Katsukawa, Shuncho. Shunga. Ukiyo-e Farbholzschnitt. Format ôban tate-e. Edo (Tokio) um 1780.
Erotische Szene von dem Künstler und Begründer der Katsukawa-Schule Shuncho Katsukawa (1726-1793). – Minimal berieben, mit kleinen Wurmlöchern, sonst gutes Exemplar. Dekorativ.
Kinder- und Gelehrtenszene
Zwei chinesische Textilarbeiten nach klassischen Vorlagen von Su Hanchen und Tang Yin
Los 566
Schätzung
300€ (US$ 345)
(Kinder- und Gelehrtenszene). Zwei chinesische Textilarbeiten mit figürlichen Darstellungen nach klassischen Vorlagen von Su Hanchen und Tang Yin. Polychrome Stickarbeiten mit KalIigraphie und Siegelmarken. 55 x 28 cm bzw. 54 x 26 cm (Darstellung). Mit Passepartout unter Glas in goldlackierter Holzprofilleiste. China 20. Jahrhundert.
Das eine mit Darstellung zweier Kinder beim Spielen in idealisierter Gartenlandschaft mit Felsen und blühendem Rosenstrauch nach einem Bildtypus des Malers Su Hanchen (1101-1161). Das andere mit Gelehrtem und zwei weiblichen Figuren in architektonischem Interieur mit Garten nach Tang Yin (1470-1524). – Wohlerhalten (nicht ausgerahmt).
Konobu I., Utagawa
A Train at Ikuta-Machi: One of the Sights of Kōbe. Japanischer Farbholzschnitt
Los 567
Schätzung
150€ (US$ 172)
Konobu I., Utagawa. "A Train at Ikuta-Machi: One of the Sights of Kōbe". Japanischer Farbholzschnitt. 16,5 x 36,5 cm. Unter Glas in Holzleiste (diese berieben). Kobe, Meiji-Zeit, um 1910.
Der Holzschnitt zeigt einen Dampfzug vor bewaldeten Bergen unter rotem Abendhimmel. Die erste Eisenbahnlinie Kobes - die Minoo Arima Eisenbahn - nahm 1910 ihren Betrieb auf. Das Stadtviertel Ikuta-machi im Westen Kobes, bekannt durch den gleichnamigen Shinto-Schrein, galt bei der ausländischen Gemeinde als beliebtes Ausflugsziel. Das Motiv ist ein Zeugnis der raschen Verwestlichung Kobes, das 1868 als einer der ersten japanischen Häfen für den Auslandshandel geöffnet worden war. – Papierbedingt leicht gebräunt.
Kubota, Beisen
Ejima no kasumi aoi (japonice: Der Nebel über der Insel Ejima).
Los 568
Schätzung
150€ (US$ 172)
Kubota, Beisen. Ejima no kasumi aoi (japonice: Der Nebel über der Insel Ejima). Kompendinum der Kriegerbilder. 28 Bl. Mit 50 Abbildungen von Kriegs- bzw. Alltagsszenen in Farbholzschnitt. Format Hanshibon 24,5 x 16,4 cm. Chamoisfarbene OBroschur (leicht abgenutzt und angestaubt) mit lila Fadenheftung. Kyoto, Tanaka Jihe,1887.
Detaillierte Jagd- und Schlachtendarstellungen, teilweise mit komplexem Hintergrund und mit japanischen Überschriften. Beisen Kubota (1852-1906) hat bei Suzuki Hyakunen Shijo-Malerei studiert. – Minimale Gebrauchsspuren. Kontrastreiche farbige Abbildungen.
Kunisada II., Utagawa
Totsuka an der Tokaido-Straße. Farbholzschnitt
Los 569
Schätzung
120€ (US$ 138)
Utagawa Kunisada II. Totsuka an der Tokaido-Straße. Farbholzschnitt. Format ôban tate-e. Japan ca.1863.
In einem prächtigen Interieur steht eine zentral dargestellte Figur in aufwendig gestaltetem Gewand, die Hand am Griff eines Kurzschwerts. Um sie gruppieren sich mehrere demütig niederkniende Samurai. – Im Randbereich mit wenigen winzigen Einstichlöchlein, wohl Spuren einer früheren Bindung; ein weiterer Einstich in der Kartusche. Die Darstellung selbst sonst nicht betroffen. Insgesamt in guter Erhaltung und farbkräftig.
