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Lot 442, Auction  128, Harding, E., The Costume of the Russian Empire

Harding, E.
The Costume of the Russian Empire
Los 442

Schätzung
750€ (US$ 862)

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(Harding, E.). The costume of the Russian empire. With descriptions in English and French. 9 Bl. Mit 73 kolorierten Kupfertafeln in Punktiermanier und Sepia von J. Dadley, jeweils mit dazugehörigem Erläuterungsblatt. 35 x 26 cm. Neu aufgebundener Lederband d. Z. (Rücken und Ecken unter Verwendung zeitgenössischen Materials restauriert). London, S. Gosnell für W. Miller, 1803.
Lipperheide Kaa 18. Colas 702. Hiler 192. Abbey, Travel 244 – Erste Ausgabe. Mit Trachtendarstellungen aus dem Baltikum, Finnland, Lappland, Ostsibirien, Kaukasus, Ungarn, der Wolga-Völker, der Tartaren, Kirgisen, Jakuten, Turkmenen, Tscherkessen, den Bewohnern Kamtschatkas, der Aleuten etc. Bei den Kupfern handelt es sich um vergrößerte Nachbildungen nach J. G. Georgi Beschreibungen allen Nationen des Russischen Reichs 1776-1780 (Lipperheide). – Innengelenke unfachmännisch mit Leinenstreifen verstärkt, zumeist mit Abklatsch, sonst wohlerhalten.

Lot 443, Auction  128, Lepape, Georges, Modes et manières d'aujourd'hui

Lepape, Georges
Modes et manières d'aujourd'hui
Los 443

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Lepape, Georges. Modes et manières d'aujourd'hui. Douze Gouaches de Georges Lepape. Douze Poèmes de Henry-Jacques. 1914-1919. 4 Bl., 16 S., 1 Bl. Mit 12 pochoirkolorierte Tafeln von Georges Lepape. 28 x 19 cm. Lose Bl. in farbig illustr. OPappmappe (diese lädiert, Rücken aufgeplatzt). (Paris), Collection Pierre Corrard, 1921.
Vgl. Colas 2099. Carteret IV, 285. – Eines von 271 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 300). Reizvolle Art-Déco-Folge, begleitet von 12 Prosaminiaturen von Gérard d'Houville. Sie stammen von Robert Bonfils (1886-1972), der hier für das Jahr 1920 das Mappenwerk für die Collection Pierre Corrard schuf. Außer ihm arbeiteten zwischen 1912 und 1922 George Barbier, Georges Lepape, Charles Martin, André Marty und Fernand Siméon für die Collection. – Die Tafeln sind sehr schön erhalten.

Lot 444, Auction  128, Schwarz-Torinus, Anne-Marie, Fleur animée. Farbiges Aquarell bzw. Gouache auf Karton

Schwarz-Torinus, Anne-Marie
Fleur animée. Farbiges Aquarell bzw. Gouache auf Karton
Los 444

Schätzung
160€ (US$ 184)

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Schwarz-Torinus, Anne-Marie. "Fleur animée". Inspiriert von Jean-Jacques Grandville. Farbiges Aquarell bzw. Gouache auf Karton, von der Künstlerin signiert. 42,6 x 29,6 cm. Um 1930.
Eine junge Frau im langen gelben Rock schwebt mit nacktem Oberkörper zwischen Stängeln einer blühenden Prachtnelke (Dianthus superbus). Anne-Marie Schwarz-Torinus (1907-2004) war eine etablierte Postkartenkünstlerin und Bücherillustratorin. – Der Rand verso angerändert, Karton gleichmäßig stärker gebräunt, leichte Abnutzungsspuren.

Lot 445, Auction  128, Vernet, Carle, Campagnes des Français sous le Consulat et l'Empire

Vernet, Carle
Campagnes des Français sous le Consulat et l'Empire
Los 445

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Vernet, Carle. Campagnes des Français sous le Consulat et l'Empire. 2 Bl. Teil I von II. Mit gestochenem, golderhöhten Frontispiz, Holzschnitt. Vignette auf dem Titel und 57 Kupfertafeln. 46 x 30 cm. OLeinen (berieben, bestoßen, staubig, vorderes RGelenk unfachmännisch restauriert und Kapitelle mit kleinen Fehlstellen) mit goldgeprägtem Rück- und DTitel sowie mit goldgeprägtem DWappen und dreiseitigem Goldschnitt. Paris, Librairie Rue Visconti, o. J. (ca. 1820).
Lipperheide Qk 58. Hiler 875. – Mit zahlreichen Schlachtszenen aus den Napoleonischen Kriegen. – Band II fehlt. Vorderes Innengelenk verstärkt und braunfleckig.

Lot 446, Auction  128, Wentzel, Fr., 4 kolorierte Kreidelithographien mit farbigem Tondruck

Wentzel, Fr.
4 kolorierte Kreidelithographien mit farbigem Tondruck
Los 446

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Wentzel, Fr. 4 kolorierte Kreidelithographien mit farbigem Tondruck. "Vorbereitung auf den Ball", "Achtung", "Ich liebe Dich ein wenig", "Sie haben gefischt". 64 x 48,5 cm. Druck und Verlag von Fr. Wentzel in Weißenburg (Elsass). Um 1880.
Die Lithographien wurden entweder von Jean Frédéric Wentzel (1807-1869) oder seinem Vater Philippe Frédéric Wentzel angefertigt. Erster gründete in seiner französischen Geburtstadt Weißenburg eine bedeutende Buchdrucker- und Lithographiewerkstatt. Die Tafeln zeigen neben einer sich für einen Ball reizend hergerichten jungen Frau, ein Kind, das versucht seinem Hund ein Kunststück beizubringen, ein junges Liebespaar, das sich näher zu kommen scheint und die gemeinsame Zeit an einem idyllischen Seeufer genießt und letztlich drei Mädchen, die zum Fischen in einer herrlichen Parkanlage verabredet sind. Unterhalb der Darstellung sind die Lithographien in französischer, deutscher und englischer Sprache betitelt. – Mit sorgfältigem zeitgenössischem Kolorit angefertigte Drucke mit breitem Rand. Im Rand etwas angestaubt und stockfleckig, teils mit kleinen Einrissen.

