Vier Bildnisse: Katherine Anne (North) Lady Glenbervie; Sylvester (Douglas) Lord Glenbervie; Frederic Sylvester Douglas; Frederic (North) Earl of Guildford. Lithographie mit 4 Darstellungen auf dem unzerschnittenen Bogen. 61,4 x 44,6 cm (Papiergröße). "C. Hullmandel's Lithography". Um 1820. Delteil 2, 3, 4, 5, IFF 2.
Selten vorkommendes Exemplar der vier Bildnisse auf dem unzerschnittenen Bogen. Prachtvoller Druck auf dem vollen Bogen mit Schöpfrändern an drei Seiten, die Kanten des Lithographiesteins sich leicht abzeichnend. Minimal angestaubt, geringe Knickspuren, eine bogenförmige unten, kurzes Randeinrisschen oben links, weitere minimale Gebrauchsspuren, sonst in schöner Erhaltung.
Der triumphierende Perseus. Kupferstich auf Velin nach Antonio Canova. 63,5 x 45,5 cm. 1813. Le Blanc 14, Ausst.Kat. Canova e l’incisione, Bassano del Grappa 1993, S. 136, Nr. XXX I (von II).
Domenico Marchettis Kupferstich zeigt Antonio Canovas berühmte, in den Vatikanischen Museen befindliche Skulptur des triumphierenden Perseus mit dem Haupte der Medusa. Als Vorlage diente Marchetti eine Zeichnung von Giovanni Tognoli. Ganz ausgezeichneter, scharfer und leuchtender Druck vor der Löschung der Widmung an Bossi, mit dem vollen Rand. Minimale Handhabungsspuren, sonst in tadelloser Erhaltung.
"heute roth, morgen tod." Radierung auf Velin. 38 x 27,6 cm. (1839). Heller-Andresen 12, Boetticher 11.
Das als Memento Mori zu verstehende Blatt in einem ganz ausgezeichneten, differenzierten Druck mit schmalem Rändchen um die zart zeichnende Plattenkante. Teils leicht fleckig und stockfleckig, vor allem verso, unten rechts kurzes geschlossenes Randeinrisschen, leichte Gebrauchsspuren entlang der Ränder, sonst sehr gut erhalten.
Der hl. Philippus Neri mit Buch und Kreuz. Radierung auf gewalztem China. 14 x 8,3 cm. Nach 1820. Nagler 2.
Ganz ausgezeichneter Druck mit breitem Rand. Ganz minimal stockfleckig, im weißen Rand rechts unten kleine oberflächliche Bereibung, sonst in sehr schöner Erhaltung. Aus der Sammlung Karl Jacob Mayer (Lugt 5100).
Passini, Johann Nepomuk
Profilbildnis des Johann Christoph Erhard
Los 5364
Schätzung
300€ (US$ 341)
Profilbildnis des Johann Christoph Erhard. Radierung nach Johann Adam Klein. 14,8 x 11,5 cm. Geller 266 (Abb. 91), Jahn (Kopien) 55.
Ganz ausgezeichneter Druck auf die Plattenkante geschnitten. Minimal angestaubt, unscheinbares Braunfleckchen, ansonsten in guter Erhaltung. Provenienz: Galerie Bassenge, Auktion 41, Dezember 1983, Los 5266. Beigegeben ebenfalls von Johann Nepomuk Passini nach Klein die Radierung "Friedrich Kaiser, Akadem. Kupferstecher" (Jahn Kopien 56). Des Weiteren von Johann Adam Klein selbst noch die beiden Radierungen "Bancokassier Kammerhuber in Wien" und "Des Metallwarenfabrikanten Joseph Feil Ehefrau" (Jahn 149 und 159).
The Alleyway, Philadelphia. Kaltnadelradierung auf festem Kupferdruckpapier. 13,3 x 14 cm. Signiert, im unteren weißen Rand von fremder Hand in Bleistift betitelt. 1884. Wuerth 91.
Ausgezeichneter Druck mit breitem Rand. Nur schwach stockfleckig, kleinere Randschäden am unteren Papierrand, sonst in guter Erhaltung. 1910 in der Galerie Commeter erworben und seither in Hamburger Privatbesitz.
