Eiselen, Johann Christoph
Handbuch oder ausführliche theoretisch-praktische Anleitung zur nähern Kenntniß des Torfwesens und Vorbereitung der Torfmoore, Behuf der nutzbarsten Anlage und Betrieb einzelner Torfgräbereyen
Los 335
Schätzung
300€ (US$ 345)
Eiselen, Johann Christoph. Handbuch oder ausführliche theoretisch-praktische Anleitung zur nähern Kenntniß des Torfwesens und Vorbereitung der Torfmoore, Behuf der nutzbarsten Anlage und Betrieb einzelner Torfgräbereyen. 2 Bände. I; 2 Bl., X S., 1 Bl. Verbesserungen, 444 S. II; 1 Bl., XIII S., 350 S. (die S. 321, 323 und 325 als gefaltete Tabellen). Mit 11 mehrfach gefalteten gestochenen Tafeln (2 von C. L. Barensprung und 1 von P. H. nach Eiselen) und 1 gefaltete Tabelle in Bd. I. 19 x 11,5 cm. Pappbände d. Zt. (Ecken bestoßen, Rücken verfärbt, Deckel etwas wasserfleckig) mit handschriftlichem RSchild. Berlin, W. Vieweg, 1802 und 1811.
Goldsmiths'-Kress 18443.4 (nur Bd. 1). Güntz II, 261 (nur Bd. 1). Engelmann: Bibl. oec. 70. Kat. Der reale Nutz (Berlin 2001) V, 11, a (mit ganzseitiger Abb.). – Bd. I als "zweite, sehr vervollständigte Ausgabe". Bd. II in erster Ausgabe und mit separatem Titel: "Belehrung über die Mittel und Geschirre, zum Wirtschaftlichsten, unter allen Umständen zulässigen Transport des Torfes aus den Mooren bis zum festen Wege...". Das umfassendste Werk zum Torfwesen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der maßgeblichen Ausgabe, die in Bd. I um 7 Bogen, 1 Kupfer und ein ausführliches Register vermehrt worden ist. Bd. I über Moorarten, die notwendigen Geräte und Arbeiter, das Torfgraben, das Trocknen des Torfes, die Herstellung von Preß- und Streichtorf, den Nutzen des Torfbaues im Allgemeinen und für Preussen im Besonderen sowie über die Urbarmachung durch den Buchweizenanbau. Die Tafeln mit Grundrissen der Torffelder, mit Darstellungen von Werkzeugen, Hohlhaufen und Grund- und Aufrissen eines Torfmagazins. Von großem Interesse sind in Bd. II vor allem Abt. 3 und 4 über auf Schienen fahrende (Pferde)-Wagen zum Torftransport (S. 91-285 und Taf. 3 und 4 mit Abb. von zwei Wagen sowie des Schienensystems inkl. einer Drehscheibe). Der preussische Bergrat Eiselen (1752-1816) "hat sich um die Gewinnung des Torfs und dessen Verwendung zu technischen Zwecken vielfache Verdienste erworben. Seine bezüglichen Schriften fanden als lehrreiche und werthvolle Anleitungen allgemeine Anerkennung. Sie bildeten lange Zeit die besten litterarischen Leistungen auf diesem Gebiete." (ADB V, S, 763). – Gering stockfleckig. Einige Tafeln mit leichten Randbeschädigungen. Titel mit altem schwer lesbarem Bibl.-Stempel und -vermerk (Behörde oder Amt in Immenstadt). 1 Vorsatz mit kleinem Eintrag mit Kugelschreiber.
Exner, Wilhelm Franz
Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des XVIII. Jahrhunderts bis zur Gegenwart
Los 336
Schätzung
400€ (US$ 460)
Exner, Wilhelm Franz (Redakteur). Beiträge zur Geschichte der Gewerbe und Erfindungen Oesterreichs von der Mitte des XVIII. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. 2 Bände. 1; 5 Bl., 558 S., 1 Bl. 2; 4 Bl., 279 S. Mit Holzstich-Vignetten zu Beginn der Kapitel. 22,5 x 14 cm. Grüne OLederbände (Rücken gebräunt, gering berieben), mit reicher RVergoldung, doppelter goldgeprägter Filete auf beiden Deckeln, ornamentale Eckstücke in den Mittelfeldern sowie Blindprägung auf Rücken, Deckeln und Innenkanten mit dreiseitiger Goldschnitt. Wien, W. Braumüller, 1873.