Kunisada, Utagawa
3 farbige Ukiyo-e Holzschnitte mit Theaterszenen
Los 570
Schätzung
600€ (US$ 690)
Kunisada, Utagawa. 3 farbige Ukiyo-e Holzschnitte mit Theaterszenen auf Japan aufgezogen. Format ôban tate-e. Je 35,5 x 24 cm. Mit Passepartout. Edo (Tokio) 1856-1860.
Vorhanden sind: I. Die Silbe Mu. Ukiyo-e Holzschnitt aus der Serie "Sieben kalligraphische Vorlagen für jedes Zeichen im Kana-Silbenalphabet" (japonice: Seisho nanatsu iroha). - II. Die Zahl 10.000. Ukiyo-e Holzschnitt aus der Serie "Sieben kalligraphische Vorlagen für jedes Zeichen im Kana-Silbenalphabet" (japonice: Seisho nanatsu iroha). - III. Die Silbe Re für Renrinosaku. Ukiyo-e Holzschnitt aus der Serie "Sieben kalligraphische Vorlagen für jedes Zeichen im Kana-Silbenalphabet" (japonice: Seisho nanatsu iroha). – Mit kleineren Gebrauchsspuren, insgesamt gut erhalten. – Dabei: I. Frühlingssonne. 3 doppelblattgroße, kolorierte Holzschnitte auf je 2 Blättern aus dem Werk "Berühmte Gedichte". Format: 18,5 x 27 cm. Mit Passepartout. Um 1760. II. Huang Gongwang. Smaragdströme und grüne Klippen. Kolorierter Holzschnitt. Format: 26,5 x 30 cm. China um 1700.
Kuniyoshi, Utagawa. Shirabyoshi-Tänzerin (Ensei). Farbholzschnitt aus der Serie Fuzoku Onna Suikoden (japonice: Modische Frauen aus dem Shuihuzhuan). 21 x 18 cm (Blattgröße). Unter Glas gerahmt 35 x 29 cm. Japan um 1829.
Darstellung der Shirabyoshi-Tänzerin Ensei in einem aufwengigem orangefarbenen Kimono mit Kopfbedeckung und Fächer in tänzerischer Pose. – Ecken minimal angeschmutzt, kleine Stauchstelle an einer Ecke, sonst in schönem Erhaltungszustand. Versand ohne Rahmen.
Meiji-Chronik. Shinsen Nendaiki Zen (japonice: Zusammengestellte Chronik). Japanisches Leporelloalbum zur Geschichte der Meiji-Zeit. mit 66 Textblättern in Holzschnittdruck und 16 kleinen Textholzschnitten (je ca. 3 x 4 cm). 18,5 x 7,5 cm. Blaue Pappdeckel d. Z. (berieben) mit Titelschild (japonice:) "Japan, China und der Westen nebeneinandergestellt". Japan, Aoki Kazando, um 1900.
Illustrierte Chronik der japanischen Geschichte mit Fokus auf die Meiji-Zeit. Die Textseiten werden teils von kleinen szenischen Holzschnittillustrationen begleitet. – Leporello in zwei Teilen getrennt erhalten. Mit deutlichen altersbedingten Gebrauchsspuren.
Naturdarstellungen und Qi Baishi
40 Farbholzschnitte nach Qi Baishi und anderen chinesischen Meistern
Los 573
Schätzung
700€ (US$ 805)
Chinesische Naturdarstellungen. - Farbholzschnitte nach Qi Baishi und anderen chinesischen Meistern. Sammlung von 40 Farbholzschnitten nach Malereien von Qi Baishi, Shen Zhou u. a. Lose Blätter in 3 OUmschlägen (diese lädiert und mit starken Einrissen). sowie 1 gerahmtes Einzelblatt im Textilpassepartout unter Glas. 44 x 34 cm. Beijing, Rongbaozhai, 1953.
Folge von 40 Farbholzschnitten nach chinesischen Malereien, überwiegend nach Qi Baishi (1864-1957), daneben nach Shen Zhou und weiteren Meistern; 35 großformatige Blätter (ca. 31,5 x 43 cm), 5 schmale Formate (ca. 35,5 x 16 cm). Dargestellt sind vor allem florale Motive, Insekten und Kleintiere, bei Shen Zhou zusätzlich Landschaften.
Qi Baishi zählt zu den vier bedeutendsten Malern der chinesischen Moderne (neben Zhang Daqian, Wu Changshi, Xu Beihong) und wurde vor allem für seine reduzierten, der Tuschmalerei verpflichteten Darstellungen von Vögeln, Insekten, Blumen und Kleintieren bekannt, oft mit eigenen Gedichten versehen.
Dem Konvolut sind ferner einige chinesische Textblätter mit Schriftzeichen beigegeben, darunter auch Übersetzungen von Gedichten des Dichters Li Bai (701-762).
