Los 6785

Wächter, Eberhard
Lais

Ergebnis
738€ (US$ 848) *

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Aus dem Katalog
Zeichnungen des 16. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 27.11.2020

Lot 6785, Auction  116, Wächter, Eberhard, Lais

Der Spiegel der Lais.
Feder und Pinsel in Graubraun über Graphit, weiß gehöht, auf blauem Papier. 32,8 x 24,8 cm. Alte Beschriftung in Bleistift auf dem Untersatzkarton: "Der Spiegel der Lais. / Orig. Karton von Waechter /zum Taschenbuch für Damen 1802".

Der Historienmaler Eberhard Wächter absolvierte eine beachtliche künstlerische Ausbildung. Er war von 1781-1783 Schüler von Nicolas Guibal und Adolf Friedrich Harper an der Hohen Karlsschule in Stuttgart und bildete sich 1784 autodidaktisch in Mannheim weiter. 1785 begab er sich nach Paris, wo er bei namhaften Künstlern wie Jean-Baptiste Regnault, Jacques-Louis David und Antoine-Jean Gros lernte. Im Jahre 1793 verweilte er kurze Zeit in Stuttgart, um im folgenden Jahr nach Rom zu gehen, wo er bis 1798 tätig sein sollte. In Italien fand er zum katholischen Glauben und unterhielt freundschaftliche Beziehungen zu Joseph Anton Koch und Asmus Jakob Carstens. Der Mangel an Aufträgen zwang ihn schließlich 1798 nach Wien überzusiedeln, wo er als Buchillustrator für den Cotta'schen Verlag seinen Lebensunterhalt verdiente. In Wien gewann er Einfluss auf künftige Nazarener Künstler wie Friedrich Overbeck und Franz Pforr, die in seiner Kunst erneuernde Tendenzen entdeckten (siehe P. Koster: Eberhard Wächter (1762 - 1852). Ein Maler des deutschen Klassizismus, Bonn 1968, S. 129-130). 1808 trat Wächter erneut den Weg nach Rom an, wurde aber in Stuttgart von den Wirren der napoleonischen Kriege an der Weiterreise behindert. Wächter sollte den Rest seines langen Lebens in Stuttgart verbringen, wo er in selbstgewählter Abgeschiedenheit eine bescheidene Karriere als Historienmaler begann und von 1810 bis 1817 als Inspektor der Königlichen Kupferstichsammlung tätig war. Die vorliegende Zeichnung Wächters diente als Vorlage für eine Buchillustration. Sie zeigt eine Szene aus der Erzählung Der Spiegel der Lais, die von dem Autor Ludwig Ferdinand Huber (1764-1804) verfasst und in dem Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1802 (Tübingen 1802, S. 164-166) veröffentlicht wurde.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.

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