Sommerliche Parklandschaft.
Öl auf Leinwand. 57,3 x 76,6 cm. Unten rechts signiert und datiert "Ulrich Hübner [19]08.", verso auf dem Keilrahmen mit Bleistift bezeichnet "XI. Parck. Ulrich Hüber 1908", sowie erneut "XI".
Provenienz: Rudolf Lepke, Berlin, Auktion am 29. Oktober 1912, Nr. 72 (Tafel 50).
Schopmann, Hamburg, Auktion am 5. Dezember 2008, Los 7441.
Privatsammlung Berlin.
Quentin, Berlin, Auktion am 26. April 2014, Los 31.
Privatsammlung Berlin.
Ausstellung: Berlin 1908, 15. Ausstellung der Berliner Secession, Nr. 86.
Literatur: Simone Westerhausen: Ulrich Hübner - Stadt, Land, See. Tradition und Rezeption impressionistischer Landschafts- und Marinemalerei im Kaiserreich und in der Weimarer Republik, Dissertation, Berlin 2020 (Online), WVZ-Nr. 80.
Fischerboote im Hafen von Amsterdam.
Öl auf Leinwand. 53 x 83 cm. Unten rechts signiert und datiert "Hans Herrmann 1885", verso Reste des handschriftlichen Adressetiketts des Künstlers mit Titel "Fischboo[te im Ha]fen von A[...]".
Hans Herrmann verdankte seinen großen Erfolg vor allem seinen holländischen Landschaften, deren Reiz in der Verbindung realistischer Markt- und Hafenszenen mit virtuosen impressionistischen Effekten liegt. Die Vorzeichnung zu diesem Gemälde wurde auf einer Auktion bei Lempertz in Köln am 15. Mai 2003 (Los 1294) angeboten.
Melchers, Julius Garibaldi (Gari) - zugeschrieben
Mutter mit Kind
Los 6152
Schätzung
2.400€ (US$ 2,727)
zugeschrieben. Mutter mit Kind.
Öl auf Holz. 32,4 x 23,6 cm. Oben rechts signiert "M. Melchers", verso zwei Stempel "H. Vieille & L. Troisgros / 55 Rue Laval, Paris" und "1932 L.M. N. 211".
Holländisches Tulpenfeld.
Öl auf Leinwand. 43,2 x 56 cm. Unten links signiert "C. HITCHCOCK", verso abermals signiert sowie bezeichnet und datiert "G. HITCHCOCK / Egmond 1899".
Provenienz: Privatsammlung Rheinland.
Sommerlandschaft.
Öl auf Leinwand, verso: Portrait eines bärtigen Mannes. 41 x 32 cm. Rechts unten signiert (ligiert) "RBreyer". Um 1890.
Beigegeben von Robert Breyer ein weiteres signiertes Ölgemälde "Herbstliche Flusslandschaft" (48,5 x 70,5 cm).
um 1880. Der Windstoß.
Öl auf Leinwand. 120 x 80 cm.
Provenienz: Campo & Campo, Antwerpen (verso Ausstellungsetikette, 1986 und 2015).
Privatsammlung Berlin.
Fischer, Clara Elisabeth
Stillleben mit Veilchen in einer Glasvase
Los 6156
Schätzung
600€ (US$ 682)
Stillleben mit Veilchen in einer Glasvase.
Öl auf Holz. 23,7 x 32 cm. Oben links signiert und datiert "C. Fischer Berlin [18]97".
Bildnis einer jungen Frau mit Oleander.
Öl auf Leinwand. 52 x 42 cm. Unten rechts signiert und datiert "W. Haller 1905".
Einfühlsames, vom Jugendstil geprägtes Portrait einer jungen Frau. Der Oleander gilt als besonders schön und besonders widerstandsfähig. Da seine Blätter giftig sind, wird die Pflanze symbolisch oft auch mit widerstandsfähiger Liebe oder Verlust in Verbindung gebracht.
Quai an der Seine in Paris.
Öl auf Leinwand, auf Platte aufgezogen. 32,4 x 46,6 cm. Unten rechts signiert "Paul Lecomte".
Paul Lecomte war Schüler des aus Versailles stammenden Malers Émile-Charles Lambinet. Von 1868 bis 1912 war er regelmäßig mit Gemälden und Aquarellen im Pariser Salon vertreten.
um 1880. Die Quacksalber: Schausteller verkaufen Lebenswässerchen.
Öl auf Holz. 41 x 31,2 cm. Unten links der Mitte undeutlich signiert.