Die vorliegende Sammlung befand sich (nach Angaben des Einlieferers) im Besitz der Bauhaus-Künstlerin Marianne Brandt und geht wohl auf ihren China-Aufenthalt von Oktober 1953 bis März 1954 zurück. Während dieser Reise verantwortete sie die Konzeption und Gestaltung der offiziellen Ausstellung Deutsche Angewandte Kunst der DDR in Peking und Shanghai. Die kleine Sammlung dürfte als persönliches Souvenir von diesem Aufenthalt mitgebracht worden sein. – Insgesamt gut erhalten. Die Farbholzschnitte farbfrisch und wohlerhalten, mit nur geringfügigen alters- und lagerungsbedingten Gebrauchsspuren. – Beigegeben: Naturdarstellungen. 8 farbige Reproduktionen nach chinesischen Malereien (Berglandschaften, Tier- und Naturdarstellungen). 39 x 27 cm. Lose Blätter in OBroschurenflügelmappe mit TSchild. Shanghai, Huadong Renmin Meishu Chubanshe, ca. 1954.
- Und: Folge von 3 Blättern chinesischer Kalligraphie auf feinem Chinabütten. Je 39 x 27 cm. Lose in moderner schwarzer Mappe mit modernem hs. TSchild.
Ohara, Koson
Album mit 12 Farbholzschnitten mit Darstellungen von Flora und Fauna (vorwiegend Vögel)
Los 574
Schätzung
400€ (US$ 460)
Ohara, Koson. Album mit 12 Farbholzschnitten mit Darstellungen von Flora und Fauna (vorwiegend Vögel). Format 36,5 x 24 cm. Broschur d. Z. (deutlich fleckig und berieben, Vorderdeckel gestempelt) in Blockbuchbindung mit leerem Titelschild und gelber Fadenbindung, Vorsätze goldgesprenkelt. Japan um 1920.
Ohara Koson (1877-1945) gehört zu den Vertretern der modernen Shin-hanga-Strömung und ist insbesondere für Naturdarstellungen im Genre Blumen und Vögel bekannt. Das Album umfasst Darstellungen von Vögeln (u. a. Krähe im Schnee, Fasan, Sperlinge), Säugetieren (Hirsch, Hase) und Insekten (Zikade, Biene) mit Flora (u.a. Pfingstrosen, Weide, Kiefer). – Der erste und der letzte Holzschnitt mit Abklatsch der Goldbesprenkelung des Vorsatzes. Die Blätter am oberen Rand durchgehend numerisch gestempelt (1-12). Im Randbereich papierbedingt gebräunt. Insgesamt sehr farbfrisch und in gutem Zustand.
Ornamententwürfe
4 japanische Farbholzschnitte mit Designmotiven und Mustervorlagen
Los 575
Schätzung
160€ (US$ 184)
Ornamententwürfe. 4 japanische Farbholzschnitte aus einem Ehon mit Designmotiven und Mustervorlagen für Textilien und dekorative Anwendungen. Je ca. 18 x 13 cm (Darstellung). Unter Passepartout mit mehrfarbigen Fileten. Kyoto um 1900.
Die Folge umfasst stilisierte Ornament- und Entwurfsblätter in bemerkenswert modernem Duktus und stammt aus einem Ehon. Ein flächiges Muster mit Päonien und Vögeln dürfte als Textilentwurf gedient haben. Auch eine weitere Darstellung mit zwei dekorativen Uchiwa-Fächern, versehen mit geometrischen und floralen Mustern vor dunklem Grund, ist wohl in diesem Kontext zu verstehen.
Ergänzend findet sich ein Blatt mit einem mythischen Phönix-Vogel in ornamental gefasstem Rahmen mit Flechtmuster sowie eine Darstellung eines stilisierten Kranichs auf Sockel neben Buchrollen mit kalligraphischen Beischriften. – Wohlerhalten.
Pustaha-Leporello
Illuminierte faltbares Zauber- und Weissagungsbuch der Batak-Schamanen
Los 576
Schätzung
500€ (US$ 575)
Illustriertes Borkenbuch des Alim-Baumes aus Indonesien
Pustaha-Leporello. Faltbares Zauber- und Weissagungsbuch der Batak-Schamanen. Surat Batak-Schrift auf Rinde des Alim-Baumes. 12 beidseitige Doppelfaltblätter mit 48 Seiten Schrift. Mit Textanfangsrubrizierung (rot Buchstabenumkreisung) und 13 Textfluss-Miniaturen mit zoomorphen und anthropomorphen Figuren und Ornamenten in roter und schwarzer Tinte. 25 x 13,6 cm. Sumatra, Indonesien um 1920.