ÖBL I, 276. NDB 4, 703. – Erschienen zur Weltausstellung in Wien 1873. Erster Band: Rohproduction und Industrie. Zweiter Band: Ingenieur-Wesen, Wissenschaftliche und musikalische Instrumente, Unterricht. Mit Beiträgen verschiedener Fachleute u.a. über Bergbau, Landwirtschaft, Chemische Industrie, Papierindustrie, Graphische Industrie sowie Holzindustrie (von Exner, der ein ausgewiesener Fachmann für dieses Thema gewesen ist). Exner (1840-1931) war Professor für mechanische Technologie, wurde 1879 Direktor des Gewerbemuseums in Wien und gilt als einer der wichtigsten Technikhistoriker seiner Zeit. Exemplar einer besseren Ausgabe in Ganzleder, gebunden von der Wiener Bucvhbinderei von Michael Schlöps. – Text gebräunt.
Eytelwein, Johann Albert
Beschreibung der Erbauung und Einrichtung einer vereinigten Brauerei und Branntweinbrennerei auf dem Lande
Los 337
Schätzung
400€ (US$ 460)
Eytelwein, J(ohann) A(lbert). Beschreibung der Erbauung und Einrichtung einer vereinigten Brauerei und Branntweinbrennerei auf dem Lande. 68 S. Mit 4 gefalteten gestochenen Tafeln von L. Serrurier und S. Halle. 23 x 19 cm. Pappband d. Zt. (Rücken verblasst und mit Bibl.-Schild) mit RSchild. Berlin, F. T. la Garde, 1802.
Engelmann 94. Schoellhorn 282. Vgl. Matschoss 69. ADB VI, 462ff. NDB IV, 714 und DSB IV, S. 501f. – Einzige Ausgabe. Nach einer kurzen Einführung in den Arbeitsablauf einer Brauerei widmet sich Eytelwein dem eigentlich Bauvorgang und erläutert ausführlich die beigefügten Illustrationen (S. 14-31). Anschließend geht er auf die Größenverhältnisse von Räumen und Braugefäßen ein (S. 32-43). Abschnitt 4 über die zu veranschlagenden Kosten. Die Tafeln mit Grundriss, Ansichten, Schnitten sowie Details. – Beschabt und bestoßen. Gelockert und vor allem im Bund etwas stockfleckig.
Fairlie, Robert Francis
Die richtige Praxis der Schmalspurbahnen
Los 338
Schätzung
200€ (US$ 230)
Fairlie, Robert Francis. Die richtige Praxis der Schmalspurbahnen. Nach dem englischen Werke "The Battle of the Gauges Renewed" und mit einem Anhange vermehrt. Ins Deutsche übertragen von A. Brunner. 5 Bl., 120 S. Mit 1 gefalteten Holzschnitt-Tafel, 1 doppelblattgroße lithographische Tafel und 3 gefalteten lithographischen Tabellen. 22 x 15 cm. Bibl.-Halbleinen d. Zt. (Rücken verblasst und mit Bibl.-Schild). Zürich, Schabelitz (Caesar Schmidt), 1873.
Matschoss 72. Preuß-Preuß: Lex. Eisenbahn 124ff. Sichler 75. – Einzige autorisierte deutsche Ausgabe. Robert Fairlie (1831-1885) entwickelte eine der ersten Doppeldampflokomotiven, die 1865 in Dienst gestellt worden ist. Ihre besonderen Vorzüge lagen in der guten Verwendbarkeit, scharfe und geneigte Krümmungen zu befahren. In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wurden Lokomotiven nach seinem Prinzip vor allem in Chile, Mexico und Russland erfolgreich eingesetzt. Im Gegensatz zur englischen Ausgabe werden in der deutschen Ausgabe nur "allgemein vergleichbare Thatsachen und Erfahrungen" abgehandelt. Andererseits wurden in einem Anhang u.a. Fairlies Bemerkungen über M. M. von Webers Schrift "Die Praxis des Baues und Betriebes der Secundärbahnen" beigegeben. - Ottley 3668 (Anm.) – Etwas stockfleckig, mehrfach gestempelt.
Festschrift zum hundertjährigen Jubiläum der Königl. Sächs. Bergakademie zu Freiberg am 30. Juni 1866. Mit farbig lithogr. Titel, 1 Bl., 336 S. Titelbl. 26 x 18 cm. Illustr. OHalbleinen (bestoßen). Dresden, C. C. Meinhold, (1866).