Lot 447, Auction  128, Wolfgang, Johann Georg, Die Königl. Preüssische Salbung

Wolfgang, Johann Georg
Die Königl. Preüssische Salbung
Los 447

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Wolfgang, Johann Georg. Die Königl. Preüssische Salbung. Kupferstich. 39 x 93 cm (Plattenrand). Berlin 1712.
VD18 1052214X. Lipperheide 2529. Vinet 699. – Aus Wolfgangs reich illustriertem Werk "Der Königlich-Preussischen Crönung hochfeierliche Solemnitaeten". – Falze stellenweise hinterlegt.

Moreau, Jean-Michel
Collection entière des drapeaux de l'armée nationale parisienne
Los 448

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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MILITARIA
Moreau, Jean-Michel. Collection entière des drapeaux de l'armée nationale parisienne. Mit 58 kolorierten Radierungen auf hellblauem Papier, alle unten betitelt und oben rechts nummeriert. 28 x 22 cm. Pappband d. Z. mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung (Rücken gebräunt, berieben und stellenweise angeplatzt). Varennes, 1790.
Ohne Titelblatt erschienen. Die Radierungen zeigen die Bataillone der französischen Nationalgarde in Paris sowie deren Uniformen und Fahnen. – Im weißen Rand vereinzelt leicht fingerfleckig und etwas angeschmutzt.

Lot 449, Auction  128, Remón Zarco del Valle y Huet, Bosquejo de una Memoria militar que el Teniente General é Ingeniero General Don Antonio Remón Zarco

Remón Zarco del Valle y Huet
Bosquejo de una Memoria militar que el Teniente General é Ingeniero General Don Antonio Remón Zarco
Los 449

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Remón Zarco del Valle y Huet, Antonio. "Bosquejo de una Memoria militar que el Teniente General é Ingeniero General Don Antonio Remón Zarco del Valle, se propone escribir come resultado de sus observaciones durante su viage por el centro y norte de Europa en 1848 x 49." Spanische Handschrift auf Papier. 2 w., 82 nn., 4 w. Bl. 20,5 x 14,8 cm. Reich ornamental blindgeprägtes Leder d. Z. (gering beschabt und bestoßen, winzige Bezugsfehler, Gelenke nur minimal brüchig) mit goldgeprägtem RTitel, Goldfileten auf dem Deckel, Steh- und hübscher Innenkantenvergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt. Spanien um 1865.
Seltene Reinschrift des "Entwurf einer militärischen Beobachtung" von einem der bedeutendsten Persönlichkeiten des spanischen Militäringenieurwesens und Gründer des renommierten Denkmals des Ingenieurkorps, Antonio Remón Zarco del Valle y Huet (1785-1866), entstanden vor dem Hintergrund der zahlreichen revolutionären Aufstände, die zwischen 1848 und 1849 Mitteleuropa erschütterten. Angesichts der tiefgreifenden Instabilität entsandte Spaniens Königin Isabella II. Zarco del Valle auf eine vielseitige diplomatische und wissenschaftliche Mission, deren Ergebnisse er in dem vorliegenden wertvollen historischen, technischen und strategischen Dokument niederlegte.
Tatsächlich wurde der "Bosquejo" niemals im Druck veröffentlicht. Der im Jahre 1858 entstandene konzeptionelle Entwurf (Bosquejo) sollte eine Skizze für eine umfassendere Publikation bilden, zu der es aber nicht mehr kam. So sind nur wenige handschriftliche Abschriften auf uns gekommen, die hier vorliegende ist bis dato unbekannt geblieben. – Sehr sauber geschrieben, gut lesbar und mit kaum Gebrauchsspuren. Vorsätze etwas ausgesilbert, altes Klebeschild.

Lot 450, Auction  128, Sallustius Crispus, Gaius, Von Catilinischer rottierung und Jugurthischem Krieg verteutscht

Sallustius Crispus, Gaius
Von Catilinischer rottierung und Jugurthischem Krieg verteutscht
Los 450

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Sallustius Crispus, Gaius. Von Catilinischer rottierung und Jugurthischem Krieg verteutscht: Sambt Etlichen Anmerckungen Und Angehengten Kriegs Discoursen Durch Wilhelm von Calchum g(e)n(ann)t Lohause(n). Illustrierter Kupfertitel (G. Muntinck sculp.), 5 Bl., 619 (recte 561) S., 13 Bl. 19,5 x 15.5 cm. Pergament d. Zeit mit neuem RTitel (Rückdeckel etwas fleckig). Bremen, (B. de Villiers), 1629.
VD17 23:236548M. Faber du Faur 177. Seebass N.F. 557. Schweiger II, 893. – Einzige Ausgabe dieser Übersetzung: ein Text über den Krieg, übersetzt von einem Soldaten. Wilhelm von Kalckheim hatte als Oberst in hessischen Diensten sein Bein verloren und zog sich danach vier Jahre lang zu Studien zurück. Der Wiedereintritt in den Soldatendienst und die Schlacht bei Lutter am Barenberge (1626) trugen ihm anderthalb Jahre kaiserliche Gefangenschaft und somit Zeit zur Anfertigung dieser Übersetzung und zum Verfassen eines umfangreichen Anmerkungsapparates (S. 349-486) ein. Am Schluss fand sich noch Zeit für vier kurze Diskurse (über Gottesfurcht, Kriegsursachen und -übungen sowie über Waffen und Gewehr). Der eindrucksvolle Kupfertitel zeigt einen architektonischen Rahmen mit Weltkugel über gekreuztem Schwert und Lanze, an den Seiten stehen sich Sallust und sein Übersetzer (mit Holzbein und angekettet) gegenüber (siehe dazu Faber du Faur 177, der Kalckheim a Sancho Pansa face (and figure) bescheinigt). – Leicht gebräunt und vereinzelt etwas fleckig. Titel unten mit schmalem ergänzten Randabschnitt und verso mit Stempel des Joachimsthalschen Gymnasiums.

