Döbel, Heinrich Wilhelm
Neueröffnete Jäger-Practica. Leipzig, Erben J. S. Heinsius, 1754. - Zweite erweiterte Ausgabe
Los 386
Schätzung
1.200€ (US$ 1,250)
Döbel, Heinrich Wilhelm. Neueröffnete Jäger-Practica, oder der wohlgeübte und erfahrne Jäger, darinnen eine vollständige Anweisung zur gantzen hohen und niedern Jagd-Wissenschaft. 4 Teile in 1 Band. Zweyte viel vermehrte und von Druckfehlern gereinigte Auflage. Mit 21 gefalteten Kupfertafeln. 35 x 22 cm. Halbleder d. Z. (berieben und bestoßen, mit Schabspuren, Rückdeckelbezug stärker lädiert und mit Fehlstellen) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Leipzig, Erben Johann Samuel Heinsius, 1754.
Souhart 143. Lindner 519.02. Schwerdt I, 146. – Zweite, um einen vierten Teil erweiterte Auflage des zuerst 1746 erschienenen Klassikers. "Das Standardwerk der deutschen Jagdliteratur des 18. Jahrhunderts" (Lindner). Behandelt auch das Forstwesen (Forstbotanik, Waldbau, Vermessung und Abschätzung, Forstschutz). – Wohlerhaltenes Exemplar aus der Schlossbibliothek des Baron von Hertefeld im nordbrandenburgischen Liebenberg in der heutigen Gemeinde Löwenberger Land, mit entsprechendem Exlibris auf dem Innenspiegel und Wappenstempel auf dem Titel (überstempelt: "Ungültig"). Das weiße Blatt hinter dem Vorsatz mit mehrzeiligem Eintrag von Philipp Friedrich Karl Alexander Botho Graf zu Eulenburg, ab 1900 Fürst zu Eulenburg und Hertefeld (1847-1921) aus dem Jahr 1911. "Dieses Lehrbuch übergab mir 1863 mein geliebter Onkel, Karl Freiherr von Hertefeld (der letzte) (geb. 1794 gest. 1867) in Liebenberg, um mich zu einem tüchtigen Jäger zu bilden. Zugleich schenkte er mir eine schöne englische Doppelflinte von Manton, die sich in dem Waffenarsenal zu Liebenberg befindet ...". Der preußische Diplomat Philip Eulenburg Hertefeld war bekanntlich ein enger Vertrauter von Kaiser Wilhelm II. Mit weiterem hs. Eintrag von Friedrich Leopold Samuel von Hertefeld (1741-1816), datiert 1773.
Fritsch, Ahasver
Corpus jurisvenatorio-forestalis. Leipzig, L. Gleditsch, 1702. - Zweite Ausgabe des bedeutenden jagd- und forstrechtlichen Kompendiums
Los 387
Schätzung
350€ (US$ 365)
Fritsch, Ahasver. Corpus jurisvenatorio-forestalis, Romano-Germanici tripartitum. 3 Teile in 1 Band. 16 (statt 20) Bl., 711 S.; 1 Bl., S. 723-940; 1 Bl., S. 1107-1212; 532 S., 14 Bl. (Index). Mit gestochenem Frontispiz. 33,5 x 21 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben, mit hs. Papierrückenschild) mit 2 Messingschließen (es fehlt ein Schließdorn). Leipzig, Ludwig Gleditsch, 1702.
Wesentlich umfangreichere zweite Ausgabe dieses bedeutenden jagd- und forstrechtlichen Kompendiums. Die erste Ausgabe erschien 1676 in weit geringerem Umfang. Das Werk gliedert sich in drei Teile, von denen der erste die bis dahin erschienene relevante Literatur zusammenfaßt, der zweite bildet eine Sammlung von Rechtsgutachten, insbesondere die Observationes forestales von J. C. Heroldt. "Im dritten Teil stellt Fritsch alle ihm zugänglichen Jagd- und Forstordnungen des 16. und 17. Jahrhunderts zusammen. Sie sind noch immer eine der wichtigsten Quellen für die Geschichte des Jagdrechts dieser Zeit" (Lindner). Ahasver Fritsch (1629-1701) stand in Diensten des Grafen Schwarzburg-Rudolstadt, zunächst als Hofmeister und später als Kanzler. Trotz der Sprünge in der Paginierung vollständig. Es existiert auch eine kollationsgleiche Auflage mit zweifarbigem Titelblatt. – Mal mehr gebräunt oder braunfleckig, sonst wohlerhalten. Zweispaltiger Druck.
Humphrys, William und Grant, Francis
The Meet at Mealton. London, Graves & Warmsky, 1841
Los 388
Schätzung
240€ (US$ 250)
Humphrys, William. The Meet at Mealton. Kolorierte Radierung von Francis Grant. Mit Passepartout unter Glas in versilberter Holzleiste gerahmt. 74,5 x 98 cm. London, Graves & Warmsky, 1841.
