wohl 16. Jh. Mariä Verkündigung.
Öl auf Holz, parkettiert. 51 x 56,5 cm.
Entstanden nach der Vorlage des um 1350 zu datierenden Verkündigungsfreskos in der Servitenkirche in Florenz. Erste Kopien des bedeutenden Gemäldes entstanden bereits 1369, aber im ausgehenden 16. Jahrhundert erfuhr die Rezeption der Komposition eine ganz neue Qualität und verbreitete sich im Zuge der erstarkten Marienverehrung und durch die Besprechung in verschiedenen Traktaten wie Gabriele Paleottis oder Francesco Bocchis über ganz Europa.
Meister der Apollo- und Daphne-Legende
Szenen aus dem Leben der hl. Maria Magdalena
Los 6001
Schätzung
14.000€ (US$ 15,909)
Szenen aus dem Leben der hl. Maria Magdalena.
Öl mit Goldhöhungen auf Holz, aufgedoppelt und parkettiert. 89,5 x 74,5 cm.
Vorliegende Tafel ist ein charakteristisches Werk des Meisters der Apollo- und Daphne-Legende, ein anonymer Florentiner Maler aus dem Umkreis von Bartolomeo di Giovanni, Domenico Ghirlandaio und Sandro Botticelli. Die Zuschreibung stammt von Everett Fahy, der das Œuvre dieses Künstlers als erster umfassend kennerschaftlich umrissen hat (Archivio fotografico Fondazione Federico Zeri, Fototeca Everett Fahy, Karteinr. 103405). Den Notnamen übernahm Fahy von Federico Zeri, der zeitgleich zum Meister forschte und den Namen von zwei Tafeln aus der Sammlung Samuel H. Kress zu diesem mythologischen Thema ableitete (heute Smart Museum of Art, Chicago). Zuletzt hat Nicoletta Pons, die das Wirken des Meisters im 16. Jahrhundert untersuchte, eine vorsichtige Identifizierung mit Giovanni Benedetto Cianfanini (1462-1542) vorgeschlagen, dessen Ausbildung in Botticellis Werkstatt und spätere Zusammenarbeit mit Fra' Bartolomeo und Piero di Cosimo nachweisbar ist (vgl. Nicoletta Pons: “Importanti opere perdute di pittori fiorentini a Pistoia e una aggiunta al Maestro di Apollo e Dafne,” in: Fra Paolino e la Pittura a Pistoia nel Primo ‘500, Ausst.Kat. Florenz 1996, S. 51-52). Die überlieferten Arbeiten des Künstlers sind in ihrem malerischen Idiom einheitlich, Figuren- und Landschaftstypen wiederkehrend. Das mit unserer Tafel am engsten verwandte Werk ist die Kreuzigungsgruppe in der Berliner Gemäldegalerie (Inv. 2144).
Wir danken Dr. Nicoletta Pons für die Bestätigung der Autorschaft (E-Mail vom 12. März 2026).
Provenienz: Privatsammlung Rheinland.
Cleve, Joos van - Nachfolge
Der hl. Hieronymus im Gehäuse
Los 6002
Schätzung
12.000€ (US$ 13,636)
Nachfolge, drittes Viertel 16. Jh. Der hl. Hieronymus im Gehäuse.
Öl auf Holz, parkettiert. 98,5 x 81 cm.
