Los 443

Hokusai, Katsushika
(1760-1849)Warai Hannya. Lachender Dämon.

Zuschlag
19.000€ (US$ 22,093)

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Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher
Auktionsdatum 12.11.2021

Lot 443, Auction  118, Hokusai, Katsushika, Warai Hannya. Lachender Dämon.

Hokusai, Katsushika. Warai Hannya (Lachende Dämonin Hannya). Farbholzschnitt. Format: chuban (ca. 24 x 18 cm). Über den Stock beschnitten, unter Glas gefasst in großen hölzernen Kastenrahmen 44,5 x 38,6 cm. Edo nach 1831-1832.
Eines der emblematischsten Bilder des bedeutenden japanischen Holzschnittkünstlers Katsushika Hokusai (1760-1849) ist
Warai Hannya, die lachende Dämonin ("The Laughing Demoness") aus der Serie der Hundert Geistergeschichten "Hyaku monogatari". In der Edozeit war das sich gegenseitige Erzählen von unheimlichen Geschichten, die von Geistern, Gespenstern, Dämonen, Menschenfressern und Monstern bevölkert waren, ein beliebter Zeitvertreib, bei dem das Gruseln der Zuhörer beabsichtigt wurde. Am Ende der 250 Jahre langen Epoche nahmen die Ukiyo-e Künstler das Thema mehrfach auf. Der größte unter ihnen, Katsushika Hokusai, zeichnete zwischen 1831 und 1832 eine Folge von besonders drastischen Figuren. Von den ursprünglich wohl 100 geplanten Bildern wurden allerdings nur fünf als Farbholzschnitte (nishiki-e) umgesetzt: "Oiwasan", "Sarayashiki", "Warai Hannya", "Shiunen" und "Kohada Koheiji".

Die diabolisch lachende Menschenfresserin Hannya ist als alte, faltige Frau mit Hörnern dargestellt, die über dem räudigen Haar aus dem Schädel wachsen. Das Maul geöffnet bleckt sie ihr Gebiss, das links und rechts um zwei krallige Fangzähne erweitert ist. Die Blutspritzer zeigen, dass sie gerade zugebissen hat. Mit einem spitzen Finger zeigt sie auf den vom Rumpf getrennten, blutenden Kinderkopf, den sie wie eine Drachenfrucht in ihrer rechten Hand über ihrem Ohr umklammert hält.

Die weiblichen Hannya-Dämone gehören als feste Besetzung der Gespensterstücke auf die Bühne des japanischen No-Theaters. Laut einer Legende aus Nagasaki aß die Hannya einen Säugling, nachdem sie dessen Kopf abgerissen hatte. Sie knüpft damit an die Tradition der üblicherweise den Kindern zum Setsubun-Fest vorgespielten Dämonen, an, die mit dem Werfen von Sojabohnen am Ende des Winters aus den Häusern vertrieben werden: "Oni wa soto! Fuku wa uchi!".

In der Kartusche oben links nennt sich der Künstler: "Saki no Hokusai hitsu" (Vom Pinsel des älteren Hokusai). – Unbedeutend wellig, nahezu fleckenfrei, nur wenige winzige, kaum sichtbare Kratzer. In sehr nuanciertem, feinen Farbdruck von mehreren Platten, frisch und wohlerhalten. Wie meist etwas knapp um die Darstellung beschnitten, aber im Bild vollständig und ohne Verluste. Sehr stilvoll gerahmt, Versand jedoch nur ohne Rahmen. Provenienz: Aus süddeutschem Privatbesitz. Es handelt sich wohl nicht um einen zeitgenössischen Originaldruck von den ursprünglichen Druckstöcken, sondern um einen späteren Nachschnitt (lt. frdl. Auskunft von Herrn Gordon Friese, vgl. FAZ 26.7.2014).

Errata: Es handelt sich nicht um einen zeitgenössischen Originaldruck von den ursprünglichen Druckstöcken, sondern um einen späteren Nachschnitt (lt. frdl. Auskunft von Herrn Gordon Friese, vgl. FAZ 26.7.2014).

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