur: Vgl. Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 173, Ö 12C.
Gran, Daniel - Werkstatt
"De Medicina, Anatomia, Chyrurgia, Botanica, et Cognitione Vegetabilium": Allegorie der Medizin und Anatomie.
Los 6039
Schätzung
1.400€ (US$ 1,591)
Werkstatt. "De Medicina, Anatomia, Chyrurgia, Botanica, et Cognitione Vegetabilium": Allegorie der Medizin, Anatomie, Chirurgie und Botanik.
Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 28,1 x 59,2 cm.
Modelletto zu den Kuppelfresken "Die Schule von Athen" in der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 33).
Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett "Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt", Mutter von Rosemarie Usener).
Literatur: Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 173, Ö 12B.
Gran, Daniel - Werkstatt
Cognitio rei numariae et Antiquitatum, Scientia judiciaria ...": Allegorie der Wissenschaften der Altertümer und Münzen.
Los 6040
Schätzung
1.400€ (US$ 1,591)
Werkstatt. "Cognitio rei numariae et Antiquitatum, Scientia judiciaria ...": Allegorie der Wissenschaften der Altertümer und Münzen.
Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 29 x 61,7 cm.
Modelletto zu den Kuppelfresken "Die Schule von Athen" in der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 31).
Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett "Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt", Mutter von Rosemarie Usener).
Literatur: Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 173, Ö 12A.
Gran, Daniel - Werkstatt
Merkur mit dem Büchersatz, die Friedensgöttin und Pallas Athene.
Los 6041
Schätzung
1.400€ (US$ 1,591)
Werkstatt. Merkur mit dem Büchersatz, die Friedensgöttin und Pallas Athene.
Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 29,9 x 56,2 cm.
Ölstudie nach Partien in den Fresken der Apotheose Karls VI. in der Kalotte der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 45).
Provenienz: Wie bei Los 6040.
Literatur: Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 173, Ö 12F.
Gran, Daniel - Werkstatt
Allegorie von Deutschland, der Residenzstadt Wien und der Beständigkeit mit Mars und Vulkan
Los 6042
Schätzung
1.400€ (US$ 1,591)
Werkstatt. Allegorie von Deutschland, der Residenzstadt Wien und der Beständigkeit mit Mars und Vulkan.
Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 29,2 x 60,2 cm.
Ölstudie nach Partien in den Fresken der Apotheose Karls VI. in der Kalotte der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 45).
Provenienz: Wie bei Los 6040.
Literatur: Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 174, Ö 12D.
Gran, Daniel - Werkstatt
Allegorie der Geschichte und Vorsichtigkeit
Los 6043
Schätzung
1.400€ (US$ 1,591)
Werkstatt. Allegorie der Geschichte und der Vorsicht (Prudentia) mit Chronos und den Bildnissen Maximilians I. und des Matthias Corvinus.
Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 29,8 x 46 cm.
Ölstudie nach Partien in den Fresken der Apotheose Karls VI. in der Kalotte der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 45).
Provenienz: Wie bei Los 6040.
Literatur: Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 174, Ö 12E.
Gran, Daniel
Allegorie der "Österreichischen Mildigkeit", "Freygebigkeit" und "Kaiserlichen Magnificenz".
Los 6044
Schätzung
1.400€ (US$ 1,591)
Werkstatt. Allegorie der "Österreichischen Mildigkeit", "Freygebigkeit" und "Kaiserlichen Magnificenz".
Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 29,6 x 45,3 cm.
Ölstudie nach Partien in den Fresken der Apotheose Karls VI. in der Kalotte der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 45).
Provenienz: Wie bei Los 6040.
Literatur: Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 174, Ö 12H.
Werkstatt. Stürzende Laster.
Öl auf Papier. 46,4 x 30 cm. Verso von späterer Hand in Feder bez. "Ein Theil des vorigen Plafond in der Kaiserlichen Bibliothek in Wien / gemalen von Daniel Gran 1723".
Ölstudie nach Partien in den Fresken der Apotheose Karls VI. in der Kalotte der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 45).
Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn.
Literatur: Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 174, Ö 12G.
Die Söhne des Peter Paul Rubens.
Öl auf Leinwand, doubliert. 71 x 60,5 cm.
