153050

Lose pro Seite


Lot 502, Auction  128, Hoch-Gräffliches Bentheim-Steinfürtisches, Gegen-Manifest

Hoch-Gräffliches Bentheim-Steinfürtisches
Gegen-Manifest
Los 502

Schätzung
180€ (US$ 207)

Details

Los merken

Hoch-Gräffliches Bentheim-Steinfürtisches Gegen-Manifest, oder Gründliche Widerlegung von Gertrud Zelst vor wenig Jahren durch offenen Truck divulgirter Schmähe-Schrifft: und zugleich rechtliche Behauptung zwischen denen beyden Hoch-Gräfflichen Häuseren Bentheim und Steinfurt im Jahr 1487. errichteter von allen im Römischen Reich teutscher Nation von selbiger Zeit ab, biß hierzu am Regiment gewesenen Käyseren kräfftigst confirmirter Erb-Vereinigung. 107 S. 20 x 16 cm. Moderner Halbpergamentband mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. O. O. und Dr., 1686.
VD17 1:020761Y. – Einziger Druck der Streitschrift. – Durchgehend mit großem Feuchtigkeitsfleck.

Lot 503, Auction  128, Howard, William John, Ueber Gefängnisse und Zuchthäuser

Howard, William John
Ueber Gefängnisse und Zuchthäuser
Los 503

Schätzung
200€ (US$ 230)

Details

Los merken

Howard, William (recte: John). Ueber Gefängnisse und Zuchthäuser. Ein Auszug aus dem Englischen. Mit Zusätzen und Anmerkungen, und Kupfern, von Gottl(ieb) Ludolf Wilhelm Köster. Titel, 12 S., 2 Bl. Inhalt, 286 S., 1 Bl. Anmerkungen. Mit 7 (6 gefalt.) Tabellen und 3 gefalteten gest. Tafeln.17 x 10 cm. Kalblederband d. Zt. mit RSchild, RVergoldung und einfacher Goldfilete auf beiden Deckeln (Vordergelenk oben etwas angeplatzt, Vorderdeckel mit großem dunklem Feuchtigkeitsfleck). Leipzig, Weygand, 1780.
UCBA 878. Oxford DNB 28, 290ff. Carter-Muir 224. Die deutsche Ausgabe nicht bei Blake und Wellcome. – Einzige deutsche Ausgabe von "The state of the prisons in England and Wales" (Warrington, 1777). Aufgrund eigener Erfahrungen, die Howard (1726-1790) in einem französischen Gefängnis in Brest gemacht hatte, setzte er sich nach seiner Freilassung für eine Verbesserung des Gefängniswesens in England ein. In vorliegender Schrift, die seinerzeit großes Aufsehen erregt hat, deckte er die unmenschlichen Zustände in englischen Gefängnissen auf und bewirkte dadurch Gesetzesänderungen, die zu Verbesserungen führten. Köster (1754-1802; Advokat in Celle, später Kanzlei-Sekretär in Hannover) hat das Werk für deutsche Leser bearbeitet. Die Kupfer zeigen Grundrisse, darunter das Gefängnis von Gent. – Gedrucktes Exlibris "W. L. C. von dem Bussche". Innen gut erhalten.

Lot 504, Auction  128, Juristisches Wochenblatt, herausgegeben von August Friedrich Schott

Juristisches Wochenblatt
herausgegeben von August Friedrich Schott
Los 504

Schätzung
150€ (US$ 172)

Details

Los merken

Juristisches Wochenblatt, herausgegeben von August Friedrich Schott. 824 S. 16,5 x 10 cm. Leder d. Z. (fleckig und berieben, oberes Kapital mit tieferem Einriss). Leipzig, Selbstverlag, 1772.
Erster von insgesamt vier Jahrgängen des seltenen juristischen Periodikums, das zwischen den Jahren 1772 und 1775 erschien. "Ein anderes, bedeutsames Unternehmen war sein 'Juristisches Wochenblatt', welches eine Menge kleinerer Abhandlungen einer großen Anzahl von Autoren wieder abdruckt aus allen möglichen über Deutschland zerstreuten Taschenbüchern, Schriften gelehrter Gesellschaften, localen Zeitschriften, deren Inhalt so leicht verloren geht" (ADB XXXII, 395).. – Etwas braunfleckig, stellenweise mit kleinen Feuchtigkeitsrändern. Fl. Vorsatz mit altem Besitzvermerk.

Lot 505, Auction  128, Keynes, John Maynard, The general theory of employment, interest and money

Keynes, John Maynard
The general theory of employment, interest and money
Los 505

Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)

Details

Los merken

Keynes, John Maynard. The general theory of employment, interest and money. 2 Bl., XII, 403 S. 21,5 x 13 cm. Blaues OLeinen (leicht berieben und Rücken minimal verblichen) mit goldgeprägtem RTitel. London, Macmillan, 1936.
PMM 423. New Palgrave III, 39. – Erste Ausgabe des Hauptwerkes des britischen Ökonomen (1883-1946), dessen Theorien bis heute nachwirken. "First in 'A Treatise on Money' 1930, and later in his 'General Theory', [Keynes] subjected the definitions and theories of the classical school of economists to a penetrating scrutiny and found them seriously inadequate and inaccurate … he propounded a … programme for national and international official monetary policies. A national budget, over and above its function of providing a national income, should be used as a major instrument in planning the national economy … 'The General Theory' ('on which', says D.N.B., 'his fame as the outstanding economist of his generation must rest') threw the economists of the world into two violently opposed camps. Yet eight years, and a second world war, later Keynes was to dominate the international conference at Bretton Woods, out of which came the International Monetary Fund and the World Bank …" (PMM). – Vorsatz etwas gebräunt, sonst nahezu frisch,. – Dabei: Derselbe. A tract on monetary reform. 2 Bl., VIII, 209 S., 1 Bl. 21,5 x 13,5 cm. Blaues OLeinen ( leicht berieben und bestoßen, Rücken leicht verlbichen) mit goldgeprägtem RTitel. London, Macmmllan, 1923. - Vorsatz mit privatem Besitzstempel, leicht gebräunt, ersten zwei Blätter und Titel mit Rostflecken.

