Los 6363

Führich, Joseph von
(1800 Kratzau - 1876 Wien)Blick auf Rom

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.690€ (US$ 4,291)

Los 6363 - Führich, Joseph von - Blick auf Rom - 0 - thumbExtragroße Abbildung

Aus dem Katalog
Auf Papier gezeichnet – In Kupfer gestochen
Auktionsdatum 2.12.2021

Lot 6363, Auction  118, Führich, Joseph von, Blick auf Rom

Blick auf Rom.
Bleistift, braun laviert auf festem Velin. 18,6 x 27,2 cm. Unten links eigenh. datiert und bez. "17.t Oct. 27. Mont Testaccio", unten mittig in Bleistift bez. "Bast di Paul III".

Im Oktober des Jahres 1827 unternimmt Führich mit Freunden einen Ausflug zum Monte Testaccio, einer künstlichen Erhebung vor den Toren Roms unweit der Cestius-Pyramide, die aus den Scherben unzähliger antiker Amphoren besteht. In einem Brief an seine Eltern beschreibt Führich das erhebende Gefühl, das ihn überkommt, wenn er seinen Blick über die historische Landschaft schweifen lässt: "Gestern (am 12. Oktober 1827) ging ich mit einigen Freunden [...] nach Monte Testaccio [...] Von diesem Hügel sieht man den Lauf der Tiber durch die Campagna bis gegen Ostia am Meere, in einiger Entfernung die große Ruine der abgebrannten Paulskirche sammt dem Platze, wo der hl. Paulus enthauptet wurde [...] Es ist ein eigen erhebendes Gefühl, den Schauplatz solcher Ereignisse so vor sich liegen zu sehen. Von da kam das sanfte Evangelium in schlichter Gestalt arm und verachtet nach der heidnischen, weltbeherrschenden Roma, welche die Saat der Ewigkeit mit Märtyrerblut reichlich begoß." (Joseph von Führich's Briefe aus Italien, S. 43f).
Unser Blatt trägt das Datum vom 17. Oktober und so scheint Führich ein weiteres Mal, in die Richtung des Monte Testaccio gegangen zu sein, um auf der Wanderung diese genaue Landschaftsaufnahme zu zeichnen. Dargestellt ist der nach Norden gerichtete Blick auf Rom über eine der von Giuliano di Sangallo im Auftrag Papst Paul III. errichteten Bastionen hinweg auf die Stadt, rechts mit der Kuppel und dem Turm von Santa Maria Maggiore und mittig mit dem Kegeldach des Rundtempels am Forum Boarium, von dem nur die Spitze zu sehen ist. Der Monte Testaccio befindet sich weiter links noch innerhalb der Stadtmauer. Diesen ungewöhnlichen Blick auf die Ewige Stadt wählt auch Carl Oesterley in seiner nur einen Monat später datierten Zeichnung (17. November 1827, Kunstsammlung der Georg-August Universität Göttingen, Inv. L H 2002/210). Die Anregung dazu dürfte sicherlich von seinem Freund Joseph Führich ausgegangen sein, mit dem Oesterley in Rom regen Umgang pflegte.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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