Los 2374

Mahlmann, Siegfried August
(1771-1826)Brief an den Schriftsteller Karl Friedrich Müchler in Berlin. 1807

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Los 2374 - Mahlmann, Siegfried August - Brief an den Schriftsteller Karl Friedrich Müchler in Berlin. 1807 - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Autographensammlung Hermann Kiewy
Auktionsdatum 7.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026

Lot 2374, Auction  128, Mahlmann, Siegfried August, Brief an den Schriftsteller Karl Friedrich Müchler in Berlin. 1807

Mahlmann, Siegfried August, Leipziger Hofrat, Schriftsteller und Publizist, Dramatiker, Erzähler und Lyriker (1771-1826). Eigh. Brief m. U. "Mal". 3 S., eng beschrieben. Doppelblatt mit Adresse und Lacksiegel. 8vo. O. O. 10.XII.1807.
Inhaltsreicher Brief - in der Situation nach der Niederlage von Jena und Auerstedt - an den Schriftsteller und preußischen Kriegs- und Domänenrat Friedrich Karl Müchler (1763-1857) in Berlin. "Bei uns ... ist es seit einiger Zeit durch Durchmärsche sehr lebendig. Die deutschen und italienischen Truppen strömen ... aus Preußen heraus und wie man sagt, werden die Franzosen bald nachfolgen. Ich staune, daß Ihr letzter Brief diese Hofnung noch nicht zur Gewißheit verwandelte. Man trägt sich zwar hier auch mit den Gerüchten, daß Berlin diesen Winter nicht geräumt werden würde, aber das immerwährende Zurückmarschieren der Truppen scheint das Gegentheil zu beweisen. Von Berlin aus kommen uns jetzt die Ankündigungen der durch den Krieg unterbrochenen Journale zu. Herr Kuhn hat sich etablirt und setzt mit Kotzebue den Freimüthigen fort. Ich wette Herr Kuhn wird ein Nachfolger von Gabriel [!] Merkel, auch die Ankündigung von der Zeitung bey Litfaß habe ich erhalten. Sonderbar, daß alle so früh datirt sind und so spät erscheinen, die von Kuhn ist October datirt und erst gestern ist sie mir zu Augen gekommen ... Wahrscheinlich sollten sie erst nach dem Abmarsch der Franz. in die Welt wandern und nun will man doch die Zeit vor dem Schluß des Jahres nicht verstummen ...". Es folgen interessante Kommentare über Friedrich von Cölln [den umstrittenen Verfasser der "Feuerbrände"] und andere Zeitgenossen. "... Ihre Schrift gegen Cölln habe ich leider noch nicht zu lesen bekommen ... Cölln ist vor seiner Abreise nicht bey mir gewesen. Ich bin gewiß, seine ganze Absicht ist, noch eine bedeutende Rolle zu spielen. Es ist unbegreiflich, daß er seine Stelle wieder erhielt, da so viele würdige Männer unverschuldet darben müßen ... Von Königsberg habe ich lange Zeit her keine Briefe. Die Königin soll schwanger seyn. Wahrlich dieser Umstand erklärt den Charakter des Königs ...".


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