Einzige Ausgabe. Enthält die folgenden Aufsätze: Anonym: Die Geschichte und jetzigen Verhältnisse der Bergakademie; Karl Johann A. Th. Scheerer: Das bergmännische Studium; Ueber die chemische Constitution der Plutonite; Bernhard von Cotta: Die Steingruppe im Hofe der Bergakademie; Karl August Junge: Ueber den Unterricht in der praktischen Markscheidekunst; Hieronymus Theodor Richter: Das Löthrohr und seine Anwendung bei chemischen, mineralogischen und docimatischen Untersuchungen; Carl Gottlieb Gottschalk: Verzeichnis Derer, welche seit Eröffnung der Bergakademie bis zum Schluss des ersten Säculum's auf ihr studirt haben; Friedrich Constantin von Beust: Das Freiberger Berg- und Hüttenwesen vor 100 Jahren und jetzt. – Gelenke innen geklebt, außen restauriert. Leicht gebräunt, einige Blatt im Gelenk nicht fachmännisch geklebt. – Beiliegend: Gedruckte Einladung zur Jubiläumsfeier sowie gedruckte Mitteilung über die Überreichung der Festschrift (beide mit hs. Ergänzungen) für Richard Frhr. von Friesen (1808-1884), seinerzeit Mitglied der Landeskommission. Ein Blatt mit eigenhändiger Notiz.
Feyrer, Alois v.
Der Locomotivbau in den Vereinigten Staaten von Nordamerika
Los 340
Schätzung
150€ (US$ 172)
Feyrer, Alois von. Der Locomotivbau in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. VI S., 1 Bl., 112 S. Mit 1 gefalteten Tabelle, 8 gefalteten fotolithografierten Tafeln und 34 Abb. im Text. 23,5 x 15 cm. Halbleinen d. Zt. (Beschabt und etwas bestoßen). Wien, Faesy & Frick, 1877.
Neuner 481. Metzeltin, Bahn, 1225. – Bericht über die Weltausstellung in Philadelphia 1876. Hrsg. von der Oesterreichischen Commission... XVI. Heft. Einzige Ausgabe. Der erste Abschnitt enthält grundlegende Kapitel zu Kessel, Gestell, Maschine u. Tender, im zweiten Abschnitt werden die ausgestellten Lokomotiven sowie einige nicht ausgestellte beschrieben. Mit Detaildarstellungen sowie Längs- und Querschnitten. Vorsatz und Titel mit handschriftl. Besitzvermerk "Helmholtz", d.i. der bekannte Lokomotivkonstrukteur Richard von Helmholtz (1852-1934). – S. 112 unten mit Stempel "R. v. Helmholtz-Stiftung". Tafeln mit einigen Bildzuordnungen in Bleistift, sehr wahrscheinlich auch von Helmholtz, Vorsatz und Titel mit Namenszug "Helmholtz". Leicht gebräunt, etwas finger- und stockfleckig. Tabelle mit kleinem Einriss.
Flachat, Stéphane. L'Industrie. Exposition de 1834. 160 S. Mit gestochenem Titel und 38 Kupferafeln. 27,5 x 18,5 cm. Marmoriertes Halbleder d. Zt. (Rücken beschabt, Kanten bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel und reicher RVergoldung. Paris, (L. Tenré und H. Dupuy), 1834.
Carpenter 13. Goldsmiths'-Kress 28505.16. – Dieser Band ist als früher Ausstellungskatalog besonders deshalb interessant, da er einer der ersten reich illustrierten ist. Die ersten drei Tafeln zeigen die Ausstellungsgebäude, die übrigen technische "Wunderwerke" der Zeit (Jacquart-Maschine, Eisenbahn Manchester - Liverpool, Hängebrücke, Tunnel unter der Themse, Dampfomnibus) sowie Exponate: Vasen, Kamineinfassungen, Porzellan, Gläser, Biedermeier-Möbel, Maschinen sowie Tapisserien. Der Beschreibung der Exponate ist eine ausführliche Einleitung vorangestellt. Den Abschluss bildet eine Liste der Preisträger. Es gibt auch andere Ausgaben mit einer vierseitige Titelei. – Erstes weißes Vorblatt entfernt, vorderes Innengelenk offen. Ränder leicht gebräunt.