Lot 451, Auction  128, Schlieffen-Wioska, H. v. und R. Mackensen v. Astfeld, Hundert Jahre Braunschweigische Husaren

Schlieffen-Wioska, H. v. und R. Mackensen v. Astfeld
Hundert Jahre Braunschweigische Husaren
Los 451

Schätzung
250€ (US$ 287)

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Schlieffen-Wioska, H. v. und R. Mackensen v. Astfeld. Hundert Jahre Braunschweigische Husaren. 2 Bände. XII, 371 S.; 3 Bl., 265 S. Mit zahlreichen Abbildungen im Text und Tafeln sowie 11 Faltkarten im Anhang. 23,5 x 20 cm. OLeinen (Band II mit Gebrauchsspuren). Braunschweig, Westermann, (1909).
Einzige Ausgabe der seltenen Regimentsgeschichte. Teil I behandelt die Geschichte "Von der Errichtung der Schwarzen Schar 1809 bis zum Frühjahr 1870" und Teil II "Von der Mobilmachung 1870 bis zum Jahr 1909. – Band I wohlerhalten, Band II mit mäßigen Gebrauchsspuren.

Lot 452, Auction  128, Suckow, Lorenz Johann Daniel, Erste Gründe der Kriegs Baukunst in einem Zusammenhange entworfen

Suckow, Lorenz Johann Daniel
Erste Gründe der Kriegs Baukunst in einem Zusammenhange entworfen
Los 452

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Suckow, Lorenz Johann Daniel. Erste Gründe der Kriegs Baukunst in einem Zusammenhange entworfen. 7 Bl., 158 S., 3 Bl. Mit gestochener Titelvignette und 16 gefalteten Kupfertafeln. 25,5 x 20 cm. Pappband d. Zeit (fleckig und angestaubt, Ecken bestoßen, Vorsätze mit alten Notizen in Tinte, vorderer freier Vorsatz mit schmalem Randabschnitt). Frankfurt und Leipzig, Goebhardt, 1769.
Jähns 2772. Jordan (Festungsbau) 3695. Ornamentstichkat. Berlin II, 3547. – Erste Ausgabe. Suckow (1722-1801) war kein erfahrener Kriegsingenieur, sondern ein "gelehrter Akademiker und Senior der Deutschen Gesellschaft zu Jena" (Jähns), Professor der Mathematik und Physik einschließlich der Baukunst. Sein "gediegenes Unterrichtsbuch" (Jähns) über die Kriegsbaukunst bildete die Grundlage für den Unterricht "auf der hiesigen Akademie" für "in Diensten stehende" Offiziere. - Erste Ausgabe, worinnen man "von der Lage, ingleichen der Anlage und von der innern Einrichtung der Gebäude hinlänglichen Unterricht" findet. - Hamberger/Meusel V, 85. – Durchgehend leicht gebräunt, in I. sechs Bl. im Fußsteg mit großen Braunfleck. – Beigebunden: Mayer, Andreas Christian. Kurze Anweisung der praktischen bürgerlichen Baukunst: welche von der bequemen innern Eintheilung der Gebäude handelt zum Unterricht für Baulustige als eine Fortsetzung seiner Abhandlung von der äussern Schönheit und Vestigkeit der Gebäude entworfen. 35 S. Mit 8 gefalteten Kupfertafeln. Nürnberg und Leipzig, Weigel und Schneider, 1784.

Lot 453, Auction  128, Tiedemann Carl Ludwig Heinrich von, Vorlesungen über die Tactik, Dt. Hs. auf Papier. Berlin 1820

Tiedemann Carl Ludwig Heinrich von
Vorlesungen über die Tactik, Dt. Hs. auf Papier. Berlin 1820
Los 453

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Aus der Bibliothek des Prinzen Adalbert von Preußen
Tiedemann Carl Ludwig Heinrich von. Vorlesungen über die Tactik, bearbeitet von einem Officier des General Staabes. Mit Anmerkungen versehen. Deutsche Handschrift auf Papier. 1 Bl., 629 hs. num. S., 4 Bl. Mit 4 teils mehrfach gefalteten gezeichneten Plänen. 22,5 x 17,8 cm. Blauer Pappband d. Z. (stärker beschabt, berieben, bestoßen und bekratzt, RSchild fehlerhaft) mit goldgepr. RSchild. Berlin 1820.
Reinschrift einer umfangreichen Vorlesungsmitschrift der preußischen Militärakademie, die auf den Ausführungen des Generalstabmajors, Dozenten an der Berliner Kriegsschule und Adjutanten Scharnhorsts, Carl Ludwig Heinrich von Tiedemann (1778-1812) beruht. "In dieser Eigenschaft gehörte er zu denjenigen Offizieren, welche Scharnhorst seit 1801 zu Berlin in den Kriegswissenschaften unterrichtete und zwar war er einer der Lieblingsschüler des Meisters. Als dieser am 27. März 1802 dem Könige die besten der von seinen Hörern eingelieferten Ausarbeitungen überreichte, waren die von Tiedemann darunter" (ADB XXXVIII, 280f). Tiedemanns strategisch-kriegstaktische Schriften wurden Unterrichtsmaterial in den preußischen Militärschulen, doch wohl erst 1820 kodifiziert. Von dieser Fassung sind jedoch nur hektografierte, autografierte oder lithografierte Manuskripte für den Dienstgebrauch nachweisbar, meist unter dem Titel "Vorlesungen über die Tactic, bearbeitet von einem Officier des General-Staabes".