Gate of Zocodovar, Toledo. Kaltnadelradierung in Braun auf Bütten. 25,1 x 20 cm. Unten mittig signiert, im weißen Rand von fremder Hand in Bleistift betitelt "Moorish Gate Toledo". Auflage wohl 15 Ex. (1904). Wuerth 321.
Ganz ausgezeichneter, gegensatzreicher Druck mit Rand. Geringfügig stockfleckig, kleinere Schäden am unteren Papierrand, sonst in guter Erhaltung. 1906 in der Galerie Commeter erworben und seither in Hamburger Privatbesitz.
Pittsburg NO II. Kaltnadelradierung auf Bütten. 21,4 x 30,2 cm. Unten mittig signiert. Auflage wohl 30 Ex. (1909). Wuerth 518.
Aus der "Neuen amerikanischen Folge", wie auch die folgenden zwei Blatt. Prachtvoller, herrlich toniger Druck mit Rand. Geringfügig stockfleckig, sonst in hervorragender Erhaltung. 1909 in der Galerie Commeter erworben und seither in Hamburger Privatbesitz.
Main Street, Mahanoy City. Kaltnadelradierung auf Bütten. 28,1 x 21,7 cm. Unten mittig signiert, im weißen Rand von fremder Hand in Bleistift betitelt. Auflage wohl 50 Ex. (1909). Wuerth 523.
Aus der "Neuen amerikanische Folge". Prachtvoller Druck mit Rändchen. Leichte Spuren von Druckerschwärze im weißen Rand, verso vereinzelte Fleckchen, sonst sehr schönes Exemplar. 1909 in der Galerie Commeter erworben und seither in Hamburger Privatbesitz.
The Things that Tower: Collieries. Kaltnadelradierung auf Bütten. 20,3 x 28 cm. Unten mittig signiert, im weißen Rand von fremder Hand in Bleistift bez. "Coal Towering Breaker Tamaga". Auflage wohl 50 Ex. (1909). Wuerth 527.
Aus der "Neuen amerikanischen Folge". Ganz ausgezeichneter, gegensatzreicher Druck mit Rand. Geringfügig stockfleckig, bräunlicher Wasserrand im linken und im oberen weißen Rand, sonst in guter Erhaltung. 1909 in der Galerie Commeter erworben und seither in Hamburger Privatbesitz.
Der Raub der Europa. Radierung auf Velin. 13,4 x 19 cm. Goncourt 3 I-II.
Ganz ausgezeichneter Druck mit schmalem Rand an den Seiten und sehr feinem Rändchen oben und unten. Geringfügig fleckig, geglättete horizontale Knickfalte, kleine Gebrauchsspuren verso, sonst in sehr schöner Erhaltung.
Bildnis des Aloys Senefelder, Erfinder der Lithographie. Kreidelithographie mit ockerfarbener Tonplatte auf Velin. 36,3 x 26,8 cm. 1818. Winkler 15 II (von III).
Das einnehmende und einfühlsam eingefangene Bildnis geht auf eine gezeichnete Porträtstudie Quaglios zurück. Aloys Senefelder ist sitzend, in Dreiviertelfigur dargestellt und schaut den Betrachter mit wachem, eindringlichen Blick an. In seiner rechten Hand hält er stolz sein eigenes Traktat über das von ihm erfundene lithographische Druckverfahren - basierend auf der natürlichen Abstoßung von Fett und Wasser wurde es zunächst als kostengünstiges Mittel zur Reproduktion von Noten entwickelt. Senefelder war zum Zeitpunkt der Entstehung der Lithographie siebenundvierzig Jahre alt, wirkt jedoch wesentlich jünger. Das schön geformte Gesicht mit dem energischen Kinn, der prononcierten Nase und den unwirschen Haaren verrät Intelligenz und Willenskraft. Prachtvoller, fein abgestufter Druck mit Rand. Insgesamt leicht fleckig, horizontale Mittelfalte, diese leicht berieben und rechts im Rand hinterlegt, unten links der Mitte geschlossener Randeinriss, weitere geringfügige Alters- und Handhabungsspuren, sonst jedoch sehr schön erhalten. Selten.
