Los 2142

Stifter, Adalbert (zugeschrieben)
(1805-1868)Kloster Lambach. Orig.-Bleistiftzeichnung

Schätzung
3.000€ (US$ 3,226)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 2142 - Stifter, Adalbert (zugeschrieben) - Kloster Lambach. Orig.-Bleistiftzeichnung - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Literatur und Autographen
Auktionsdatum 17.4.2024

Lot 2142, Auction  123, Stifter, Adalbert (zugeschrieben), Kloster Lambach. Orig.-Bleistiftzeichnung

Verschollene Stifter-Zeichnung
Stifter, Adalbert (zugeschrieben). Kloster Lambach. Orig.-Bleistiftzeichnung auf Vélin unter Passepartout in Holzprofilleiste. Format: 10,5 x 23,5 cm. Rahmen: 20,5 x 33 cm. Um 1845.
Malerische Ansicht des Benediktinerstifts im oberösterreichischen Lambach mit seinen charakteristischen Türmen und der Brücke über die Traun. Wohl mindestens sieben Reisen führten Adalbert Stifter zwischen den Jahren 1829 bis 1861 in die Region des Salzkammerguts, das sich in der Landschaftsmalerei des Biedermeier großer Beliebtheit erfreute. Aus dieser Zeit sind insgesamt neun bildnerische Arbeiten Stifters mit Landschaftsdarstellungen bekannt, datiert zwischen 1834 und 1853 (vgl. Michael Kurz: Maler. Dichter. Pädagoge. Konservator. Adalbert Stifter und das Salzkammergut. In: Oberösterreichische Heimatblätter 2005. S. 115-159; hier S. 140). Zahlreiche Arbeiten gelten als vernichtet oder verschollen, da der selbstkritische Stifter nicht zögerte, ihm missfällige Entwürfe kurzerhand zu verbrennen. Die vorliegende Zeichnung datiert möglicherweise etwas früher während Stifters zweiter Reise im Juni oder Juli des Jahres 1836, für die es jedoch kein gesichertes Lebenszeugnis gibt. Ein Stifter in der Literatur mehrheitlich zugeschriebenes Reisetagebuch mit einer Kostenaufstellung belegt eine dreieinhalbtägige Reise nach Lambach, Gmunden, Hallstadt und Abtenau. Möglicherweise entstand die Ansicht bereits während dieses Aufenthalts (vgl. ebenda S. 115f.). Auf der von Kurz zusammengestellten Liste der neun bekannten Landschaftsbilder mit Bezug zum Salzkammergut ist die vorliegende Arbeit jedenfalls nicht genannt (ebenda S. 123f. und S. 140). Die als gesichert zu geltende Zuschreibung an Stifter aus dessen engstem Freundeskreis belegt der rückseitige, ebenfalls unter Glas montierte hs. Text: "Original Handzeichnung von Adalbert Stifter, darstellend das Kloster Lambach. Aus dem Nachlasse meines Vaters des akad. Malers Karl Blumauer in Linz welcher ein intimer Freund Adalbert Stifters war. (Siehe Biographie Stifters)." Unterzeichnet: "Leopold Blumauer Sparkasse Direktor i. R. in Grieskirchen Ob.Öst." Darunter von anderer Hand die amtliche Beurkundung: "Obige Erklärung wurde am heutigen Tage von dem mir persönlich wohlbekannten Leopold Blumauer, Sohn des akad. Malers Karl Blumauer, vor mir beigesetzt. Dr. Ang am 31. 8. (19)27". Die Unterschrift mit dem offiziellen Stempel "Für den Bezirkshauptmamm:", ferner mit kreisrundem Wappenstempel "Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen" und aufgeklebter Stempelmarke. – Schwach gebräunt und leicht stockfleckig, unten rechts mit geglätteter Knickfalte. Provenienz: Schweizer Privatsammlung.


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