Los 2024

Griesbach, Johann Jakob
(1745-1812)Teil seines schriftlichen Nachlasses

Zuschlag
7.500€ (US$ 8,721)

Los 2024 - Griesbach, Johann Jakob - Teil seines schriftlichen Nachlasses - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Literatur und Autographen
Auktionsdatum 13.10.2021

Lot 2024, Auction  118, Griesbach, Johann Jakob, Teil seines schriftlichen Nachlasses

Über Goethes Doktorprüfung
- Griesbach, Johann Jakob, Theologe, einer der Väter der Textkritik des Neuen Testaments, Klassenkamerad Goethes in Frankfurt, Professor in Halle und, auf Betreiben der Herzogin Anna Amalia, ab 1775 in Jena (1745-1812). Teil seines schriftlichen Nachlasses. Zus. 16 Briefe und 3 Manuskripte, meist sehr eng beschrieben und äußerst umfangreich. Die Briefe meist 4to, die Manuskripte folio. 1762-1775.
Das reichhaltige Konvolut besteht aus folgenden Teilen: I. Johann Jakob Griesbach. 4 eigh. Briefe an seine Braut Friederike Schütz. Zus. 15 S. Halle 1774-1775. - II. 2 eigh. Briefe an seine Eltern und 1 eigh. Brief an seine Schwiegermutter. Zus. 10 S. Tübingen und Halle 1762-1775. - III. Johanna Dorothea Griesbach, seine Mutter. 1 eigh. Brief an ihren Sohn Johann Jakob. 4 S. 1765. - 1 eigh. Brief an ihren Mann, betreffend den ungünstigen Einfluß Semlers auf ihren Sohn in Halle. 4 S. Bad Soden 1766. - 1 eigh. Brief an ihren Sohn, mit Erwähnung von Goethe, Goethes Mutter und Graf Zinzendorf. 31/2 S. Frankfurt am Main 13.IX.1771. - 1 eigh. Brief an ihren Sohn; über dessen Lehrtätigkeit und wieder über Semler. 11/2 S. Frankfurt 1772. - 1 eigh. Brief an ihren Mann. 3 S. Halle 1774. - IV. Christian Gottfried Schütz, Professor in Halle und Jena, weimarischer Hofrat, Griesbachs Schwager. 1 eigh. Brief an seine Mutter; mit geistreichen philosophischen Betrachtungen. 4 S. Halle 1771. - 1 eigh. Brief an seine Schwester Friederike, Griesbachs Braut. 4 S. Halle 1773. - V. 2 Briefe an J. J. Griesbach: Johann Christoph Döderlein, Theologe. 1 eigh. Brief. 21/2 S. Windsheim 21.VIII.1782. - Christian Gottlob von Voigt, Dichter, Weimarischer Wirklicher Geheimer Rat und Präsident des Staatsministeriums, Goethes Kollege. 1 eigh. Brief. 2 S. Weimar 1802. - VI. Staatsrechtliche Arbeiten Griesbachs: "Gnädigste Proposition d. 9. Januar 1809" und "Unterthänigste Ständische Erklärung darauf. 25.Febr. 1809.". 34 S. (Schluß fehlt). Folio. Geheftet. - "Constitution der vereinigten Landschaft der Herzogl. Weimar- und Eisenach: Lande, mit Einschluß der Jenaischen Landesportion, jedoch mit Ausschluß des Amtes Illmenau. 20. Sept. 1809." 42 S. Folio. Geheftet. - Dabei: 3 gedruckte Glückwunschgedichte zu Griesbachs Silberner Hochzeit, davon 2 auf Seide gedruckt (1 mit zusätzlicher Stickerei) und wiederum 2 verfasst von der Witwe Schütz (16. April 1800). - 1 bei Wiederhold gestochenes Albumblatt Griesbachs mit einem Schiller-Zitat aus dem Gedicht "Würde der Frauen": "Ehret die Frauen! Sie flechten und weben [etc.] ... Jena in der Stunde der Trauung seiner jungen Freundin ...". - Eine der bemerkenswertesten Stellen in den inhaltsreichen Briefen findet sich in dem Schreiben von Griesbachs Mutter aus Frankfurt, 13. September 1771: "... H. Göthe ist als Doctor zurück gekommen von Straßburg, nachdem ihm seine Diss. sauer genug geworden, da der arme Mann als nicht die lateinischen Wörter gewußt, wie mir seine Fr. Mutter klagte, ist sie ihm gar auch noch bey der gewöhnl. recension verworfen worden, er sagt: weil sie gegen die Catolicen zu hart sey. Gott wird es freuen - läßt sichs denken daß einer auf einer solchen Universität wie Straßburg gegen die Cat. öfendl. disp. will, ... ist darüber so böse worden, daß er über einige Thesen in der eil disputirt und davon gegangen, so daß er unerwartet hier erschien. Er hat schon wirkl. den Advocaten Eid abgelegt, doch bleibt er nicht hier, sondern hat die günstige Erlaubniß von seinem H. Vater erhalten, künftiges Frühjahr nach Wetzlar oder Wien zu gehen Er siehet noch so übel auß wie sonst, ist aber doch gesund und viel tractabler im Umgang ...". - Das Albumblatt am Rand mit Büroklammer-Rostspur; sonst alles gut erhalten.

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