Fleuret
L'art de composer des pierres factices aussi dures que le caillou
Los 342
Schätzung
1.000€ (US$ 1,149)
Fleuret. L'art de composer des pierres factices aussi dures que le caillou, et Recherches sur la manière de bâtir des Anciens, sur la préparation, l'emploi et les causes du durcissement de leurs mortiers. 1 Bl., 298 S., 1 w. Bl. Mit 32 (28 doppelblattgroßen, 4 gefalteten, 2 von Adam nach Fleuret) Kupfertafeln. 28 x 21,5 cm. Marmoriertes grünes Halbleder d. Zt. (Ecken mit größeren Fehlstellen, Deckelbezug teils unvollständig) mit goldgeprägtem RTitel und RVergoldung. Paris, Magimel, 1807.
Vgl. Karmarsch 491. Nicht bei Poggendorff, Monglond u.a. – Einzige Ausgabe des Werkes über die Herstellung und Verwendung von Zement und Beton. Fleuret (ca. 1755-1817; "ancien Professeur d'Architecture de l'École royale militaire de Paris") beruft sich außer auf Vitruv vor allem auf die "Recherches sur la préparation que les Romains donnaient à la chaux" (Paris 1777) von Polycarpe de La Faye. Dieser hatte als einer der ersten eine ausgiebige Beschreibung antiker Bautechniken sowie der Herstellung künstlicher Steine und der Verwendung des Zementes geliefert. Fleuret berichtet aber auch über seine eigenen Arbeiten bei der Herstellung künstlicher Steine, die er um 1800 in seiner eigenen Fabrik in Pont-à-Mousson durchgeführt hat. Er geht auf die Materialien (Kalk, Sand, Wasser) ein und beschreibt die notwendigen Einrichtungen einer Fabrik. Ab Kapitel 13 beschreibt er Mauerverbände, Straßen u. andere Arbeiten der Römer, ab Kapitel 20 seine eigenen Verfahren zur Herstellung künstlicher Wasserröhren einschließlich der verwendeten Geräte und Maschinen sowie die Konstruktion und Verlegung der Wasserleitungen (inklusive Überquerung eines kleinen Flusses). Abschließend über Bassins, Cisternen, Pumpen sowie farbige Mosaike aus Kunststeinen. "As a whole the work forms an interesting episode in the history of building construction" (Elton cat. 6, 211). – Vereinzelt gering stockfleckig. Eine Tafel knapp beschnitten (Verlust des Rahmens).
Fölsch, August
Erinnerungen aus dem Leben eines Technikers
Los 343
Schätzung
200€ (US$ 230)
Fölsch, Aug(ust). Erinnerungen aus dem Leben eines Technikers. Fragmente seinen Freunden gewidmet. Mit Bildnis des Verfassers. Als Manuskript gedruckt. 235 S. Mit montierter OFotografie als Frontispiz. 22 x 13,5 cm. OLeinen (leicht bestoßen). Hamburg, O. Meissner, 1889.
Schröder 1051. Neuner 569 und 1327. – Einzige Ausgabe. Fölsch (1824- nach 1889) ist nach seinen beruflichen Anfängen in Hamburg lange in Frankreich und Wien als Techniker tätig gewesen. Schwerpunkte seiner Arbeit waren Wasserversorgung und Eisenbahnbau. Er war beim Bau der Lyon-Avignon-Bahn, der Kaiserin Elisabeth-Bahn, der Vorarlberger Bahn und der Nördlichen Pacific-Bahn tätig. Die Befassung mit der Wasserversorgung Hamburgs und Wien führte ihn auf die Beschäftigung mit Theaterbränden. Der vorliegende Band enthält deshalb auch ein Verzeichnis von 936 Theaterbränden. – Etwas verzogen. Leicht gebräunt. Frontispiz mit zwei kleinen Einrissen.
Friedrich Georg August Prinz von Hessen
Neueste Erfindung zur bequemen und zweckmäßigen Feldequipage
Los 344
Schätzung
300€ (US$ 345)
(Friedrich Georg August Prinz von Hessen). Neueste Erfindung zur bequemen und zweckmäßigen Feldequipage für Officiere auch zum Theil für Reiseliebhaber eingerichtet. XVI, 119 S. Mit 10 gefalteten Kupfertafeln auf blauem Papier nach Zeichnungen des Verfassers und 2 gefalteten Holzschnitt-Tabellen. 17,5 x 10 cm. Neuer marmorierter Pappband im Stil d. Z. mit goldgeprägtem RSchild. O. O. u. Dr. 1794.
