Los 1032
Kollonitz, Carl Graf von
Kochrezeptsammlung. Deutsche Handschrift auf Papier.
Schätzung
400€ (US$ 417)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Luxus und Geschmack der
ungarisch-oesterreichischen Küche
Kollonitz, Carl Graf von. Kochrezepte aus dem Besitz des Grafen Carl von Kollowitz. Deutsche Handschrift auf Papier. Mehrere Faszikel in 16 Bl. zusammengeheftet. Schrift: Deutsche Kurrent des 17. und 18. Jahrhunderts. 25 x 19,5 cm. Neuerer Umschlag (kaum fleckig). Großschützen, Westslowakei, 18.-19. Jahrhundert.
Sammlung von deutschem Schriftgut in den Nordkarpaten, aus dem Ort Großschützen, dem heutigen Vel’ké Leváre in der Westslowakei (in der Region Záhorie an der Rudava), die aus der Bibliothek des Grafen Carl von Kollonitz stammt, über die eine beiliegende lange eigenhändige Notiz aus der Feder von Gerhard Eis (1908-1982) Auskunft gibt: "Sammlung von deutschem Schriftgut in den Nordkarpaten, aus dem Ort Großschützen, dem heutigen Vel'ké Leváre in der Westslowakei (in der Region Záhorie an der Rudava), die aus der Bibliothek des Grafen Carl von Kollonitz stammt, über die eine beiliegende handschriftliche Notiz Auskunft gibt: "In den 30er Jahren gelangte die reichhaltige Bibliothek des Schlosses Großschützen (i. d. Slowakei) in den Prager und Wiener Antiquariatshandel. Neben einigen 1000 Drucken des 16.-19. Jhdts […] befanden sich auch mehrere Hss. […]. Die wertvollste Hs. eine Diätetik in deutscher Sprache aus dem Anfang d. 16. Jhdts ward 1943 von G. Eis herausgegeben […] ein Kochbuch das für den General Graf Kollonitz, Kämmerer d. oesterr. Kaisers, am Ende des 18. Jhdts. angelegt wurde. Diese Hs. hatte ein riesiges Format und enthält eine Sammlung von vielen 100 Anweisungen zur Bereitung erlesener Fleisch- u. Fischgerichte, Pasteten, Mehlspeisen u. Getränke.
Graf K. v. K., der Herr des Schlosses Gr.-Schützen besaß aber noch andere Sammlungen von Küchenschriften, die als Blattbüschel und Einzelblätter in den Originalen angeboten wurden. Eine kleine Anzahl solcher Aufzeichnungen hat sich in d. Sammlung Eis erhalten. Sie sind zu einem Bändchen zusammengeheftet, dessen 1. Blatt eine Zuschrift an Monsieur le General Comte Charles de Kollonitz, enthält. Sie sind von verschiedenen Händen gerchrieben, die z. T. noch dem 18. Jhdt., z. Teil bereits dem 19. Jhdt. angehören.
Die Rezepte beziehen sich auf Fleisch- und Fischgerichte, der fürstl. Küche. Einige bemerkenswerte Rezepte aus dieser Sammlung seien hier mitgeteilt. Sie sind kennzeichnend für den Luxus und Geschmack der ungarisch-oesterreichischen Küche jener Zeit. Aber auch die gute Hausmannskost fand Anklang und Interesse in der fürstl. Küche, wie das Rezept von den 'guten Bratwürst meiner Frau Mutter' beweist. Die altdeutsche Literatur über die Bereitung von Speisen u. Getränken ist noch weitgehend unerforscht. Im günstigsten steht es noch um die Kenntnis der wissenschaftl. deutschen Kochbücher, deren Überleiferung im 14. Jhdt. einsetzt […]" (Fragment beiliegend).
An einem Falz die Fiche: "Monsieur le General Comte Charles de Kollonitz, Chambellan actuel de sa Majesté L'Empéreur et Roi à Venice". Vgl.: Gerhard Eis, Die Groß-Schützener Gesundheitslehre, in: Studien zur Geschichte der deutschen Kultur im Südosten, Brünn, München und Wien 1943, S. 17. Derselbe und Rainer Rudolf, Altdeutsches Schrifttum im Nordkarpatenraum. München 1960, S. 57ff. – Geringe Gebrauchsspuren, teils leicht gebräunt. Provenienz: Sammlung Prof. Dr. Gerhard Eis, Heidelberg, Hs. 31. Mit einmontierter Fiche auf dem fliegenden Vorsatz: "Handschrift 31 Kochrezepte aus Groß-Schützen, 18. und 19. Jhdt. im Besitz von Dr. Gerhard Eis. hen Akademie der Wissenschaften zu Berlin von Herrn Doz. Dr. Gerhard Eis im September 1938 aufgenommen worden".
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