Los 7068

Beckmann, Max
(1884 Leipzig - 1950 New York)Stadtnacht

Schätzung
7.000€ (US$ 7,955)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 7068 - Beckmann, Max - Stadtnacht - 0 - thumbLos 7068 - Beckmann, Max - Stadtnacht - 1 - thumbLos 7068 - Beckmann, Max - Stadtnacht - 2 - thumbLos 7068 - Beckmann, Max - Stadtnacht - 3 - thumbExtragroße Abbildungen

Aus dem Katalog
Moderne Kunst I
Auktionsdatum 5.6.2026

Lot 7068, Auction  127, Beckmann, Max, Stadtnacht

Stadtnacht
7 Bl. Lithographien auf hauchdünnem Japan. Einzeln in Orig.-Passepartouts montiert, lose in Orig.-Halbleinenmappe mit Titelvignette. 1920.
36,5 x 27 cm (Mappengröße).
Sämtlich signiert "Beckmann". Auflage 100 num. Ex.
Hofmaier 164-170.

Die komplette Folge aller sieben Lithographien (inklusive Titelblatt) der Deluxe-Ausgabe auf Japan, neben der gebundenen Buchauflage zu "Stadtnacht" mit zwanzig Gedichten von Lili Braunbehrens. Die Mappe mit den signierten Sonderabzügen wurde den 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe des Buches beigegeben. Gedruckt von Dr. C. Wolf Sohn, München und erschienen im Verlag R. Piper & Co., München 1921. Max Beckmann und Lili von Braunbehrens lernten sich 1915 über das befreundete Ehepaar Battenberg in Frankfurt kennen und ihre Gedichte reizten den Künstler von Anfang an. So war es seine Idee, die bildstarken Verse zu „Stadtnacht“, die sie nach einem nächtlichen Ausflug mit ihrem Vater durch die verruchte Frankfurter Innenstadt verfasste, zu illustrieren. Beiden lag daran, die sozialen Gegensätze der Großstadt sichtbar zu machen: zum einen die dekadenten Ausschweifungen des neureichen Bürgertums (vgl. Trinklied; Stadtnacht), zum anderen die Kehrseite der Gesellschaft mit tiefer Not und Einsamkeit (vgl. Verbitterung; Die Kranke). Diese Kontraste zeigen sich, wie typisch für Beckmann, auch in der Vielfigurigkeit der dekadenten Szenen, während die Not und Hoffnungslosigkeit der Menschen in seinen isoliert betrachteten Protagonisten zum Ausdruck kommt (vgl. Verena Faber, Jede Woche ein Ei, Mentorship für die Dichterin Lili von Braunbehrens, in: Max Beckmann. Gute Freunde, Freiburg 2019, S. 89 ff.). In dieser kompletten Form selten.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge