Gordon, Alexander
Historische und practische Abhandlung über Fortbewegung ohne Thierkraft
Los 350
Schätzung
800€ (US$ 920)
Gordon, Alexander. Historische und practische Abhandlung über Fortbewegung ohne Thierkraft, mittelst Dampfwagen auf gewöhnlichen Landstraßen. VI, 1 Bl., 324 S. Mit 15 (statt 14, laut Titel) ausfaltbaren Kupfertafeln und 1 gefalteten Tabelle zu S. 280. 20,5 x 12 cm. Pappband d. Zt. (beschabt und etwas bestoßen). Weimar, Landes-Industrie-Comptoir, 1833.
Neuner 326. Engelmann 123. Hoeltzel 66. Haskell 178. Ottley 305. – Einzige deutsche Ausgabe von "An Historical and practical treatise upon elemental locomotion ...", London und Edinburgh, 1832. Alexander Gordon (1802-1868) war Manager der Gaswerke in London und konstruierte später vor allem in den britischen Kolonien Leuchtfeuer und -türme, darunter das Morant Point Lighthouse an der Ostspitze von Jamaica, das erste gusseiserne Leuchtfeuer der westlichen Hemisphäre. In vorliegendem Werk behandelt er die Dampfmaschine im Allgemeinen und im Speziellen die Dampfkutschen sowie die Wege, auf welchen sie fahren können. Neben technischen Details auch mit schönen Aussenansichten von zwei Dampfkutschen. Die nicht nummerierte Tafel zeigt Details von Gurneys Dampfwagen. Selten im Handel erhältlich. – Titel verso mit "ungültig" überstempeltem Stempel, von dem nur noch zwei überkreuzte Hämmer zu erkennen sind. Leicht stockfleckig.
Grubb, Thomas
Correspondence concerning the Great Melbourne Telescope
Los 351
Schätzung
200€ (US$ 230)
Grubb, Thomas. Correspondence concerning the Great Melbourne Telescope. In three parts 1852-1870. Printed, for private circulation only, by order of the Council of the Royal Society. V S., 1 Bl., 45, 3 S.; 40 S.; 1 Bl., 59 S. Mit 6 (3 gefalteten, 2 lithographischen) Tafeln und einigen Textillustrationen. 21 x 13 cm. OHalbleinen (Einband beschabt und mit kleinen Fehlstellen im Bezug). London, Taylor and Francis, 1871.
Das "Great Melbourne Telescope" ist 1869 errichtet worden und war seinerzeit das zweitgrößte Teleskop der Welt und das größte der südlichen Hemisphäre. "Grubb's greatest achievement was his construction, at Charlemonts Bridge Works, of a forty-eight-inch equatorial cassegrainin reflector for Melbourne, Australia. This telescope, complete in 1867, was hailed as a triumph of engineering and optical skill. Intended for photography, it had several novel features, among them counterpoises to reduce the pressure of the polar axis on the bearings. But once on side, the instrument required almost constant adjustment and the mirrors of the speculum metal (through no fault of Grubb's) soon became tarnished. These defects and others temporarily destroyed confidence in this type of telescope and unfortunately delayed its development for some thirty years." (DSB 5, p. 562). Unter den Korrespondenten finden sich neben Grubb (1800-1878) auch James Nasmyth, Sir John Herschel und Sir Edward Sabine. Innendeckel mit Schild "Presented to The Observatory of Breslau by the Royal Society". – Einige kleine Wasserränder. Titel leicht gebräunt, mit schwacher Signatur und Stempelrasur.
Handbuch der gemeinnützigsten Kenntnisse
von Schiffahrt und dem Seewesen besonders zum Gebrauch für Handlungsschulen
Los 352
Schätzung
600€ (US$ 690)
Handbuch der gemeinnützigsten Kenntnisse von Schiffahrt und dem Seewesen besonders zum Gebrauch für Handlungsschulen und zur Erklärung neuerer Seereisen in alphabetischer Ordnung abgefaßt. 14 S., 400 S. Mit 8 gefalteten Kupfertafeln. 17,5 x 10 cm. Schwarzer marmorierter Pappband wohl aus dem frühen 19. Jahrhundert. Stettin, J. S. Kaffke, 1795.
Commerzbibliothek Hamburg Sp. 698. Nicht im Katalog Nederland. Scheepv. Museum, bei Holzmann-Boh. und der Sammlung Seemann. – Einzige Ausgabe des seltenen anonym erschienenen Lexikons zur Schiffahrt. Das eigentliche Lexikon enthält auf den S. 1-291 "eine Erläuterung der wichtigsten Kunstwörter aus der Seesprache und Seehandlung mit Hinweisung auf Kupfer, welchen zu mehrerer Deutlichkeit noch eine Erklärung und Benennung der Theile, Gestalt und Einrichtung verschiedner Schiffe vorgedruckt ist." Anschließend folgen "für Handlungsbeflissene verschiedne Formulare von Schiffsdokumenten", schließlich eine Reihe von kürzeren Berichten unterschiedlicher Begebenheiten (Schiffbrüche, Bau des Hafens von Cherbourg, Beobachtungen über die Magnetnadel, Der Schottländer auf einer öden Klippe, Von Ebbe und Fluth etc.). Die schönen Kupfer zeigen Takelage, Schiffsaufrisse und -querschnitte sowie verschiedene Schiffstypen. Das etwa 120 Namen umfassende Subskribentenverzeichnis meist mit Personen aus Berlin, Breslau und Stettin. – Ohne das Blatt mit dem Druckfehlerverzeichnis. Titel mit großer hinterlegter Fehlstelle. Spiegel mit Vermerk-Kugelschreiber. Vorderer Vorsatz entfernt. Etwas stock- und schmutzfleckig. Einige leichte Wasserränder und Eselsohren.
Hartmann, Carl F. A.
Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls
Los 353
Schätzung
300€ (US$ 345)
Hartmann, Carl F. A. Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls. Ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlarbeiter jedes Faches, namentlich für Grob-, Zeug- und Waffenschmiede, Schlosser... insbesondere aber auch für Gewerbvereine und polytechnische Anstalten. VIII, 313 S. Mit 26 Textholzstichen. 17 x 11 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem Rschild. Frankfurt, C. Jügel, 1853.
Baldamus, Gewerbskunde S. 53 (2. Aufl.). – Erste deutsche Ausgabe von "The manufacture of steel" (Philadelphia, 1851). Der bekannte Berg- und Hütteningenieur Hartmann (1796-1863) hebt in seiner Vorrede die wachsende Bedeutung der Stahlproduktion hervor und weist darauf hin, dass ein verständliches und "wohlfeiles" deutschsprachiges Werk zum Thema noch nicht erschienen sei. Die Bearbeitung des aktuellen Werkes von Overman soll diese Lücke schließen, indem sie alle Aspekte der Stahlherstellung und -verarbeitung behandelt. Overman (ca. 1803-1852) war aus Köln gebürtig und galt in den USA als Fachmann für Metallurgie. Die meisten seiner Werke "were published at a time when it was difficult to obtain scientific information on such subjects, and they were accepted as authority and passed through several editions". (Appletons cyclopaedia of American biography). – Vorsätze etwas leimschattig. Papierbedingt leicht gebräunt und stockfleckig.
Hegenberg, Friedrich Anton
Deutliche und vollständige Anweisung ohne Winkel-Meßinstrumente
Los 354
Schätzung
150€ (US$ 172)
Hegenberg, F(riedrich) A(nton). Deutliche und vollständige Anweisung ohne Winkel-Meßinstrumente nicht nur Aecker, Gärten, Wiesen, Waldungen, Flüsse etc., sondern auch ganze Feldmarken zu vermessen und zu berechnen...VIII, 232 S. Mit 9 gefalt. Kupfertafeln (die erste signiert F. Guimpel).17,5 x 10,5 cm. Marmorierter Pappband d. Zt. (etwas berieben). Berlin, Maurer, 1819.