Ramboux, Johann Anton
Doppelportrait der Brüder Konrad und Franz Eberhard
Los 5372
Schätzung
25.000€ (US$ 28,409)
Doppelportrait der Brüder Konrad und Franz Eberhard. Kreidelithographie auf Velin. 31,6 x 34,2 cm. 1822. Dussler 1, Winkler 648.2, Norbert Suhr, Unter Glas und Rahmen. Druckgraphik der Romantik aus den Beständen des Landesmuseums Mainz und aus Privatbesitz, Mainz 1993, S. 33, Nr. 10, Giulia Bartrum, Wahlverwandtschaften. Eine englische Privatsammlung zur Kunst der Goethezeit, London 2013, S. 176, Nr. 43, Mitchell B. Frank: "Portrait Prints, 1770-1850: Friends and Family", in: The Enchanted World of German Romantic Prints 1770-1850, Philadelphia 2017, S. 193, Abb. 161.
Johann Anton Ramboux verbrachte die Jahre zwischen 1816 und 1822 in Rom, wo er im Kreise der Nazarener auch Bekanntschaft mit dem Bildhauer und Maler Konrad Eberhard und dessen ebenfalls als Bildhauer tätigen Bruder Franz machte. Noch in Rom fertigte Ramboux 1822 ein kleines Doppelportrait der Geschwister in Öl an, das sich heute im Wallraf-Richartz-Museum in Köln befindet. Im selben Jahr zogen die drei Künstler gemeinsam gen Norden. Auf dieser Reise entstand also nach dem Ölbild die nahezu maßgleiche Lithographie, die in München angekommen von Johann Anton Selb in einer sehr kleinen Auflage von nur wenigen Exemplaren verlegt wurde. Winkler konnte 1975 nur zehn Abzüge in deutschen Museen nachweisen, seitdem sind nur etwas mehr als ein Dutzend Blätter in musealen und privaten Sammlungen hinzugekommen.
Das Doppelbildnis der Brüder Konrad und Franz Eberhard gilt als eines der herausragenden Freundschaftsbilder der deutschen Romantik. In der Epoche der Gefühle kam Freundschaftsbeziehungen eine ganz neue, zentrale Bedeutung zu. In Künstlerkreisen drückte man diese Verbundenheit durch Portraits voneinander aus. Johann Anton Ramboux erfasst Franz im Dreiviertelprofil und Eberhard mit uns zugewandtem Konterfei dicht aneinandergerückt als knapp angeschnittene Büsten gestaffelt vor neutralem Hintergrund. Durch die Nahansichtigkeit und den Verzicht auf jegliche Attribute gewinnen die strengen Züge ungemein an Präsenz. Ramboux' Portrait legt dabei nicht nur Zeugnis von der Zuneigung zwischen Künstler und Dargestellten ab, sondern auch von der innigen Beziehung des Geschwisterpaares, das zeitlebens eng zusammenarbeitete. Auch in technischer Hinsicht ist das Doppelbildnis eine Meisterleistung. Eindrucksvoll werden die Möglichkeiten des vergleichsweise neuen Mediums der Kreidelithographie genutzt, um tonale Abstufungen in ihrer malerischen Komplexität nuanciert wiederzugeben.
Das gesuchte Blatt in einem ganz ausgezeichneten Abzug, dessen tonale Valeurs schön differenziert zur Geltung kommen. Das weiße Rändchen regelmäßig um die Darstellung. Ganz vereinzelte Stockflecken, blasse Flecken verso, diese recto kaum wahrnehmbar in Kinn und Kragen des Franz Eberhard sowie unten links im Bereich der Signatur, eine kaum merkliche Ausbesserung mit Faserspuren im weißen Rand unterhalb der Signatur, weitere unbedeutende Gebrauchsspuren, sonst sehr schönes Exemplar von insgesamt wunderbar harmonischer Wirkung.
Rebell, Josef
Heroische Landschaft mit Schäfer und Schafherde
Los 5373
Schätzung
600€ (US$ 682)
Heroische Landschaft mit Schäfer und Schafherde. Radierung, auf graugetöntem Papier. 25,5 x 36 cm. Nagler 6, Le Blanc 4, Andresen I (von II).
Vor der Schrift. Prachtvoller Abzug mit schmalem Rand, stellenweise mit Weißhöhungen. Leicht angestaubt, vereinzelte schwache Knickspuren im weißen Rand, unten Bleistiftannotationen, sonst sehr schön. Aus der Sammlung Friedrich Schindler (Lugt 2351).
