Los 364

Hölzel, Thomas
Neuestes Schlosserbuch

Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)

Abgabe von Vorgeboten möglich

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Aus dem Katalog
Varia
Auktionsdatum 6.10.2026

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Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 6. – 8. Oktober 2026

Lot 364, Auction  128, Hölzel, Thomas, Neuestes Schlosserbuch

Hölzel, Thomas. Neuestes Schlosserbuch, oder gründliche Darstellung und Beschreibung der neuesten und vorzüglichsten fertigen Schlosser-Arbeiten im modernsten Wiener, Pariser und Lond'ner Geschmack. Neue verbesserte und vermehrte Auflage. 2 Teile in 1 Band. 35 Bl.; 57 Bl. Mit 2 lithographischen Titeln von Niederhofer bzw. Jos. Hellig und 192 lithographischen Tafeln. 21 x 25 cm. Halbleder d. Z. (Kanten beschabt und bestoßen, Rückengelenke erneuert) mit RSchild. Prag, J. G. Calve, 1835.
Engelmann 161. Vgl. Kat. Ornamentstichslg Berlin 1320 (EA jedoch nur die ersten 12 Hefte mit 72 Taf.). – Der erste Teil des umfangreichen Werkes (Heft 1 bis 22 mit 131 Tafeln) ist von 1827 bis 1830 in Lieferungen erschienen, Teil 2 mit eigenem Titel "Die Combinations- und Sicherheits-Schlösser von der ältesten bis auf die gegenwärtige Zeit" und einer Vorrede von J. G. Altmütter folgte 1831 bis 1834. Die vorliegende Gesamtausgabe erschien dann 1835 und dürfte eines der umfangreichsten Musterbücher zum Thema Schloss und Schlosserei darstellen. Neben Schlössern und Schlüsseln werden auch Geldkassetten, Beschläge, verschiedenste Gitter, Laternenträger, Grabkreuze, Spindelpressen, Öfen, Wendeltreppen und Bratenwender, darunter einer mit Windradantrieb (!; Taf. 113) abgebildet und teilweise ausführlich erläutert. "Über die Zeichnungen sollten die Schlosser und Schmiede 'die Kenntniß der Mechanik' erlangen. Seine Quellen waren Dinglers Polytechnisches Journal ... englische Patentschriften, Zeitschriften ... sowie Produkte im Handel aus Österreich und Sachsen, aber auch aus Rheinland und Westfalen ... Hölzels Werk spiegelt ... das kunstgewerbliche Wissen seiner Zeit wider. Zugleich ist es Beispiel für die zeitgenössische Vermittlung von Produktionstechniken." (Kat. Mein Feld ist die Welt; 1984, Nr. 97). – Vorderer Spiegel mit ehemaligen Besitzereintrag. Der erste Drucktitel inkomplett (geringer Textverlust). Unterschiedlich stockfleckig und teils stärker gebräunt. Tafel 109 etwas kleiner im Format. Einige größere Einrisse geschickt restauriert, eine Tafel mit kleinem Eckabriss.


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