Die Einleitung beginnt mit einem Zitat von Carl von Clausewitz (1780-1831): "Krieg ist derjenige Zustand, in welchem sich Staaten befinden, wenn sie sich zur Erreichung ihrer Absichten in Beziehung auf andere Staaten djerjenigen Mittel bedienen, die ihnen ihre Macht und die Gewalt, über die sie verfügen können, darbietet [...]" (S. 1). Krieg wird hier also zu einer ebenso legalen, wie legitimen und logisch-konsequenten Fortführung des Verhältnisses von Staaten untereinander. Wenn Unterhandlungen nicht weiterführen, steht die maximale physische Gewalt zu Gebote, die dem Mächtigeren das höhere Recht einräumt, o tempora o mores! – Sehr sauber und frisch, kaum Gebrauchsspuren, Block etwas ausgebunden, wenige Lagen gelöst, sehr schönes Exemplar aus der Bibliothek des Prinzen Adalbert von Preußen (1811-1873) mit dessen gekrönten Exlibris auf dem vorderen Innenspiegel.

Lot 454, Auction  128, Werkamp, Friedrich Johann Ludwig Philipp, Versuch einer theoretisch praktischen Anleitung zur Ausübung der Taktik in den Evolutionen und beim Manövriren

Werkamp, Friedrich Johann Ludwig Philipp
Versuch einer theoretisch praktischen Anleitung zur Ausübung der Taktik in den Evolutionen und beim Manövriren
Los 454

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Werkamp, Fr(iedrich Johann Ludwig Philipp, gen. alt Berkhausen der Ältere). Versuch einer theoretisch praktischen Anleitung zur Ausübung der Taktik in den Evolutionen und beim Manövriren. XXXVIII, 518 S., 1 Bl. Mit 140 Darstellungen auf 12 gefalteten gestochenen Tafeln. 18 x 10,5 cm. Rotes marmoriertes Halbleder d. Zt. (gering berieben) mit reicher RVergoldung und dreiseitigem blauem Schnitt. Stuttgart, Buchdrukerei der Hohen Karlsschule, 1791.
Gradmann: Gel. Schwaben 272. Jähns 3, 2578f. – Sehr seltenes militärtaktisches Werk des württembergischen Majors und späteren Oberstleutnants von Werkamp (geb. 1745), seit 1793 durch Adoption auch "von Irmtraut" genannt. Bereits 1759 trat er in den Militärdienst ein, nahm am Siebenjährigen Krieg wie auch am Krieg von 1793 am Rhein teil. Anschließend zog er sich vom Militärdienst zurück und lebte in Stuttgart, wo er noch 1811 im Adressbuch nachweisbar ist. Die zahlreichen Darstellungen illustrieren die unterschiedlichsten Marsch- und Formationsbewegungen militärischer Einheiten. Das Subskribenten-Verzeichnis (S. XVII-XXXII) enthält 421 Personen darunter 19 Fürsten und Militärs aus Deutschland, der Schweiz, Dänemark und Holland. Zu finden ist di ausführliche Rezension in "Neues militairisches Journal" 6, S. 141ff. ("aber manche gute Beobachtung, welche von jeden (!) Officier gelesen zu werden verdient, enthält seyn Werk.") – Durchgehend mit schwachem Feuchtigkeitsrand, kaum stockfleckig. Ein kleiner Eckabriss, 3 Blatt mit kleinem Brandloch. Tafel 4 alt aufgezogen und am unteren Rand etwas beschnitten.

Lot 455, Auction  128, Beethoven, Ludwig van, Zwei Bearbeitungen für Klavier zu 4 Händen

Beethoven, Ludwig van
Zwei Bearbeitungen für Klavier zu 4 Händen
Los 455

Schätzung
100€ (US$ 115)

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MUSIK UND THEATER
Beethoven, Ludwig van. Zwei Bearbeitungen für Klavier zu 4 Händen. 23,5 x 32,5 cm. Pappband d. Z. (Gebrauchsspuren). Wien bzw. Hamburg (1820-1827).
I. Ouverture d'Egmont. Tragédie de Göthe. Op. 84. Arrangée pour le Pianoforte à quatre mains ... par Charles Steinacker. 15 S. (Titelseite und gestoch. Musiknoten). Wioen, Cappi und Diabelli, (1810). - Plattennr. 345. - II. Grand Septour arrangée pour le Pianoforte à quatre mains par C(arl) Czerny. Op. 20. 45 S. (Titelseite und gestoch. Musiknoten). Hamburg, A. Cranz, (1827). - Angebunden: III. W. A. Mozart. Quatour No. 10, arrangée pour le Piano Forté à quatre mains par C. D. Stegmann. 31 S. (1 Bl. Titel, S. 4-31 gestoch. Musiknoten). Bonn und Köln, N. Simrock (o. J., um 1830). - Plattennummer 1621. – Stockfleckig.

Dalberg, Johann Friedrich Hugo von
Ueber die Musik der Indier
Los 456

Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)

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Joseph Haydn gewidmet
Dalberg, Johann Friedrich Hugo von. Ueber die Musik der Indier. Eine Abhandlung von Sir William Jones. Aus dem Englischen übersetzt, mit erläuternden Anmerkungen und Zusätzen begleitet von F. H. Dalberg. Nebst einer Sammlung indischer und anderer Volks-Gesänge. 2 Bl., XVI, 2, Bl., 132 S., 1 Bl. sowie 56 S. Musiknoten in Typendruck. Mit gestochenem Frontispiz und 29 Kupfertafeln auf blauem Papier. 19,5 x 17 cm. Roter Halbpappband d. Z. (etwas berieben und bestoßen, Kapitale mit Einrissen) mit goldgeprägtem RTitel. Erfurt, bei Beyer und Maring, 1802.
Goedeke VII, 782, 147,9. MGG II, 1871. Eitner V, 302 u. III, 133. – Einzige deutsche Originalausgabe und zugleich eine der frühesten Materialsammlungen zur indischen Musik. "William Jones war der erste Europäer, der sich mit gründlicher Kenntnis der Sanskrit-Sprache in die einheimischen musiktheoretischen Texte vertieft hat. Obwohl er viel mißverstanden hat … war doch sein Ausgangspunkt der richtige. Jones war ein Genie und hat viele Generationen von Forschern angeregt …" (MGG). Diese deutsche Ausgabe erschien erst etwa 10 Jahre nach der englischen.
Dalberg fügte dem englischen Original wesentliche Ergänzungen als Ergebnis "jahrelanger Sammlung von authentischen Nachrichten über die Musik der Inder, Perser, Araber und Chinesen bei" (MGG). Hierzu gehört eine Instrumentenkunde (S. 66-84 mit 3 Kupfern), die Sammlung Indostansicher Volksmelodien nach Hamilton Birds 1789 in Calcutta gestochenen Airs of Hindostan sowie eine Folge von 26 Kupfertafeln nach Rogmalas malerischen Synästhesien indischer Tongebilde. Die hier erstmals veröffentlichten Vorlagen ergielt Dalberg 1798 in London von Richard Johnson, einem ehemaligen Amtskollegen von Jones. Enthält am Schluß Notizen über Musik und Instrumente der Südsee-Insulaner. – Etwas stockfleckig und mit winzigen Gebrauchsspuren sonst gutes Exemplar.

