Los 2450

Friedrich I., König in Preußen
(1657-1713)Brief 1703

Schätzung
450€ (US$ 474)

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Aus dem Katalog
Literatur, Spazierstöcke und Autographen
Auktionsdatum 12.10.2022

Friedrich I., König in Preußen, vormals Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg (1657-1713). Brief m. U. "Friderich". 11/4 S. Folio. Cölln a. d. Spree 28.II.1703.
An den Geh. Rat Johannes von Danckelman in Lingen (Ems), das der König seit dem Tod Wilhelms III. von Oranien (1702) für Preußen beanspruchte. Der dortige Landrentmeister und Kammerrat Johann Jacob de Famars habe ihm gemeldet, dass das Fährhaus an der Ems reparaturbedürftig und dazu ein Betrag von 800 Holl. Gulden erforderlich sei. "... Weiln nun solches ziemlich hoch anläuft und der Land Renthmeister keinen anschlag solcher reparationen eingeschicket hat, So befehlen Wir euch hiemit in gnaden, denselbigen fordersamst verfertigen zu Laßen und daneben zu Berichten, ob der Bau so sehr pressant und nothwendig sey, oder noch wohl etwa eine Zeitlang wenigstens zum theil, ausgestellet, oder ob nicht vielmehr die Fehre gar zu Unserm besten in Erbpacht ausgethan und also diese Bau Kosten ersparet werden können ...". - Gegengezeichnet vom preußischen Premierminister Johann Kasimir Kolb von Wartenberg (1643-1712), berüchtigt wegen seiner intriganten Macht- und Bereicherungspolitik. - Johannes von Danckelman (1637-1706) gehörte dem "Danckelmanschen Siebengestirn" an, sieben in Lingen geborenen Brüdern, die alle hohe Ämter am brandenburg-preußischen Hof erlangten. - Randschäden alt restauriert. - Beiliegend die zeitgenössische Abschrift einer an die Provinzialregierung in Küstrin versandten Verordnung des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, dass in allen brandenburgischen Kirchen wegen der großen Kriegsgefahr Friedensgebete abgehalten werden sollen. Die vorliegende Abschrift wurde aus Küstrin an den Pfarrer und Inspektor Adam Sellius in Züllichau verschickt (1.VIII.1674). - Am 21. Juni hatte der Kurfürst einen Beistandspakt mit Spanien und den Niederlanden geschlossen, nachdem die Franzosen in die Kurpfalz eingefallen waren. Am 5. August, drei Tage nach dem vorliegenden Schreiben, brach der Kurfürst mit einer Armee von 16.000 Mann in Richtung Elsaß auf.


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