Die Komposition greift einen durch Joos van Cleve popularisierten Bildtypus auf, der wiederum eine Hommage van Cleves an Albrecht Dürers Version des Motivs war. Der Nürnberger Meister schuf seinen Hieronymus 1521 in Antwerpen (heute Museu Nacional de Arte Antiga, Lissabon), wo die Bildfindung des ehrwürdigen Gelehrten in der Studierstube, der mit dem Finger seiner linken Hand auf einen Totenkopf deutet und mit der rechten melancholisch den geneigten Kopf stützt, unter den dort ansässigen Malern für Furore sorgte. Auch van Cleve war Dürers Gemälde aus eigener Anschauung bekannt. Von ihm und seiner Werkstatt sind mindestens dreizehn Fassungen der Darstellung bekannt, die ihrerseits von Zeitgenossen wie Pieter Coecke van Aelst vielfach rezipiert und variiert wurden. Vorliegendes Werk zeichnet sich durch die hohe malerische Qualität aus und entstand in unmittelbarer Nachfolge van Cleves. Stilistisch und in den meisten Bilddetails stimmt die Tafel mit einer Nachfolgerarbeit im St. Annen-Museum in Lübeck überein (Inv. 2020.2), die John Oliver Hand und Bodo Brinkmann in das späte 16. Jahrhundert datieren. Beide Arbeiten gehören in die Nähe einer Gruppe von Werken, die einen sehr ähnlichen Bildaufbau und vergleichbares Objektinventar zeigen, sich jedoch durch die Zutat einer prächtigen goldenen Wanduhr unterscheiden (vgl. RKD Nrn. 28187, 42170, 47417, 48198, 52995, 55228, 63612).
Provenienz: Pierre Bergé & Associés, Paris, Auktion am 14. Juni 2017, Los 8.
Privatsammlung Deutschland.
Aachen, Hans von - Umkreis
Die Heilige Familie mit der hl. Anna und zwei Engeln
Los 6003
Schätzung
1.500€ (US$ 1,705)
Umkreis. Die Heilige Familie mit der hl. Anna und zwei Engeln.
Öl auf Kupfer. 28,7 x 22 cm.
Für das frühe 17. Jahrhundert typisches Kabinettbild auf Kupfer, nach einem verlorenen Original von Hans von Aachen von etwa 1590, das in einer druckgraphischen Übersetzung von Aegidius Sadeler II. (Hollstein 79) und weiteren Kopien überliefert ist.
Heyden, Jacob van der - zugeschrieben
Bildnis Johann Friedrich Herzog von Württemberg im allegorischen Rahmen
Los 6004
Schätzung
15.000€ (US$ 17,045)
zugeschrieben. Brustbildnis Johann Friedrich Herzog von Württemberg in ovaler Kartusche gerahmt von den Personifikationen der Gerechtigkeit und des Friedens.
Öl auf Kupfer. 32,5 x 21 cm. Verso bezeichnet "GM". Um 1610.
Provenienz: Sammlung Pauline Stern, Stuttgart.
Deren Nachlassauktion bei J. M. Heberle (H. Lempertz' Söhne), Köln, Auktion am 5. April 1910, Los 149 (als "unbekannter Meister").
Hugo Helbing, München, Auktion am 8. März 1911, Los 150 ("unbekannt").
Schweizer Privatsammlung.
Süddeutsch
um 1600. Maria mit dem Christusknaben, Johannes d. Täufer und der hl. Elisabeth in einer Landschaft
Los 6005
Schätzung
4.000€ (US$ 4,545)
um 1600. Maria mit dem Christusknaben, Johannes d. Täufer und der hl. Elisabeth in einer Landschaft.
Öl auf Kupfer. 16,5 x 12,8 cm.
Arthois, Jacques d' - zugeschrieben
Waldige Landschaft mit Schäfern
Los 6006
Schätzung
3.500€ (US$ 3,977)
zugeschrieben. Waldige Landschaft mit Schäfern, links ein kleiner Teich.
Öl auf Leinwand, doubliert. 65 x 90 cm.
Provenienz: Privatsammlung Potsdam.
Neefs II, Pieter
Innnenansicht einer gotischen Kathedrale
Los 6007
Schätzung
12.000€ (US$ 13,636)
Innnenansicht einer gotischen Kathedrale.
Öl auf Holz, parkettiert. 38,7 x 54,2 cm. Auf der Säule vorne rechts in Versalien signiert "Peeter / Neeffs".