Lot 506, Auction  128, Kulpis, Johann Georg, In Sev. de Monzambano de statu imperii Germanici librum commentationes academicae

Kulpis, Johann Georg
In Sev. de Monzambano de statu imperii Germanici librum commentationes academicae
Los 506

Schätzung
200€ (US$ 230)

Details

Los merken

Kulpis, Johann Georg. In Sev. de Monzambano de statu imperii Germanici librum commentationes academicae. 2 Teile in 1 Band. 14 Bl., 599; 277 S., 17 Bl. (die letzten beiden weiß). Mit gestochenem Titel und 1 Kupfertafel. 16,5 cm x 10 cm. Leder d. Zeit (etwas berieben) mit RVergoldung und marmorierten Spiegeln. Stuttgart, G. Lorberius für J. G. Zubrotius, ca. 1688.     
VD 17 1:019133X oder 39:54397W. – Kulpis (1652-98) gehört als Schüler Obrechts zur Straßburger Schule der frühen Reichspublizistik, die das Reichsstaatsrecht nicht nur juristisch, sondern auch politologisch und historisch zu begründen versuchte. In Deutschland ist er zugleich einer der frühen Kritiker des Geltungsanspruchs des römischen Rechts, indem er der damals herrschenden Meinung, für die Rezeption seiner Rechtssätze spreche eine grundsätzliche Vermutung, die der Gegner in jedem einzelnen Fall widerlegen müsse, wenn er dagegen partikulares deutsches Recht zur Geltung bringen wollte, entgegentritt. Auch aus dem Reichsstaatsrecht hat er das römische Recht zu verbannen gesucht und nur die Reichsgesetzgebung und das Reichsherkommen als Rechtsquelle gelten lassen. In vorliegendem Werk nimmt er zur berühmten, unter dem Pseudonym Severinus de Monzambano erschienenen Schrift Pufendorfs 'De Statu Imperii Germanici' Stellung. Er wendet sich gegen dessen düstere Prognose, das Reich werde sich auf Grund der Souveränitätsgarantie, die der Osnabrücker Frieden den Reichsständen gewährt habe, zu einem Staatenbund zurückbilden, und gegen die Qualifikation des Reichs als 'irregulare aliquid corpus monstro simile'. Für von Kulpis ist die Staatsform des Reichs eine Respublica mixta, die aus Elementen der Monarchie (der Kaiser) und der Aristokratie (die Reichsstände) zusammengesetzt ist, indem die iura majestatis dem Kaiser und den Reichsständen gemeinschaftlich zustehen. – Leicht gebräunt, Titel mit handschriftlichem Besitzeintrag in Tinte. Gutes Exemplar.

Lot 507, Auction  128, Maistre, Joseph Marie, Comte de, Les soirées de Saint-Pétersbourg ou entretiens sur le gouvernement temporel de la providence

Maistre, Joseph Marie, Comte de
Les soirées de Saint-Pétersbourg ou entretiens sur le gouvernement temporel de la providence
Los 507

Schätzung
200€ (US$ 230)

Details

Los merken

Maistre, Joseph Marie Comte de. Les soirées de Saint-Pétersbourg, ou entretiens sur le gouvernement temporel de la providence suivis d'un traité sur les sacrifices. 2 Teile in 1 Band. 2 Bl., XXVI, 456 S., 1; 2 Bl., 474 S., 1 Bl. 20 x 14,5 cm. Tannengrünes Halbleder d. Z. (leicht beschabt und bestoßen, Rückdeckel mit Fehlstelle) mit goldgeprägtem RTitel und RVergoldung. Paris, Librairie Grècque, 1821.
Vicaire V, 459. Eisler 446. Russica-Cat. M 126. – Erste Ausgabe der gesellschaftskritischen Abhandlung über die Verhältnisse am Zarenhof und in der Société Russe von dem aus Chambéry stammenden französischen Staatsmann, Schriftsteller und Philosophen Joseph Marie, Comte de Maistre (1753-1821), der als einer der wichtigsten Begründer des Ultramontanismus gilt und als offizieller Repräsentant und Botschafter des Königsreichs Sardinien in den Jahren 1803-1817 in St. Petersburg lebte. "The most cogent political theorist writing in Franch against the secularistic, anti-aristocratic and antimonarchical ideas of 1789" (ESS X, 50). – Titel gestempelt, leicht stockfleckig, wenige Bleistiftanstreichungen, Vorsätze mit alten Sepia-Einträgen. Innenspiegel mit montiertem Exlibris.

Lot 508, Auction  128, Merckwürdiges Leben, Exilium, Exilium und neulicher Abschied aus Franckreich Sr. Eminentz Emanuelis Theodosii de la Tour d'Auvergne, Cardinals von Bouillon

Merckwürdiges Leben, Exilium
Exilium und neulicher Abschied aus Franckreich Sr. Eminentz Emanuelis Theodosii de la Tour d'Auvergne, Cardinals von Bouillon
Los 508

Schätzung
180€ (US$ 207)

Details

Los merken

Merckwürdiges Leben, Exilium und neulicher Abschied aus Franckreich Sr. Eminentz Emanuelis Theodosii de la Tour d'Auvergne, Cardinals von Bouillon. 112 S. 15,5 x 10 cm. Modernes dunkelblaues Leinen. Leipzig, Theodor Boetius, 1710.
"Wobey zugleich die wegen seines Exilii von ihm nach Hofe, oder von Hofe an ihn geschriebene Briefe, nebst denen deßwegen ergangenen Urtheln und Verordnungen des Parlaments zu Paris zu befinden". – Ecke des Titels verso mit Papierstück hinterlegt.

Lot 509, Auction  128, Mill, John Stuart, Grundsätze der politischen Ökonomie

Mill, John Stuart
Grundsätze der politischen Ökonomie
Los 509

Schätzung
350€ (US$ 402)

Details

Los merken

Mill, John Stuart. Grundsätze der politischen Ökonomie, nebst einigen Anwendungen auf die Gesellschaftswissenschaft. Aus dem Englischen übersetzt und mit Zusätzen versehen von Adolf Soetbeer. 2 Bände. XXVIII, 600 S.; XVIII, 737 S. 21 x 13 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Hamburg, Perthes-Besser und Mauke, 1852.
Erste deutsche Ausgabe von Mills nationalökonomischen Hauptwerk, das 1848 unter dem Titel Principles of Political Economy erschien. – Schwach gebräunt, vereinzelte Flecken, wenige Blatt mit bräunlichem Abklatsch im Seitenrand, einige Lagen mit sehr schmalem verblasstem Feuchtigkeitsrand. Fl. Vorsatz mit Besitzstempel.