Grewe 935. Ersch, Lit. der Mathematik, Sp. 944, 4052 (nur 8 Tafeln). Hamberger-Meusel XXII/2, 634. – Zweite verbesserte Auflage. Gegenüber der ersten Ausgabe von 1818 aller Wahrscheinlichkeit nach nur in Kleinigkeiten korrigiert. Hegenberg war kgl. preuß. Conducteur und behandelt die Vermessung auf sehr praktische Art und Weise. Die Kupfer mit geometrischen Darstellungen. – Leicht gebräunt. Titel mit altem Besitzvermerk und im Gelenk etwas gelöst. wenige Bl. leicht braunfleckig.
Hehl, Johann
Der Begleiter auf der Donaufahrt von Wien bis zum schwarzen Meere
Los 355
Schätzung
300€ (US$ 345)
Hehl, Johann. Der Begleiter auf der Donaufahrt von Wien bis zum schwarzen Meere. Mit besonderer Rücksicht auf die bestehende Dampfschiff-Fahrt auf diesem Flusse. X, 102 S. Mit 1 gefalteten Tabelle und einer teilkolorisierten lithographischen Stromkarte von Alexander Pitsch auf zwei mehrfach gefalteten Blättern. 13,5 x 10,5 cm. Typographischer OPappband (etwas fleckig und bestoßen). Wien, C. Gerold, 1836.
Einzige Ausgabe dieses Reiseführers über die Dampfschifffahrt auf der unteren Donau. Die ersten 72 Seiten enthalten eine Beschreibung der wichtigsten Orte am Ufer der Donau. Es folgt ein Anhang zur Gründungsgeschichte der "Ersten Österreichischen Dampfschifffahrts-Gesellschaft" durch Johann Andrews und Pritsch, die Statuten derselben sowie das "Reglement den Dienst der Dampfschiffe auf der Donau betreffend". Die Tabelle enthält die Fahrpreise inkl. Weiterfahrt nach Konstantinopel. – Gering stockfleckiges, insgesamt aber gutes Exemplar dieses nicht häufigen Werkes.
Heider, Eduard J.
Theorie der schiefen Gewölbe und deren praktische Ausführung
Los 356
Schätzung
150€ (US$ 172)
Heider, Eduard J. Theorie der schiefen Gewölbe und deren praktische Ausführung. VIII, 91 S. Mit 2 Kupfertafeln von Wernigk. 21,5 x 13,5 cm. Marmoriertes Halbleder d. Zt. mit rotem Rückenschild und etwas Rückenvergoldung (minimal berieben). Wien, C. Gerold, 1846.
Engelmann Suppl. 47. Neuner S. 402 und 1333. – Erste Ausgabe. "Der Zweck, den die vorliegende Schrift zu erreichen sucht, ist es... nachzuweisen, daß ein schiefes Gewölbe nicht nur größten Theils mit derselben Leichtigkeit wie ein senkrechtes hergestellt werden könne, sondern auch für jede Lage und Form der Widerlager, für jede Fläche und jedes Baumateriale ohne Ausnahme, den Gesetzen der Stabilität entsprechend möglich sey." (Vorwort) J. Heider (1818-1876) war Beamter bei der General-Direktion der österreichischen Staats-Eisenbahnen, später technischen Direktor der Arsenals-Bauten des österreichschen Lloyd in Triest. – Leicht stockfleckig.
Provenienz: Titel mit Stempel des Bau Departements des Hannoverschen Oberhofmarschallsamtes "O.H.M.A. / Bau Departement".
(Helzel, Brüder). Katalog über Beleuchtungsgläser. Mit 46 (23 farbigen) Tafeln. 26 x 32 cm. Weinroter OUmschlag (lichtrandig, leicht fleckig, knickspurig und mit Randläsuren) mit goldgeprägtem Titel und seitlicher Kordelbindung. (Kreibitz, Selbstverlag, ca. 1930).
Vgl. Clearwater LG-290. – Vorhanden sind die Tafeln 47-88 sowie 151-154. Sie zeigen eine Fülle unterschiedlicher Lampenformen teilweise zur direkten Befestigung an Wand oder Decke, zum Aufhängen an Kordeln und Ketten sowie kleinere Stehlampen. Einige Tafeln zeigen Fransenschirme in Baraccord-Ausführung, eine Tafel mit Universal-Leuchten, eine mit Urnenleuchten mit modernen (Art déco) Dekoren. Alle mit Maßangaben, einige Tafeln mit (handschriftl.) Preisen. – Umschlag, Tafel 47 und 82 verso mit Stempel "Ange Haddad, 11, Rue Salem - Tunis". Papierbedingt gebräunt, vereinzelt etwas fleckig, knickspurig und mit wenigen kleinen Randläsuren.