Ein Totentanz. 6 Holzschnitte zzgl. Titel und Gedicht auf Velin. Quer-4to. Im modernen Pappumschlag (minimal bestoßen), Leipzig, Georg Wigand's Verlag (1848). Zoege von Manteuffel 14-19, 4. Auflage (von 7).
Ganz ausgezeichnete Drucke mit dem vollen Rand. Etwas stockfleckig, kleine Gebrauchs- und Altersspuren, Titel und Gedicht gebräunt und teils mit geschlossenen Rissen, sonst sehr schön.
Richter, Carl August
Ansicht von Prag aus der Hasenburg von Südwest
Los 5375
Schätzung
600€ (US$ 682)
Ansicht von Prag aus der Hasenburg von Südwest. Koloriere Radierung teils in Punktiermanier, nach Vincenc Morstadt. 34,4 x 50,3 cm. (1829/30). Nicht bei Nagler.
Aus einer 8-teiligen Serie "Malerische Darstellungen von Prag". Ganz ausgezeichneter Druck mit reich differenziertem Kolorit, an drei Seiten minimal knapp an die Darstellung geschnitten, unten noch mit ca. 5 mm breitem Schriftrand. Leicht vergilbt, Braunflecken in den oberen Ecken, kurzes Randeinrisschen unten, unbedeutende Knickspuren, sonst in schöner, farbfrischer Erhaltung. Im Rahmen begutachtet.
Rørbye, Martinus Christian Wedseltoft
Fischer am Strand von Thisted
Los 5376
Schätzung
400€ (US$ 455)
Strandgaden i Thisted (Fischer am Strand von Thisted). Radierung. 21,5 x 25,3 cm. 1830. Styhr, Danske grafik, S. 50.
Rørbye gehört zu den bahnbrechenden Vertretern des Eckersberg-Kreises. Besonders seine frühen Landschaftsstudien verraten eine Frische der Naturbeobachtung und einen treffsicheren Instinkt für die Wiedergabe von Licht und Atmosphäre, die kennzeichnend sind für die Malerei des dänischen Goldenen Zeitalters. Die vorliegende Radierung gibt ein Gemälde des Künstlers aus dem Jahre 1830 wieder. Ausgezeichneter, gleichmäßiger Druck mit breitem Rand. Leichte Altersspuren, sonst sehr gut erhalten.
Ansichten von Rom. 10 Radierungen auf Velin. Folio. 1819, 1822, 1823. Le Blanc, wohl aus 6 bzw. 8.
Vorhanden sind: Interno del Pronao del Tempio di Vesta in Roma; Veduta degl' Avanzi della Rupe Tarpeja; Veduta del Castello dell'Acqua Giulia; Veduta del Monumento del Condotto delle Acque Claudia; di Fianco dei Portico d'Ottavia; Veduta dello scavo della Colonna di Foca; Veduta della Piramide di C. Cestio; Veduta del Ponte Molle sul Tevere; Veduta del Gran Sepolcro volgarmente detto di Nerone sowie Veduta dello scavo del Foro Trajano. Sämtlich prachtvolle, kräftige Drucke mit schmalem bzw. breitem Rand. Minimal fleckig und leicht angestaubt, einzelne ausgebesserte bzw. geschlossene Randläsuren, Gebrauchsspuren, sonst sehr schön erhalten.
Rothe, Wilhelm Friedrich
Ansicht des Sprudels und der neuen Hygea-Quelle in Karlsbad
Los 5378
Schätzung
400€ (US$ 455)
Ansicht des Sprudels und der neuen Hygea-Quelle in Karlsbad. Kolorierte Umrissradierung nach Johann Gottfried Jentsch. 32,8 x 48,8 cm.
Ausgezeichneter Druck mit ansprechendem Kolorit und Rand. Das Papier insgesamt verbräunt, die Außenkanten brüchig und mit kleinen Fehlstellen und Läsuren, weitere Mängel, sonst in ordentlicher Erhaltung.
Die Vision Daniels. Radierung auf Velin. 45,5 x 64,3 cm. 1809. Nicht bei Nagler, Le Blanc und Heller-Andresen, Kat. Luigi Sabatelli: Disegni e Incisioni, Florenz 1978, Nr. 61.