Lot 510, Auction  128, Moser, Johann Jacob, Grund-Säze des europäischen Völcker-Rechts in Kriegs-Zeiten

Moser, Johann Jacob
Grund-Säze des europäischen Völcker-Rechts in Kriegs-Zeiten
Los 510

Schätzung
180€ (US$ 207)

Details

Los merken

Moser, Johann Jacob. Grund-Säze des europäischen Völcker-Rechts in Kriegs-Zeiten. 5 Bl., 364 S. 16,5 x 10,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben, unteres Kapital mit Resten eines Signaturschildes) mit goldgeprägtem RSchild. Tübingen, Johann Georg Cotta, 1752.
Darstellung der europäischen Kriegsrechtsgrundsätze durch den württembergischen Staatsrechtslehrer und Begründer des deutschen Staatsrechtes und positiven Völkerrechts Johann Jacob Moser (1701-1785). – Russisches Bibliotheksschild auf Innenspiegel montiert. Vorsätze leimschattig, sonst schön erhalten.

Lot 511, Auction  128, Nemnich, Philipp Andreas, Comtoir-Lexicon

Nemnich, Philipp Andreas
Comtoir-Lexicon
Los 511

Schätzung
200€ (US$ 230)

Details

Los merken

Nemnich, Philipp Andreas. Comtoir-Lexicon, in Neun Sprachen für Handelsleute, Rechtsgelehrte und sonstige Geschäftsmänner bearbeitet. Titel, XVI, 768 S., 1 Bl. Berichtigungen. Mit gest. Titel. 1803. 20,5 x 11,5 cm. Marmorierter Pappband d. Zt. mit handschriftlichen RSchild (Kapitale minimal bestoßen). Hamburg und Leipzig, Nemnich, 1833.
Schröder 2781, VII. Zischka 185 (datiert 1805). Kat. Commerzbibliothek (1864) 408. Nicht bei Kress und Goldsmiths'. – Interessantes Speziallexikon mit Handelsbegriffen in Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Holländisch, Dänisch, Schwedisch und Deutsch. "Die ersten acht Wörterbücher enthalten nicht nur das Gemeinschaftliche der Handlung, sondern auch dasjenige, was einem jeden Lande besonders eigen ist. Das letzte oder Deutsche Lexicon umfast (!), in neun zusammengestellten Sprachen, das Gemeinschaftliche der Handlung." (Vorrede). Die S. V-XVI mit umfangreichem Pränumeranten-Verzeichnis. – Titel mit Einriss und alt hinterlegt. Insgesamt schönes Exemplar.

Lot 512, Auction  128, Nover, Lorenz, Die Verschwörungen und Revolutionen

Nover, Lorenz
Die Verschwörungen und Revolutionen
Los 512

Schätzung
600€ (US$ 690)

Details

Los merken

Nover, Lorenz. "Die Verschwörungen und Revolutionen des neunzehnten Jahrhunderts." Deutsche Kurrent-Handschrift auf Papier. 418 num. S., 21 Bl. alphabet. Griffregister. 32,5 x 20 cm. Halbleinen d. Z. (etwas fleckig) mit handschr. Titelschild. Giessen 1860.
Der Verfasser, der Kriminalist Lorenz Nover, wurde 1812 in Seligenstadt (Kreis Offenbach) geboren und starb 1888 in Darmstadt. Die Stationen seines beruflichen Werdeganges listet die "Hessische Biografie" auf(https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16626_nover-lorenz):
schon frühzeitig Aushilfe des Landrates, des Bürgermeisters und des Steuereinnehmers in Seligenstadt, 1.5.1827-1832 Gehilfe des Landrates Hardy in Seligenstadt, 16.10.1832 Aktuariatsgehilfe am Landgericht Groß-Steinheim, ab März 1833 Protokollführer, 1835 nach Verlegung des Landgerichts nach Seligenstadt dort Aktuariatsgehilfe, Mitglied des Gemeinderates, Mitglied des Verwaltungsrates der Sparkasse und Sekretär der Armenkommission in Seligenstadt
27.5.1840 Aktuarprüfung, 1842-8.6.1848 Polizeikommissar in Offenbach am Main, ehrenamtlich Direktor des bürgerlichen Hospitals und Vorsitzender der Armenkommission in Offenbach am Main, 22.9.1848 Aktuar, später Inquirent ans Verhöramt Frankfurt am Main, beteiligt an den Ermittlungen zur Ermordung von Fürst von Lichnowsky und Hans von Auerswald, ab 1849 Untersuchungsrichter am Frankfurter Appellationsgericht, 3.6. zum 29.7.1850 Polizeikommissar in Gießen
3.2.1854 Verleihung der österreichischen Großen goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft, 26.12.1858 Ernennung zum Polizeirat, 16.10.1863 Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des preußischen Kronenordens IV. Klasse, 25.8.1864 Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, 1.11.1875 Ruhestand, 9.1876 Umzug nach Darmstadt.
Demnach verfasste Nover als Polizeikommissar und Polizeirat in Gießen die hier vorliegende Denkschrift, in der er die "revolutionären Umtriebe" seiner Zeit eingehend schildert. Die Kapitelüberschriften geben einen Eindruck vom weit gespannten Inhalt der behördlichen Abhandlung: Die revolutionären Verbindungen in den Jahren 1814 bis 1833, Umtriebe im Großherzogtum Hessen, Der Männerbund, Das junge Europa, Der deutsche Bund der Geächteten, Die communistische Partei, Kirchliche und politische Bewegungen, Die Revolutionen in den Monaten Januar, Februar und März 1848, Die Gründung politisch-revolutionärer Vereine vom Frühjahr 1848 an, Centralisation und Organisation der revolutionären Vereine, Steigende Aufregung - Vorbereitungen zum Kampf, Aufruhr zu Frankfurt a. M. am 16., 17. und 18. September 1848, Die Ermordung des Fürsten Lichnowski und des Generals v. Auerswald, Zweiter Aufruhr in Baden im September 1848, Aufruhr in Würtemberg, Der zweite Congress der Democraten Deutschlands, Revolutionen in Ungarn, Wien und Berlin im Herbst 1848, Der Wehrbund 'Hilf-Dir', Vorbereitungen zu den Revolutionen des Frühjahrs 1849, Revolution in Sachsen im Mai 1849, Der Congress der verbundenen März-Vereine am 5. und 6. Mai 1849, Volksbewaffnung, Die Revolutionen in Baden, Rheinbaiern, Hessen und verschiedenen preußischen Städten im Mai und Juni 1849, Das Rumpf-Parlament, Der Turner-Bund, Die Arbeiter-Vereine nun die Arbeiter-Verbrüderung, Der Communisten-Bund, Der Grütli-Verein, Der Todten-Bund, Das revolutionäre Treiben aller Parteien in der neuesten Zeit, Die Comités der revolutionären Parteien. Am Schluss ein Namenregister. Das letzte Blatt ist im weißen unteren Rand mit einem amtlichen Stempel versehen: "Gr.Hess.Polizei-Verwaltung d. Provinzial-Hauptstadt Giessen".
Die Denkschrift befindet sich im Original lt. Onlineeintrag des "Retrokataloges Hebis" (http://orsprod.rz.uni-frankfurt.de/DB=1.50/PPNSET?PPN=835922332) im Nachlass Novers in der Frankfurter Außenstelle des Bundesarchivs. Offenbar wurde Novers Schilderung zu einem Standardwerk der Polizeibehörden in der Restauratonszeit nach 1848 sodass sie in mehreren Abschriften in Umlauf kam. In den 1960er Jahren erschien in Frankfurt ein Nachdruck in Faksimile mit Auszügen aus der Denkschrift, da Novers akribische und fundierte Arbeit als historische Quelle für die reaktionäre Nach-1848er-Zeit Geltung bekam. – Schnitt etwas fleckig, ansonsten sauber. - Äußerst seltenes historisches Dokument von musealem Charakter.

Lot 513, Auction  128, Pitaval, Francois Gayot, Erzählung sonderbarer Rechtshändel

Pitaval, Francois Gayot
Erzählung sonderbarer Rechtshändel
Los 513

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

Details

Los merken

Pitaval, (Francois) Gayot. Erzählung sonderbarer Rechtshändel sammt deren gerichtlichen Entscheidung. Aus dem Französischen. 8 (statt 9 Bände). 17 x 10 cm. Halbleder d. Z. (gering fleckig und berieben) mit dezenter RVergoldung und je 2 goldgeprägten farbigen RSchildern. Leipzig, Gottfried Kiesewetter, 1747-1750.
Fromm 10575. Graesse V, 306. Hayn-Gotendorf VI, 208. – Erste deutsche Ausgabe, blieb bis zu der von H. Blum 1885 herausgegebenen Ausgabe die einzige deutsche Übersetzung dieser auch kulturgeschichtlich höchst interessanten Sammlung von Strafrechtsfällen. Ohne den erst 1767 erschienenen Schlussband. – Schwach fleckig. Schönes Exemplar in dekorativen Halblederbänden der Bibliothek Adolf Heller in Rheda, mit entsprechendem Sammlungsstempel auf dem fl. Vorsatz.

Lot 514, Auction  128, Rößler, Hektor, Ausführlicher Bericht über die von dem Gewerbverein für das Großherzogthum Hessen im Jahre 1842 veranstaltete Allgemeine deutsche Industrie-Ausstellung zu Mainz

Rößler, Hektor
Ausführlicher Bericht über die von dem Gewerbverein für das Großherzogthum Hessen im Jahre 1842 veranstaltete Allgemeine deutsche Industrie-Ausstellung zu Mainz
Los 514

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Rößler, Hektor. Ausführlicher Bericht über die von dem Gewerbverein für das Großherzogthum Hessen im Jahre 1842 veranstaltete Allgemeine deutsche Industrie-Ausstellung zu Mainz. Im Auftrag des Großherzoglich Hessischen Gewerbvereins verfaßt. Titel, 336 S. 26 x 21 cm. Halbleinen d. Z. (etwas beschabt und bestoßen) mit RSchild. Darmstadt, C. W. Leske, 1843.
Carpenter S. 15. Hauptkat. Landesgewerbeverein Hessen 7023 und 7192. – Diese Mainzer Ausstellung mit insgesamt 715 Ausstellern ist der wichtigste Vorläufer der "Allgemeinen Deutschen Gewerbe-Ausstellung" in Berlin 1844, da sie als eine der ersten auch Aussteller zugelassen hat, die nicht in dem veranstaltenden Land beheimatet waren. So sind hier u.a. Aussteller aus Württemberg, Preußen, Bayern, Sachsen, Österreich und Hannover in nicht geringer Anzahl (354) vertreten. Die ausgestellten Fabrikate kommen aus 92 verschiedenen Bereichen von Leinengespinst, über galvanoplastische Arbeiten, Werkzeuge oder Buchbindererzeugnisse bis hin zu Kunstmehl und "Conditorarbeiten und Chocolade". Der Schwerpunkt liegt bei Textilien aller Art. Hektor Rößler (1806-1875) war seit 1841 Sekretär des Gewerbvereins. "Zu Direktoren dieser Ausstellung wurden die innig befreundeten Kommerzienrat Rößler und Lederfabrikant Carl Deninger von Mainz ernannt. Mit Unterstützung eines Komites des Mainzer Lokalgewerbevereins haben die Genannten diese Ausstellung für die damaligen Verhältnisse in glänzender Weise durchgeführt. Sehr viele fremdländische Regierungen sandten Kommissäre zu dieser Ausstellung ..." (Der Gewerbeverein ... Denkschrift; 1911, S. 79). – Bibl.-Exemplar (Niederösterr. Gewerbeverein). Leicht gebräunt, vereinzelt stockfleckig.

Lot 515, Auction  128, Salmasius, Claudius, De modo usurarum liber

Salmasius, Claudius
De modo usurarum liber
Los 515

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Salmasius, Claudius. De modo usurarum liber. 28 Bl., 891 S., 46 Bl. Titel in Rot und Schwarz. 14,5 x 9,5 cm. Pergament d. Z. Leiden, Elzevier, 1639.
Willems 488. Kress 545. Goldsmith 697. – Erste Ausgabe vom Hauptwerk des französischen Universalgelehrten Claudius Salmasius (1588-1653) über Zinsrecht und Wucher. Salmasius verteidigt in dieser Schrift das Nehmen von Zinsen als Entschädigung für den Darlehensgeber. Die Schift hat "Richtung und Inhalt der Zinstheorie für mehr als 100 Jahre fast ausschließlich bestimmt und selbst in der heutigen Doktrin sind noch manche Nachwirkungen der Salmasischen Lehre erkennbar" (Sauer & Auvermann Katalog 5, Wirtschaft und Gesellschaft, Nr. 1283). – Etwas fleckig, vorderes Gelenk hinter dem Titel angeplatzt.