Seligman, Adolphe Otto
Segelschiffe an der bretonischen Küste
Los 6160
Schätzung
400€ (US$ 455)
Segelschiffe an der bretonischen Küste.
Öl auf Leinwand, auf Karton aufgezogen. 18,7 x 22,3 cm. Unten rechts signiert und datiert "A.O. Seligmann 94".
Adolphe Otto Seligmann besuchte von 1883 bis 1885 die Kunstakademie Karlsruhe. Anfang der 1890er Jahre zieht er in die Südwest-Bretagne und steht dort den Malern der Schule von Pont-Aven nahe, bleibt jedoch ein Einzelgänger, der die Einfachheit liebt und sich ganz auf seine Arbeit konzentriert. Das Maison-Musée von Le Pouldu widmete ihm 2019 eine Ausstellung.
Französisch
2. H. 19. Jh. Der Felsen von Vitrolles in der Provence mit der Kapelle Notre-Dame-de-Vie und dem Sarazenen-Turm
Los 6161
Schätzung
600€ (US$ 682)
2. Hälfte 19. Jh. Der Felsen von Vitrolles in der Provence mit der Kapelle Notre-Dame-de-Vie und dem Sarazenen-Turm.
Öl auf Leinwand. 46,7 x 65,7 cm. Bezeichnet unten links "De Lépinasse" und unten rechts "Leon".
Partie wohl am Schlachtensee.
Öl auf Malpappe. 49 x 33,8 cm. Unten rechts signiert und datiert "F. Skarbina 1902".
Skarbina, Franz
Winterliche Straßenszene in Berlin mit zwei Offizieren
Los 6163
Schätzung
8.000€ (US$ 9,091)
Winterliche Straßenszene in Berlin mit zwei Offizieren.
Öl auf Leinwand. 46 x 35 cm. Unten links signiert und datiert "F. Skarbina 1907.", auf dem Keilrahmen mit dem Stempel des Künstlerbedarfs Leopold Hess, Berlin (Genthiner Strasse 29).
Provenienz: Villa Grisebach, Berlin, Auktion am 27. November 1999, Los 120.
Süddeutsche Privatsammlung.
Jacob d. Jüngere, Julius
Die Cafés Bauer und Kranzler an der Ecke Unter den Linden / Friedrichstraße in Berlin
Los 6164
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
Die Cafés Bauer und Kranzler an der Ecke Unter den Linden / Friedrichstraße in Berlin.
Öl auf Holz. 28,3 x 17,4 cm. Unten links signiert und datiert "J. Jacob [18]91", verso bezeichnet "Skizze für Martins / Verbreiterung d. Friedrich Str / 1887 [...]".
Im Jahr 1825 eröffnete der Wiener Johann Georg Kranzler an der Ecke Friedrichstraße/Unter den Linden 25 eine Konditorei. 1834 wurde das Gebäude aufgestockt und zum Caféhaus mit ungewohnter Straßenterrasse erweitert. Auf der linken Seite unserer Ölskizze ist das 1877 durch den Wiener Cafétier Mathias Bauer erbaute und im luxuriösen Stil der Belle Époque ausgestattete Café Bauer dargestellt. Hier konnte man unter den markanten Markisen im ersten Stock ebenfalls im Freien sitzen. Beide Gebäude wurden durch Luftangriffe im 2. Weltkrieg zerstört. Der Architektur- und Landschaftsmaler Julius Jacob wurde durch die Kunst Carl Blechens und die Malschule von Barbizon beeinflusst. Mit Leidenschaft widmete er sich Veduten von Alt-Berlin und wurde zum bedeutenden Chronisten der Stadtentwicklung. Seit 1870 war er regelmäßig auf der Berliner Jahresausstellung, im Münchner Glaspalast, in Wien, Dresden und Düsseldorf vertreten.
Kardorff, Konrad von
Stillleben mit Dalienstrauß und Äpfeln
Los 6165
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
Stillleben mit Dalienstrauß und Äpfeln.
Öl auf Leinwand. 90 x 70,5 cm. Oben rechts signiert und datiert "K. v. Kardorff [19]05".
Märkischer Waldsee im Herbst.
Öl auf Leinwand. 56 x 67 cm. Unten rechts signiert "Oskar Moll". Um 1899.
Provenienz: Kuhlmann und Struck, Auktion im Mai 1994.
F. von Rosenberg, Hamburg.
Leo Spik, Berlin, Auktion 594 am 12. Oktober 2000, Los 210 mit Farbtafel 17.