Niessen, Wilhelm Joseph
Madonna della Tenda (mit dem Vorhang). Nach Raffael
Los 6047
Schätzung
750€ (US$ 852)
"Madonna della Tenda" (Die Madonna mit dem Vorhang).
Öl auf Holz, parkettiert, nach Raffael. 67,4 x 54,7 cm. Verso bezeichnet "'Madonna della Tenta' Rafael / Smlg. München Pinakothk / Wilhelm Jos. Niessen / 1827-1903".
Das 1513/14 entstandene gleichgroße Original Raffaels befindet sich seit dem Ankauf durch Kronprinz Ludwig im Jahr 1819 in der Alten Pinakothek, München (Inv. Nr. WAF 797).
Vogel von Vogelstein, Carl Christian
Die Jungfrau Maria erscheint dem hl. Jospeh Calasanz und den Kindern
Los 6048
Schätzung
6.000€ (US$ 6,818)
Die Madonna erscheint dem hl. Joseph von Calasanz, der mit seinen Schulkindern um den Beistand Gottes für sein Unternehmen bittet.
Öl auf Leinwand. 50 x 74,5 cm. Unten links undeutlich signiert und datiert "[...] Vogelstein 18[...]". Um 1840.
Der spanische Heilige José de Calasanz (1556-1648) gründete in Rom eine Schule für arme und verwaiste Kinder und legte damit den Grundstein für das katholische Volksschulwesen. Im 19. Jahrhundert wurde er zum Schutzpatron der katholischen Primarschulen erklärt. Vogelstein zeigt den Ordensgründer kniend im Kreis von Kindern, den Blick und die Geste vertrauensvoll nach oben gerichtet: In einer lichten Wolkenvision erscheinen Maria mit dem Christuskind, umgeben von Engeln. Die Komposition verbindet irdische Fürsorge und himmlische Legitimation.
Eine signierte Vorzeichnung zu dieser Komposition wurde 2018 bei Lempertz in Köln versteigert (Auktion 1118, 17. November 2018, Los 2004).
Zu der Komposition ist überliefert, dass Vogelstein um 1840 einen Auftrag für einen Altar der Gymnasialkirche in Brüx/Most (Nordböhmen) erhielt. Diese Kirche existiert heute nicht mehr. Eine weitere eigenhändige Version von 1842 befindet sich in der katholischen Kirche in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge. Wir danken Gerd-Helge Vogel für die Bestätigung der Autorenschaft und weitere wertvolle Hinweise (E-Mail vom 18. November 2025).
Lebrun, Hippolyte
Frühlingsreigen Arkadische Landschaft mit Tanzenden
Los 6049
Schätzung
4.500€ (US$ 5,114)
Frühlingsreigen: Arkadische Landschaft mit Tanzenden und dem Blumenopfer an eine Göttin.
Öl auf Leinwand, doubliert. 55 x 65,5 cm. Auf dem Stein signiert und datiert "H-Lebrun 1816", verso auf dem Keilrahmen mit dem Stempel des Künstlerbedarfs Belot (rue de l'arbre-Sec, Paris).
Über den französischen Künstler Hippolyte Lebrun ist nahezu nichts bekannt. Benezit vermerkt, dass Lebrun von 1814 bis 1824 mit Landschaften und Historien auf den Pariser Salons vertreten war.
Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung.
Kügelgen, Johann Karl Ferdinand von
Blick auf Partenite auf der Krim
Los 6050
Schätzung
7.500€ (US$ 8,523)
Blick auf Partenite auf der Krim.
Öl über Lithographie auf Papier, kaschiert auf Hartfaserplatte. 28,7 x 38,7 cm. Unten rechts signiert "C. de Kügelgen". Um 1827.
Karl von Kügelgen, der Zwillingsbruder von Gerhard von Kügelgen, wurde 1804 Mitglied der Akademien in St. Petersburg und Berlin. Im Auftrag Zar Alexanders I. bereiste er 1804 und 1806 die Krim und fertigte dabei mehrere hundert Skizzen an, nach denen er zahlreiche sorgfältig ausgeführte Sepiazeichnungen schuf. Rund 40 dieser Blätter befinden sich heute in der Eremitage. Die leicht und luftig wirkenden Ansichten sollten dem Zaren die südliche Landschaft der Krim nahebringen. Ergänzend entstanden etwa 30 Landschaftsgemälde nach den Sepiablättern für einen Sommerpalast Alexanders.
