Los 7088

Haffenrichter, Hans
(1897 Würzburg - 1981 Prien)Cherubinischer Wandersmann

Schätzung
3.800€ (US$ 4,318)

Abgabe von Vorgeboten möglich

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Aus dem Katalog
Moderne Kunst I
Auktionsdatum 5.6.2026

Lot 7088, Auction  127, Haffenrichter, Hans, Cherubinischer Wandersmann

Cherubinischer Wandersmann
16 Zeichnungen. Kreide in Schwarz, teils mit Kreide in Weiß oder über Farbstift in Blau, auf Velin bzw. unterschiedlichen Papieren. 1924.
Bis 37,8 x 25 cm (Blattgröße).
10 Bl. mit Bleistift signiert "Hans Haffenrichter" und in der Darstellung mit Kreide in Schwarz monogrammiert "h", 3 Bl. monogrammiert und 1 Bl. signiert, teils betitelt oder mit Angaben zum Buch bezeichnet, unten rechts teils unterschiedlich numeriert.

Allesamt graphische Interpretationen zum Buch "Cherubinischer Wandersmann" von Angelus Silesius (d.i. Johannes Scheffler), erschienen im Falken-Verlag Dresden/Leipzig 1924, mit einem Nachwort vom Verleger Dr. Walter Ehrenstein. Drei Zeichnungen weichen von den Darstellungen im Buch etwas ab und scheinen Versionen der später verwendeten Vorlagen zu sein: Abgeschiedenheit, Erlösung und Passion. Die restlichen Zeichnungen sind jeweils identisch mit den Abbildungen im Buch. Da auch einige Kapitel im Buch ohne Illustration sind, gab es offensichtlich über die 16 Zeichnungen hinaus auch noch weitere Interpretationsentwürfe. Das Gedichtwerk von 1657 mit dem Untertitel „Geistreiche Sinn- und Schlussreime“ besteht aus christlich-pathosreichen Hymnen in neunundvierzig kurzen Gedichten, die als Liebeslieder zu Gott formuliert sind und den mystischen Weg zu ihm beschreiben. Die graphische Interpretation von Haffenrichter, werden vom Verleger im Nachwort mit den folgenden Worten kommentiert: In der Ausgabe mit Bildern "hat Hans Haffenrichter (von der expressionistischen Gruppe „Der Sturm“) den Versuch unternommen, die Gedanken des „Cherubinischen Wandersmann“ in graphischer Darstellung dem Auge sichtbar werden zu lassen. Daß für diese Aufgabe nur ein Expressionist berufen sein konnte, bedarf keiner Rechtfertigung. Die Bildbeigaben, welche den Ausdruck auch von solchen Lebensbewegungen der Seele noch anstreben, für welche die Sprache nicht mehr ausreicht, beweisen, daß es einem kongenialen Künstler möglich war, auch die Gedankenwelt eines Mystikers im Bilde darzustellen.“
Hans Haffenrichter studierte Anfang der 1920er Jahre am Bauhaus in Weimar bei Oskar Schlemmer und Lothar Schreyer, war Mitglied im Deutschen Werkbund und wurde von Herwarth Walden 1923 im Sturm ausgestellt. Die hier vorliegenden bildgewaltigen, kontrastreichen Schwarz-Weiß-Zeichnungen stehen ganz in der Tradition der avantgardistischen Strömungen der 1920er Jahre, mal lieblich, mal bedrohlich, die Figuren stilisiert, mit kubistischer Aufsplitterung oder geometrisierenden Formen und durch die reiche Tonwertskala mit äußerst malerischer Wirkung. Rarissimum. Beigegeben: Das dazugehörige Buch: Angelus Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1. Auflage, Falken-Verlag, Dresden/Leipzig 1924.

Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.


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