Héricart de Thury, Louis Étienne François
Geologische und physikalische Betrachtungen über das Entstehen von Springquellen durch gebohrte Brunnen
Los 358
Schätzung
400€ (US$ 460)
Héricart de Thury, (Louis Étienne François). Geologische und physikalische Betrachtungen über das Entstehen von Springquellen durch gebohrte Brunnen, nebst Untersuchungen über den Ursprung und die Erfindung des Erdbohrers, den gegenwärtigen Standpunkt der Brunnenbohrkunst, und über den Grad von Wahrscheinlichkeit des Gelingens der Bohrbrunnen. Aus dem Französischen übersetzt und mit einem Anhange vermehrt, von C. W. Frommann. XXXII, 375, (1) S. Mit 8 (7 gefaltet, 3 teilkoloriert) lithographischen Tafeln. 20 x 12 cm. Marmorierter Pappband d. Zt. (Rücken verfärbt) mit RSchild. Koblenz, K. Bädecker, 1833.
Engelmann 148. Bruckmann, Wegweiser 37 (ausführlich). – Einzige deutsche Ausgabe von Héricarts "Considérations géologiques et physiques sur la cause du jaillissement des puits forés et des fontaines artificielles" (Paris 1823; 2. Aufl. 1829). Nach kurzer historischer Einleitung zur Entwicklung des Erdbohrers beschreibt Héricart das Brunnenbohrwesen u.a. in Frankreich, England, Italien, China und den USA (S. 24-64). Die nächsten Absätze über die verschiedenen Gebirgsformationen und die Bildung von unterirdischen Wasseransammlungen und Quellen (S. 65-168). Ab S. 185 über Bohrbrunnen in Frankreich. Der Anhang von Frommann (S. 307-375) u.a. über Bohrbrunnen in Deutschland, mit einer Beschreibung des Seilbohrens sowie über die Anlegung eines artesischen Brunnens in der Festung Saarlouis, die von Frommann selbst geleitet worden war (S. 326-353; Tafel 7). Héricart de Thury (1776-1854) war Ingénieur-en-chef des Mines sowie Direktor der öffentlichen Bauten im Seine-Department und ist vor allem durch seine Tätigkeit bei den Bauten zur Verhütung des Einsturzes der Pariser Katakomben bekannt geworden. – Stempel der Fürstl. Bibliothek in Corvey und der Fürstl. Hofbibliothek Donaueschingen verso Titel. 1 Tafel mit ausgebessertem Randausriss (kein Bildverlust).
Heß, Heinrich Georg August
Das Project des Rostock-Berliner Schifffahrtskanals
Los 359
Schätzung
150€ (US$ 172)
Heß, (Heinrich Georg August). Das Project des Rostock-Berliner Schifffahrtskanals. Mit einem Bericht im Auftrage des Comité's für den Rostock-Berliner Kanal von Moritz (Karl Georg) Wiggers. 3 Teile in 1 Band. 126 S.; 119 S.; XLIII, 144 S. Mit jeweils 2 mehrfach gefalteten Karten und Längenprofilen sowie zahlreichen Tabellen und Statistiken im Text. 20,5 x 13,5 cm. Schlichter Leinen d. Z. (mit Bibliotheks-RSchild). Rostock, E. Kuhn und W. Werther, 1873-1875.