Pieter Neefs II und sein Vater Pieter Neefs I gelten als zwei der bedeutendsten flämischen Architekturmaler ihrer Zeit. Neefs II erhielt seine erste Ausbildung bei seinem Vater und bei Hendrick van Steenwyck d. J. Nach einem mehrjährigen Studienaufenthalt in Italien zwischen 1655-1657 kehrte Neefs nach Antwerpen zurück und trat in die Werkstatt seines Vater ein. Die hohe künstlerische Qualität seiner Arbeiten lässt die neuere Forschung zunehmend an der althergebrachten Händescheidung zwischen Vater und Sohn zweifeln. Tatsächlich arbeiteten beide Künstler lange Jahre sehr eng zusammen und gingen auch Kooperationen mit denselben Figurenmalern ein, darunter Künstler wie Frans Francken d. J., David Teniers, Sebastian Vrancx und Hieronymus Janssens. Die damalige Werkstattpraxis lässt sogar die gemeinsame Arbeit beider Künstler an ein und demselben Gemälde denkbar erscheinen. Das vorliegende Gemälde zeigt die sonnendurchflutete Innenansicht einer spätgotischen Kathedrale gegen Osten, die - wie viele von Neefs Kircheninterieurs - von der Liebfrauenkirche in Antwerpen inspiriert zu sein scheint. - Mit einer schriftlichen Expertise von Max J. Friedländer, Berlin, vom 22. August 1932.
Stella, Jacques
Madonna mit Kind, eine Traube haltend
Los 6008
Schätzung
7.500€ (US$ 8,523)
Madonna mit Kind, eine Traube haltend.
Öl auf Kupfer, Goldhöhungen, verso eingraviert das Wappen Genuas in ornamentaler Kartusche mit dem Schriftzug "Fabrica di Gio. Batista Rocc[a]". 16,2 x 12,5 cm.
Das Gemälde war bislang nur durch einen gegenseitigen Kupferstich bekannt, den Pierre Mariette Charles Audran zuschreibt (Le Blanc 29). Der Madonnen-Typus ist im Werk Jacques Stellas wiederkehrend und lässt sich beispielsweise mit dem in seiner Heiligen Familie mit Elisabeth und Johannes aus den 1630er Jahren im Musée des Augustins in Toulouse (Inv. 2004 1 85) vergleichen. Der Typus tauchte laut Sylvain Kerspern erstmals in Arbeiten aus Stellas letzten römischen Jahren auf, etwa einer weiteren Heiligen Familie von 1632/33 im Musée Fabre (Inv. 2001.6.1). Die Färbung von Mariens Kleid in Rosarot setzte sich dagegen erst um 1638/39 im Werk des Künstlers durch, nachdem er nach Paris zurückgekehrt war. Kerspern geht deshalb davon aus, dass Stella die Kupferplatte zwar noch in Italien erwarb, womöglich auf dem Weg nach Frankreich - worauf das rückseitig eingravierte Wappen Genuas hindeutet -, das Werk jedoch erst um 1638/41 in Paris malte.
Eine schriftliche Expertise von Sylvain Kaspern vom Juli 2025 ist in Kopie vorhanden. Das Gemälde wird in das Online-Werkverzeichnis des Künstlers aufgenommen.
Spanisch
17. Jh. . Der hl. Isidor vor einer Flusslandschaft
Los 6009
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
17. Jh. Der hl. Isidor vor einer Flusslandschaft.
Öl auf Stein (Marmor oder Alabaster?). 17,6 x 20,7 cm. Gerahmt.
Florentinisch
18. Jh. Campagna mit einem Paar am Fluss sitzend.
Los 6010
Schätzung
1.800€ (US$ 2,045)
18. Jh. Campagna mit einem Paar am Fluss sitzend.
Pietra dura. 16,5 x 23,7 cm. Verso nummeriert und bezeichnet "N: 3 / Pl. 50. l'uno" sowie ein Siegellackstempel und weitere Nummerierungen.
Velde, Peter van den
Südliche Küstenlandschaft mit Schiffen
Los 6011
Schätzung
2.500€ (US$ 2,841)
Südliche Küstenlandschaft mit Schiffen.
Öl auf Kupfer. 39,7 x 51,6 cm. Unten mittig schwer leserlich signiert "Peeter van ...".