Lot 457, Auction  128, Hanslick, Eduard, Vom Musikalisch-Schönen

Hanslick, Eduard
Vom Musikalisch-Schönen
Los 457

Schätzung
180€ (US$ 207)

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Hanslick, Eduard. Vom Musikalisch-Schönen. Ein Beitrag zur Revision der Aesthetik der Tonkunst. VI, 104 S. 20 x 13,5 cm. Leinen d. Z. mit goldgepr. RTitel. Leipzig, R. Weigel, 1854.
Kosch VII, 299. – Erste Ausgabe dieser Schrift zur Musikästhetik des Wiener Musikkritikers (laut Verdi "il Bismarck della critica musicale"), der Richard Wagner nicht besonders schätzte und dafür von diesem als Merker in den "Meistersingern" eine unsterbliche Personifizierung verpasst bekam. Das schmale Buch ist ein Geniestreich des jungen Hanslick. Es wurde heftig debattiert, die Wiener Universität nahm es sogar als Habilitationsschrift an, und so wurde der promovierte Jurist und Journalist der erste Professor für Musikwissenschaft an der Wiener Universität.
Vorsatz mit mont. Karte mit eigenhändiger Widmung Hanslicks: "Seinem werthen Freunde Wilhelm Emil Wahlberg - treu anhänglich - d. Vf. Wien, den 3. Oktober 1854". – Leicht gebräunt.

Lot 458, Auction  128, Kircher, Athanasius, Musurgia universalis

Kircher, Athanasius
Musurgia universalis
Los 458

Schätzung
2.000€ (US$ 2,299)

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Kircher, Athanasius. Musurgia universalis sive ars magna consoni et dissoni in X. libros digesta. 2 Bände. 6 Bl., 690 S.; 5 Bl., 462 S., 19 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken auf den Titeln, gestochenem Titel, gestochenem Porträt, 21 Kupfertafeln, zahlreiche (2 ganzseitige) Textholzschnitten und topographischen Notendrucken. 32 x 22,5 cm. Pergament d. Z. (Band I.: VDeckel lose, oberes Kapital fehlt, berieben und fleckig, mit Fehlstellen; Band II.: berieben, fleckig, mit Fehlstellen) mit hs. RTitel. Rom, Haeredes F. Corbelletti, 1650.
Dünnhaupt 2332, 8. Merrill 8. RISM B VI, 449. MGG VII, 938. Eitner V, 369. Fétis V, 35. Gregory-Bartlett I, 135. Wolffheim I, 732. HirschI, 266. – Erste Ausgabe. Umfangreiches und prachtvolles musiktheoretisches Kompendium des deutschen Universalgelehrten Athanasius Kircher (1601-1680). Mit zahlreichen Notendrucken und musiktheoretischen Modellen der Renaissance. – Leicht braun- und fingerfleckig, knickspurig, vereinzelte Blätter lose und leicht gewellt.

Lot 459, Auction  128, Laborde, Le Cotillon

Laborde
Le Cotillon
Los 459

Schätzung
550€ (US$ 632)

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(Laborde). Le Cotillon. Album de Danse. Texte, Musique, Dessins. 3 Bl., 19 Text- u. 7 Notens. Mit 15 getönten lithographierten Tafeln. 22,5 x 30 cm. Modernes Halbleder mit goldgeprägtem RTitel und RVergoldung. Paris, Ménestrel u. Heugel (ca. 1853).
Derra de Moroda 1567. Magriel 103. – Reizvolle Lithographien mit Erklärungen d. Figuren u. einzelnen Schritten. Der "Cotillon" ist der Abschlusstanz auf Bällen, verbunden mit scherzhaften Arrangements. – Stark stock- und braunfleckig. Papierbedingt gebräunt.

Lot 460, Auction  128, Luython, Carl, 4 Bänden mit typographischen Noten

Luython, Carl
4 Bänden mit typographischen Noten
Los 460

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Luython, Carl. 4 Bänden mit typographischen Noten. 15 x 20 bis 16 x 19,5 cm. (2) Blindgeprägtes Leder d. Z. (etwas berieben und bestoßen) und (2) blindgeprägtes weißes Leder d. Z. (berieben, fleckig und mit kleinen Fehlstellen) mit goldgeprägtem Wappen und DTitel auf den Deckeln und mit je 4 Bindebändchen. Prag, Georg Nigrin, 1603.
Vorhanden sind: I. Cantus. 1 Bl., XXIX, 1 Bl. - II. Sextus. 1 Bl., XXIX, 1 Bl. - III. Tenor. 5 Teile in 1 Band. - IV. Quintus. 5 Teile in 1 Band.

Carl Luython (1558-1620) war ein franko-flämischer Komponist und Organist der späten Renaissance, der unter anderem zahlreiche Messen komponierte. – Etwas fingerfleckig, leicht knickspurig mit wenigem Wurmfraß. Band "Sextus" mit offenem vorderem Innengelenk. Sehr selten.