Vgl. ADB L, 278ff (zu Heß) sowie ADB XXXII, 465ff. und Biogr. Lex. für Mecklenburg II, 275ff. (zu Wiggers). Vgl. Eckholt, Flüsse und Kanäle 255ff. – Einzige Ausgabe. Der für seine Meliorationsarbeiten in Niedersachsen bekannt gewordene Wasserbauinspektor August Heß (1827-1894) hat auch verschiedene Kanalprojekte bearbeitet. Unter diesen besitzt das Projekt eines Kanals zwischen Rostock und Berlin große Bedeutung für die Anbindung der neuen Reichshauptstadt an die Ostsee wie auch für die Vergrößerung des Rostocker Hinterlandes. Der Kanal sollte von Rostock über Güstrow, Malchow und den Müritzsee nach Canow führen. Ab dort schlug Heß zwei Varianten, eine über die Havel, eine über Rheinsberg vor, die erst bei Oranienburg wieder zusammentreffen sollten. Der Rostocker Politiker und "Märtyrer des Liberalismus" Moritz Wiggers (1816-1894) propagierte dieses Projekt seit den 60er Jahren und gründete dafür das genannte Komitee. Durchgeführt wurde der Bau jedoch nicht. – Vorderes Innengelenk teils geöffnet. Vorsatz mit zeitgenössischen Besitzvermerk Anton Bernhardt von 1875. Titel verso mit Stempel der Bibl. des ZK der SED. Minimal gebräunt. Eine Karte mit zwei Einrissen.
Hoch, Julius
Der Geldschrankbau. Die Konstruktion von Geldkassetten und Geldschränken
Los 360
Schätzung
700€ (US$ 805)
Hoch, Julius (Stephan Wilhelm). Der Geldschrankbau. Die Konstruktion von Geldkassetten und Geldschränken durch Querschnitte dargestellt für Geldschrankfabrikanten, Schlossermeister, Banken u.s.w. sowie als Vorlageblätter zum Gebrauche an Fach- und Werkmeister-, Handwerker- und Gewerbeschulen, sowie an gewerblichen Fortbildungsschulen. 2 Bl. Mit 23 doppelblattgroßen farbig lithographierten Tafeln. 45 x 27 cm. Lose in OHalbleinenmappe (angestaubt und etwas berieben). Dresden, G. Kühtmann, 1893.
Degener (1909) 597. Vgl. Darmstaedter 431 und 596 (zu Chubb), sowie 888 (zu Fabian). – Einzige Ausgabe des lt. Vorwort einzigen bisher in Deutschland erschienenen Werkes, das die eigentliche Konstruktion der Tresore näher erläutert. Die äußerst detaillierten Abbildungen geben die Maße in Millimetern an und zeigen neben allgemeineren Konstruktionen (Geldkassette, Hamburger Export-Kiste, verschiedene Geldschränke) auch Modelle namentlich genannter Hersteller. Nur mit Mühe war es Hoch gelungen, die entsprechenden Angaben zu erhalten. Es finden sich darunter J. L. Hein und Carl Hermann (beide Nürnberg), J. F. Baum (Chemnitz), G. Schnizer (Stuttgart), St. Sommermeyer (Aachen), Franz Endres (Mainz) und Heinrich Haltaufderheide (Kassel). Besonders hervorzuheben sind die Modelle nach Konstruktionen von Charles Chubb (London), der zuerst gehärtete Stahlplatten verwendet hat, und Jakob Ostertag (Aalen), dessen Firma schon 1869 mit dem Bau von Geldschränken begonnen hatte und seinerzeit einen guten Ruf besaß; außerdem M. Fabian aus Berlin, dessen Modell auf eine amerikanische Entwicklung der Marvie Safe Company zurückgeht. Hoch (1855-1928) war seinerzeit Lehrer an der Gewerbeschule in Lübeck und gründete 1894 die Deutsche Schlosserschule in Roßwein, ging jedoch 1890 wieder nach Lübeck zurück. – Tafeln vereinzelt etwas fingerfleckig, 1 Tafel mit horizontaler Faltspur.
(Hochstetter, Carl von). Der Spiegel-Sextant, ein nüzliches Instrument für den Ingenieur. 3 Bll., 18 S. Mit 4 gefalteten Kupfertafeln von Balthasar Friedrich Leizelt. 22,5 x 18,5 cm. Schlichter Pappband d. Z. (Einband fleckig, verblasst und mit Bibliothekschildern, Rücken erneuert). Stuttgart, Chr. Fr. Cotta, 1794.