Provenienz: Karl und Faber, München, Auktion im Juni 1968, Los 259 (damals mit einer Expertise von Max J. Friedländer vom 20. Mai 1938).
Privatsammlung Rheinland.
Flämisch
17. Jh. Diana mit ihrem Gefolge auf der Jagd
Los 6012
Schätzung
4.000€ (US$ 4,545)
17. Jh. Diana mit ihrem Gefolge auf der Jagd.
Öl auf Leinwand, doubliert. 90 x 70 cm.
Stalbemt, Adriaen van
Landschaft mit Diana und Aktaeon
Los 6013
Schätzung
28.000€ (US$ 31,818)
Landschaft mit Diana und Aktaeon.
Öl auf Leinwand, doubliert. 121 x 168 cm. Um 1620.
Die pittoreske Landschaft mit einem natürlichen Felsentor bildet die Kulisse für eines der beliebtesten Motive aus den Metamorphosen des Ovid: Der Jäger Aktaeon erspäht die unbekleideten Nymphen aus dem Gefolge der Diana im Bade, was zur Folge hat, dass der Jäger von der Göttin in einen Hirsch verwandelt und anschließend von seinen eigenen Hunden gerissen wird. Das phantastische, bewachsene Felsentor bietet den Ausblick auf Diana zu Pferd bei der Jagd im Hintergrund, während sich Aktaeon von links den Nymphen im Vordergrund nähert, deren helle Körper sich deutlich vor dem dunklen Fond abheben. Stalbemt sucht in dieser Komposition den malerischen Gesamteindruck und nicht die Glaubwürdigkeit einzelner Details. Der aus Antwerpen gebürtige Stalbemt hielt sich von 1585 bis 1610 in Middelburg auf, bevor er wieder in seine Heimstadt zurückkehrt und dort Mitglied der Malergilde und 1617 zu deren Dekan ernannt wird. Seine Landschaften in der Tradition von Jan Bruegel d. Älteren, von Joos de Momper und von Gillis van Coninxloo zählen zu den harmonischsten Schöpfungen dieses Genres in Flandern im 17. Jahrhundert.
Provenienz: Dr. José Andreu Miralles (1891-1978), Barcelona.
Seitdem in Familienbesitz, Spanien.
Literatur: Joaquim Folch i Torres: "Una collecció de pintura antiga", in: D’Ací i d’Allà, Dezember 1931, S. 447 mit Abb. (als "van Arthois").
Klaus Ertz und Christa Nitze-Ertz: Adriaen van Stalbemt 1580-1662: Kritischer Katalog der Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphik, Lingen 2018, S. 344, Nr. 207a (mit Abb).
Ansicht von Maarssen an der Vecht.
Öl auf Leinwand, doubliert. 77 x 107 cm. Unten rechts auf dem Ruderboot signiert "JStorck" (Initialen ligiert). Um 1680.
Jacobus Storcks Ansichten von Maarssen an der Vecht wurden früher häufiger verwechselt mit denen von Amsterdam Overtoom. Storck hat die Vedute mehrfach variiert, im digitalisierten Archiv des RKD, Den Haag, können mindestens vier weitere Fassungen nachgewiesen werden, davon zwei 1677 bzw. 1681 datiert (vgl. hierzu auch E. Munnig Schmidt: "Jacob Storck (1641- um 1693), kunstschilder, en de Vecht", in: Jaarboekje Niftarlake, 2005, S. 31, Abb. 9; ebd. der Versuch einer genaueren Identifizierung der Topographie).
Provenienz: Privatsammlung Rheinland.
Schoeff, Johannes Pietersz.
Weite abendliche Landschaft
Los 6015
Schätzung
9.000€ (US$ 10,227)
Weite abendliche Landschaft.
Öl auf Leinwand, doubliert. 83,5 x 120 cm. Unten rechts signiert und datiert "GSchoeff 1644" (Initialen ligiert).
