Los 6421

Inrô
Inrô mit Schirm- und Fächerdekor

Schätzung
2.400€ (US$ 2,727)

Abgabe von Vorgeboten möglich

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Aus dem Katalog
Horizonte – Zauber ferner Welten
Auktionsdatum 4.6.2026

Lot 6421, Auction  127, Inrô, Inrô mit Schirm- und Fächerdekor

Inrô mit Schirm- und Fächerdekor.
6-teiliges Aufbewahrungs-Behältnis. Holzgefäß mit Schwarzlackgrund (roiro) und Hiramakie in Gold, darstellend einen aufgespannten Kasa-Schirm mit Kranichmotiv sowie einen kleinen Handfächer mit Blütenzweigen, innen Nashiji-Streulack in Kupfer. 8,5 x 4,5 x 3 cm. Japan, Meiji-Zeit, 19. Jh.

Das Inrô (wörtlich "Siegelbehältnis") diente ursprünglich der praktischen Aufbewahrung kleinerer Gegenstände wie Münzen, Arzneien, Salben oder Siegel (hanko), Siegelfarbe und sonstiges Schreibzubehör der Gebildeten japanischen Oberschicht. Es zählt zu den sogenannten Sagemono ("Hängeobjekten"), die - mangels Taschen in der traditionellen japanischen Kleidung - außen am Obi, dem Gürtel des Kimonos, getragen wurden. Die aus mehreren Segmenten (dan) bestehenden Gefäße sind passgenau aufeinander abgestimmt und durch einen durchlaufenden Faden oder eine Kordel miteinander verbunden, die durch seitliche Bohrungen (himotoshi) geführt wird. Am oberen Abschluss befindet sich der Deckel (ten), am unteren Ende der Boden (sokoita); innen sind die Teile oft mit glänzendem Nashiji-Goldlack versehen. Eine verschiebbare Perle (ojime) konnte zum Verschließen zwischen Inrô und dem Gegengewicht - einem Netsuke - sitzen, das den gesamten Komplex sicher am Obi fixierte.
Während die ursprüngliche Funktionalität im Laufe der Edo- und Meiji-Zeit zunehmend in den Hintergrund trat, entwickelte sich das Inrô zu einem Objekt höchster Kunstfertigkeit und zu einem begehrten Sammlerstück. Als Statussymbol und representatives Schmuckaccessoire wohlhabender Kaufleute und des Samurai-Standes wurden diese Behältnisse zu aufwendig dekorierten kleinen Kunstwerken, veredelt mit Techniken wie Maki-e (Goldstaublack), Raden (Perlmutteinlage) oder filigranen Gravuren.

Provenienz: Privatsammlung Berlin.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.


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