Privatsammlung Berlin.
Literatur: Siegfried und Dorothea Salzmann: Oskar Moll, Leben und Werk, München 1975, Nachtrag zum WVZ Nr. N90 (noch nicht veröffentlicht).
Brustbildnis eines Asketen.
Öl auf Leinwand. 68,5 x 55,2 cm. Unten rechts signiert und datiert "B. Szankowski / Münch. 1908".
Klever, Julius Sergius von
Abendliche Winterlandschaft mit verschneiten Holzhäusern am Fluss
Los 6168
Schätzung
15.000€ (US$ 17,045)
Abendliche Winterlandschaft mit verschneiten Holzhäusern am Fluss.
Öl auf Leinwand. 74,7 x 130,4 cm. Unten links in kyrillischer Schrift signiert und datiert "1917".
Der 1850 als Sohn deutscher Eltern im estnischen Dorpat (Tartu) geborene Julius von Klever erhielt schon als Gymnasiast ersten Unterricht bei dem Landschaftsmaler Constantin von Kügelgen. Ab 1867 besuchte er die Akademie von St. Petersburg, wo er unter Baron Michail Klodt und Sokrat Worobjoff Architektur- und Landschaftsmalerei studierte. Ab 1873 beteiligte er sich an zahlreichen Ausstellungen und wurde 1881 mit nur 31 Jahren zum Professor an der Akademie ernannt. Im Jahre 1893 erhob ihn der Zar, welcher selbst eine große Zahl seiner Gemälde erwarb, in den Adelsstand. Auch im Ausland wurden Klevers Landschaften sehr geschätzt. Er nahm vielbeachtet an Ausstellungen in München, Paris und Berlin teil, wo er ab dem Jahre 1905 auch für einige Zeit lebte und arbeitete. Seine zwischen realistischer Naturauffassung und feiner Stimmungsmalerei angesiedelten Landschaften geben die melancholische Schönheit seiner russischen Heimat in unvergleichlicher Weise wieder und bescherten Klever großen künstlerischen Erfolg.
Provenienz: Privatsammlung München.
Das Wasserfest in Riga.
Öl auf Leinwand. 18 x 49 cm. Verso signiert, datiert und bezeichnet "d. 23 Juni 1901. Riga. Wasserfest. (Krautabend) Julius Klever. Farbenskizze".
Am Tag der Sommersonnenwende am 23. Juni 1901 feierte die Stadt Riga den Höhepunkt ihres 700jährigen Jubiläums mit einem Wasserfest auf der Düna: "Viele hunderte reich beflagter und geschmückter Dampfschiffe, Plaschkottes und Boote aller Art schaukelten in buntem Durcheinander auf den Wassern des breiten Stromes... Bald nach 8 Uhr begann die Korsofahrt der städtischen Dampfer, auf denen sich die Stadtverwaltung und die zahlreichen Gäste der Stadt befanden. Dieser Flotille folgten in langer Reihe die übrigen Schiffe. Orchestermusik und Gesang ertönte von allen Seiten. Nach Eintritt der Dunkelheit begann die Illumination. Die Eisenbahnbrücke und Pontonbrücke, das Seemannshaus, der Elevator, die lange Reihe der Gebäude am Dünaufer erglänzten in voller Beleuchtung. In farbig elektrischem Licht erstrahlte schon aus weiter Ferne ... in goldenen Ziffern, wie in Luft schwebend, die Zahl 700. Den Höhepunkt aber erreichte das Wasserfest, als die Pyrotechnik in ihr Recht trat und in der Nähe des Seemannshauses das Feuerwerk abgebrannt wurde" (M. Schwerwinsky). - Als Sohn baltendeutscher Eltern fühlte sich Klever besonders auch der Landschaft und Kultur der baltischen Ostseeländer zugetan, weshalb er auch für einige Zeit ein Atelier in Riga unterhielt. Dort entstanden einige seiner eindrücklichen Ostseebilder und wohl auch diese, im Werk Klevers eher ungewöhnliche Darstellung mit dem vor der Natur aufgenommen nächtlichen Feuerwerk über Riga.
Stillleben mit Weichkäse.
Öl auf Leinwand, alt auf Karton kaschiert. 25,3 x 34,8 cm. Oben rechts signiert "N. Beraud", verso mit dem Etikett des Rahmenmachers Farigoules, Le Puy, Haute-Loire.
Stillleben mit Trockenfisch.