Zu den Sepiabildern zählt auch die Ansicht Partenite, die als Vorlage für das vorliegende Bild diente. Neben der Malerei widmete sich Kügelgen seit 1819 auch der Lithographie und veröffentlichte 1827 sechzehn Krim-Zeichnungen unter dem Titel Vues pittoresques de la Crimei.
Darunter befand sich auch das vorliegende Blatt mit dem Blick auf Partenit(e), "das Kügelgen so übermalte, das der grafische Bildgrund nicht zu erkennen ist. Nach der Veröffentlichung der Krim-Lithographien würde ich das Bild 'um 1827' datieren. Ein weiteres Bild von Kügelgen in dieser Technik ist bisher nicht bekannt" (zit. nach Dr. Dorothee von Hellermann, Gutachten in Kopie vorliegend).
Beer, Wilhelm Amandus
Jahrmarkt bei Smolensk in Russland
Los 6051
Schätzung
1.800€ (US$ 2,045)
Jahrmarkt bei Smolensk in Russland.
Öl auf Malkarton. 20,9 x 26,1 cm. Unten rechts signiert, bezeichnet und datiert "W. A. Beer. Frankfurt a/M. 1878 [letzte Ziffer schwer leserlich]", verso wohl eigenh. bezeichnet "Russische Jahrmarktscene / aus dem Gouv. Smolensk / gemalt v. W. A. Beer / Frankurt a/M / Grüneburgweg No 153".
Während längerer Aufenthalte im Gouvernement Smolensk in den Jahren von 1867-1870 und erneut 1877, vor allem auf dem Gut des Malers Sergej Andrjewitsch von Baryschnikoff, studierte Wilhelm Amadeus Beer eingehend die Charakteristika von Land und Leuten, was ihm den Beinamen Russen-Beer eintrug.
Provenienz: Dorotheum, Wien, Auktion vom 6.-8. Februar 1930, Los 42 (mit Abb.).
Krüger, Franz - nach
Die russische Garde in Zarskoje Selo im Jahr 1832
Los 6052
Schätzung
4.500€ (US$ 5,114)
nach. Die russische Garde in Zarskoje Selo im Jahr 1832.
Öl auf Holz. 40 x 66 cm. Unten links auf Russisch in kyrillischer Schrift bezeichnet "Gemalt im Jahr 1841, am 28. August Fr. K.", verso auf versilbertem Grund in Schwarz das russische Adlerwappen in ornamentaler Kartusche mit russ. Bezeichnung "Dieses glorreiche Jahr ist vorbei, aber die darin vollbrachten Taten werden nicht vergehen! / Für Glauben und Treue! / 1886".
Franz Krüger war nicht nur führender Porträtist am preußischen Hof, sondern auch einer der bevorzugten Maler des russischen Kaisers Nikolaus I. und daraus resultierend der Petersburger Aristokratie. Zwischen 1832 und 1851 reiste Krüger insgesamt vier Mal nach St. Petersburg. Bereits bei seinem ersten Besuch im Jahr 1832 bestellte der Kaiser das Monumentalwerk Die russische Garde, das Krüger 1841 vollendete (Alexanderpalast, Puschkin). In dem über zwei Meter breiten Gemälde hält Krüger mit der ihn auszeichnenden Sachlichkeit, aber auch mit warmherziger Detailverliebtheit die Uniformierug von vierzig Gardisten fest: "Selbst die prächtig gewachsenen und keck gedrehten Schnurrbärte der Dargestellten sind höchst aktuell: erst seit 1832 wurde dieser stolze Gesichtsschmuck Offizieren aller Truppeneinheiten erlaubt. Weiß man, welche Faszination die eigenartige Ästhetik all des militärischen Beiwerks auf Nikolaus I. ausübte, welche Bedeutung er der Schönheit der Verpackung seiner wackeren Vorzeigekrieger - der Gardisten - beimaß, wird man auch seine Ansprüche an ein derartiges Kunstwerk begreifen. Krüger genügte ihnen wie kein anderer." (Wasilissa Pachomova-Göres: "'Er ist der Unsere!' Franz Krüger und Russland", in: Preußisch korrekt, berlinisch gewitzt. Der Maler Franz Krüger 1797-1857, Ausst.Kat. Berlin 2007, S. 57).
