Los 2701 [*]
Johann Georg, Herzog von Sachsen-Weißenfels
(1677-1712)Zunftbrief für die Freyburger Bäcker-Innung auf Pergament. 1702
Schätzung
600€ (US$ 690)
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Aus dem Katalog
Autographen
Auktionsdatum 7.10.2026

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Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026


Das Bäcker-Handwerk 1702
Johann Georg, Herzog von Sachsen-Weißenfels (1677-1712). Zunftbrief m. U. "Johann Georg". Deutsche Handschrift auf Pergament. 6 Bl., davon 6 S. beschrieben. Mit kalligraphischen Kopfzeilen. Geheftet, mit marmoriertem Papier-Umschlag (dieser beschmutzt und mit Randschäden). Gr. folio. Mit angehängtem großen Lacksiegel an goldfarbener Kordel in einer Wachsschale (Durchschnitt 14 cm; die Wachs-Ränder mit Abbruchstellen). Schloß Neu-Augustusburg in Weißenfels 9.XI.1702.
Bestätigung des Zunftbriefs für die Freyburger Weißbäcker-Innung. In 7 ausführlichen Artikeln werden Rechte und Pflichten der Bäckermeister und Gesellen festgelegt: "I. Wer in Freyburg bey dem Handwerck der WeißBecker Meister werden will, der soll vor das Erste sein Bürger Recht erlangen, ein eigenes Hauß oder eines zur Miethe haben ...". Es werden regelmäßige Einzahlungen in die Innungskasse verlangt, vom Sohn eines Meisters 4, von Fremden 8 Groschen. - II. "So einer eines Meisters Wittbe oder Tochter zur Ehe nimbt und Meister werden soll ...". - III. "Wenn einer dem andern beym Quartalen, welche niemahls auf den Sonn: oder Feyertag, sondern den folgenden Tag darauf gehalten werden sollen ...". - IV. "Welcher Meister das Wochen-Backen auff- und annimmet, der soll die Banck mit guten Semmeln, klein und großen Brodt bey des Raths Strafe genugsamb versehen ...". - V. "So auch ein Meister alhier sich unterstünde, Pfeffer Kuchen zu backen, und er solchen nicht backen könnte, so soll er solchen bey seinen Mit-Meistern und nicht bey einem Frembden kauffen ...". - VI. "Hingegen soll kein Dorff-Becker innerhalb der Meile, Pfeffer-Kuchen, Semmeln und Prezeln oder was Weiß-Backen ist, verkauffen noch verhausiren ...". - VII. "Soll das Handwerck der Weiß-Becker alhier zu Freyburg Jährlich in das hiesige Fürstl. Ampbt 30 gr. mcl: der, vor das #d. Ingwer gegebenen 15 gr. als ein Schuz-Geldt, entrichten ...". - Stellenweise angestaubt; Gebrauchsspuren. - Wertvolle Quelle zur Kultur- und Wirtschaftsgeschichte; das rote Lacksiegel gut erhalten.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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