Lot 461, Auction  128, Marcello, Benedetto, 12 Kammerkantaten. Musikhandschrift in brauner Kalligraphie

Marcello, Benedetto
12 Kammerkantaten. Musikhandschrift in brauner Kalligraphie
Los 461

Schätzung
8.000€ (US$ 9,195)

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Prachthandschrift mit 12 Cantate Secolari des Benedetto Marcello
Marcello, Benedetto. 12 Kammerkantaten. Italienische Handschrift und Notenhandschrift auf Papier. 1 liniertes, 48 nn. Bl. Mit jeweils 8 Systemen zu 5 Linien in brauner Sepiatinte. Reglierter Spiegel 19 x 25,6 cm. Format 21,8 x 30,4 cm: Saubere Notenreinschrift und Texte in kursiver, beides in braunschwarzer Tinte. Mit 12 großen Schmuckinitialen in Recheckrahmen aus Pinselgold, umspielt mit vielfarbigen Blatt-, Blumen- und Blütenwerk (jeweils ca. 9 x 11,5 cm). Querfolio. Sprenkelmarmorierter Kalbslederband (Gelenke am Rücken mit kleinen Fehlstellen, stärker beschabt und bestoßen, mit Kratzern und Abrieb) über 4 Bünden (etwas verblasster, abgeriebener) RVergoldung und Marmorpapier-Innenspiegeln, KGoldschnitt. Venedig 1713.
Prachtvolle Reinschrift einer kleinen Kantatensammlug des bedeutenden italienischen Barockkomponisten Benedetto Giacomo Marcello (1686-1739). Wie sein großer Zeitgenosse, Antonion Vivaldi (1678-1741) wurde auch Marcello in Venedig geboren, schlug zunächst eine Juristen- und Advokatenlaufbahn ein, wandte sich aber dann seiner Leidenschaft, der Musik zu und studierte bei Francesco Gasparini (1668-1727) und Antonio Lotti (1667-1740). "Er nennt sich auf seinen Werken stets nur einen Dilettante und hat, trotzdem er zahlreiche Werke aller Gattung schrieb, Musik nur nebenbei betrieben." (Eitner VI, 310f.). Er begründete allerdings "seinen Ruhm zu Lebzeiten", so dass man ihn "überschwänglich principe della musica nannte (MGG VIII, 1617ff.).

Die hübsch illuminierte Handschrift enthält zwölf weltliche Kammerkantaten ("Cantate secolari" oder "Cantate profane"), für Sopran und Alt, jeweils mit Begleitung durch den Basso Continuo. Sie gehören zu den seltenen Kantaten des Maestro, die alle nicht mit den zahlreichen bei Eitner verzeichneten übereinstimmen. Es handelt sich daher um eine wohl bis dato in dieser Form und Zusammenstellung nicht bekannte Sammlung, die Marcello hier in Reinschrift von einem geschickten Notenkopisten abschreiben ließ. Jede der Kantaten wurde dabei am Anfang mit dem genauen Datum der Komposition versehen und mit einer goldschimmernden und mit bunten Blumen durchwirkten Prunkinitiale geziert.
Vorhanden sind:

1) "Valli ripieni ogn'or de miei lamenti ... ", datiert 3. April 1713. 5 Bl. (= 9 Seiten).
2) "Io stesso il credo appeno ... ", datiert 12. April 1713. 4 Bl.
3) "Non so que sia la vita d'allor ... ", datiert 20. April 1713. 4 Bl.
4) "Immortalita della ROSA." ",Non per far torto all'Apollinea fronda ... ", datiert
29. April 1713. 4 Bl.
5) "Pur un giorno vi miro amenissimi colli ... ", datiert 6. Mai 1713. 4 Bl.
6) "Dal di, ch'arsi per voi, dal di ... ", datiert 10. Mai 1713. 4 Bl.
7) "A torto vi dolete voi ... ", datiert 20. Mai 1713. 4 Bl.
8) "Mi costa tante lagrime ... ", datiert 28. Mail 1713. 4 Bl.
9) "Perche lusingarmi con tanta speranza ... ", datiert 8. Juni 1713. 4 Bl.
10) "Non v'e sasso nel monte, o tronco in selva ... ", datiert 17. Juni 1713. 4 Bl.
11 ) "Ti chiamo e non rispondi, ti cerco ... ", datiert 22 . Juni 1713. 4 Bl.
12) "Stravaganze d'Amore, e perche mai ... ", datiert 29. Juni 1713. 3 Bl. – Kaum Gebrauchsspuren, Fingerfleckchen oder Bräunungen, eine sehr schöne Musikhandschrift aus Schweizer Privatbesitz mit gutlesbaren, kraftvoll auf das System gesetzten Notenköpfen und sauberer Textandschrift, die es leicht möglich machte, auch aus dieser Prachthandschrift zu musizieren.

Lot 462, Auction  128, Nadaud, Gustave, Chansons choisies illustrées par ses amis

Nadaud, Gustave
Chansons choisies illustrées par ses amis
Los 462

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Nadaud, Gustave. Chansons choisies illustrées par ses amis. [Und:] Chansons légères illustrées par ses amis. 3 Bände. 38 x 27,5 cm. Rotes Halbmaroquin d. Z. (etwas berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel und Kopfgoldschnitt. Paris, Ateliers de reproductions artistiques und Société générale des applications photographiques, 1882-1885.
In kleinen Auflagen erschienen. Der französische Schriftsteller, Juwelier und Sänger Gustave Nadaud (1820-1893) schrieb und vertonte einige Texte. Trotz des großen Erfolgs seiner ca. 300 Werke starb er verarmt in Paris, bis heute werden viele seiner Lieder modern interpretiert. – Papierbedingt gebräunt und leicht fleckig. Alle Bände mit Exlibris des Komponisten und Autographensammlers Henri Bresler. Band I mit mehrzeiliger Widmung des Autors an den Geschäftsmann und Mäzen Edmond Rodier. Band III mit Widmung des Autors.

