Los 2342

Goeckingk, Leopold von
(1748-1828)Brief an Elisa von der Recke. 1827

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Los 2342 - Goeckingk, Leopold von - Brief an Elisa von der Recke. 1827 - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Autographensammlung Hermann Kiewy
Auktionsdatum 7.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026

Lot 2342, Auction  128, Goeckingk, Leopold von, Brief an Elisa von der Recke. 1827

Über Schleiermacher und Schlegel
Goeckingk, Leopold Friedrich Günther von, hoher preuss. Finanzbeamter, Dichter, Schriftsteller, Mitglied des Halberstädter Dichterkreises, dem Göttinger Hain nahestehend, Almanach-Herausgeber, Publizist und Illuminat (1748-1828). Eigh. Brief m. U. "v. Goeckingk". 22/3 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Deutsch Wartenberg (Schlesien) 19.X.1827.
An die Schriftstellerin Elisa von der Recke. Berichtet in freundschaftlich-familiärem Ton über die neuesten Ereignisse und diverse Personen aus seinem Umkreis. darunter Schleiermacher, A. W. von Schlegel und Tiedge. "... Hier übersende ich Ihnen einen Brief von Frau von Baden, der Sie und Tiedge interessiren wird. Doch dürfte es Ihnen einige Mühe machen, ihn zu entziffern ... Doctor Gödicke hatte mir versprochen, mich in diesen Monaten zu besuchen, aber leider! kann er nicht Wort halten ... Von Mali aus Berlin haben wir immer gute Nachrichten gehabt. Der Unterricht bey Schleiermacher hat wieder angefangen. Die jetzigen Confirmanden werden wohl scheinbar die lezten seyn, die er unterrichtet, denn da er die neue Agende durchaus nicht anerkennen will, so wird er sich wohl genöthiget sehen, seine Stelle aufzugeben. Von dem was in dieser Rücksicht kürzlich vorgefallen ist, werden vermuthlich auswärtige Zeitschriften bald Nachricht geben ... Ohne Zweifel werden Sie in öffentlichen Blättern gelesen haben, daß Schlegel aus Bonn in Berlin Vorlesungen gehalten hat. Diese haben mehr, als seine Person, gefallen. Denn daß er sich schminkt u. falsches Haar trägt, ist seinen Zuhörern anstößig gewesen ...". Ferner ausführlich über Umgang und Zahnleiden einer Wilhelmine. - Mit "Doctor Gödicke" ist wohl der Pädagoge und Schriftsteller Friedrich Wilhelm Gödicke (1773-1842) gemeint, der seit 1823 Beamter im Berliner Innenministerium war. - 1 Faltenriss im 2. Blatt.


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