Los 6021

Tischbein, Anton Wilhelm
(gen. Hanauer Tischbein, 1730/34 Haina (Kloster) - 1804 Hanau)Leda mit dem Schwan

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
6.200€ (US$ 6,078)

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Aus dem Katalog
Gemälde Alter und Neuerer Meister; Skulpturen; Portraitminiaturen
Auktionsdatum 1.12.2022

Lot 6021, Auction  120, Tischbein, Anton Wilhelm, Leda mit dem Schwan

Leda mit dem Schwan.
Öl auf Holz. 43,6 x 32,5 cm.

Dieses Kabinettstück ist mit seinem weichen, beinahe emailhaften Duktus insbesondere beim Aufbau des Inkarnats und Gefieders typisch für Anton Wilhelm Tischbein. Nicht das Körperliche, sondern die Leichtigkeit und die Kraft der chromatisch feinsinnigen Palette sind hier Protagonisten. Das delikate Kolorit zeugt von Tischbeins meisterhaften Umgang mit den Farben, für den ihn bereits Zeitgenossen feierten. In der außerordentlichen eleganten Komposition liegt Leda mit ausgestreckten Arm in einer Landschaft auf einem Stein, ihr ausgetreckter Körper kaum verhüllt von einem ausgebreiteten blauen Tuch. Zwei Amoretten künden hinter ihr von dem sich anbahnenden Liebesakt, der Göttervater in Form eines Schwans steigt bereits vor ihr aus dem Wasser. Sein sinnlich gebogener Hals wiederholt dabei den feinen Schwung von Ledas Leib. Allegorisch wird die Präsenz von Zeus zusätzlich durch den Adler unterstrichen, der hinter den Wolken über dem Geschehen schwebt und ein Bündel Blitze in seinen Krallen hält.
Anton Wilhelm entstammte der weitverzweigten Malerfamilie Tischbein und war der jüngste Bruder von Johann Heinrich d. Ä. Wie dieser widmete er sich hauptsächlich dem Portraitfach, brillierte aber auch mit seinen seltenen Historiengemälden mythologischen Inhalts. Ein vergleichbares Kabinettstück mit der Darstellung von Venus und Amor in einer Landschaft befindet sich in Kassel und wird dort auf die 1770er Jahre datiert (vgl. Anton Merk: Anton Wilhelm Tischbein 1730-1804, Hanau 2004, S. 22, Kat. 3.4).

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

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