Lot 463, Auction  128, Passion Tänze, Neue, mit Figuren und vollständiger Music

Passion Tänze, Neue
mit Figuren und vollständiger Music
Los 463

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Neue Passion Tänze mit Figuren und vollständiger Music. 9 Hefte (leicht berieben) mit gestochenen Musiknoten mit je 5 Bl. 9,5 x 15 cm (Plattenrand) bzw. 9,5 x 16,5 cm (Blatt). Zusammen im grünen Pappschuber (berieben und bestoßen mit kleinen Fehlstelle) mit montiertem TSchild. Leipzig um 1822.
Vorhanden sind die No. I-9 für erste Violine, zweite Violine, Bass, erste Flöte, zweite Flöte, erstes Horn, zweites Horn, erste u.zweite Trompete und Pauken. – Leicht gewellt und minimal braunfleckig.

Lot 464, Auction  128, Pollux, Julius, Onomasticum Graece & Latine

Pollux, Julius
Onomasticum Graece & Latine
Los 464

Schätzung
150€ (US$ 172)

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Pollux, Julius. Onomasticum Graece & Latine. Post egregiam illam Wolfgangi Seberi editionem denuo immane quantum emendatum, suppletum, & illustratum. Band I (von 2). 2 Bl., 48, 683 S. Titel in Schwarz und Rot. Mit Kupfertitel und gestochenem Frontispiz. 32 x 20 cm. Leder d. Z. (berieben und bestoßen, Gelenke angeplatzt) mit reicher ornamentaler RVergoldung und 2 goldgeprägten RSchildern. Amsterdam, Wetstein, 1706.
Brunet IV, 786: "Édition la plus belle et peut-être encore la meilleure". Ebert 117655. Hoffmann II, 262: "Bis jetzt die beste Ausgabe". Schweiger I, 270. – Zweite Ausgabe des zuerst 1502 erschienenen, nach Sachgebieten geordneten Wörterbuchs, bearbeitet und herausgegeben von Seber, Jungermann, Kühn, Lederlin und Hemsterhuis, hier allerdings nur der erste von zwei erschienenen Bänden. Bis heute "eine wertvolle Quelle für die Geschichte der Musik des Altertums" (Riemann 1410). Vor allem für die Theater- und Musikgeschichte der älteren attischen Zeit wichtiges Werk. Behandelt u. a. Theatermasken, Musikinstrumente und Harmonielehre, das attische Gerichtswesen, ferner über das Privatleben in der Antike usw. Mit griechisch-lateinischem Paralleltext. – Gering fleckiges Exemplar einer historischen Schulbibliothek, entsprechend gestempelt.

Lot 465, Auction  128, Pollux, Julius, Onomasticum Graece & Latine

Pollux, Julius
Onomasticum Graece & Latine
Los 465

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Pollux, Julius. Onomasticum Graece & Latine. Post egregiam illam Wolfgangi Seberi editionem denuo immane quantum emendatum, suppletum, & illustratum. 2 Bände. 2 Bl., 48, 683 S.; S. (685)-1388, 8 Bl., 178 S., 5 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit Kupfertitel und doppelblattgroßer Kupfertafel. 31,5 x 20 cm. Blindgeprägte Pergamentbände d. Z. (etwas fleckig und berieben, Gelenke angeplatzt, obere Kapitale etwas lädiert) mit ornamentaler Deckelvignette und hs. RTitel. Amsterdam, Wetstein, 1706.
Brunet IV, 786: "Édition la plus belle et peut-être encore la meilleure". Ebert 117655. Hoffmann II, 262: "Bis jetzt die beste Ausgabe". Schweiger I, 270. – Zweite Ausgabe des zuerst 1502 erschienenen, nach Sachgebieten geordneten Wörterbuchs, bearbeitet und herausgegeben von Seber, Jungermann, Kühn, Lederlin und Hemsterhuis. Bis heute "eine wertvolle Quelle für die Geschichte der Musik des Altertums" (Riemann 1410). Vor allem für die Theater- und Musikgeschichte der älteren attischen Zeit wichtiges Werk. Behandelt u. a. Theatermasken, Musikinstrumente und Harmonielehre, das attische Gerichtswesen, ferner über das Privatleben in der Antike usw. Mit griechisch-lateinischem Paralleltext. – Es fehlt das gestochene Frontispiz. Titel und ein Textblatt gestempelt und mit Ziffernsignatur, sonst nur schwach gebräunt.

Lot 466, Auction  128, Bentz, Adolph Christoph, Das in der tieffesten Krufft vergrabene und nunmehro entdeckte Kleinod

Bentz, Adolph Christoph
Das in der tieffesten Krufft vergrabene und nunmehro entdeckte Kleinod
Los 466

Schätzung
300€ (US$ 345)

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OKKULTA
Bentz, Adolph Christoph. Das in der tieffesten Krufft vergrabene und nunmehro entdeckte Kleinod, welches ist der alleredelste Schatz der Philosophorum, nemlichen lapis philosophorum seu medicina universalis. 15 Bl., 112 S. 16 x 10 cm. Leder d. Z. mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Frankfurt, Johann Adolph, 1714.
"Nebst einem Anhang einer Warnungs-Schrifft der falschen Gold- und Silber-Tincturen, Pulver und Pillen". – Mit Unterstreichungen, Marginalien und Markierungen verschiedener Hände, meist im weißen Rand. Letztes, leeres Vorsatzblatt mehrfach gestempelt und mit Sammlungssignatur in Kugelschreiber.