In der fulminanten und stark bewegten Inszenierung schildert Sabatelli mit diesem furiosen Einzelblatt die Erscheinung des alttestamentarischen Propheten (Buch Daniel 7,1-28), in der vier apokalyptische Tiere dramatisch aus dem Meer heraufsteigen, und folgt mit dieser detaillierten Darstellung der angsterregenden Fabeltiere dem Urtext sehr genau. Die bewegt inszenierte Darstellung in einem prachtvollen Druck mit den vollen Rändern um die deutlich zeichnende Plattenkante. Vor allem in den weißen Rändern etwas stockfleckig, verschiedenen Falz- und Knickspuren sowie leichte Fehlstellen vor allem im linken Rand, weitere Gebrauchsspuren, sonst insbesondere die Darstellung in sehr schöner Erhaltung.
L'Apocalisse: Christus als Richter mit der Sichel auf einer Wolke; Das babylonische Weib; Der Engel der Apocalypse erscheint Johannes. 3 (von 6) Radierungen. Je ca. 64,5 x 45,5 cm. 1809/10. Kat. Luigi Sabatelli: Disegni e Incisioni, Florenz 1978, Nrn. 63, 66-67.
Drei Darstellungen aus der sechsteiligen Folge von Radierungen mit Motiven zur Apokalypse nach der Johannesoffenbarung, die Sabatelli um 1809/10 in Mailand schuf und sein Hauptwerk bildet. Die Motive 2, 5 und 6 der Folge in ganz ausgezeichneten bis prachtvollen Drucken mit teils breiten, teils den vollen Rändern um die deutlich zeichnenden Plattenkanten. Die Ränder meist leicht fleckig, teilweise zarte Wasserränder, umlaufend bestoßen und mit einigen Fehlstellen und Randläsuren im weißen Rand, Blatt 2 mit teils geschlossenen Randeinrissen, weitere Alters- und Gebrauchsspuren, sonst jedoch einheitlich und gut.
Porträt Ludwig Kühn. Radierung mit Kaltnadel und Roulette auf Van Gelder-Zonen-Bütten. 25 x 14 cm. (18)86. Lehrs 24 V.
Ganz ausgezeichneter, gegensatzreicher Druck mit dem vollen Rand. Etwas fleckig und gebräunt, kleine Randeinrisse teils hinterlegt, verso kleine Beschriftung in brauner Tinte, diese im linken Rand recto leicht durchschlagend, weitere geringe Alters- und Gebrauchsspuren, sonst schön. Mit einem undeutlichen Sammlerstempel und laut einer Bleistiftbeschriftung verso aus der Sammlung Stauffer.
Carle Vernet, im Stehen zeichnend. Lithographie. 34,6 x 26 cm. 1818. Béraldi 4.
Horace Vernet entstammte einer bedeutenden Künstlerfamilie - sein Vater war der Maler Carle Vernet, sein Großvater der berühmte Landschafts- und Marinemaler Joseph Vernet - und erwies sich schon bald als eine erstaunliche Frühbegabung. Horace lernte bei seinem Vater und wurde in der Folgezeit von Jean Michel Moreau und François André Vincent ausgebildet. Der junge Vernet war ein feuriger Bonapartist und nahm 1814 an der Verteidigung der Stadt Paris unter Marschall Moncey teil, ein Ereignis, das er 1820 in seinem berühmten Bild La Barrière de Clichy memorierte (Musée du Louvre, Paris). Im gleichen Jahr unternahm Horace mit seinem Vater die erste Italienreise. 1826 wurde Vernet zum Lehrer für Historienmalerei an der Pariser Académie des Beaux-Arts ernannt, von 1829-1835 war der Künstler mit dem Direktorat der Académie de France in Rom betraut, das er 1835 an Ingres abtrat. Vernet hat ein umfangreiches malerisches Oeuvre hinterlassen. Er erwarb sich vor allem durch seine monumentalen Militär- und Schlachtenbilder einen großen Bekanntheitsgrad, schuf daneben jedoch auch Porträts und orientalische Genreszenen, sowie kleinformatige Kabinettstücke und Lithographien. Eine umfangreiche Reisetätigkeit führte den angesehenen und vielbeschäftigten Künstler durch ganz Europa und in den Orient. Die Krönung seiner künstlerischen Laufbahn war die im Jahre 1842 erfolgte Aufnahme in die Légion d'Honneur.
