Los 6037

Charlier, Jacques - zugeschrieben
(1706-1790, Frankreich)Musizierende Gesellschaft im Park: Harfenistin, Flötist, Hornist und Mann in Rot

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.116€ (US$ 1,094)

Los 6037 - Charlier, Jacques - zugeschrieben - Musizierende Gesellschaft im Park: Harfenistin, Flötist, Hornist und Mann in Rot - 0 - thumbExtragroße Abbildung

Aus dem Katalog
Gemälde Alter und Neuerer Meister; Skulpturen; Portraitminiaturen
Auktionsdatum 1.12.2022

Lot 6037, Auction  120, Charlier, Jacques - zugeschrieben, Musizierende Gesellschaft im Park: Harfenistin, Flötist, Hornist und Mann in Rot

zugeschrieben. Musizierende Gesellschaft: sitzende Harfenistin, Querflöte spielender Kleriker, Mann in weißer Uniform und Dreispitz, das Jagdhorn spielend, und Mann in Rot interessiert zusehend; auf dem Boden eine Partitur betitelt "Consert a / trois"; auf Terrasse mit Säulen vor Parkhintergrund. Aquarell und Gummiarabikum auf Pergament. D. 6,3 cm. In Messingrahmen mit innerer Kordelbordüre, der Deckkarton alt beschriftet. Um 1770/1775.

Die alte Inschrift auf dem Deckkarton liest sich: "Les Personnages groupés / de l'autre part et qu'il est facile / de distinguer aux costumes sont / Melle. Guimard / L'abbé de Jarente, évêque d'Orléa[ns] / M. de la Borde, Banquier de la Co[ur] / et le Maréchal de Soubise ./.".
Bei der Harfenistin soll es sich demnach um die berühmte französische Tänzerin Marie-Madeleine Guimard (1743 - 1816) handeln. Zu ihren zahllosen Liebhabern gehörte Jean-Benjamin de Laborde (1734-1794 guillotiniert), Erster Kammerdiener des Königs Ludwig XV. und Sohn des Bankiers Jean-François de Laborde. Dessen erbittertster Nebenbuhler um die Liebe der Guimard war der Marschall de Soubise, Charles de Rohan, Duc de Rohan-Rohan (1715-1787). Beide Konkurrenten versuchten mit fabelhaften Geschenken, sich die Gunst der Tänzerin zu erkaufen. Dennoch war die Guimard dank ihres fürstlichen Lebensstils ständig in Geldnot. Somit musste ein weiterer Liebhaber einspringen, der Bischof von Orléans, Louis-Sextius Jarente de La Bruyère (1706-1788), hier dargestellt als ein die Querflöte spielender Abbé. Die zweifelhaften Methoden des Paares, an Geld zu kommen, führten schließlich dazu, dass der Bischof beim König in Ungnade fiel. Die scheinbar unauffällige Kammermusikszene kann somit als politisch-gesellschaftliche Persiflage interpretiert werden.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

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