Los 1015

Holkot, Robertus
(1290-1349)Super sapientiam Salomonis

Schätzung
4.000€ (US$ 4,211)

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Los 1015 - Holkot, Robertus - Super sapientiam Salomonis - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher
Auktionsdatum 11.10.2022

Lot 1015, Auction  120, Holkot, Robertus, Super sapientiam Salomonis

Holkot, Robertus. Super sapientiam Salomonis. 367 nn. Bl. (ohne das le. w.). 2 Spalten. 42 Zeilen. Rom. Typ. Schriftraum: 16,8 x 11,1 cm. Format: 20,5 x 15 cm. Mit 8-zeiliger Schmuckinitiale "D" in Gold und Farben, zahlreichen, teils größeren Initialen sowie durchgehender Rubrizierung in Rot und Blau. Pergament vom Ende des 17. Jahrhunderts (gering restauriert, etwas fleckig, Deckel leicht geworfen, Block neu eingehängt, fliegende Vorsätze neu). Paris, Georg Wolff, 21.X.1489.
Hain-Copinger 8759. GW 12888. Goff H-290. Proctor 8127. Pellechet 6035. Bodleian H-133. Claudin I, 89. Mendes 610. Rhodes 924. Sallander 2247. BMC VIII, 144. BSB-Ink H-315. CIBN H-168. CBB 1978. IBE 2926. IBP 2834. IGI 4791. ISTC ih00290000. Nicht bei Oates – Erste Pariser Ausgabe, fünfte nach dem Kölner Erstdruck (Konrad Winters um 1476) von Robert Holcots (1290-1349) Exegese des Buchs der Weisheiten, dem Liber Sapientiae Salomonis, des deuterokanonischen oder apokryphen Buchs des Alten Testaments, das neuesten Forschungen nach wohl aus der Feder eines hellenistischen Juden stammt. Die Sentenzen des englischen Dominikaners, bedeutenden Scholasten und Kirchenlehrers Robert Holcot (1290-1349), des "Doctor firmus et indefatigabilis" sind bis dato weitgehend unerforscht. Die vorliegende Ausgabe gehört zu den seltenen Inkunabeldrucken dieses Werkes. So sind lediglich zwei Exemplare in Frankreich nachweisbar (Lyon, Paris), davon eines inkomplett (Paris).

Grundlage für den Druck waren nicht weniger als 175 Manuskripte mit Kommentaren zum Buch der Weisheiten (Lectiones super librum Sapientiae), die Geoffrey Chaucer als wichtigste Quelle für "The Nun's Priest's Tale". – Es fehlt lediglich das letzte weiße Blatt, die ersten Blätter mit Wurmspuren, meist nur im unteren Rand (kaum Buchstabenverlust), nur wenige Blätter anfangs mit leichten Feuchtfleckchen von oben, am Schluss sind zwei Blätter mit hs. Notizen eingebunden, betreffend eine irrige Zuweisung des Druckes an Ulrich Gering und Berthold Rembolt. Bemerkenswert ist die hübsche Initiale "D" für "Dominus petra mea et robur meum..." in hübschem Hellblau auf roten quadratischen Kasten, der mit zarten Pinselgoldlinien ornamentiert ist. Die Initiale ist mit leuchtendem Blattgold gefüllt, darauf hübsche Blüten und Fruchtkelche in Grün, Rot und Blautönen.


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