Los 527
Walther, Johann Andreas
Kayserliche Wirthschafft
Schätzung
300€ (US$ 345)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Varia
Auktionsdatum 6.10.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026


Walther, Johann Andreas. Kayserliche Wirthschafft, oder Götter-Spiel. Allegorisches Titelkupfer mit umseitiger poetischer Erklärung, 7 Bl., 144 S. 16 x 10 cm. Neuer Umschlag aus altem Marmorpapier (gut erhalten). Leipzig, J. H. Klose, Hucho, 1699.
VD 17 23:282045L. Brüggemann-Brunken 944. Faber du Faur I, 1677. – Einzige Ausgabe einer poetischen Kaiserchronologie als Geschichtslehrbuch für die "studirende und so gar auch noch zarte Jugend". "Abriss der römischen und deutschen Regentengeschichte in Form eines poetisch-manieristischen Maskenspieles. Ausgangspunkt des Geschehens ist eine Versammlung aller 128 römischen und deutschen Kaiser von Julius Caesar bis auf den regierenden Leopold, die sich auf einer bukolischen Aue zusammengefunden haben. ... Jeder Kaiser hat seinen Einzelauftritt, der ... einem einheitlichen Schema unterworfen ist. Jedem Kaiser ist durch Los eine Maske zugeteilt worden, die einen meist niedrigen, oft ausgefallenen Beruf symbolisiert. Diesen 'Titul' in metaphorischer oder allegorischer Weise aufgreifend, konstruiert ein 'Madrigal' in 15 Versen ein Concetto, das auf eine wichtige historische Begebenheit seiner Regierungszeit, seine Ruhmes- oder Schandtaten, die Tugenden oder Laster seines Charakters anspielt. ... Darauf verkündet Fama in vier Versen das historische Urteil, in vier abschließenden Versen zieht Pallas (Athene) eine moralische Lehre nach Art des fabula docet. ... Walter hatte sich offenbar eine szenische Aufführung seines Spiels an einem fürstlichen Hof erhofft, jedoch waren die Fürsten offenbar wenig erfreut darüber, ihre Ahnherren als Faßbinder, Schweinehirten und Leichenbitter dargestellt zu sehen. Das Buch wurde auf Befehl der Obrigkeit unterdrückt" (Brüggemann-Brunken). Auf dem Titel wird der Autor "Walter" ohne "h" , sonst aber fast immer "Walther" geschrieben. . – Gebräunt, Titelkupfer und erste Bl. mit kl. Wasserfleck im Seitensteg. Titelkupfer verso mit kl. Stempel
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