Siltzer, The story of British sporting prints, London 1929, S. 129. – Eine feine Gesellschaft, begleitet von zahlreichen Beageln, reitet aus zur Jagd. Unter den Teilnehmern befinden sind nachweislich beispielsweise Mary Margaret Stanley, Countess of Wilton; Arthur Grey, 3rd Lord Grey de Wilton; Edward Harbord, 4th Lord Villiers; John White; Sir Frederick Johnstone; Prince Liechtenstein; Sir David Baird; T. Haycock; William Cook; John Moore; Lord Archibald St. Maur; Chapman; Godwin; Earl of Howth; John Cuffe, 2nd Earl of Desart. – Stärker gebräunt. Nicht ausgerahmt, daher mit möglichen Randläsuren. Versand nur ohne Rahmen.
Le Verrier de la Conterie, Jean Baptiste Jacques
Venerie normande. Rouen, L. Dumesnil, 1778
Los 389
Schätzung
900€ (US$ 938)
Le Verrier de la Conterie, (Jean Baptiste Jacques). Vénerie normande, ou l'école de la chasse aux chiens courants, pour le lievre, le chevreuil, le cerf, le daim, le sanglier, le loup, le renard & la loutreavec les tons de la chasse. XV, 526 S. Mit 27 Holzschnitten auf 11 (10 mehrfach gefalteten) Tafeln und 16 (12 mehrfach gefalteten) Tafelseiten sowie 14 S. gestoch. Noten. 22 x 14 cm. Unbeschnittenes Exemplar in lädierter Interimskartonage d. Z. Rouen, L. Dumesnil, 1778.
Jeanson 1285. Schwerdt I, 313. Souhart 299-300. – Zweite Auflage des erstmals 1763 erschienenen französischen Standard-Werkes zur Jagd, in der definitiven Textversion des normannischen Jägers Le Verrier de la Conterie. "Cette 2e éd., très augmentée, présentant le texte définitif de Le Verrier, et dans laquelle il s'est livré tout entier, est bioen supérieur comme interêt à la première. Ce le seule complète" (Thiébaud). Die schönen Holzschnitte nach Caron auf bläulichem Papier zeigen u. a. Hirsch, Reh, Hase, Hund, Wildschwein, Otter, Wolf und ihre Fährten sowie Hirschgeweihe. – Kaum fleckig, ohne die meist fehlenden unbedruckten Seiten 447/48 zwischen den gestochenen Noten und dem folgenden Drucktext.
Rigault, Nicolas
Hierakosophion. Paris, H. Drouart, 1612. - Erste Ausgabe
Los 390
Schätzung
1.200€ (US$ 1,250)
Rigault, Nicolas (Hrsg.). Hierakosophion. Rei Accipitrariae scriptores nunc primum editi. In Latein und Altgriechisch. 3 Teile in 1 Band. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Titel in Rot und Schwarz. 22,5 x 16 cm. Pergament d. Z. (etwas berieben, fleckig und geworfen) mit goldgeprägtem RTitel. Paris, Hieronymus Drouart, 1612.
Thiébaud 499. Harting 306. Ceresoli 304. Schweiger I, 358. Hoffmann I, 500. Brunet V, 244-245. Ebert 5916. – Erste Ausgabe. Das Werk von dem Altphilologen Nicolas Rigault (1577-1654) behandelt den Fang, die Pflege, die Ausbildung, die Jagd auf Niederwild und die Gesundheit von den Raubvögeln Habicht und Falke. Dazu enthält das Werk ein Kapitel zu Jagdhunden. – Mit zwei radierten Besitzstempeln auf dem Titel. Papierbedingt etwas gebräunt, stockfleckig und durchgehend feuchtrandig am Kopfsteg. – Dabei: Faliscus Gratius. De Venatione Liber I. 107 S. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel und am Schluss. 14,5 x 9 cm. Pappband des 19. Jahrhunderts (leicht berieben und bestoßen). Lyon, Seb. Gryphius, 1537. - Adams G 1067. Thiebaud 745. Nicht bei Schwerdt. - Seltene Sammlung von lateinischen Jagdgedichten aus der Zeit des Augustus bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts. - Mit hs. Besitzvermerk auf dem Titel, etwas stockfleckig.
Williamson, Thomas
Oriental field sports. London, E. Orme, um 1820
Los 391
Schätzung
1.500€ (US$ 1,563)
"The most beautiful book on Indian sport in existence"
Williamson, Thomas. Oriental field sports; being a complete, detailed, and accurate description of the wild sports of the east. Second edition. XII, 455 S. Mit 40 kolorierten Aquatinta-Tafeln nach Zeichnungen von Samuel Howitt. 34,5 x 25 cm. Etwas späterer marmorierter Halblederband (berieben) mit RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. London, Edward Orme, (um 1820).
Vgl. Tooley 510. Abbey, Travel 427 (Anmerkung). Schwerdt II, 299. Souhart 494. Nissen, ZB 14416. – Undatierter zweiter Londoner Druck der Folioausgabe, die bei Edward Orme erschien. Eines der schönsten englischen Jagdwerke. Die reizvollen, sorgfältig kolorierten Tafeln nach Samuel Howitt mit verschiedenen indischen Jagdszenen wie Jagd auf Tiger, Elefanten, Bären, Leoparden, Büffel, Wölfe, Wildschweine etc. "The most beautiful book on Indian sport in existence" (Schwerdt). – Titel und Widmungsblatt mit vertikalen Quetschfalten. Insgesamt etwas stock- oder fingerfleckig, die Tafeln mit Abklatsch, die erste Tafel auch mit größerem Feuchtigkeitsrand.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
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