Öl auf Leinwand. 28,5 x 35 cm. Oben rechts zweifach signiert und datiert "N. Beraud 1903", verso auf dem Keilrahmen ein Stempel "Anker im Kreis".
Bildnis eines jungen Mannes, rauchend.
Öl auf Papier, auf Karton kaschiert. 45,4 x 34 cm. Unten rechts signiert "Tito Lessi Paris". Um 1884-1896.
Das Gemälde entstand in Paris, wohin der legendäre Galerist Charles Sedelmeyer den jungen Tito Lessi aus Florenz eingeladen hatte. Lessi blieb ganze 12 Jahre in der Stadt an der Seine, bevor er in seine Heimat zurückkehrte. Besonders mit seinen historisierenden Gemälden machte der Künstler Furore auf den Salons und gewann schließlich sogar die Goldmedaille im berühmten Salon d'Automne. Im Gegensatz zu den in einer anderen Zeit angesiedelten Historien, stellt das vorliegende Portrait wohl einen Künstlerfreund dar. Mit feiner Beobachtungsgabe erfasst Lessi das Konterfei des jungen Mannes im Profil, der in Gedanken versunken, an seiner Pfeife zieht.
Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung.
Goldscheider, Friedrich
Femme Corse: Büste einer jungen Frau
Los 6173
Schätzung
800€ (US$ 909)
"Femme Corse": Büste einer jungen Frau mit hochgebundenen Haaren und Silberschmuck.
Keramik, heller Scherben, polychrome Glasur. Höhe ca. 70 cm. Auf dem Sockel "Friedrich Goldscheider Wien", "Reproduction Reservé" sowie mit Modellnummer "1626/17/25". Um 1900.
Hagar und Ismael in der Wüste.
Öl auf Leinwand, doubliert. 62,7 x 102,1 cm. Unten links signiert und datiert "W Müller 1842".
Der Landschaftsmaler und Orientalist William James Müller wurde in Bristol als Sohn eines preußischen Emigranten aus Danzig geboren. Sein Vater war Kurator des Museums in Bristol. Mit 15 Jahren begann er eine Malerlehre. Der Einundzwanzigjährige stellte 1833 zum ersten Mal und von da an regelmäßig in der Royal Academy aus. Im folgenden Jahr unternahm er eine Reise durch Frankreich, die Schweiz und Italien. Den Nahen Osten besuchte er zweimal: 1838-39 reist er über Griechenland nach Ägypten den Nil hinab bis Luxor, 1843-44 begleitet er eine Regierungsexpedition nach Lykien im Südwesten der Türkei. Nach seiner Rückkehr ließ er sich wieder in Bristol nieder, um die gewonnenen Reiseeindrücke in Gemälden zu verarbeiten. Seine Gesundheit begann jedoch rapide nachzulassen. Er litt an Herzproblemen, bedingt wohl auch durch die Reisestrapazen und seinem intensiven Arbeitspensum. Sein früher Tod im Alter von nur 33 Jahren beendete eine Karriere, die noch größere Erfolge versprochen hatte, und hinterließ ein bedeutendes Werk, das in etwas mehr als einem Jahrzehnt beruflicher Tätigkeit entstanden war.
Nach seinem Tod stieg sein Ansehen sprunghaft an. Sein durch kräftige Farben, Sensibilität für Licht und Atmosphäre und energische Pinselführung einprägsamer Stil wurde von vielen als frisch und kraftvoll empfunden. So stiegen die Preise für seine Werke erheblich, mit der nachteiligen Folge jedoch, dass, um die hohe Nachfrage zu befriedigen, zahlreiche Fälschungen den Markt überschwemmten. Unser Gemälde ist glücklicherweise gut dokumentiert. Es stammt aus der Sammlung des Joseph Gillott, einem Schreib- und Zeichenfederhersteller und bedeutenden Kunstmäzen, der auch als einer der ersten die Qualität von J. M. W. Turner erkannte. Die Sammlung umfasste u.a. auch Gemälde von Richard Wilson, Richard Parkes Bonington, Thomas Gainsborough, John Constable und John Linnell. Außerdem war er einer der wichtigsten Förderer Müllers. Seine Gemäldesammlung, die 15 Bilder Müllers enthielt, wurde nach seinem Tod versteigert und erzielte einen Erlös von 170.000 Pfund. Die in seinem Werk äußerst seltenen biblischen Sujets malte Müller in den Jahren 1842 und 1843. Ein mit unserem Gemälde stilistisch eng verwandtes und signiertes Bild aus der Forbes Collection mit der Darstellung des Barmherzigen Samariters von 1843 wurde am 20. Februar 2003 bei Christie's, London, versteigert (Los 157). Eine 1841 datierte und signierte Vorstudie (32 x 43 cm) für unser Gemälde wurde 2011 auf dem britischen Auktionsmarkt verkauft.