Lot 516, Auction  128, Sandler, Christoph, Industrie-Lexicon von Rheinland-Westphalen

Sandler, Christoph
Industrie-Lexicon von Rheinland-Westphalen
Los 516

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Sandler, Christoph. Industrie-Lexicon von Rheinland-Westphalen. Ein geographisch-mercantilisch-statistisches Handbuch der Leistungsfähigkeit der gesammten Industrie von der Rheinprovinz und von Westphalen. Titel, 218 S.; 42 S. Anzeigen. 25,5 x 19,5 cm. Neuer Leinen (nahezu tadellos) unter Verwendung des originalen RDeckels. Leipzig, J. M. Sandler, 1875.     
Christoph Sandler ist vor allem durch seine "Deutschen Handels-Adressbücher" bekannt geworden. Neben dem vorliegenden Industrie-Lexicon hat er 1876 auch noch eines für die Provinzen Berlin und Brandenburg herausgegeben, außerdem eines für das Königreich Sachsen. Anhand der Regierungsbezirke listet er alle bekannten Fabriken auf, meist mit Angabe des Gründungsjahres sowie der Gründer und Inhaber. Hin und wieder gibt er auch weitere Angaben wie Stammkapital, Spezialitäten, Anzahl der Beschäftigten etc. Mit Orts- sowie Fabrikaten- und Waaren-Register. – Titel und letztes Blatt mit Stempel "Techn. Bibliothek Fried. Krupp Essen." Durchweg sehr stark gebräunt und Papier brüchig, teils mit kleinen Randverlusten.

Schacht, Hjalmar
Die Stabilisierung der Mark
Los 517

Schätzung
90€ (US$ 103)

Details

Los merken

Schacht, Hjalmar. Die Stabilisierung der Mark. 6 Bl., 193S., 1 Bl. Mit Porträt- Frontispiz. 22,5 x15 cm. OLeinen (berieben und lichtrandig) mit Rück- und DTitel. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt, 1927.
Wiener Library II, 828. – Erste Ausgabe. – Vorsatz mit Besitzstempel, teils gelockert in der Bindung und mit Gebrauchsspuren.

Lot 518, Auction  128, Stats- und Gelehrte Zeitung, des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten

Stats- und Gelehrte Zeitung
des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten
Los 518

Schätzung
150€ (US$ 172)

Details

Los merken

Stats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Jahrgang 1756. Nummer 1-120 und 123-207 (tlw. mit Beilagen) in 1 Sammelband. Je 2 Bl. 21 x 17 cm. Modernes Leinen (lichtrandig). (Hamburg) 1756.
Kayser 73. – Der nahezu vollständige Jahrgang von 1756. "Die Stats- u. Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten entwickelte sich in dem pressegünstigen Klima der Hansestadt, frei von Rücksichten auf dynastische und höfische Interessen, vom Senat eher fördernd überwacht als zensiert, zu einem weit über die Grenzen Hamburgs hinaus geschätzten Nachrichtenblatt mit einem Stab von Korrespondenten wie wohl keine zweite Zeitung in Deutschland. Die oft durch ganze Aktenstücke belegten Mitteilungen aus aller Welt, die - Ausdruck der "Unparteilichkeit" - von den Redakteuren zwar gelegentlich gekürzt, sonst aber unbearbeitet übernommen wurden, brachten dem Blatt seinen Ruf ein. Wenn auch die Höhe der Auflage von 25000, wie Archenholtz 1798 an Cotta schreibt, übertrieben sein wird, so ist unbestritten, daß der Correspondent in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts an der Spitze der deutschen politischen Zeitungen stand. Er wurde nicht nur viel gelesen, sondern auch von der Konkurrenz geplündert" (Kayser) – Es fehlen die Nummern 121 und 122. Gebräunt. Nachgebunden: Einige Flugschriften zum Siebenjährigen Krieg.

Lot 519, Auction  128, Temple, William, The works

Temple, William
The works
Los 519

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Temple, William. The works. In two volumes. 2 Bände. 1 Bl., 22 S., 1 Bl., 480 S.; 4 Bl., 585 S. Mit gestochenem Portrait. 34,5 x 22 cm. Rotes Maroquinleder d. Z. (beschabt, bestoßen Rücken etwas brüchig und Kapitale mit größeren Einrissen sowie teils mit Fehlstellen) mit goldgeprägtem RSchild, RVergoldung, goldgeprägten Deckelbordüren, goldgeprägten Steh- und Innenkanten sowie dreiseitigem Goldschnitt. London, J. Round, J. Tonson, B. Motte u. m., 1731.
Frühe Ausgabe der Werke des englischen Staatsmannes, Schriftstellers und Diplomaten William Temple (1628-1699). Sehr dekorativ gebundenes Werk im barocken Maroquinband mit reichlicher teils floraler Goldverzierung. – Mit Exlibris "Bannerman of Elsick" auf dem Vorsatz. leicht braun- und stockfleckig, gewellt und Titel im zweiten Band fehlt der Kopfsteg.

Lot 520, Auction  128, Thile, Carl Gottfried von, Nachricht von der Churmärckischen Contributions- und Schoß-Einrichtung

Thile, Carl Gottfried von
Nachricht von der Churmärckischen Contributions- und Schoß-Einrichtung
Los 520

Schätzung
180€ (US$ 207)

Details

Los merken

Thile, Carl Gottfried von. Nachricht von der Churmärckischen Contributions- und Schoß-Einrichtung, oder: Land-Steuer-Verfassung des churmarck-brandenburgischen Ritterschaffts-Corporis. 17 Bl., 443 S., 25 Bl. (Register). 21 x 17 cm. Kalbsleder d. Z. (Kanten berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Berlin, Christian Albrecht, (1723).
Humpert 11770. Kress 6594. – Erste Ausgabe. In kultur-, rechts- und wirtschaftsgeschichtlicher Hinsicht interessante Quelle über das kurmärkische Abgaben-, Steuer- und Finanzwesen, mit zahlreichen tabellarischen Angaben. – Titel mit Stempelrasur, letzte Blatt mit kleinem Brandfleck im unteren Rand. Stellenweise schwach gebräunt oder braunfleckig, wenige Unterstreichungen.

Lot 521, Auction  128, Tobien, Ewald Sigismund, Die Prawda Russkaja, das älteste Rechtsbuch Russlands

Tobien, Ewald Sigismund
Die Prawda Russkaja, das älteste Rechtsbuch Russlands
Los 521

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Tobien, Ewald Sigismund. Die Prawda Russkaja, das älteste Rechtsbuch Russlands, nach allen bisher entdeckten und herausgegebenen Handschriften verglichen, verdeutscht und erläutert. Theil I. 1 Bl., IV, 94 S. Mit einer farbigen Faksimile-Tafel und 1 gefalteten Tabelle. 26,5 x 21,5 cm. Roter Pappband d. Zeit (leicht berieben, Ecken und Kanten bestoßen, Rücken und 1 Spiegelbezug erneuert, 1 Ecke mit Knickspur, Vorderdeckel oben mit Feuchtigkeitsfleck) mit goldgeprägten Deckelbordüren. St. Petersburg, Kaiserliche Akademie der Wissenschaften, 1844.
Der Serientitel "Sammlung kritisch-bearbeiteter Quellen der Geschichte des russischen Rechtes", dessen erster und einziger Band dies war, erscheint hier nicht. Tobien war Dozent an der Universität Dorpat und Mitglied mehrerer gelehrter Gesellschaften. Die "Prawda Russkaja", eine Sammlung russischen Gewohnheitsrechtes, geht auf das Jahr 1019 zurück. – Leicht gebräunt und teilweise etwas stockfleckig.