VD18 11416211. Hamberger-Meusel III, S. 357 und XIV, S. 149. Ersch, Literatur der Mathematik... Sp. 101, Nr. 891. Nicht bei Engelmann, Grewe, Poggendorff, Roller-Goodman und Gradmann, Gel. Schwaben. – Einzige Ausgabe. Der aus Schwaben stammende Verfasser (ca. 1760-nach 1810) war seinerzeit Russisch-Kaiserlicher Hauptmann und will mit seiner Abhandlung den Sextanten auch dem (militärischen) Ingenieur nahebringen. In 6 Kapiteln behandelt er die Erfindung, die technische Beschreibung, die mathematische Erklärung, den geometrischen Gebrauch, die Vorzüge vor anderen Instrumenten und den Nutzen für den Ingenieur. Die Kupfer von dem Augsburger Künstler Leizelt mit 2 Seitenansichten eines Sextanten sowie schematischen Messbeispielen. Die Vorrede datiert "Warschau am Grünendonnerstag 1795." Aus der Fürstlichen Bibliothek Donaueschingen (Vorsatz mit Bibl.-Sign. von Joseph von Laßberg). – Kupfer bis zur Einfassungslinie beschnitten und auf kräftiges Papier montiert.
Hoffmann, Ferdinand. Der Bau der Ketten-Brücken, begründet auf die Gesetze des Gleichgewichtes der dabei in Wechselwirkung tretenden Kräfte, und bearbeitet für das praktische Bedürfniss ohne Hilfe der Differential- und Integral-Rechnung. 2 Bll., VIII, 111 S., 1 Bl. Mit 7 (1 gefalteten) gestochenen Tafeln. 25 x 15,5 cm. Halbleder d. Z. (stärker bestoßen, Gelenke angeplatzt). Wien, C. Gerold, 1850.
Neuner S. 402 und 1335 (zu Hoffmann). Malberg 135. André 46. – Einzige Ausgabe. Ferdinand Hoffmann (1805-1882) hatte bereits 1825 Naviers "Rapport et Mémoires sur les ponts suspendus" kennengelernt und daraufhin den Entschluss gefasst, "jene Theorie, wenn schon nicht ihrem ganzen Umfange nach, so doch in ihren wesentlichsten Theilen ohne Hilfe der Differential- und Integral-Rechnung mathematisch zu begründen, und durch ihre Veröffentlichung in der deutschen Sprache und ohne Anschluss weitläufiger, die Kosten der Auflage so sehr vergrössernder Detail-Zeichnungen schon bestehender Brücken" weiteren Kreisen bekannt zu machen. Seine Tätigkeit als Ingenieur der österreichischen Eisenbahnen hinderte ihn jedoch daran, dieses Vorhaben früher als 1850 in die Tat umzusetzen. Eine deutsche Übersetzung von Naviers Werk war 1829 in Lemberg erschienen. – Vereinzelt etwas stockfleckig, Tafeln an den Rändern teils umgeknickt. Falttafel in den Falzen hinterlegt. Häufig gestempeltes Bibl.-Exemplar.
Hogrewe, Johann Ludwig
Praktische Anweisung zum planimetrischen Vermessen der Feldmarken
Los 363
Schätzung
300€ (US$ 345)
Hogrewe, J(ohann) L(udwig). Praktische Anweisung zum planimetrischen Vermessen der Feldmarken und wie davon die Carten auszuarbeiten, zu berechnen und die Vermeß-Register einzurichten sind. VII, (1), 221 S. Mit 12 (8 teilkoloriert) gestochenen Tafeln von J. F. Salzenberg. 23 x 18 cm. Halbleder d. Z. (Ecken bestoßen, etwas beschabt, RSchild etwas unvollständig) mit RSchild. Hannover, J. Th. Lamminger, 1797.
