Los 3103

Durieux, Tilla
(1880-1971)ca. 200 Bücher aus der Bibliothek der Schauspielerin, teils mit deren Exlibris

Schätzung
1.200€ (US$ 1,290)

Abgabe von Vorgeboten möglich

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Aus dem Katalog
Moderne Literatur
Auktionsdatum 18.4.2024

Lot 3103, Auction  123, Durieux, Tilla, ca. 200 Bücher aus der Bibliothek der Schauspielerin, teils mit deren Exlibris

"Die Leistung einer genialen Bühnenkünstlerin ist Dichtung"
Durieux, Tilla. Bücher aus der Bibliothek der Schauspielerin, teils mit deren Exlibris "TD", teils mit Anmerkungen, Unterstreichungen, Durcharbeitungen, einige mit persönlichen Autorenwidmungen und handschriftlichen Einträgen. Ca. 200 Bände. Meist OEinbände. Kl.-8° bis Groß-8° und 4°. Ca. 1909-1952.
Als Ehefrau Paul Cassirers (1871-1926) war Tilla Durieux (1880-1971) nicht nur die glamouröse Schauspielerin und Gattin eines der bedeutendsten Kunsthändlers seiner Zeit, sondern auch Lebenspartnerin eines Verlegers, der zwischen 1898 und 1926 einen erlesenen Kunstverlag betrieb. So machte Durieux selbst die Bekanntschaft zahlreicher Autorinnen und Autoren, die ihr oft ihre Ausgaben persönlich zueigneten. Einen kleinen Teil ihrer Bibliothek konnte sie ins Exlil retten. Meist klebte sie in ihren Berliner Jahren ihr expressionistisches Exlibris "TD" auf den vorderen Innenspiegel, später zeichnete sie die Titel mit ihrem Namenszug in blauer Tinte. Mehrere Exemplare weisen starke bis stärkere Gebrauchsspuren auf, oft arbeitete Tilla sie extensiv durch, pflegte, wenn kein Lesezeichen zur Hand war, die Ecken einfach unterschiedlich weit einzuknicken (Shakespeares Sonnette in der George-Bearbeitung) und Anmerkungen in Bleistift oder Tinte einzutragen.

Vorhanden sind ca. 200 Bände mit dem Exlibris, u. a. mit Einträgen und Widmungen: William Shakespeare. Sonette. Umdichtung von Stefan George. 1909. - Arbeitsexemplar der Durieux mit Eckumknickungen als Merkzeichen, metrischen Emphase-Bezeichnungen in Bleistift und weiteren Einträgen zur Rezitation. - René Schickele. Aïssé. Novelle. 1916. - Mit 7-zeiliger Widmung "Frau Tilla Durieux mit herzlichen Grüssen! Bern, Okt. 1917. René Schickele (der noch immer krank im Bett liegt)". - Felix Berau. Gedichte. 1921. - Mit 4-zeiliger Widmung: "Frau Tilla Durieux in Verehrung zugeeignet Felix Berau. Zch Juli 1925". - William Shakespeare. Timon. Übertragen von Robert Prechtl. 1921. - Mit Übersetzer-Widmung: "Der Frau des Potiphar. Mai 1921. RP". - Theodor Däubler. Das Nordlicht. Band I. 1921. - Vorsatz mit 5-zeiliger Widmung "Tilla Durieux in Verehrung Theodor Däubler. Berlin 1928". - August Strindberg. Briefe an Emil Schering. 1924. - Mit 5-zeiliger Widmung, an den Literatur- und Kulturhistoriker Wilhelm Herzog (1884-1960): "Wilhelm Herzog überreicht von Emil Schering. Berlin, Herbst 1924, als die 'Kronbraut' gestohlen wurde'". -Thomas Mann. Herr und Hund. 1925. - Mit 4-zeiliger Widmung "Für Paul Cassirer die alte 'Feindin' Grunewald 30. Juni 25. Aber nicht schimpfen!". Mit Exlibris "TD" auf dem Vorsatz. - Hans Hildebrandt. Die Frau als Künstlerin. 1928. - Vorsatz mit 5-zeiliger Widmung: "Die Leistung einer genialen Bühnenkünstlerin ist Dichtung" (S. 9) Tilla Durieux in Verehrung! Hans Hildebrandt". - Hans Rothe. Max Reinhardt. 25 Jahre deutsches Theater. 1930. - Mit Markierungen, Unterstreichungen in Bleistift von Tilla Durieux. - Oskar Maurus Fontana. Die Türme des Beg Begouja. 1946. - Vorsatz mit 5-zeiliger Widmung des Autors: "Frau Tilla Durieux in dankbgarer Erinnerung vieler schöner Stunden in Bien, Berlin und Agram. Wien, Dezember 51. Oskar Maurus Fontana". Titel mit Besitzvermerk "Tilla Durieux". - Herbert Ihering. Heinrich Mann. 1952. - Mit 4-zeiliger Widmung "Tilla Durieux zu ihrer Wiederkehr Herbert Ihering. Berlin, d. 24. Oktober 1952". Titel mit Besitzvermerk Tillas.
Ferner vorhanden sind zahlreiche weitere Bände, teils auch Einzelbände oder unvollständige Reihen, meist 20. Jahrhundert, aber auch ein älterer Druck: Giovanni Botero. Le relationi universali. Venedig 1608 (Blätter teils lose, stärkere Gebrauchsspuren). – Teils stärkere Gebrauchsspuren, meist aber ordentlich erhalten, nur etwas fleckig und gebräunt. – Beigegeben: 55 weitere Titel ohne Exlibris und ein Konvolut mit zahlreichen Theatermanuskripten.


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