Von einem europäischen Reisenden vorne datiertes Borkenbuch "12. November 1920" aus dem indonesischen Sumatra. Es handelt sich um ein traditionelles faltbares Zauber- und Weissagungsbuch der Batak-Schamanen (Pustaha) aus Sumatra, das handschriftlich mit schwarzer Tinte auf gefalteter Baumrinde in der sog. Surat Batak-Schrift verfasst wurde. Schreibgrundlage war die Rinde des Alim-Baumes (Aquilaria malaccensis), für die Tinte mischte man Ruß mit Pflanzensaft. Enthalten sind üblicherweise heilkundliche Texte, magische Beschwörungsformeln, medizinische Rezepte, Divinationsregeln und astrologische Berechnungen der Datu, der Batak-Priester.
Besonders hübsch ist das Buch durch die kreisförmigen Auszeichnungen der Buchstaben ganz im Sinne einer Rubrikation der Kapitelanfäng - und wegen der zahlreichen, teils sehr großen, in schwarzer eingemalten und rot kolorierten Miniaturen, die verschiedene Art von Tieren, wie Schlangen, Eidechsen, Frösche, Drachen und ähnliches zeigen.
Mit etwas Fantasie kann man die gehörnte, drachenähnliche Schlange Naga Padoha erkennen, die den Herrscher der Unterwelt repräsentiert und in den Schöpfungs- und Kosmologiemythen der Batak eine wichtige Rolle spielt. Eidechsen und Geckos repräsentieren die Darstellungen von Boraspati ni Tano, die schützende Erdgottheit. Der Priester-Magier Datu wird wiederum durch anthropomorphe menschliche Figuren symbolisierte, die den Schamanen selbst darstellen, häufig mit traditioneller, unverwechselbarer Kopfbedeckung, beim Halten von Ritualstäben (tunggal panaluan) oder bei der Aufführung von Ritualtänzen mit speziellen Instrumenten. Wahrsagediagramme, astrologische und Kalenderdiagramme, geometrische Markierungszeichen (Bindu Matoga) und Anleitungen zur Darstellung günstiger Tage, Positionierung für magische Schnüre oder Opferrituale. – Von den üblicherweise geschwärzten oder mit Kautschuk eingeriebenen Deckeln ist nur der vordere vorhanden (stärker beschabt, mit Fehlstellen, Rissen), der hintere fragmentarisch. Die letzen beiden Blätter sind oben versehrt mit entsprechendem Textverlust. Sonst ist die Handschrift jedoch vollständig, an Rändern wie meist stärker schwarz angelaufen, gebräung, wellig und hier und da mit Faserausbrüchen und Abrieb. Wie üblich nimmt das Format gegen Ende etwas ab.
Pustaha-Manuskript
Faltbares Zauber- und Weissagungsbuch der Batak-Schamanen
Los 577
Schätzung
450€ (US$ 517)
Miniatur-Zauberbuch auf Rinde des Alim-Baumes
Pustaha-Manuskript. Faltbares Zauber- und Weissagungsbuch der Batak-Schamanen. Surat Batak-Schrift auf Rinde des Alim-Baumes. 19 beidseitige Doppelfaltblätter mit 76 Seiten Schrift. Mit etwas Buchschmuck, ornamentalen Bändern und Leisten. Ca. 6,5 x 6 cm. Leporellofaltung mit 2 Holzdeckeln (etwas beschabt, bestoßen, fleckig, mit Rasurspuren) mit rundgeschliffenen Kanten. Sumatra, Indonesien wohl Anfang 19. Jahrhundert.
Buchkuriosum aus dem indonesischen Sumatra. Es handelt sich um ein traditionelles faltbares Zauber- und Weissagungsbuch der Batak-Schamanen (Pustaha) aus Sumatra, das handschriftlich mit schwarzer Tinte auf gefalteter Baumrinde in der sog. Surat Batak-Schrift verfasst wurde. Schreibgrundlage war die Rinde des Alim-Baumes (Aquilaria malaccensis), für die Tinte mischte man Ruß mit Pflanzensaft. Enthalten sind üblicherweise heilkundliche Texte, magische Beschwörungsformeln, medizinische Rezepte, Divinationsregeln und astrologische Berechnungen der Datu, der Batak-Priester. Das bemerkenswert kleine Format deutet auf ein Miniatur-Zauberbuch hin, das von den Schamanen oft als reisende Taschen-Ratgeber oder persönliche Schutzamulette genutzt wurde. Wie üblich nimmt das Format gegen Ende etwas ab. – Falze teils etwas schwächer, wenige offen, nur einer gelöst (mit wenigen überhängenden Rindenfetzen, doch kaum Textverlust), verhältnismäßig übersichtliche Gebrauchsspuren, wie üblich etwas stärker nachgebräunt und gedunkelt, insgesamt in gutem Gesamtzustand, Format zum Ende etwas abnehmend. Ältere Pustaha-Manuskripte, die wie das vorliegende in Gebrauch eines Zauberers waren, sind verhältnismäßig selten gegenüber den oft in größerer Zahl für den Tourismusmarkt hergestellten späteren Exemplaren.