Vorliegendes Bildnis von Carle Vernet ist ein sprechendes Zeugnis der familiären und künstlerischen Verbindung zwischen Vater und Sohn, Mentor und Eleve. Scheinbar flüchtig hingeworfen, ist es doch ein geschickt auf die Bedeutung hin angelegtes Künstlerbildnis. Ganz ausgezeichneter Abzug, oben und unten mit Rand, seitlich knapp innerhalb der Kante des Steins geschnitten. Einige Stockfleckchen und schwache horizontale Knitterfalten, geringfügig gebräunt, sonst in sehr schöner Erhaltung. Selten.
Zorn mit seiner Frau (Zorn och hans hustru). Radierung auf Similijapan. 31,6 x 21,3 cm. Unterhalb der Darstellung signiert "Zorn". 1890. Asplund 43, Delteil 42, Lidbeck ZG43 II.
Mit der gepunkteten Krawatte. Der finale Zustand ist etwa in 40-50 Exemplaren gedruckt worden, vom ersten Druckzustand ist lediglich ein Abzug bekannt. Ganz ausgezeichneter Druck mit Rand um die Plattenkante. Insgesamt minimal altersspurig, im Passepartout-Ausschnitt schwach lichtrandig, entlang der Seiten vertikale Falzspuren, Montierungsreste verso, in den Ecken auf ein Untersatzpapier montiert, im unteren Rand jeweils von fremder Hand in französischer und englischer Sprache betitelt, sonst sehr schön erhalten. Ehemals Sammlung J. G. Guildal, Kopenhagen (laut Auskunft des Vorbesitzers).
Ein Ring. Radierung. 21,3 x 15,9 cm. Unterhalb der Darstellung signiert "Zorn". 1906. Asplund 208, Delteil 206, Lidbeck ZG 208 II.
Ausgezeichneter, toniger Druck mit Rand um die deutlich zeichnende Plattenkante. Verbräunt und teils in den Rändern und Ecken lichtrandig, weitere Altersspuren, sonst gut.
Drei Schwestern. Radierung und Kaltnadel auf van Gelder Zonen-Bütten. 24,5 x 17,5 cm. Signiert. 1913. Asplund 258, nicht in Delteil, Lidbeck ZG 258 III. Wz. Bekröntes Lilienwappen.
Ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand um die deutlich sichtbare Facette. Gebräunt, zwei kurze Randeinrisse rechts, helle Flecken, weitere Altersspuren, sonst in guter Erhaltung.
Mädchen mit Seetang. Radierung und Kaltnadel in Braun auf van Gelder Zonen-Bütten. 12,5 x 8,7 cm. Unterhalb der Darstellung signiert. (1914). Asplund 267, nicht in Delteil, Lidbeck ZG 267. Wz. Schrift.
Lidbeck: "very rare". Ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand. Lichtrandig, minimal angestaubt und vereinzelt stockfleckig, Montierungsreste verso, sonst in sehr guter Erhaltung.
Pfefferfresser (Sechs Tukane). Farblinolschnitt von sechs Platten auf chamoisfarbenem Velin. 26,9 x 23,1 cm. Um 1929.
Aus der Jahresmappe 1929 der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst, Wien. Prachtvoller Druck mit Rand auf der Orig.-Montierung. Tadellos.
"Eine Todte". Radierung und Kaltnadel auf blauem, gewalztem China. 13,1 x 29,8 cm. Bezeichnet "August Brömse". (1902/03).
Mit dem Trockenstempel der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst, Wien. Ganz ausgezeichneter, feinzeichnender Druck auf dem vollen Bogen. Im weißen Rand stockfleckig, weitere minimale Gebrauchsspuren, sonst in guter Erhaltung.
Epitaphium - Toter Maulwurf. Radierung auf festem Velin. 10 x 12,6 cm. Signiert.
"Nun liegt er da der arme Wulff / Und möchte gern, doch kann er nicht /denn hinterlich wie überall / ist hier der eigne Todesfall. Wilhelm Busch". Ganz ausgezeichneter, toniger Druck mit feinem Rand. Geringfügig fleckig, kleiner Randeinriss rechts, geringe Gebrauchsspuren, sonst sehr schön erhalten. Beigegeben von demselben vier weitere Radierungen und Kupferstiche, darunter "Die Schwalbe des Teufels" und "Der Agitator".
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
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