Los 6629

Römisch
16. Jh. Zug des Bacchus

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.214€ (US$ 2,574)

Los 6629 - Römisch - 16. Jh. Zug des Bacchus - 0 - thumbExtragroße Abbildung

Aus dem Katalog
Zeichnungen des 16. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 3.12.2021

Lot 6629, Auction  118, Römisch, 16. Jh. Zug des Bacchus

16. Jh. Zug des Bacchus.
Feder in Braun, weiß gehöht auf ocker gestrichenem Bütten. 17,6 x 20,8 cm. Verso mit einer alten Zuschreibung an "Rafaelo Urbino".

Die Darstellung vorliegender Zeichnung rekurriert auf ein Marmorrelief eines antiken römischen Sarkophags, der den Hochzeitszug Bacchus' und Ariadnes zeigt. Dieser gelangte um 1420 in die Kirche Santa Maria Maggiore in Rom und wurde wohl 1585 in den Garten der Villa Montalto überführt. Heute befindet er sich in der Sammlung des British Museum (Inv.Nr. 1805,0703.130).
In der Renaissance dienten die Figuren des Sarkophags Künstlern wie Raffael, Giulio Romano, Amico Aspertini oder Girolamo da Carpi als Modelle für das Studium der menschlichen Figur in Bewegung. Der Sarkophag wurde zum Teil eines Kanons antiker Werke, zu deren Studium junge Künstler angehalten wurden. Die zahlreich erhaltenen Zeichnungen sind ein wichtiges Zeugnis für den Zustand des Sarkophags vor der Restaurierung und für die Geschichte der Wahrnehmung und Umgestaltung der antiken Kunst in der Renaissance und in späteren Epochen.
Die am häufigsten zitierte Partie ist, wie auch hier, der trunkene Silenus auf dem Esel. Ein Kupferstich von Agostino Veneziano, datiert 1531, folgt einer Zeichnung Raffaels oder Giulio Romanos. Er zeigt eben diese Partie mit reitendem Silenus, dem Ziegenbock, der durch einen Reifen springt, und weiteren Personen vor einer Landschaft. Der Stich ist seitenverkehrt zu unserer Zeichnung, zeigt jedoch exakt dieselben Personen sowie skizzenhaft die Landschaftspartie mit Architektur. Eine feinzeichnende und durch die gewischten Weißhöhungen plastisch wirkende, eindrucksvolle Zeichnung aus der Nachfolge oder dem Umkreis Raffaels und Romanos.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

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