Los 7065

Kirchner, Ernst Ludwig
(1880 Aschaffenburg - 1938 Frauenkirch bei Davos)Tanz in der Alp - Bauerntanz mit Handorgler (im Haus "In den Lärchen")

Schätzung
35.000€ (US$ 39,773)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 7065 - Kirchner, Ernst Ludwig - Tanz in der Alp - Bauerntanz mit Handorgler (im Haus "In den Lärchen") - 0 - thumbExtragroße Abbildung

Aus dem Katalog
Moderne Kunst I
Auktionsdatum 5.6.2026

Lot 7065, Auction  127, Kirchner, Ernst Ludwig, Tanz in der Alp - Bauerntanz mit Handorgler (im Haus "In den Lärchen")

Tanz in der Alp - Bauerntanz mit Handorgler (im Haus "In den Lärchen")
Lithographie auf gelbem Papier. 1920.
59,5 x 50,5 cm (68,5 x 54,3 cm).
Rückseitig mit dem Basler Nachlaßstempel "L 415 IV" und mit Kreide in Blau betitelt.
Gercken 1134, Dube L 396 (I).

Keine mondäne Berliner Tanzbar, sondern einen ländlichen Bauerntanz auf Holzdielen zeigt uns Kirchner. Es ist aber eine den Großstadtszenen ganz ebenbürtige Lebensenergie, die die Szene erfüllt. Kirchners besonderes Interesse am Tanz nahm auch nach seinem Umzug in die Schweiz nicht im geringsten ab. Die dichtgedrängte Szene spielt, ebenso wie auch seine darauffolgende Lithographie "Alptanz mit zwei Handorglern" (Gercken 1135), wohl in dem Haus "In den Lärchen", das der Künstler seit Oktober 1918 in Davos - Frauenkirch gemietet hatte. Am 12. Januar 1920 schreibt Kirchner an Helene Spengler, die Frau seines behandelnden Lungenarztes: "In den letzten Tagen haben wir durch das Grammophon viel Besuch gehabt. Es wurde getanzt. Diese Naturkinder sind berauscht von der Musik, ich werde interessante Sachen zeichnen können." (Ernst Ludwig Kirchner, Der gesamte Briefwechsel, Bd. I, Briefe von 1901-1923, hrsg. von Hans Delfs, Zürich 2010, S. 431).
Entgegen den Angaben bei Dube gibt es nach neuerer Erkenntnis nur einen einzigen Druckzustand mit verschiedenen helleren und dunkleren Varianten. Diese gestaltete Kirchner mit Hilfe der von ihm selbst 1907 in vielen Experimenten erfundenen Technik der Terpentinätzung, alle in leicht unterschiedlichen Bearbeitungsstufen, und zog die Blätter selber einzeln vom Stein ab. Jedes Exemplar dieser minimalen Auflage behandelte er demnach wie ein Unikat.
Das vorliegende Exemplar entstand auf Kirchners bevorzugtem zitronengelben Papier. Es zeigt sich mit seinen zum Teil hauchzarten, halbtransparenten Grauflächen und der reichen Skala an Schwarztönen nahe dem von Dube angenommenen ersten Zustand, in dem der Berg und die Türöffnung hinter dem Kopf des Musikers hell sind. Prachtvoller, kräftiger Druck mit herrlich differenzierter Tonalität, der gelbe Papierton einheitlich frisch. Sehr selten, Gercken führt lediglich sieben bekannte Abzüge auf.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.


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