Tocqueville. A. de
L'Ancien Régime
Los 522

Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)

Details

Los merken

Tocqueville, Alexis de. L'Ancien Régime et la Révolution. XXI, 456 S., 1 Bl. 21 x 13 cm. HLeinenband d. Z. (etwas berieben; Außengelenke teils brüchig) mit goldgepr. RTitel. Paris, M. Lévy, 1856.
Kindler XVI, 618. – Erste Ausgabe. Tocquevilles 'Ancien Regime' hat über das spezielle Thema hinaus allgemeine Bedeutung. Keiner war vor ihm so tief in das Wesentliche eingedrungen, hatte unter den wechselnden äußeren Formen so deutlich den bleibenden Kern, die historische Kontinuität erkannt. Romantiker und Liberale hatten beinahe ohne Ausnahme die Französische Revolution als einen völligen Bruch mit der Vergangenheit betrachtet. ... Tocqueville zeigte, daß die Revolution in vieler Beziehung nur eine Entwicklung zu Ende führte oder fortsetzte, die vorher schon begonnen hatte, daß sie vielfach nur Verhältnisse sanktionierte, die sich unter anderem Namen bereits vor 1789 gebildet hatten. Er gab das erste wahrhaft philosophische Buch über politische Geschichte: er lehrte über die äußere Erscheinung hinaus das innere Wesen zu erkennen, auch da Zusammenhänge zu sehen, wo das blöde Auge des Pragmatikers und des politischen Doktrinärs unvereinbare Gegensätze zu finden meinte. ... Seine geniale Darstellung berücksichtigt die langsam wirkenden Kräfte in derselben Weise wie die stärker hervortretenden, ... Er sah im 'Ancien Regime' nicht einen lange Zeit unveränderlich bleibenden Zustand ... Tocqueville spricht nicht mehr von Volk, Adel, Königtum; er unterscheidet Klassen und Stände. ... Tocqueville fühlte sich in seiner Zeit und in seinem Lande so einsam, daß er nicht an die Möglichkeit dachte, mit seinen Gedanken Einfluß zu gewinnen. ... Über seiner Darstellung liegt philosophische Ruhe ausgebreitet. Der Ton der Tribüne ist verbannt." (Fueter, Geschichte der neueren Historiographie, S. 559 f.). – Vord. fl. Vorsatz mit Besitzvermerk von alter Hand; leicht gebräunt; insgesamt sauberes Exemplar.

Lot 523, Auction  128, Vernewerte Brawer Ordnung der Stadt Halle, Publiciret Anno 1615

Vernewerte Brawer Ordnung der Stadt Halle
Publiciret Anno 1615
Los 523

Schätzung
150€ (US$ 172)

Details

Los merken

Vernewerte Brawer Ordnung der Stadt Halle. Publiciret Anno 1615. 9 Bl. 19 x 15 cm. Moderner Pappband. Halle an der Saale, Joachim Krusicke, (1615).
VD17 14:076059G. – Erste Ausgabe der später noch einige Male revidierten Verordnung. Am Schluss mit dem "Brawermeister Eyd". – Wohlerhalten.

Lot 524, Auction  128, Victoria, Königin von Großbritannien, Adelspatent mit Wachssiegel

Victoria, Königin von Großbritannien
Adelspatent mit Wachssiegel
Los 524

Schätzung
500€ (US$ 575)

Details

Los merken

Victoria, Königin von Großbritannien. "Letter Patent or Privileges for François Estienne Hudde and Jean Baptiste Emmanuel Fouqét". Pergamenturkunde in Lithographie auf Pergament, hs. ausgefüllt. 2 Bl. Mit breiten ornamental-floralen Bordüren und 7 szenischen Vignetten, gedeckter Prägesiegelmarke und großem grüngelbem Wachssiegel an zweifach geflochtenem Kordelband. (London) 1855.
Prachtvolles, großformatiges Patent in zwei Blättern mit Garantien von Privilegien und Sonderrechten für zwei französische Bürger, "François Estienne Hudde" und "Jean Baptiste Emmanuel Fouqét", ausgestellt unter der Herrschaft der Queen Victoria (1819-1901): "Victoria by the Grace of God of the United Kingdom of Great Britain and Ireland Queen Defender of the Faith ... Letters Patentor Privileges has been already granted for the sole use exercise and benefit ...". Das große Wachssiegel mit einer Relieffdarstellung der englischen Königin auf derm Pferde: "Victoria Dei Gratia Britannia Regia Fideli Defensor". – Vierfach gefaltet, wenig Falzabrieb, Inskriptiones teils leicht verblasst, aber lesbar, das Wachssiegel mehrfach gebrochen, teils mit minimalen Fehlstellen, insgeamt aber kaum Verluste. Sehr dekorative Museumsqualität.

Lot 525, Auction  128, Vigelius, Nicolaus, Dialectices iuris civilis libri III: Iurisprudentiam omnibus Respublicis accomodatam continentes

Vigelius, Nicolaus
Dialectices iuris civilis libri III: Iurisprudentiam omnibus Respublicis accomodatam continentes
Los 525

Schätzung
500€ (US$ 575)

Details

Los merken

Vigelius, Nicolaus. Dialectices iuris civilis libri III: Iurisprudentiam omnibus Respublicis accomodatam continentes. 8 Bl., 611 S., 22 Bl. Mit 3 gefalteten Tabellen. 16 x 10 cm. Flexibler Pergament d. Zeit mit Schließbändern (angestaubt). Basel, Oporinus, 1573.
VD 16, V 1117; Stintzing-Landsberg I, 438. – Erste Ausgabe. Vigelius ist, zusammen mit seinem etwas jüngeren Widersacher Vultejus, in Deutschland der wichtigste Repräsentant der systematischen Richtung humanistischer Rechtswissenschaft. Anders als bei Donellus, dessen vielbändiger systematisch angelegter Kommentar den Systemgedanken in den Dienst dogmatischer Vertiefung stellt, ist die Systematisierung bei Vigelius ein Instrument der Unterrichtsreform. Seine beiden systematischen Hauptwerke, die "Methodus iuris civilis universi" (Basel 1561, zuletzt Frankfurt 1628) und "Digestorum iuris civilis libri quinquaginta" (Basel 1568/71) sind also, in moderner Terminologie, nichts anderes als eine Einführung in die Zivilrechtswissenschaft. Die hier in Erstausgabe vorliegenden "Dialectices iuris libri tres" gehört gleichfalls zur Gattung der Unterrichtsliteratur. Sie handelt von den Gedankenschritten juristischer Argumentation. In den Tabellen erscheint auch hier das justinianische Rechtssystem.
– Gleichmäßig leicht gebräunt. S. 343/44 mit kurzem hinterlegten Randeinriss.