Provenienz: Sotheby's, London, Auktion am 11. Juli 1973, Los 90 (mit Abb.).
Erworben durch Kunsthandel Xaver Scheidwimmer, München.
Seit 1973 Privatsammlung Rheinland.
Vinckboons, David - Umkreis
Waldlandschaft mit Jägern
Los 6016
Schätzung
3.000€ (US$ 3,409)
Umkreis. Waldlandschaft mit Jägern.
Öl auf Holz. 14,2 x 16,4 cm.
Gori, Alessandro
Stillleben mit Federwild, Walnüssen und Gemüse
Los 6017
Schätzung
2.400€ (US$ 2,727)
Stillleben mit Federwild, Walnüssen und Gemüse.
Öl auf Leinwand, doubliert. 61 x 72,3 cm. Unten rechts signiert und datiert "Ales.o Gori F. 1757.".
Saeys, Jakob Ferdinand
Elegante Gesellschaft vor einem Palast (Aufbruch zur Falkenjagd)
Los 6018
Schätzung
1.500€ (US$ 1,705)
Elegante Gesellschaft vor einem Palast (Aufbruch zur Falkenjagd).
Öl auf Leinwand. 46 x 37,5 cm.
Carlone, Giovanni Battista - nach
Josephs Brüder zeigen Jakob den blutigen Rock
Los 6019
Schätzung
1.800€ (US$ 2,045)
nach. Josephs Brüder zeigen Jakob den blutigen Rock.
Öl auf Holz. 50 x 62,3 cm.
Das Gemälde gibt eine großformatige Leinwand aus einem fünfteiligen Zyklus mit Darstellungen aus der Geschichte von Joseph wieder. Die Bildserie befand sich lange in der Sammlung der Dukes of Norfolk und galt dort als ein Werk des Guercino. Heute werden die Arbeiten dem bedeutenden Genueser Barockmaler Giovanni Battista Carlone zugewiesen (vgl. Ezia Gavazza, Giovanna Rotondi Terminielloi (Hrsg.): Genova nell'età barocca, Ausst. Kat. Genua 1992, S. 119); zwei der Gemälde, darunter auch die Vorlage für unser Werk, verwahrt heute die Bob Jones University Collection, Greenville.
zugeschrieben. Die Heilige Familie.
Öl auf Leinwand, doubliert. 62,5 x 50,5 cm.
Wir bedanken uns bei Prof. Daniele Benati für freundliche wissenschaftliche Hinweise.
Provenienz: Aus der Sammlung Jan Kelch (1939 - 2017), ehem. Kustos Gemäldegalerie Berlin.
Französisch
17. Jh. oder 18. Jh. Stillleben mit Pfirsichen, Trauben, Zinnkrug und Auster
Los 6021
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
17. Jh. oder 18. Jh. Stillleben mit Pfirsichen, Trauben, Zinnkrug und Auster.
Öl auf Leinwand, doubliert. 46,5 x 62 cm.
Kalf, Willem - In der Art
Prunkstillleben mit Nautiluspokal, Römer und Früchten
Los 6022
Schätzung
750€ (US$ 852)
In der Art. Prunkstillleben mit Nautiluspokal, Römer und Früchten.
Öl auf Leinwand. 81,5 x 69 cm. Wohl 19. Jh.
Provenienz: Privatsammlung Potsdam.
Deutsch oder Schwedisch
um 1675. Bildnis der Charlotte Eleonora Faust
Los 6023
Schätzung
750€ (US$ 852)
um 1675. Bildnis wohl der Freiherrin Charlotte Eleonora Baner (1657-1673).
Öl auf Leinwand. 78,5 x 65 cm (im Oval). Verso auf dem Keilrahmen mit Etiketten einer Wiesbadener Spedition, darauf mit dem handschriftl. Namen "Charlotte Eleonora Faner 1657-1673", derselbe Name auch in Bleistift auf dem Keilrahmen.
Provenienz: Privatsammlung Potsdam.
