Los 6

Doppelmayr, Johann Gabriel und Puschner, Johann Georg
Globus Terrestris. In quo locorum insigniorum situs terraeque facies, secundum praecipuas celeberrimorum nostri aevi observationes / opera / Ioh. Gabr. Doppelmaieri / Mathem. Prof. Publ. Norib. / exhibentur, concinnatus

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Auktionsdatum 6.10.2020

Lot 6, Auction  116, Doppelmayr, Johann Gabriel und Puschner, Johann Georg, Globus Terrestris. In quo locorum insigniorum situs terraeque facies, secundum praecipuas celeberrimorum nostri aevi observationes / opera / Ioh. Gabr. Doppelmaieri / Mathem. Prof. Publ. Norib. / exhibentur, concinnatus

Doppelmayr, Johann Gabriel. Globus Terrestris. In quo locorum insigniorum situs terraeque facies, secundum praecipuas celeberrimorum nostri aevi observationes. Weltkarte in 24 teils flächen-, teils grenzkolorierten gestochenen Globensegmenten, 2 gestochene Polkappen und 2 kolorierten gestochenen Titel- bzw. Text-Kartuschen. Zusammenmontiert auf feste (wohl Holz-) Hohlraumkugel (Durchmesser: 32 cm) mit Polschrauben aus Messing eingehängt in ziselierten Meridianring aus Messing und mit kleinerem Messing-Skalenring für die Längengrade oben. Als Standglobus ist die Kugel eingelegt in den hölzernen horizontalen Äquatorring, der auf vier gedrechselten Füßen steht. Auf seiner oktogonal-runden Fläche ist der gestochene Kalender-Ring aufmontiert. In die ebenfalls gedrechselte untere Podestplatte ist, wie üblich, ein oberflächenversilberter Messing-Kompass mit Glasdeckel eingelassen. Nürnberg, Johann Georg Puschner, 1728.
Fauser, Ältere Erd- und Himmelsgloben in Bayern (Stuttgart 1964), Nr. 93. – Johann Gabriel Doppelmayrs (1677-1750) berühmter Erdglobus von 1728, die dieser zusammen mit dem Astronom und Verleger Johann Georg Puschner (1680-1749) gedruckt und konstruiert hat, wobei nur wenige Exemplare bekannt sind, die dann auch - wie es eigentlich vorgesehen war - auf eine Kugel aufgezogen und in einem Holzgestell präsentiert worden wurden. Da sich die nachzuweisenden Holzgestelle in ihrer Machart stark ähneln, ist davon auszugehen, dass auch das vorliegende aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt, auch wenn es Versionsunterschiede (je nach Anspruch und Geldbeutel des Auftraggebers) gibt.

Dargestellt ist die Welt in 24 einzelnen, sauber auf die Kugel montierten Segmenten, je zwölf für die Nord- und zwölf für die Südhalbkugel. Zwei kleine (oft fehlende) Polkappen (Durchmesser ca. 3 cm) mit 12 Segmenten und in Kapitalien "POLUS ARCTICUS" bzw. "POLUS ANTARCTICUS". Wie üblich ist in den nördlichen Pazifik (über dem "Mare de Zur") die Titelkartusche "Globus Terrestris" mit den Druckerangaben "Ioh. Gabr. Doppelmaier ... a Ioh. Georg Puschnero Chalcographo Norib. A. C. 1728" aufmontiert, ebenso darunter die Textkartusche mit den Porträts des "Martin Bohemus" und "William Dampier", die einmontiert wurde in die umgebenen weiteren zehn Porträts mit Magellan, Amerigo Vespucci und anderen Entdeckern.

Der Text lautet: "Exprimit Globus hic noster quicquid Geographia recens ex Observationibus fide dignis suppeditat, tam in situ locorum plurium, quam in terrarum, novarum etiam, mariumque ambitu. Meridianus primus per Insulam Fer inter Canarias (quae olim Fortunatae dicebantur) occidentalissimam ductus, a quo Parisensis Meridianus, probatissimarum Observationum testimonio, 20 Gradibus, Noribergensis vero 28 Gr: 40 Min. distat" (etwa: "Unser Globus gibt wieder, was die moderne Erdkunde nach glaubwürdigen Beobachtungen zeigt, sowohl hinsichtlich der Lage vieler Orte als auch hinsichtlich der Form und der Ausdehnung des festen Landes, sogar des neuentdeckten, und der Meere. Der erste Meridian ist durch die Insel Ferro gezogen, die westlichste der Kanaren (die früher die Glücklichen Inseln hießen), von dem der Pariser Meridian nach dem Zeugnis der bewährtesten Beobachtungen 20 Grad entfernt ist, der Nürnberger aber 28 Grad 40 Minuten").

Interessant ist, dass nicht nur die Entdecker in Porträts, sondern auch ihre Routen mit kleinen Strichelungen eingezeichnet sind: die von Loys (1708), Dampier (1688 und 1700), Tasman (1624), Olivieri de Noord (1600), Magellan (1599), Roggeveen and Behrens (1722) and Le Maire. Der Äquatorialring mit dem aufmontierten gestochenen Kalendarium zeigt da Kalenderjahr mit den Monaten "Januarius" bis "Decembris", den wichtigsten Heiligenfesten, den Himmelsrichtungen (für die Winde) und allerhand Skalen zur Ausrichtung des Erdglobus. – Der ganze Globus teils stärker gebräunt und teils Braunfleckig sowie hier und da mit Feuchtigkeitsrändern. Hin und wieder Gebrauchsspuren durch Bewegen der Kugel mit den Fingern, teils etwas abgegriffen und beschabt, aber nur wenige Fehlstellen in den Stichsegmenten (kleine Kratzer bzw. Abplatzung in Peru, winzige auf den Azoren), unten in der Antarktisregion teils mit weißer Ausschwitzung (jedoch kein Darstellungsverlust). Das zeitgenössische Flächen- und Grenzkolorit ist teils mehr, teils weniger gedunkelt (das Rot und Gelb verblasst, das meist auf pflanzlicher Basis hergestellte Grün ist wie üblich gebräunt, aber ohne Farbfraß).

Der obere kleine Skalenring alt mit Hanfschnur befestigt, es fehlt an der Polschraube oben ein kleiner abschließender Zierknopf. Im Meridianring ist der Globus aber fest aufgehängt und sehr gut drehbar. Das Holzgestell ist etwas restaurierungsbedürftig, es fehlt profilierte Außenleiste im Oktogon (dort ist der Äqutorialring gelöst), Bodenplatte, gedrechselte Stäbe und Füße nur mit minimalen Hackern bzw. nur unwesentlichen Ausbrüchen, Kanten teils etwa abgeschabt. Der hübsche Kompass ist voll funktionsfähig, die Nadel zeigt nach 300 Jahren immer noch sauber nach Norden. Der Äquatorialring mit dem aufmontierten gestochenen Kalendarium und Zwickelornamentik ist ebenfalls koloriert, hier aber teils nur fragmentarisch erhalten bzw. mit Läsuren und Fehlstellen, stark gedunkelt durch trüben Firniss. Insgesamt jedoch schönes, sehr suggestives Exemplar dieses überaus seltenen Nürnberger Standglobus von 1728 (Provenienz Berliner Privatbesitz seit 1974).


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