Lot 467, Auction  128, Lippmann, Edmund von, Entstehung und Ausbreitung der Alchemie

Lippmann, Edmund von
Entstehung und Ausbreitung der Alchemie
Los 467

Schätzung
200€ (US$ 230)

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Lippmann, (Edmund Oskar) von. Entstehung und Ausbreitung der Alchemie. Mit einem Anhange: Zur älteren Geschichte der Metalle. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte. 2 (von 3) Bände. I: XVI, 742 S.; II: 166 S., 1 Bl. 24,5 x 16,5 cm. Halbleinen (etwas beschabt) d. Zt. und Orig.-Broschur. Berlin, J. Springer, 1919 und Weinheim, Vlg. Chemie, 1954.
Kaiser-Buchge 3885/1. Roller-G. II, 119. – Ohne den 1931 erschienenen Band 2, der ebenfalls als "Lese- und Nachschlagebuch" konzipiert gewesen ist. – Zwei Blatt gestempelt. Sonst gutes Exemplar dieses Standardwerkes.

Wagner, Johann Michael
Allgemeines magisches Zauberkabinet
Los 468

Schätzung
240€ (US$ 276)

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Wagner, Johann Michael. Allgemeines magisches Zauberkabinet. Eine Beschreibung der besten und unterhaltendsten magischen, chemischen, optischen, arithmetischen und mechanischen Kunststücke; nebst deutlicher Anweisung zu denselben. Vierte durchaus verbesserte und vermehrte Auflage. 2 Teile in 1 Band. 10 Bl., 220 S.; 2 Bl., 210 S., 5 Bl. Mit 2 gestochenen Frontispices. 16,5 x 10 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (Ecken etwas bestoßen). Pest, Konrad Hartleben, 1816.
Clarke-Blind 79. Volkmann 172. Huber-Theiß 2779. – Vierte, um 250 Zaubertricks erweiterte Auflage. Enthält in Teil I das "allgemeine magische Zauberkabinet" und in Teil II "den Karten-Zauberer, Rechnungskünstler etc". Exemplar mit den beiden zweiten Titelblättern "Neuestes großes Zauberkabinet und Kunstmagazin." – Etwas fleckig, Frontispiz verso mit altem Namenseintrag.

Lot 469, Auction  128, Wedel, Georg Wolfgang, Introdvctio in alchimiam

Wedel, Georg Wolfgang
Introdvctio in alchimiam
Los 469

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Wedel, Georg Wolfgang. Introdvctio in alchimiam. 2 Bl., 60 S. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 19,5 x 16,5 cm. Neuer Pappband (Einband mit Folie bezogen). Jena, Christoph Krebs für Johannes Bielki, 1706.
VD 18 11639571. Ferguson II, 535. Bolton 1065. Hirsch-Hübotter V, 875. ADB XLI, 408. Neu 4299. Wellcome V, 400. Vgl. Giese-Hagen, Geschichte der mediz. Fakultät Jena 174ff. – Titelauflage der ersten Ausgabe von 1705, eine deutsche Übersetzung ist erst 1724 mit dem Titel "Einleitung zur Alchemie" erschienen. Wedel (1645-1721) "gehört zu den wichtigeren Zeugen für die Alchemie, indem er, wie Helvetius, aus einem Zweifler zum Bekenner ward" (Schmieder: Alchemie S. 452). Er behandelt u.a. Einwände gegen die Alchemie, Grundlagen und Experimente dieser Kunst, alchemistische Schriftsteller, Requisiten, vegetabilische, animalische und mineralische Stoffe, Vor- und Nacharbeiten, Geräte sowie Missbrauch der Alchemie. S. 59 und 60 enthalten "Tabula Smaragdina Hermetis Trismegisti Incerto interprete". "Wedel stood midway between medieval and modern world views, defending astrology and alchemy and championing iatrochemistry. He was a remarkably prolific author, but it was primarily by teaching at one of Germany's largest universities that he influenced a whole generation of physicians, including Hoffmann and Stahl." (DSB XIV, S. 212). – Sauberes und breitrandiges Exemplar des seltenen Werkes.

Lot 470, Auction  128, Erster Weltkrieg, Konvolut von 36 amtlichen Bekanntmachungen, Plakaten, Merkblättern und Ephemera zur Rohstoffbewirtschaftung

Erster Weltkrieg
Konvolut von 36 amtlichen Bekanntmachungen, Plakaten, Merkblättern und Ephemera zur Rohstoffbewirtschaftung
Los 470

Schätzung
250€ (US$ 287)

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POLITIK 20. JAHRHUNDERT
Erster Weltkrieg. Konvolut von 36 amtlichen Bekanntmachungen, Plakaten, Merkblättern und Ephemera zur Rohstoffbewirtschaftung, Metallbeschlagnahme sowie Rekrutierung. Verschiedene Druckorte, darunter Berlin, München, Nürnberg und Würzburg, 1915-1917.
Darunter Bekanntmachungen des Stellvertretenden Generalkommandos des III. Armeekorps und Aufrufe des Bundes für freiwilligen Vaterlandsdienst. Zum Bespiel zu Nickel, Wolfram und Chrom sowie zur Spinnstoff- und Holzbewirtschaftung und Instrumentensammlung. – Teils mit Falzspuren, papierbedingt gebräunt und bestoßen, insgesamt gut erhalten.

Lot 471, Auction  128, Faure, Sébastien, Encyclopédie anarchiste

Faure, Sébastien
Encyclopédie anarchiste
Los 471

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Faure, Sébastien (Hrsg.). Encyclopédie anarchiste. 4 Bände. 30 x 23 cm. Halbleder d. Z. mit goldgeprägtem RTitel. Paris, Librairie Internationale, (1925-1934).
Erste Ausgabe des beispiellosen Projekts, historische, biographische, ideologische und sogar bibliographische Aspekte des internationalen Anarchismus enzyklopädisch zu beschreiben. An der Enzyklopädie waren zahlreiche anarchistische Autoren beteiligt, u. a. Luigi Bertoni, Pierre Besnard, E. Armand, Han Ryner, Augustin Souchy, Max Nettlau, Voline, Aristide Lapeyre, Hem Day und Gérard de Lacaze-Duthiers. Der Herausgeber Faureé war auch Autor von Erich Mühsams Zeitschrift "Fanal". – Minimal gebräunt; insgesamt wohlerhaltenes Exemplar.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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