Los 6402

Stahl, Friedrich
(1863 München - 1940 Rom)Der Tanz der Salome

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
18.750€ (US$ 20,161)

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Aus dem Katalog
Traumzeit – Max Klinger, Otto Greiner und der deutsche Symbolismus
Auktionsdatum 30.5.2024

Lot 6402, Auction  123, Stahl, Friedrich, Der Tanz der Salome

Der Tanz der Salome.
Öl auf Leinwand. 83 x 85 cm. Unten rechts in Hellocker signiert und datiert "Stahl Florenz / 1912".

Friedrich Stahl erhielt seine Ausbildung an der Münchner Akademie bei Ludwig von Löfftz und Wilhelm von Diez. Nach dem Abschluss des Studiums im Jahr 1886 arbeitet er als Illustrator für die Fliegenden Blätter. Anschließend übersiedelt er nach Berlin, wo er Mitbegründer der Gruppe der XI wurde, der Vorläuferin der Sezession. Eine Reise nach Kent in England bringt Stahl in Kontakt mit der Malerei der Präraffaeliten, die ihn nachhaltig beeinflussen sollte. Ein längerer Aufenthalt in Florenz von 1904 bis 1913 folgt. Die Malerei des Quattrocento, insbesondere Botticellis wird nun bestimmend für das Werk des Künstlers. Stahl entwickelt hieraus einen ganz eigenwilligen, von der Malerei der Renaissance inspirierten Symbolismus. Der Tanz der Salome, ein Hauptwerk aus Stahls florentiner Schaffensphase, ist geprägt durch Skurrilität. Salome, in ein dünnes, golddurchwirktes Gewand gehüllt, tanzt vor der höfischen Gesellschaft des Herodes, deren Teilnehmer sämtlich prächtige Renaissancekostüme tragen. Besonders fällt die Edeldame rechts von Herodias dem Betrachter ins Auge. Sie trägt als Kopfbedeckung den sogenannten Balzo, einem von Isabella d'Este eingeführten Kopfschmuck für adelige Damen. Konterkariert wird die feine Gesellschaft allerdings durch zwei Tüpfelhyänen, deren Interesse allein der Goldschale mit dem widerwärtigen Inhalt, nämlich dem abgeschlagenen Haupt Johannes des Täufers, gilt. Es ist das absurde Zusammenspiel von oberflächlicher Eleganz mit den darunterliegenden menschlichen Abgründen, welches das Werk von Friedrich Stahl so faszinierend wie modern macht.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

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