Qi Baishi
Briefpapier-Sammlung. Pei-ch'ing Yung-pao-ch'ai shih-chien-p'u
Los 578
Schätzung
800€ (US$ 920)
Qi Baishi hua ji (Pei-ch'ing Yung-pao-ch'ai shih-chien-p'u). Briefpapier-Sammlung von 120 Wasserfarbdrucken. 2 Bände. 3, 2 Bl. mit geschnittenem Text und zus. ca. 120 Bl. in Farbholzschnitt. 31 x 21 cm. Nachtblaue OUmschläge mit Blattgoldsprenkelung in goldfarbener Seidenkordelblockbuchbindung mit montierten Titelschildern in dreifachen Brokatseidendeckeln (minimal beschabt und fleckig) mit montiertem Titelschild und 2 beinernen Schließen. Peking, (Rong bao ziai xin ji, 1951).
Die beiden Bände der sogenannten "großen Ausgabe" (mit je 60 Farbholzschnittafeln in Wasserfarbdrucktechnik; die "kleine" hat nur jeweils 40) enthalten neben einer großen Anzahl von Briefpapieren des Qi Baishi auch solche von anderen Künstlern. Hierzu vgl. Bilderhefte der Staatlichen Museen, Ostasiatische Holzschnitte II, in dem einige der Arbeiten S. 46ff. abgebildet und beschrieben sind.
Qi Baishi (1864-1957), ein bedeutender, wenn nicht der bedeutendste chinesische Maler der Moderne, übernahm zwar noch Elemente der traditionellen Gelehrtenmalerei, entwickelte die Technik aber erheblich weiter. Seine im Xieyi-Stil gehaltenen Bilder zeichnen sich durch einfache Strukturen und schnelle, gekonnte Pinselstriche aus. Zu Qis bevorzugten Sujets gehören Darstellungen von Kleintieren wie Krabben, Krebsen und Kaulquappen, Mäusen, Vögeln und Insekten sowie von Pflanzen wie Päonien, Lotos, Kürbissen und Bananen. Menschliche Figuren wirken auf seinen Bildern indes häufig etwas unbeholfen und naiv gestaltet. Manche Bilder tragen auch humoristische Züge. – Nur vereinzelt ein unwesentlicher minimaler Durchschlag bzw. Feuchtabklatsch der leuchtenden Farben, insgesamt in guter Erhaltung. Die Deckelbezüge der Mappe aus kostbarem Seidenbrokat mit bunten Reihern.
Qi Baishi. Rong Bao zhai xin ji shi jian pu. 2 chinesische Blockbücher mit Pflanzen-, Tier und Menschendarstellungen in farbigen Holzschnitt-Bildern und kalligraphischen Gedichten. Mit zusammen 80 Farbholzschnitten. 31,5 x 20 cm. Blaue OBroschur (am Rücken mit sehr kleinem Einriss, dieser mit kl. Stück Klebestreifen fixiert) mit Goldflocken, weißer Seidenfadenbindung und blattgoldbesprenkelten Titelschildern "Bei jing róng bao zhai xin jì shi jiàn pu lao rén tí jiu suì Bai shi", in dreifacher Klappdecke mit floral-ornamentalem Seidenbrokatbezug, TSchild und 2 beinernen Schließen. Wohl Peking, Rongbaozhai, 1953-1955.
Die Farbholzschnitte nach Qi Baishi (1864-1957), einem der wichtigsten Maler der chinesischen Moderne. Bekannt wurde er besonders für Darstellungen von Vögeln, Insekten, Blumen und Kleintieren. Sein Stil verbindet expressive Reduktion mit klar geführtem, ökonomischem Pinselduktus. Neben seiner malerischen Tätigkeit widmete er sich der Dichtung, die er häufig als Ergänzung oder Kommentar seinen Bildern beigab. – Gelegentlich mit Durschlag der Stempel, und leicht fleckig. Insgesamt sehr sauber.
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