Los 174
Helmold von Bosaus und Arnold von Lübeck
(1120-1177 und 1150-1211)Chronica Slavorum. Lübeck, S. Wessel und J.Hinderling, 1659. - Erste vollständige Ausgabe
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Helmold von Bosaus und Arnold von Lübeck. Chronica Slavorum. In quibus Res Slavicae & Saxonicae fere a tempore Caroli Magni usque ad Ottonem IV. seu, ad ann. C M. MCCIX. exponuntur. Henricus Bangertus e Mss. codicibus recensuit, et notis illustravit. 12 Bl., 568 S., 32 Bl. Mit Kupfertitel und Kupfertafel. 18,5 x 15 cm. Pergament d. Z. mit hs. RTitel. Lübeck, Statius Wessel und Jakob Hinderling, 1659.
VD17 3:300015H. Graesse III, 237. Potthast I, 576. – Erste vollständige Ausgabe der mittelalterlichen Chronik über die Ostbesiedlung und christliche Missionierung der Slawen an Elbe und Ostsee ab der Zeit Karls des Großen, insbesondere in den Regionen Ostholstein, Mecklenburg, Brandenburg, Pommern und Skandinavien. Der aus dem Raum Goslar stammende Geistliche Helmold von Bosau (um 1120 - nach 1177) verfasste seine Slawenchronik um das Jahr 1167, sie gilt als die bedeutendste Schriftquelle Niederdeutschlands des 12. Jahrhunderts. Arnold von Lübeck (um 1150-1214) setzte die Chronik für die Jahre 1171 bis 1209 fort. Die erste gedruckte Ausgabe erschien 1556 in Frankfurt bei Schorkel. "Helmold, Pfarrer zu Bosau am Plöner See im 12. Jahrhundert, war ein Schüler Gerolds, des ersten Bischofs von Lübeck, welcher früher der Schule in Braunschweig vorgestanden hatte und hat in dem Augustinerkloster Neumünster unter Vicelins Leitung gelebt. Veranlaßt durch Gerold beschrieb er die merkwürdigen Ereignisse, die er großentheils selbst erlebt hatte: die Wirksamkeit des Vicelin; die harten Kämpfe mit den Wagriern und die Stiftung der Oldenburger, bald nach Lübeck verlegten Kirche; die Berufung fremder Colonisten in das entvölkerte Land. Vorzüglich hierüber sind seine Nachrichten von hohem Werth; auch in weiterem Umfange sind sie lange sehr geschätzt gewesen, jetzt aber hart angegriffen als unglaubwürdig. Ungenauigkeit in der Benutzung älterer Quellen und in Berichten über entferntere Vorgänge, Parteilichkeit in der Darstellung der ihm näher liegenden Ereignisse sind ihm unzweifelhaft nachgewiesen, doch bleibt immer seine Chronik der Slaven ein Werk von hervorragendem Werthe. Sie reicht bis 1170; er selbst wird 1177 zuletzt erwähnt." (ADB XI, 702f.). "Für die Anfänge der ostdeutschen Siedlung ist das Werk eine Quelle, wie wir sie in dieser Anschaulichkeit sonst nicht besitzen." (NDB VIII, 502). Mit der manchmal fehlenden Kupfertafel zu Seite 126, die den Gott Prono und die Göttinnen Ridegast und Siwa zeigt. – Etwas gebräunt oder braunfleckig, einige Blatt der Vorstücke mit sehr kleinen Papierausbrüchen im oberen Rand (teils minimaler Buchstabenverlust), auch die Kupfertafel mit minimalen Papierläsuren im Seitenrand. Unter Seitenschnitt mit Stauchspur. – Beigebunden: Henricus Zoesius. Praelectiones feudales, Lovanii anno M. DC. XXIII. extra ordinem habitae. Nunc primum editae, cum summarijs & indicibus. 2 Bl., 152 S., 4 Bl. Löwen, Hieronymus Nempaeus, 1663.
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