Los 3001

Clairin, Georges und Zucchi, Virginia
Die Tänzerin Virginia Zucchi. Öl auf Leinwand, oben rechtes signiert "G. Clairin".

Schätzung
3.500€ (US$ 3,889)

Abgabe von Vorgeboten möglich

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Aus dem Katalog
Moderne Literatur und Kunstdokumentation
Auktionsdatum 8.10.2020

Lot 3001, Auction  116, Clairin, Georges und Zucchi, Virginia, Die Tänzerin Virginia Zucchi. Öl auf Leinwand, oben rechtes signiert "G. Clairin".

Zucchi, Virginia. - Clairin, Georges. Die Tänzerin Virginia Zucchi. Öl auf Leinwand, oben rechts signiert "G. Clairin". 64 x 42,5 cm. Gerahmt in schweren Barockrahmen aus vergoldeten, geschnitzen Holzleisten. 80 x 58,5 cm. Um 1870.
Neben dem Orientalismus war das Sujet der Tänzerin ein immer wiederkehrendes Motiv des französischen Malers Georges Jules Victor Clairin (1843-1919). Nach seinem Studium an der Ecole des Beaux-Arts in Paris bei Isidore Pils und François-Edouard Picot stellte er regelmäßig 1866 in den Pariser Salons aus und machte sich einen Namen als Akademiemaler erster Güte und von feinster Qualität. Zahlreiche Reisen führten ihn nach Italien und vor allem in den Orient (Marokko, Magreb etc.). Unter den Bühnenstars gehörte vor allem die unvergleichliche Sarah Bernhardt zu seinen immer wieder porträtierten Modellen.

Hier zeigt er die wohl gerade erst 27-jährige italienische Primaballerina Virgina Zucchi (1849-1933) in ihrem Tutu hinter einer Kulissenwand, an der sie sich keck festhält, die Beine überkreuzt, der linke Arm lässig in der Seite. So lächelt sie den Betrachter leicht von oben an: siegessicher, verführerisch, sinnlich und provozierend und sich ihrer Reize bewusst. Die flirrend-erotische Stimmung des Pièce de Boudoir wird auch durch die Szenerie bestimmt: Der Zuschauer wird vom anonymen "Publikum" zum ausgesuchten "Voyeur", der einzig die Chance erhält, die hübsche Tänzerin ganz intim hinter den Kulissen zu besuchen. Links ist die Federmantille lässig auf den kleinen Schminktisch geworfen. Daneben eine Puderdose, eine Quaste und die roten Rosen eines Verehrers sowie ein roséfarbenes Spitzenschühchen. – Verso drei kleine restaurierte Stellen, möglicherweise winzige Leinwandrisse, die recto fachmännisch retuschiert wurden. Auf dem Stützrahmen verso neu bezeichnet und (irrig?) datiert "Virginia Zucchi célèbre danseuse de l'époque circa 1883", in nuancierter Farbigkeit, Frische und insgesamt in bestem Zustand.
Provenienz: Auktionshaus Dobiaschofsky, Bern; Auktionshaus Koller, Zürich, Privatsammlung Europa.


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