Los 7205

Kubicka, Margarete
(1891-1984, Berlin)DIE SAGE VON KRANÄE [Kranaё]

Schätzung
3.500€ (US$ 3,977)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 7205 - Kubicka, Margarete - DIE SAGE VON KRANÄE [Kranaё] - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Moderne Kunst I
Auktionsdatum 5.6.2026

Lot 7205, Auction  127, Kubicka, Margarete, DIE SAGE VON KRANÄE [Kranaё]

"DIE SAGE VON KRANÄE" [Kranaё]
Öl auf Leinwand. 1962.
99,7 x 90,5 cm.
Verso mittig mit Pinsel in Braun signiert "KUBIKA", datiert und betitelt, oben rechts mit Pinsel in Blau monogrammiert "MK", datiert und bezeichnet "AUCH EIN KRANÄE".

Margarete Kubicka wird meist zusammen mit ihrem Ehemann, dem im Widerstand kämpfenden und von den Nazis ermordeten Künstler Stanislaw Kubicki genannt. Ausgebildet als Zeichenlehrerin, war Kubicka Mitglied der Künstlergruppe "BUNT" und gründete 1920 in Köln zusammen mit namhaften Künstlerkollegen wie Franz W. Seiwert, Heinrich Hoerle, Jankel Adler und Otto Freundlich die Gruppe „Kommune“. Ihre Bilder im Stile des expressionistischen Kubismus wurden 1926 in Moskau und 1930 in Chicago gezeigt. Anders als ihr Mann, von dem sie sich 1937 zum Schutz der Familie scheiden ließ, emigrierte Kubicka nicht ins Ausland, sondern begab sich in Berlin in die innere Emigration. Nach dem Krieg wirkte sie dort weiter als Lehrerin und Künstlerin. Anders als ihr Spätwerk, bestehend aus labyrinthisch filigranen Tuschezeichnungen, sind die Arbeiten der Nachkriegsjahre von allegorisch mythologischen Reminiszenzen bestimmt: Auf einer kargen, kristallin zerklüfteten Insel im Meer liegt auf einer leicht begrünten Hochebene ein unbekleidetes Liebespaar, Paris und Helena, die der Sage nach auf Kranaё (heute Marathonisi) ihre erste Liebesnacht verbrachten. Vereinzelte kubistische Elemente weisen noch auf Kubickas Prägung vor dem Krieg, ihre kühle, teils grelle Farbwahl richtet sich aber bereits ganz nach dem Zeitgeist Anfang der 1960er Jahre. Ihre Gemälde sind auf dem Kunstmarkt sehr selten.

Provenienz: Privatbesitz München

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.


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