Grooth, Johann Friedrich von
Tierstück mit Ozelot und Ente
Los 6024
Schätzung
18.000€ (US$ 20,455)
Tierstück mit Ozelot und Ente.
Öl auf Leinwand, doubliert. 109 x 140,5 cm. Links auf dem Baumstumpf signiert und datiert "J. F. Grooth Px. 1761".
Der aus Stuttgart gebürtige Johann Friedrich Grooth reüssierte vor allem als Tiermaler. 1745 kam er mit 28 Jahren nach St. Petersburg an den Hof der Zarin Elisabeth Petrowna als deren Hofmaler. Er wurde zum Ehrenmitglied der Petersburger Kunstakademie ernannt. Seine Tierstücke finden sich in den Schlössern und Pavillons der Zarin, sowie in den Museen von St. Petersburg, Stockholm und Potsdam.
Provenienz: Privatsammlung Transsilvanien.
Pesne, Antoine - Werkstatt
Friedrich II von Preußen als Kronprinz
Los 6025
Schätzung
4.000€ (US$ 4,545)
Werkstatt. Friedrich II. von Preußen als Kronprinz.
Öl auf Leinwand, durch Anstückungen zum dreiviertelfigurigen Portrait vergrößert. 128 x 98 cm. Verso auf der Leinwand in Schwarz von fremder Hand bez. "FRJDERJC / II. / ROY DE PR. / paint par ant. Pesne peintre de sa Majesté 1745.".
Das Porträt zeigt Friedrich im geschwärzten Kürass mit darübergelegter orangefarbener Schärpe des Schwarzen Adlerordens sowie dem prächtigen hermelingesäumten Krönungsmantel, der von einer mit Brillanten besetzten Fibel gehalten wird. Darunter trägt der Kronprinz eine malerische Paraphrase der Uniform seines 1. Bataillons Leibgarde, Infanterie Regiment Nr. 15 I, welches in (Neu-) Ruppin stationiert war. Man sieht den Porträtierten en face, den Oberkörper allerdings fast ins Profil gewendet. Unterstützt von der stimmungsvollen Wolkenlandschaft besitzt das Bildnis eine große Suggestionskraft. Das Motiv ist in der Werkstatt Pesnes in verschiedenen leicht voneinander abweichenden Fassungen wiederholt worden.
Provenienz: Privatsammlung Potsdam.
Flusslandschaft im Mondschein.
Öl auf Holz. 27,8 x 36,4 cm. Links unten signiert und datiert "Joh. Schepens 1796".
Fein ausgeführte Landschaft bei der der Künstler großes Augenmerk auf die Spiegelungen der Häuser und Boote im stillen Wasser des Flusses im Mondschein legte.
Kraus, Georg Melchior
Interieur mit Familie und spielenden Kindern
Los 6027
Schätzung
8.000€ (US$ 9,091)
Interieur mit Familie und spielenden Kindern.
Öl auf Leinwand. 55,5 x 43,5 cm. Unten rechts signiert "G M Kraus", verso auf der Leinwand von fremder Hand in Schwarz bez. "G. M. Kraus (Greuze-Schule) 1737-1806".
Das Gemälde des Frankfurter Malers Georg Melchior Kraus zeigt ein schlichtes Interieur des späten 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Mutter, die der ältesten Tochter das Haar flicht, während sich die zwei jüngeren Mädchen interessiert den bereitgelegten Kleidungsstücken widmen. Der Vater bleibt zurückhaltend im Hintergrund. Das farblich besonders subtile Werk ist ein charakteristisches Beispiel für die Genremalerei im Zeitalter der Aufklärung und zeigt die klassische Rollenverteilung, wie sie dem Ideal der bürgerlichen Familie zu der Zeit entspricht.
Provenienz: Lempertz, Köln, Auktion am 23. November 1996, Los 1045.
Süddeutsche Privatsammlung.
18. Jh. Christus in Emmaus.
Öl auf Leinwand, doubliert. 33,2 x 26,4 cm.
um 1700. Philosoph vor einem Buch.
Öl auf Leinwand. 106,5 x 88 cm.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
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