Provenienz: Sammlung Joseph Gillott (1799-1872), direkt vom Künstler erworben.
Seine Auktion bei Christie, Manson & Woods, London, 26.-27. April 1872, S. 24 (erworben von McLean für GBP 294,-).
Literatur: Nathaniel Neil Solly: Memoir of the life of William James Mueller: a native of Bristol, landscape and figure painter: with original letters and an account of his travels and of his principal works, London 1875, S. 334, 345 und 347.
Jeannie Chapel: "The papers of Joseph Gillott (1799-1872 )", in: Journal of the History of Collections, Bd. 20 (2008), Nr. 1, S. 49.
Seidel, August
Italienische Küstenlandschaft mit Burgruine und Zypressen
Los 6175
Schätzung
900€ (US$ 1,023)
Italienische Küstenlandschaft mit Burgruine und Zypressen.
Öl auf Leinwand. 55,7 x 75,5 cm. Unten rechts signiert "A. Seidel".
Wie sein älterer Bruder Franz entscheidet sich auch August Seidel für eine Laufbahn als Landschaftsmaler. Auf das Studium an der Königlichen Akademie der Künste in München folgt die Ausbildung bei Carl Rottmann. Anschließend erlebt er in den 1840er Jahren seinen Durchbruch und avanciert zu einem äußerst gefragten Münchner Maler. 1845 reist er mit Friedrich Voltz nach Italien. Im Anschluß malt er, mit diesen Eindrücken als Inspirationsquelle, eine Vielzahl italienischer Landschaften mit ihrem charakteristischen Licht und hellen Kolorit. Bis 1849 nimmt Seidel an fast allen namhaften Kunstvereinsausstellungen im Gebiet des Deutschen Bundes, Österreichs und der Schweiz teil. Die Preise für seine Gemälde steigen, die Ankäufe häufen sich. Von besonders beliebten Motiven, wie der vorliegende Küstenlandschaft, entstehen mehrere, nur in wenigen Details, wie der Staffage, sich unterscheidende Versionen. Das Werkverzeichnis (s. Literatur) listet sechs Varianten auf, die alle als "Italienische Küste" betitelt sind. Unser Gemälde stammt aus der Sammlung Georg Nicklas, Berlin. In dessen Nachlaßauktion 1919 findet man es mit dem Titel "Im Golf von Nizza".
Provenienz: Sammlung Georg Nicklas, Berlin.
Seine Nachlassauktion Hugo Helbing, München, Auktion am 8. Juli 1919, Los 221, Abb. Taf. 18 (verkauft für Reichsmark 1.700).
Winterberg, Heidelberg, Auktion am 15. Oktober 1993, Los 1383 (Abb. S.6).
Literatur: Frank Meißner: Der Münchner Landschaftsmaler August Seidel (1820-1904), Monografie mit Werkverzeichnis, Anhang 1: Gemälde und Ölstudien, München 2022, WVZ G1377 (Farbabb.).
Südliche Landschaft mit Weiher im Abendlicht.
Öl auf Leinwand. 110 x 151 cm. Unten rechts signiert und datiert "Max Roeder / Rom [19]09", verso das Etikett des römischen Rahmenmachers Augusto Paoloni.
Deutsch
1906. Italienische Seelandschaft mit Zypressen bei Sonnenuntergang
Los 6177
Schätzung
600€ (US$ 682)
1906. Italienische Seelandschaft mit Zypressen bei Sonnenuntergang.
Öl auf Leinwand. 70 x 100 cm. Unten rechts undeutlich signiert und datiert "Schwed-Rach [19]06." (?).
Felsenküste im Abendlicht.
Öl auf Leinwand. 84,5 x 127 cm. Unten rechts signiert und datiert "A. Hubert 1900".
Italienisch
um 1900. Studie eines Hirtenknaben in Rückenansicht
Los 6179
Schätzung
1.500€ (US$ 1,705)
um 1900. Studie eines Hirtenknaben in Rückenansicht.
Öl auf Leinwand. 80,5 x 59 cm. Verso auf dem Spannrahmen von späterer Hand bez. "Ciarnelli".
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
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