VD18 11478578. Holzmann-Bohatta VII, 3247 (dat. wohl falsch auf 1792). Vgl. Hess. Biographien, I, 493. – Einzige Ausgabe. In seiner Vorrede bezieht sich Prinz Friedrich auch auf die Schrift "Was ist jedem Officier während eines Feldzugs zu wissen nöthig?" (verfaßt von Heinrich Medicus, Karlsruhe 1788; vgl. Holzm./Boh. IV, 11778). Im übrigen beschreibt er die nötige Ausrüstung eines Offiziers, darunter Zelt, Klappbett, -tisch und -stuhl, Feld-Nachtstuhl (ebenfalls klappbar), Zeltofen, Kaffee- und "Bouteillen-Kasten", Feldküchenkasten, transportables Schreibkabinett, Packkarren sowie zahlreiche weitere kleinere und auf Reisen sowie im Feldzug nützliche Gegenstände des täglichen Bedarfs. Die Kupfer mit detailgetreuen Darstellungen dieser Dinge. Friedrich Prinz von Hessen (1759-1808) war Sohn des Landgrafen Georg Wilhelm undNeueste Erfindung zur bequemen und zweckmäßigen Feldequipage für Officiere auch zum Theil für Reiseliebhaber eingerichtet Schwager des Landgrafen Ludwig X., seit 1806 Großherzog Ludwig I. Seit 1767 war Prinz Friedrich in Hessen, Hannover und Frankreich als Offizier tätig, versuchte sich aber auch als Schriftsteller von Theaterstücken. – Tafeln in den Gelenken teilweise etwas eingerissen, Tafel 1 etwas knittrig und angeschmutzt.
Furttenbach, Joseph
Büchsenmeisterey-Schul, Darinnen die New angehende Büchsenmeister und Feurwercker
Los 345
Schätzung
900€ (US$ 1,034)
Furttenbach, Joseph. Büchsenmeisterey-Schul, Darinnen die New angehende Büchsenmeister und Feurwercker, nicht weniger die Zeugwartten, in den Fundamenten und rechten Grund der Büchsenmeisterey, auch allerhand Feurwercken (...) underwisen, und gelehrt werden. 7 Bl., 151 S. Mit gefalt. Frontispiz, 1 Porträtkupfer und 44 (8 doppelblattgr.) teils gefalt. Kupfertafeln. 31 x 20 cm. Halbleder d. Z. (stärkere Gebrachsspuren, Gelenke aufgeplatzt, oberes Kapital mit Fehlstelle, Ecken bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel und dezenter RVergoldung. Augsburg, Schultes, 1643.
VD 17, 23:230397Z. Lotz S. 129. Honeyman Coll. 1388. Cockle 692. Bibl. Dt. Museum Libri Rari 109. Graesse II 647 (nur 43 Kupfer). Jähns II 998 und 1001. Philip F 130, 3. Vgl. Berliner Ornamentstichkat. 3294 und Lipperheide 3294. – Zweite erweiterte Ausgabe der unter dem Titel "Halinitro Pyrobolia" erschienenen Schrift. Für die Geschichte der damaligen Kriegstechnik wichtiges Werk. Wie bei den meisten Feuerwerksbüchern dieser Zeit werden die sogenannten "Lustfeuerwercke" und die dem Militär dienlichen Feuerwerke in einem Buch behandelt. – Vorderes fliegendes Vorsatzblatt ausgerissen. Durchgehend mal stärker, mal schwächer ausgeprägter Feuchtigkeitsfleck in der unteren rechten Ecke, von dem auch zahlreiche Tafeln betroffen sind. Wenig stockfleckig. Die ersten drei Blätter, darunter der gestochenen Kupfertitel, mit Einriss am unteren Rand
Garnier, F. Über die Anwendung des Bergbohrers, zur Aufsuchung von Brunnquellen und über die Art der Anlage der Brunnen in der Grafschaft Artois. Eine gekrönte Preisschrift. Aus dem Französischen übersetzt, und mit Zusätzen über die Bohrversuche auf Quellen, in den Gegenden von London und Wien, von Jos. Waldauf von Waldenstein. X, 180 S. Mit 20 mehrfach gefalteten lithographischen Tafeln. 20,5 x 13 cm. Halbleder d. Z. (Rückenschild etwas abgeplatzt, Rückendeckel mit etwas Wurmfraß) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Wien, C. F. Beck, 1824.
