Los 6726

Krüger, Franz
(1797 Großbadegast - 1857 Berlin)Bildnis der Auguste Fürstin von Liegnitz

Ergebnis
12.300€ (US$ 14,138) *

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Aus dem Katalog
Zeichnungen des 15. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 11. Juni 2021

Lot 6726, Auction  117, Krüger, Franz, Bildnis der Auguste Fürstin von Liegnitz

Bildnis der Auguste von Harrach, Fürstin von Liegnitz.
Schwarze und weiße Kreide, mit Deckweiß gehöht auf hellbraun getöntem Papier, auf dem originalen Untersatz montiert. 31,5 x 25,5 cm. Unten links auf dem Glas das Etikett „Kgl. Schloss Herrenhausen […]", verso auf der Rahmenabdeckung mit dem Besitzerstempel „EAFC.“ (Ernst August Fidei Comiss) sowie einem Stempel "HH [ligiert] / 678".

Franz Krüger tat sich früh als einer der führenden Künstler am preußischen Hofe hervor, regelmäßig standen ihm Mitglieder der königlichen Familie Porträt. So auch Auguste von Harrach (1800-1873), die Wilhelm III. von Preußen 1822 kennenlernte und 1824 nach vierzehnjähriger Witwerschaft allem Gegenwind zum Trotz heimlich zur morganatischen Ehefrau nahm - die vielgeliebte Luise war noch omnipräsent und die katholische Gräfin für die Hofetikette eigentlich von zu niederem Stande. Als treue Gefährtin stand sie dem König in den letzten sechzehn Jahren seines Lebens bei. In unserem Bildnis hält Krüger Auguste in Halbfigur im schulterfreien, schwarzen Kleid fest. Die Nahansicht im geschlossenen Interieur, das locker gehaltene Buch sowie das Arrangement mit Topfpflanzen rechts im Bild verleihen dem Werk eine gewisse private Intimität. In Frage kommen Augustes Wohnräume im Prinzessinenpalais, Schloss Charlottenburg oder im Neuen Pavillon. Krüger fertigte erstmals um 1825 als junger, aber bereits gefragter Künstler eine stilistisch vergleichbare Kreidezeichnung der Fürstin an (vgl. Franz Krüger 1797-1857. Preußisch korrekt, berlinisch gewitzt, Ausst.Kat. Berlin 2007, Kat. 43), die als Vorlage für die um 1826 von C. G. Lüderitz in Berlin herausgegebenen Lithographie diente. Sie gehört zu einer Reihe von insgesamt zwanzig Familienporträts, die sich im Neuen Pavillon in Charlottenburg befanden (vgl. op.cit., S. 121) und die im Vergleich zu unserer Zeichnung im Hintergrund meist Ausblicke auf repräsentative Bauten aufweisen. Krüger gelang es in seinen farblich reduzierten Kreidebildnissen den Porträtierten eine ungeheure Dichte und plastische Präsenz zu verleihen. Dafür arbeitete er aus dem Mittelton des Papiers mit schwarzen und weißen Kreiden, gelegentlich wie hier durch Deckweißhöhungen akzentuiert, die unterschiedlichen Tonnuancen und Bilddetails mit großer Weichheit heraus.

Provenienz: Königlich Hannoverscher Besitz.
Deren Sammlung auf Schloss Herrenhausen, Nr. 874 (vgl. Etikett und Stempel).
Deren Auktion bei Sotheby’s am 5.-15. Oktober 2005, Teil von Los 5025 A (dort fälschlicherweise als Druckgrafik bezeichnet).
Österreichischer Privatbesitz.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

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