VD18 10355456. Grewe 833. – Erste Ausgabe. Die entscheidenden Impulse für eine umfassende und vor allem exakte topographische Aufnahme Deutschlands gingen in der Mitte des 18. Jahrhunderts vom Militär aus. In diesen Zusammenhang gehört auch der Verfasser vorliegenden Werkes, der braunschweigische, später hannoversche Ingenieur-Offizier J. L. Hogrewe (auch Hogreve oder Hogrefe; 1737-1814), der seit 1767 maßgeblich an der "Kurhannoverischen Landesaufnahme" beteiligt gewesen ist. Zum Zweck der praktischen Anwendung wählte er "eine eingebildete Feldmark" aus, anhand derer er alle praktischen Fragen behandelt. Er behandelt das Messen der Linien und Winkel, die specielle Vermessung, die Übertragung auf Papier und die Berechnung der Karten. Im letzten Abschnitt berichtet er über die Einrichtung eines Vermess-Registers (S. 185-221). "Der Nachwelt ist H. bekannt als 'Seele' der Kurhannoverischen Landesaufnahme und als Verfasser ausgezeichneter, meistens als 'Praktische Anweisung' betitelter Lehrbücher." (NDB IX, S. 475). – Bibliotheksschild von Friedrich Knoll(e) (1807-1877), Kupferstecher in Braunschweig, auf dem Innendeckel. Gestochenes Exlibris monogrammiert und datiert: "JH 1941", wohl von Kurt W. J. Albrecht (1885-1964), Geodät und Buchbinder in Gandersheim. Mit Kaufvermerk von 1939 auf S. 33. Jahreszahl auf dem Titel mit Tusche in "1807". Vereinzelt mit leichten Gebrauchsspuren, sonst gutes Exemplar.
Hölzel, Thomas. Neuestes Schlosserbuch, oder gründliche Darstellung und Beschreibung der neuesten und vorzüglichsten fertigen Schlosser-Arbeiten im modernsten Wiener, Pariser und Lond'ner Geschmack. Neue verbesserte und vermehrte Auflage. 2 Teile in 1 Band. 35 Bl.; 57 Bl. Mit 2 lithographischen Titeln von Niederhofer bzw. Jos. Hellig und 192 lithographischen Tafeln. 21 x 25 cm. Halbleder d. Z. (Kanten beschabt und bestoßen, Rückengelenke erneuert) mit RSchild. Prag, J. G. Calve, 1835.
Engelmann 161. Vgl. Kat. Ornamentstichslg Berlin 1320 (EA jedoch nur die ersten 12 Hefte mit 72 Taf.). – Der erste Teil des umfangreichen Werkes (Heft 1 bis 22 mit 131 Tafeln) ist von 1827 bis 1830 in Lieferungen erschienen, Teil 2 mit eigenem Titel "Die Combinations- und Sicherheits-Schlösser von der ältesten bis auf die gegenwärtige Zeit" und einer Vorrede von J. G. Altmütter folgte 1831 bis 1834. Die vorliegende Gesamtausgabe erschien dann 1835 und dürfte eines der umfangreichsten Musterbücher zum Thema Schloss und Schlosserei darstellen. Neben Schlössern und Schlüsseln werden auch Geldkassetten, Beschläge, verschiedenste Gitter, Laternenträger, Grabkreuze, Spindelpressen, Öfen, Wendeltreppen und Bratenwender, darunter einer mit Windradantrieb (!; Taf. 113) abgebildet und teilweise ausführlich erläutert. "Über die Zeichnungen sollten die Schlosser und Schmiede 'die Kenntniß der Mechanik' erlangen. Seine Quellen waren Dinglers Polytechnisches Journal ... englische Patentschriften, Zeitschriften ... sowie Produkte im Handel aus Österreich und Sachsen, aber auch aus Rheinland und Westfalen ... Hölzels Werk spiegelt ... das kunstgewerbliche Wissen seiner Zeit wider. Zugleich ist es Beispiel für die zeitgenössische Vermittlung von Produktionstechniken." (Kat. Mein Feld ist die Welt; 1984, Nr. 97). – Vorderer Spiegel mit ehemaligen Besitzereintrag. Der erste Drucktitel inkomplett (geringer Textverlust). Unterschiedlich stockfleckig und teils stärker gebräunt. Tafel 109 etwas kleiner im Format. Einige größere Einrisse geschickt restauriert, eine Tafel mit kleinem Eckabriss.
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