Los 2510
Hensel, Wilhelm
(1794-1861)An einen Freund über den musikalischen Nachlass Fanny Hensels. 1847
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Autographensammlung Hermann Kiewy
Auktionsdatum 7.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026


"Fanny's Lieblingsfest"
Hensel, Fanny. - Wilhelm Hensel, Berliner Maler, Porträtist, Hofmaler, Ehemann der hervorragenden Pianistin und Komponistin Fanny, geb. Mendelssohn, Felix Mendelssohns Schwester (1794-1861). 3 S, Doppelblatt. Gr. 8vo. (Berlin) 15.XII.1847.
An einen Freund, dem er, rund ein halbes Jahr nach Fannys Tod, für dessen Bemühungen um die Veröffentlichung von Fannys Kompositionen bei Breitkopf & Härtel dankt, vor allem "für den antheilvollen Eifer, noch einige Hefte von den nachgelassenen Werken meiner Frau vor Weihnacht zur Erscheinung zu bringen. Es liegt eine große Genugthuung für mich darin, an diesem mir so werth gewordenen Feste, das Fanny's Lieblingsfest war, viele an sie erinnert zu wissen. - Was die Titel betrifft, so schließe ich mich den Vorschlägen an, nur wünsche ich, daß bei den 6 Liedern ohne Worte das ohne Worte wegbliebe, und so wie sie es selbst gehalten, blos: '6 Lieder für das Pianoforte' stände. Für die Liederhefte, ganz nach Vorschlag: '6 Lieder für eine Singstimme, mit Begleitung des Pianoforte. Unten bei allen, wie bei Felix, op: - No - der nachgelassenenWerke.' - Es würde mit op: 8, No 1. der nachgelassenen Werke zu beginnen seyn - 7 Hefte von ihr sind beim Leben erschienen. - Was die Ausstattung betrifft, möchte ich daß dieselbe ganz einfach, aber recht gediegen ist, ihrem Wesen gemäß. Keine Züge und Schnörkel, soll eine Verzierung des Titels seyn, nur eine ernste, bescheidene. Die Steinschrift massenhaft und markig. - In all dem kann ich ja dieser Firma vollkommen vertrauen, wo Geschmack, Anstand, und Antheil verbunden sind ... Gern hätte ich natürlich eine Anzahl von Exemplaren der erscheinenden Hefte so lang als möglich vor Weihnachten, mich aber auch bescheidend, wenn sonst die Gediegenheit litte. Das betreffende Arrangement überlasse ich ganz ...". - Ferner über eines seiner Gemälde. - Schöner Brief, der zeigt, mit welch rührender Liebe der Witwer die künstlerischen Intentionen der Verstorbenen genau zu verwirklichen und ihrer Persönlichkeit damit ein würdiges Denkmal zu setzen bemüht ist.
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