Los 6420
Japanisch
1900. Zwei Ansichten des Toshogu-Schreins in Nikko
Schätzung
4.500€ (US$ 5,114)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Horizonte – Zauber ferner Welten
Auktionsdatum 4.6.2026


1900. Zwei Ansichten des Toshogu-Schreins in Nikko.
2 Zeichnungen, je Aquarell über schwarzer Kreide auf Whatman-Velin, hinter Passepartout montiert. Je ca. 34 x 51 cm. Ein Blatt unten rechts signiert "S. Suzuki / Nikko", das andere unten links "Nikko / Y. Yoshisawa", auf den Passepartouts vom ehem. Besitzer signiert und datiert "ARickmers 1 May 1900" (wohl Andreas Rickmers) sowie bez. "Jyeyasu Tempel in Nikko / Japan" bzw. "Tempel der heiligen Tänzerinnen / Jyeyasu Tempel / Nikko (Japan)", verso dieselben Annotationen sowie auf Japanisch bezeichnet oder signiert.
Die Firmengeschichte der norddeutschen Schiffsbauer- und Reederfamilie Rickmers ist eng mit Ostasien verbunden. Nachdem der Reishandel zwischen den Vereinigten Staaten und Europa infolge des amerikanischen Bürgerkrieges stark eingeschränkt war, begann die Familie Rickmers, mit eigenen Schiffen Reis aus Asien zu importieren. 1895 wurde ein regelmäßiger Liniendienst nach Ostasien aufgenommen, der Japan über Shanghai und Hong Kong ansteuerte. Für das Frühjahr 1900 - der auf unseren Zeichnungen annotierten Datierung - ist der Frachter Mabel Rickmers in Japan nachweisbar. Er löschte im April in Kobe eine Ladung Petroleum aus Amerika und setzte nach fünfwöchiger Ankerzeit wieder Segel. In dieser Zeit wurde in der Familie der Reishandel von Andreas Rickmers übernommen, dessen Beziehung zu Japan deshalb besonders eng gewesen sein dürfte. Ob er im Mai 1900 selbst geschäftlich in Japan war oder ihm die vorliegenden Aquarelle von der Besatzung der Mabel Rickmers zurückgebracht wurden, muss offen bleiben.
Die beiden Blätter zeigen je eine Ansicht des berühmten Tempel-Schrein Komplexes von Nikko aus dem 17. Jahrhundert rund um das Mausoleum des ersten Tokugawa Shoguns. Die erste Ansicht zeigt den Aufgang zur Schreinanlage, die man oben durch das Yomeimon-Tor betritt. Ist dieses durchschritten, gelangt man in den Innenhof, der auf der zweiten Vedute zu sehen ist. Auf dieser ist links vorne das Gebäude festgehalten, in dem die rituellen Tänze (Kagura) stattfinden.
Provenienz: Womöglich Sammlung Andreas Rickmers (1835-1924), Bremen.
Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge