Los 6787

Blechen, Carl
Allegorie: Entwurf für eine Theaterdekoration

Ergebnis
2.706€ (US$ 3,110) *

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Aus dem Katalog
Zeichnungen des 16. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 27.11.2020

Lot 6787, Auction  116, Blechen, Carl, Allegorie: Entwurf für eine Theaterdekoration

mit Johann Karl Jacob Gerst (1792-1854, Berlin). Allegorie: Entwurf für eine Theaterdekoration an der Hofoper zu Berlin.
Aquarell auf festem Velin. 30,8 x 39,2 cm. Unterhalb der Darstellung in brauner Feder von alter Hand bez. "Gerst + Blechen Königl. Hofoper Berlin" sowie verso ebenfalls in brauner Feder bez. "Allegorie Gerst + Blechen".

"Bei dieser Zeichnung handelt es sich um einen Bühnenentwurf, der in Zusammenhang mit den ab 1815 entstandenen Theaterentwürfen von Karl Friedrich Schinkel steht. Schinkel und seine Mitarbeiter haben für das Königliche Schauspielhaus und die Königliche Hofoper in dieser Zeit zahlreiche Bühnenentwürfe konzipiert, von denen die meisten heute im Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin aufbewahrt werden.
Zu Schinkels Mitarbeitern, die seine Entwürfe für Bühnenbilder in fertige Kulissen umzusetzen hatten, gehörten vor allem Carl Wilhelm Gropius, Friedrich Wilhelm Köhler und Johann Carl Jacob Gerst. Letzterer war seit 1815 als Hilfsmaler bei den Königlichen Schauspielen angestellt. Im Atelier des später selbständigen Theater- und Dekorationsmalers Gerst lernten neben Karl Eduard Biermann auch die Blechen-Schüler Eduard Pape und Carl Graeb, von denen letzterer später Gersts Schwiegersohn wurde (zu Gerst vgl. Ulrike Harten: Die Bühnenentwürfe, Karl Friedrich Schinkel, Lebenswerk, Bd. 17, München/Berlin 2000, S. 75). Unser Bühnenentwurf belegt aber auch eine bislang kaum erforschte Zusammenarbeit Gersts mit dem jungen Carl Blechen.
Das verso mit „Allegorie“ betitelte Blatt zeigt auf der Vorderseite unter dem Bild die Beschriftung „Gerst + Blechen Königl. Hofoper Berlin“ und ist in der Blechen-Forschung bisher gänzlich unbekannt. Das Blatt (...) ist wohl mit den damals neuartigen, deckenden Aquarellfarben auf Honigbasis aus England gemalt worden, die zugleich deckend wie auch lasierend eingesetzt werden konnten, was der Aquarellmalerei in Berlin ganz neue Möglichkeiten bereitete. Solche Entwürfe Blechens kommen äußerst selten in den Handel." (zitiert aus dem Gutachten von Prof. Dr. Kilian Heck, Berlin, vom 21. September 2020, im Original anliegend).

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

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