Reichardt I, 41. Fromm 10336. – Erste deutsche Ausgabe. Die Tafeln zeigen größtenteils Werkzeuge und Geräte zum Brunnenbohren. Die "Zusätze" u. a. mit einer "Theorie der Quellen" und Ausführungen über das "Basin von Wien". – Vorsätze mit Leimschatten und Besitzvermerk.
Gaudard, Jules. Croquis de ponts métalliques. 2 Bl., 158 S., 1 leeres Bl. Mit 55 lithogr. Tafeln auf 28 Blatt. 30,5 x 23,8 cm. Neuerer Halbleinen. Paris, Béranger, (1901).
Sichler 87. e-HLS (Version 11/02/2005). – Einzige Ausgabe. J. Gaudard (1833-1917) war zwischen 1855 und 1865 als Eisenbahningenieur in der Schweiz und in Spanien tätig. Er baute u.a. die Eisenbahnbrücken über die Zihl in Yverdon und über die Rhone bei Saint-Maurice. Anschließend war er bis 1901 Prof. für Konstruktion in Lausanne. Vorliegendes Werk behandelt in seinen zwei Hauptteilen internationale Brücken aus Schmiedeeisen sowie ihre Montage. Die Tafeln mit über 500 Darstellungen, darunter vielen Konstruktionsdetails. Mit 4seitigem Register der behandelten Brücken. – Innengelenk offen zw.S.10-11..Text minimal gebräunt.
Gewerbe- und Kunst-Ausstellung. Düsseldorf 1880. 12 auf kräftigen Karton montierte OFotografien. 16,5 x 11cm. Lose in gold- u. schwarzgeprägter OLeinenmappe 8 (angeschmutzt). Photographische Anstalt von G. Overbeck (W. Otto), Düsseldorf, Schadow-Strasse 42. Düsseldorf, 1880.
Die Fotos zeigen den Stand von Haniel & Lueg, die Aussenanlagen und Gebäude (8), Innenansichten der Maschinenbauausstellung (2) sowie eine große Kanone. Kartons verso mit Hinweisen zur Photographischen Anstalt, die seinerzeit von Wilhelm Otto geführt worden ist (vgl. Düsseldorfer Adressbuch d. Zt.). – Fotos teils stärker verblasst.
Ginet, Nicolas
Traité et Tarif Général du Toisé des Bois de Charpente
Los 349
Schätzung
150€ (US$ 172)
Ginet, Nicolas. Traité et Tarif Général du Toisé des Bois de Charpente, Quarrés et Mi-Plats, en Grume, Cylindriques, à Pans, Courbes, & à Sections coniques; calcue suivant les Us Coútumes de Paris, & sur les longueurs effectives. 190 S., 1 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, 2 Textkupfern, 12 gefalteten, gestochenen Tafeln und gefaltete Tabelle. 19,5 x 12 cm. Kalbsleder d. Z. (stärker bestoßen, vorderes Rückengelenk geöffnet) goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Paris, Prault u.a., 1760.
Einzige Ausgabe. Der Verfasser war "Arpenteur à la Maîtrise des Eaux & Forêts au Département de Paris" u. schreibt in 3 Kapiteln über Qualität, Alter u. Schnitt des Holzes, die unterschiedlichen Formate u. Maße sowie die Verwendung des Zimmerholzes beim Bau von Häusern, Kirchen, Mühlen, Brücken u. Weinpressen. Hierzu auch die Tafeln Mühlen (4), Brücken und Weinpressen (je 1). Das Frontispiz zeigt den Widmungsträger, den Forstwirt L.-François Duvaucel bei den Vermessungsarbeiten für eine neue Waldanlage im Jahr 1751, darunter Darstellungen von Handwerkern beim Bearbeiten von Holzbalken. Die abschließenden 190 S. mit den Tarifen. – Titel mit Namenszug "Halie", Spiegel mit zeitgenössischem Exlibris "Livre de la Bibliotheque de M. Halie". Stärker bestoßen, Gelenke geplatzt. Vorderer Vorsatz lose. Leicht gebräunt, 1 kleiner Wurmgang.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
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