Lot 526, Auction  128, Wagner, Johann Andreas, Anweisung zur gründlichen Berechnung der Münz-Sorten-Reduktionen und Arbitragen, wie auch der Waaren-Calculation, Assuranz, Haverey, Bodmerey u.s.w.

Wagner, Johann Andreas
Anweisung zur gründlichen Berechnung der Münz-Sorten-Reduktionen und Arbitragen, wie auch der Waaren-Calculation, Assuranz, Haverey, Bodmerey u.s.w.
Los 526

Schätzung
200€ (US$ 230)

Details

Los merken

Wagner, (Johann) Andreas. Anweisung zur gründlichen Berechnung der Münz-Sorten-Reduktionen und Arbitragen, wie auch der Waaren-Calculation, Assuranz, Haverey, Bodmerey u.s.w. Nebst vielen nützlichen Tabellen zum Gebrauch für Comtoirs, angehende Lehrer und Handlungs-Schulen. 20,5 x 11,5 cm. VI S., 2 Bl., 597 S. Mit 23 Tabellen auf 17 gefalteten Blatt. Halbleder d. Zt. (Deckel beschabt) mit RVergoldung und rotem RSchild. Münster, P. Waldeck, 1803.
Nicht bei Humpert, Goldsmiths'-Kress, Ersch: Lit. der Mathematik... und im Kat. Commerzbibliothek (1864). – Einzige Ausgabe. Johann Andreas Wagner (1766-1813) war Mathematiklehrer in Leipzig und hat zahlreiche Bücher zu wirtschaftswissenschaftlichen Themen publiziert. Im ersten Teil behandelt er Münz-Arbitrage, gibt eine "Anweisung zur Verfertigung aller Arten von Tabellen" und eine "Berechnung der Hamburger Course nach allen fremden Valuten". Teil 2 (S. 349-597) enthält Berechnungen zu Assuranz, Haverey und Bodmerey, "Abhandlungen über vermischte Gegenstände der kaufmännischen Arithmetik" sowie eine "Erläuterung der wahren Methode der Waaren-Calculation". Der anonyme Rezensent der Allgemeinen Literaturzeitung (Jg. 1804, Bd. 3, No. 224, S. 233-236) bezeichnet diesen Teil (S. 351-437) als "unstreitig das beste und vollständigste, was bisher über diesen Gegenstand geschrieben worden; es ist ein würdiger Pendant zu „Kampkens“ Bemühungen der Art, jedoch mit dem Unterschiede, dass letzterer sich der Logarithmen bedient." Die "Abhandlungen über vermischte Gegenstände" "zeugen, wie das ganze Buch, von dem Fleisse und dem Scharfsinne des Vfs., womit er diese und mehrere andere Vorfälle der Handlungswissenschaft auf die höhere Rechenkunst anzuwenden versteht." – Faltblätter mit Braunfleck im unteren Rand. Vorsatz mit Eckabschnitt und Eintrag zum Preis des Einbandes.

Lot 527, Auction  128, Walther, Johann Andreas, Kayserliche Wirthschafft

Walther, Johann Andreas
Kayserliche Wirthschafft
Los 527

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

Los merken

Walther, Johann Andreas. Kayserliche Wirthschafft, oder Götter-Spiel. Allegorisches Titelkupfer mit umseitiger poetischer Erklärung, 7 Bl., 144 S. 16 x 10 cm. Neuer Umschlag aus altem Marmorpapier (gut erhalten). Leipzig, J. H. Klose, Hucho, 1699.
VD 17 23:282045L. Brüggemann-Brunken 944. Faber du Faur I, 1677. – Einzige Ausgabe einer poetischen Kaiserchronologie als Geschichtslehrbuch für die "studirende und so gar auch noch zarte Jugend". "Abriss der römischen und deutschen Regentengeschichte in Form eines poetisch-manieristischen Maskenspieles. Ausgangspunkt des Geschehens ist eine Versammlung aller 128 römischen und deutschen Kaiser von Julius Caesar bis auf den regierenden Leopold, die sich auf einer bukolischen Aue zusammengefunden haben. ... Jeder Kaiser hat seinen Einzelauftritt, der ... einem einheitlichen Schema unterworfen ist. Jedem Kaiser ist durch Los eine Maske zugeteilt worden, die einen meist niedrigen, oft ausgefallenen Beruf symbolisiert. Diesen 'Titul' in metaphorischer oder allegorischer Weise aufgreifend, konstruiert ein 'Madrigal' in 15 Versen ein Concetto, das auf eine wichtige historische Begebenheit seiner Regierungszeit, seine Ruhmes- oder Schandtaten, die Tugenden oder Laster seines Charakters anspielt. ... Darauf verkündet Fama in vier Versen das historische Urteil, in vier abschließenden Versen zieht Pallas (Athene) eine moralische Lehre nach Art des fabula docet. ... Walter hatte sich offenbar eine szenische Aufführung seines Spiels an einem fürstlichen Hof erhofft, jedoch waren die Fürsten offenbar wenig erfreut darüber, ihre Ahnherren als Faßbinder, Schweinehirten und Leichenbitter dargestellt zu sehen. Das Buch wurde auf Befehl der Obrigkeit unterdrückt" (Brüggemann-Brunken). Auf dem Titel wird der Autor "Walter" ohne "h" , sonst aber fast immer "Walther" geschrieben. . – Gebräunt, Titelkupfer und erste Bl. mit kl. Wasserfleck im Seitensteg. Titelkupfer verso mit kl. Stempel

Lot 528, Auction  128, Wiesand, Georg Stephan, Juristisches Hand-Buch

Wiesand, Georg Stephan
Juristisches Hand-Buch
Los 528

Schätzung
200€ (US$ 230)

Details

Los merken

Wiesand, Georg Stephan. Juristisches Hand-Buch, worinnen die Teutschen Rechte sowohl der alten als neuern Zeiten aus ihren Quellen hergeleitet, der Verstand dunkler Wörter Redensarten erkläret. 4 Bl., 1320 S. 21,5 x 12,5 cm. Leder d. Z. (berieben, etwas bestoßen, oberes Kapital unfachmännisch restauriert und Rückengelenke brüchig) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Hildburghausen, Johann G. Hanisch, 1762.
ADB XLII, 428. – Erste Ausgabe. Alphabetische Enzyklopädie zum deutschen Recht. – Stockfleckig, teilweise feucht- und braunfleckig sowie mit wenigen Kickspuren.

