Los 5076

Dürer, Albrecht
(1471-1527, Nürnberg)Das Meerwunder

Ergebnis
56.580€ (US$ 65,034) *

Los 5076 - Dürer, Albrecht - Das Meerwunder - 0 - thumb

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Aus dem Katalog
Druckgraphik des 15. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 9. Juni 2021

Lot 5076, Auction  117, Dürer, Albrecht, Das Meerwunder

Das Meerwunder (Der Raub der Amymone). Kupferstich. 25 x 18,9 cm. Vor 1500. B. 71, Meder 66 wohl c-d (von k).

Dürer selbst betitelte das Blatt mit der Darstellung der Entführung einer nackten jungen Frau durch ein Seeungeheuer im Tagebuch seiner Reise durch die Niederlande als "Meerwunder". Das Motiv des Frauenraubs lässt an die Illustration eines mythologischen Themas denken, doch entzieht sich das enigmatische Blatt bis zum heutigen Tag einer eindeutigen ikonographischen Deutung. Dürers eigener Titel trifft wohl die Kernaussage. Die Darstellung der grazil lagernden Frau - die 300 Jahre vor Ingres' Odaliske das Modellstudium antiker Vorbilder thematisiert - illustriert vermutlich nicht eine bestimmte literarische Vorlage, sondern zeigt eine flüchtige, traumähnliche Vision, in der sich scheinbar Orient und Okzident begegnen. - Prachtvoller, äußerst nuancierter Druck reich an malerischen Werten, die Landschaft klar wie bei Meder beschrieben, die Luftschattierungen rechts der Wolke vielleicht bereits leicht ungleich. Umlaufend mit einem gleichmäßigen, sehr feinen Rändchen um die Einfassungslinie, rechts partielle Spuren der Facette. Insgesamt geringfügig nur fleckig, in den unteren Eckenspitzen unauffällige Ausbesserungen, verso schwache geglättete horizontale Knickspur, in der rechten auslaufenden Wolkenpartie kaum wahrnehmbare Ausbesserungen, dort mit nahezu unsichtbaren und sehr sorgsam gesetzten Federretuschen, weitere kaum wahrnehmbare Ausbesserungen sowie schwache Gebrauchsspuren, sonst im Gesamteindruck ganz vorzügliches Exemplar, in dieser Druckschönheit von großer Seltenheit.

Provenienz: Aus der Sammlung Sir Stephen Lewis Courtauld (1883-1967). Sir Courtauld war der jüngere Bruder von Samuel Courtauld, der Gründer des Courtauld Institute of Art in London. Vermächtnis von Sir Courtauld an seine Patentochter; seither in Familienbesitz.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

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