Los 6038

Gran, Daniel - Werkstatt
(1694 Wien - 1757 St. Pölten)De Re tormentaria et Byrobolica: Artillerie und Festungsbau.

Schätzung
1.400€ (US$ 1,591)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 6038 - Gran, Daniel - Werkstatt - De Re tormentaria et Byrobolica: Artillerie und Festungsbau.  - 0 - thumbExtragroße Abbildung

Aus dem Katalog
Gemälde Alter und Neuerer Meister
Auktionsdatum 4.6.2026

Lot 6038, Auction  127, Gran, Daniel - Werkstatt, De Re tormentaria et Byrobolica: Artillerie und Festungsbau.

Werkstatt. "De Re tormentaria et Byrobolica": Artillerie und Festungsbau.
Öl auf Papier, montiert auf einem modernen Leinwanduntersatz. 28 x 59,2 cm.

Bei vorliegender Ölstudie (sowie den nachfolgenden Losen 6039 und 6040) handelt es sich um ein Modelletto zu den Kuppelfresken "Die Schule von Athen" in der Österreichischen Nationalbibliothek, ehem. Hofbibliothek (vgl. Knab F 35), die Knab Daniel Grans Werkstatt zuschreibt (Knab S. 174).
Die Fresken im Prunksaal der Österreichische Nationalbibliothek, der ehemaligen kaiserlichen Hofbibliothek in Wien, wurden zwischen 1726 und 1730 von dem Barockmaler Daniel Gran geschaffen. Sie zählen zu den bedeutendsten Beispielen barocker Deckenmalerei in Mitteleuropa. Im Mittelpunkt steht das monumentale Kuppelfresko mit der Apotheose von Karl VI., dem Bauherrn der Hofbibliothek. Der Kaiser erscheint, von mythologischen Figuren wie Apollo und Herkules getragen und von allegorischen Gestalten umgeben, als Förderer von Wissenschaft, Kunst und universaler Gelehrsamkeit. Zugleich verweisen diese Figuren auf die Tugenden der Habsburgerherrschaft und ihre kulturelle Mission.
Der langgestreckte Bibliothekssaal ist thematisch entlang seiner Längsachse gegliedert: Während im Eingangsflügel weltliche und kriegerische Aspekte der Herrschaft thematisiert werden, erscheinen im gegenüberliegenden „Friedensflügel“ allegorische Darstellungen von Harmonie, Wissen und göttlicher Ordnung. In enger Verbindung mit der Architektur entfaltet sich so ein komplexes Bildprogramm, das die Idee der barocken Universalbibliothek als Ort kaiserlicher Macht, Gelehrsamkeit und kultureller Repräsentation inszeniert.
Als Gesamtkunstwerk des österreichischen Barocks verbinden Grans Fresken die illusionistische Öffnung des Raumes zum Himmel mit einer vielschichtigen Bildsprache aus Mythologie und Allegorie und prägen bis heute die ikonographische und räumliche Wirkung des Prunksaals.

Provenienz: Sammlung Prof. Karl Herrmann Usener, Marburg a. Lahn (verso Etikett "Frau Marie Meyer-Ilschen / Stuttgart-Bad Canstatt", Mutter von Rosemarie Usener).

Literatur: Vgl. Eckhard Knab: Daniel Gran, Wien/München 1977, S. 173, Ö 12C.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.


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