Hildebrandt, Eduard
Schloss Tegel bei Berlin (Humboldt-Schloss)
Los 6053
Schätzung
3.500€ (US$ 3,977)
Schloss Tegel bei Berlin (Humboldt-Schloss).
Öl auf Leinwand. 26,7 x 39 cm. Unten links signiert und datiert "E. Hildebrandt 1853".
Der junge Eduard Hildebrandt war im Jahr 1843 in den Gravitationskreis Alexander von Humboldts geraten, der sein Talent erkannte und Friedrich Wilhelm IV. empfahl, was letztlich Hildebrandts große Reise nach Brasilien und Nordamerika ermöglichte. Nach seiner Rückkehr empfing Humboldt ihn in seiner engeren Gesellschaft; die Freundschaft zwischen den beiden Weitgereisten beschrieb Max Ring aufs Treffendste: "Trotz der Verschiedenheit ihres Alters und ihrer Lebensstellung bestand zwischen Beiden eine innere Verwandtschaft, dieselbe Liebe zur Natur, die gleiche Lust, ferne, besonders tropische Länder kennen zu lernen und zu erforschen, dieselbe geniale Befähigung, die Wunder des Weltalls zu erfassen und in Wort und Bild darzustellen. Wie Humboldt der Denker, so war Hildebrandt der Maler des 'Kosmos'. Beide erkannten diese Kongenialität ihrer Naturen und fühlten sich sympatisch zu einander hingezogen." (Max Ring: Erinnerungen, Bd. 2, Berlin 1898, S. 168f). Hildebrandts Portraits seines väterlichen Freundes im Arbeitszimmer in der Oranienburgerstraße (1847) und in der Bibliothek (1856) gehören zu den klassischen Motiven der Humboldt-Ikonographie. Eine Neuentdeckung ist dagegen vorliegende Ansicht von Schloss Tegel, dem Sitz der Humboldts, in dem Hildebrandt häufiger zu Gast war (vgl. Fanny Arndt (später Fanny Blaschnik-Arndt): Eduard Hildebrandt. Der Maler des Kosmos. Sein Leben und sein Werk, Berlin 1869, Kap. 1 "Im Schlossgarten zu Tegel", S. 1-8).
Stillleben mit Pfingstrosen.
Öl auf Holz. 21,8 x 15,7 cm. Unten rechts signiert "I. L. Jensen".
Selbstbildnis des Künstlers mit roter Malerkappe.
Öl auf Leinwand. 56,5 x 47,5 cm. Um 1834.
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers, bis 1987 in Familienbesitz.
Westdeutsche Privatsammlung.
Literatur: Matthias Lehmann: Friedrich Simmler (1801-1872). Leben und Werk des Malers aus Geisenheim: ein Beitrag zur Kunst- und Kulturgeschichte des Rheingaus in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, Frankfurt a. M. 2012, S. 159, Abb. 281 und WK 62/3.
Rosa Klatschmohn.
Öl auf Leinwand. 26 x 21,7 cm. Unten links monogrammiert "AN".
1847. Grab mit Trauerweiden auf Rügen, im Hintergrund eine Windmühle.
Öl auf Leinwand. 34,1 x 39,9 cm. Rechts unten bezeichnet und datiert "Auf Rügen / 1847.", verso auf dem Keilrahmen unleserlich bezeichnet.
Österreichisch
Mitte 19. Jh. Stillleben mit Trauben und Mispeln in einer Kristallschale
Los 6058
Schätzung
600€ (US$ 682)
Mitte 19. Jh. Stillleben mit Trauben und Mispeln in einer Kristallschale.
Öl auf Leinwand. 30,6 x 37,8 cm. Verso auf der Leinwand bezeichnet "R Schönn [1]849".
Deutsch oder Dänisch
1852. Zaunwinden mit Schmetterlingen
Los 6059
Schätzung
600€ (US$ 682)
1852. Zaunwinden mit Schmetterlingen.
Öl auf Holz. 26,1 x 35 cm. Unten rechts monogrammimert und datiert "KP / 1852".
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
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