Los 5382
Vernet, Horace
(1789-1863, Paris)Carle Vernet, im Stehen zeichnend
Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Druckgraphik des 15. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 3.6.2026


Carle Vernet, im Stehen zeichnend. Lithographie. 34,6 x 26 cm. 1818. Béraldi 4.
Horace Vernet entstammte einer bedeutenden Künstlerfamilie - sein Vater war der Maler Carle Vernet, sein Großvater der berühmte Landschafts- und Marinemaler Joseph Vernet - und erwies sich schon bald als eine erstaunliche Frühbegabung. Horace lernte bei seinem Vater und wurde in der Folgezeit von Jean Michel Moreau und François André Vincent ausgebildet. Der junge Vernet war ein feuriger Bonapartist und nahm 1814 an der Verteidigung der Stadt Paris unter Marschall Moncey teil, ein Ereignis, das er 1820 in seinem berühmten Bild La Barrière de Clichy memorierte (Musée du Louvre, Paris). Im gleichen Jahr unternahm Horace mit seinem Vater die erste Italienreise. 1826 wurde Vernet zum Lehrer für Historienmalerei an der Pariser Académie des Beaux-Arts ernannt, von 1829-1835 war der Künstler mit dem Direktorat der Académie de France in Rom betraut, das er 1835 an Ingres abtrat. Vernet hat ein umfangreiches malerisches Oeuvre hinterlassen. Er erwarb sich vor allem durch seine monumentalen Militär- und Schlachtenbilder einen großen Bekanntheitsgrad, schuf daneben jedoch auch Porträts und orientalische Genreszenen, sowie kleinformatige Kabinettstücke und Lithographien. Eine umfangreiche Reisetätigkeit führte den angesehenen und vielbeschäftigten Künstler durch ganz Europa und in den Orient. Die Krönung seiner künstlerischen Laufbahn war die im Jahre 1842 erfolgte Aufnahme in die Légion d'Honneur.
Vorliegendes Bildnis von Carle Vernet ist ein sprechendes Zeugnis der familiären und künstlerischen Verbindung zwischen Vater und Sohn, Mentor und Eleve. Scheinbar flüchtig hingeworfen, ist es doch ein geschickt auf die Bedeutung hin angelegtes Künstlerbildnis. Ganz ausgezeichneter Abzug, oben und unten mit Rand, seitlich knapp innerhalb der Kante des Steins geschnitten. Einige Stockfleckchen und schwache horizontale Knitterfalten, geringfügig gebräunt, sonst in sehr schöner Erhaltung. Selten.
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