Lot 529, Auction  128, Jahn, Friedrich Ludwig, Die deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze

Jahn, Friedrich Ludwig
Die deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze
Los 529

Schätzung
90€ (US$ 103)

Details

Los merken

SPORT UND SPIEL
Jahn, Friedrich Ludwig und Ernst Eiselen. Die deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze. LXIV, 288 S. Mit 2 mehrfach gefalteten Kupfertafeln. 20 x 12 cm. Halbleder d. Z. (Außengelenke angeplatzt, stärker berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild (dieses mit Randschäden). Berlin, Selbstverlag, 1816.
Goedeke XIV, 635, 1038. – Erste Ausgabe des grundlegenden und bekanntesten Werks des "Turnvaters", der mit vaterländischem Eifer die Bewegungsfaulheit bekämpfte. "Ein Nichtschwimmer hat immer die Wasserscheu, und geht aus Angst mit dem Schmutz der Haut, den er im Leben aufsammelt, jämmerlich zu Grabe." (Vorwort). Enthält auch die wohl früheste deutsche Sportbibliographie (Zur Bücherkunde der Turnkunst, S. 245 ff.). Die Kupfer zeigen Sportgeräte und einen Sportplatz. – Vorsätze leimspurig. Die 2. Kupfertafel mit größerem Einriss. Kaum stockfleckig und papierbedingt gebräunt. Innen sonst von sehr guter Erhaltung.

Modellautos
3 Modellwägen
Los 530

Schätzung
120€ (US$ 138)

Details

Los merken

Modellautos. 3 Modellwagen, davon 2 mit Originalschlüssel. Blech. Verschiedene Größen von 5 x 13 x 5 cm bis 9,5 x 2 x 4 cm. Deutschland 1950er-1960er Jahre.
Drei Modellwagen verschiedener Hersteller und Modelle der 1950er und -60er Jahre:
I. "Schuco Akustico 2002. Made in U. S.-Zone Germany". Mit funktionierender Hupe!
II. "Märklin" Mercedes-Benz Rennwagen, "Made in Germany".
III. "Prämeta Buick 405", "pat. amtl. gesch., made in Germany Brit. Zone". – Alle bespielt mit deutlichen Gebrauchsspuren und Bestoßungen. Der Schuco mit Originalschlüssel und funktionierender Mechanik, jedoch ohne Windschutzscheibe. Der Märklin-Rennwagen mit modern erneuerter Schraube an der Unterseite und ohne den Schlüssel. Der Prämeta Buick mit nicht mehr funktionierender Mechanik.

Diderot, Denis und Jean d'Alembert
Encyclopedie, ou dictionnaire raisonné des sciences
Los 531

Schätzung
2.500€ (US$ 2,874)

Details

Los merken

BUCHWESEN
Diderot, (Denis) und (Jean) d'Alembert. Encyclopédie, ou dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers, par une société de gens de lettres. Mischauflage. 42 Text- und 3 Tafelbände. Mit 448 teils gefalteten und doppelblattgroßen Kupfertafeln. 25,5 x 19,5 cm. Marmorierte Lederbände d. Z. (berieben und bestoßen, mit Schabspuren) mit reicher floraler RVergoldung und je 2 goldgeprägten RSchildern (diese bei den Tafelbänden modern im Stil d. Z. erneuert). Genf, Pellet bzw. Lyon, Amable le Roy bzw. Neuchatel, Societé Typographique, 1777-1781.
Brunet II 973f. Carter-Muir 200. Graesse II, 474 f. Lough Essays, 52-110. Zischka 7. – Mischauflage verschiedener Neudrucke. Vorhanden sind die 36 Bände "Discours" (komplett; Nouvelle édition Genf, Pellet, 1777-1779), 6 Bände "Table" (komplett; Lyon, Amable le Roy, 1780-1781) sowie drei Tafelbände (Band I: Neuchatel, Societé Typographique, 1779; Bände II und III: Genf, Pellet, 1779) mit zusammen 448 Kupfern. Die Tafeln zu folgenden Wissensgebieten: Band I: Mathematik: 78 Tafeln; Erdkunde: 19 Tafeln; Schiffsbau: 46 Tafeln. - Band II: Anatomie: 28 Tafeln; Architektur: 66 Tafeln; Chemie: 25 Tafeln; Chirurgie: 36 Tafeln; Musik: 19 Tafeln. - Band III: 131 Tafeln zu diversen Wissenschaften, darunter Musik, Militaria, Architektur, Astronomie, Mathematik, Physik etc.
Die Encyclopédie, von Diderot und D'Alembert herausgegeben, die selbst auch einen großen Teil der insgesamt über 70.000 Artikel verantworteten, gilt als das bedeutendste Werk der Aufklärung. Sie ist heute eine der herausragenden Quellen für die Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft des 18. Jahrhunderts. "Ein Monument in der Geschichte des europäischen Denkens; der Gipfelpunkt des Zeitalters der Vernunft" (PMM). Diderot und D'Alembert beabsichtigten mit dem Werk, nicht nur das ganze Wissen ihrer Zeit zu bündeln und zusammenzutragen, sondern auch das Denken der Menschen im Sinn der Aufklärung zu beeinflussen und zu verändern. Sie verzichteten weitgehend auf historische und biographische Artikel, legten dafür umso mehr Wert auf die Behandlung der angewandten mechanischen Künste, denen sie gleichberechtigten Status neben Kunst und Wissenschaft zubilligten. Von den etwas mehr als 4000 gedruckten Exemplaren fand rund die Hälfte außerhalb Frankreichs einen Käufer, obgleich Hof, Kirche, und Richterschaft außer sich vor Empörung waren. Im Jahr 1759 wurden die bis dahin veröffentlichten sieben Bände vom Pariser Generalstaatsanwalt verboten und vom Papst auf den Index gesetzt. Nach jahrelangem Rechtsstreit konnten die übrigen Bände doch noch in "Neufchâstel" (Druckort Paris) und Amsterdam erscheinen. – Nicht kollationiert, augenscheinlich komplett. Etwas gebräunt oder fleckig. Einheitlich gebundene Reihe.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge